DE553979C - Verfahren zur Bildung aufeinanderfolgender Szenerien - Google Patents
Verfahren zur Bildung aufeinanderfolgender SzenerienInfo
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-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A63—SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
- A63J—DEVICES FOR THEATRES, CIRCUSES, OR THE LIKE; CONJURING APPLIANCES OR THE LIKE
- A63J1/00—Stage arrangements
- A63J1/02—Scenery; Curtains; Other decorations; Means for moving same
Landscapes
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Description
Das Verfahren zur Bildung aufeinanderfolgender Szenerien mit Hilfe von Drehscheiben
und Bühnenwagen zeichnet sich dadurch aus, daß auf jede von zwei in bekannter
Weise nebeneinanderliegenden Drehscheiben ein Bühnenwagen gestellt wird und diese
beiden Bühnenwagen hinter der Szene, die von unmittelbar auf den Drehscheiben aufgestellten
Ausrüstungsstücken gebildet wird, zusammengeschoben und bei der folgenden Teildrehung der Drehscheiben zusammen gegen
die Bühnenöffnung vorgeschoben werden, um zusammen die neue Szenerie zu bilden.
Diese Erfindung ist von ganz besonderer Bedeutung für Bühnenhäuser mit kleiner
Grundfläche, also enge Bühnen, bei denen neben dem eigentlichen Spielboden fVorderbühne)
weiterer Raum nicht oder nur in kleinstem Ausmaß vorhanden ist. Die zwei nebeneinanderliegenden Drehscheiben nehmen
in der Tiefe weniger Raum ein als eine Scheibe von gleicher Flächengröße, nutzen
aber den Raum der Breite nach sehr gut aus und gestatten insbesondere den unmittelbaren
Anschluß an die seitliche Begrenzung der Bühnenöffnung. Sie gestatten aber nicht den
vollständigen Aufbau eines Szenenbildes, dessen Ausrüstungsstücke auch die Grundfläche
des Zwickels zwischen der Rampe und den beiden Drehscheiben, also gerade den wichsten
Teil des Spielbodens, in Anspruch nehmen. Der Vorteil des neuen Verfahrens wird
am besten klar an Hand der Zeichnungen, welche Grundrisse des Bühnenhauses darstellen.
Gesetzt, es handle sich um ein in seiner Grundfläche aufs äußerste beschränktes Bühnenhaus,
wie es in Abb. 1 bis 4 dargestellt ist. Das Bühnenhaus biete nur den zwei
nebeneinanderliegenden Drehscheiben C, D Raum; A sei die Rampe, B, B der seitliche
Abschluß der Bühnenöffnung im Anschluß an die beiden im Spielboden bündig liegenden
Drehscheiben. Es sei zunächst eine Freiluftszene mit Bauwerken und sonstigen Ausstattungsstücken
k zu spielen iAbb. i), als nächste Szene folge wiederum eine vor den
Ausstattungsstücken m darzustellende Freiluftszene (Abb. 2 und 3), die in der Stellung
der Drehscheiben nach Abb. 1 bereits vor- ■ bereitet ist; schließlich spiele eine Szene in
einem Zimmer mit den Ausstattungsstücken« (Abb. 4). Von diesen drei Szenen sind die
beiden ersten unmittelbar auf die Drehscheibe« aufgebaut. Das Spiel der handelnden
Personen vollzieht sich zum -Teil auf dem von beiden Drehscheiben gebildeten Zwickel des festen Spielbodens, zum anderen
Teil auf den Drehscheiben innerhalb der durch die bezüglichen Ausstattungsstücke gegebenen
Begrenzung. Die Zimmerszene ist dagegen auf zwei zusammenwirkenden Bühnenwagen
E, F vorbereitet, die ursprünglich die in Abb. 1 und 2 gezeichnete, in beiden
Abbildungen gleiche Stellung mit Bezug auf die Drehscheiben einnehmen. Während aber
die zweite Szene spielt, werden die beiden
Bühnenwagen aus der Stellung nach Abb. 2 in diejenige nach Abb. 3 übergeführt, also
zusammengeschoben. Beim Übergang zur dritten Szene werden nunmehr durch die entsprechende
Teildrehung der Drehscheiben die beiden Bühnenwagen unter Beibehaltung ihrer gegenseitigen Stellung nach vorn geschoben,
wobei sich die Ausstattungsstücke m, k, wie aus einer Vergleichung von
ίο Abb. 3 mit Abb. 4 ersichtlich, aus dem Bereich
der Bühnenöffnung wegdrehen. Um die sich hierbei ergebende Relativbewegung zwischen den Bühnenwagen und den Drehscheiben
zwangsläufig herbeizuführen, sind die Plattformen der Bühnenwagen auf ihrer Unterseite
mit Führungsschienen/ versehen, in welche Zapfen Q, H auf den Drehscheiben
eingreifen. Die Führungen bilden im Zusammenwirken mit den Zapfen gewissermaßen Kurbelschleifen; die beiden Bühnenwagen
werden zweckmäßig durch irgendwelche Mittel gekuppelt.
Es besteht also der Vorteil, daß auf den zwei zusammenwirkenden Bühnenwagen die
Zimmerszene vollständig im voraus aufgebaut werden kann; vollständig insbesondere
auch mit Bezug auf diejenigen Ausstattungsstücke, welche in der Schaustellung auf den
Grundrißbereich des dreieckähnlichen Zwikkels zwischen der Rampe A, den seitlichen
Abschlüssen B, B und den Drehscheiben C, D entfallen. Denn die rechtwinkligen und in
der Achse der Bühne zusammenstoßenden Plattformen der Bühnenwagen E, F bilden
ja den (über dem eigentlichen Bühnenboden liegenden) Fußboden der Zimmerszene, der
die gedachten Ausstattungsstücke trägt. Die Verwandlung in die Zimmerszene kann bei
offenem Vorhang vor sich gehen, ίο In einem weiteren Anwendungsfalle,, den
die Abb. 5 darstellt, befindet sich hinter den zwei Drehscheiben C, D der Spielbühne eine
dritte Drehscheibe L, welche weitere Bühnenwagen M, N aufnimmt. Es ist hier ein zwar
eine Hinterbühne enthaltender, aber immer noch sehr beschränkter Bühnenbau angenommen.
Hier sind nun sehr viel weitergehende Möglichkeiten des Szenenwechsels durch Austausch der auf den vorderen Drehscheiben
C, D und auf der hinteren Drehscheibe L stehenden Bühnenwagen gegeben.
Aus Abb. 5 ist ohne weiteres ersichtlich, wie nach Freimachen des mittleren Teiles der
Spielbühne die Wagen M, N von der hinteren Drehscheibe auf die vorderen Scheiben
und umgekehrt die Wagen E, F von vorn nach hinten gebracht werden können.
Bei ziemlich breitem, aber wenig tiefem Bühnenhaus, können auch Hilfsdrehscheiben,
wie L, seitlich von den Drehscheiben der Spielbühne angeordnet sein, immer wieder
mit dem Vorteil, daß ein Auswechseln gleich vieler Bühnenwagen auf so kleinem Raum nur
in dieser Weise möglich ist, wenn man in der gleichen Ebene der Spielbühne bleiben,
nicht zum Versenken oder Hochfahren der Bühnenwagen greifen will oder kann.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Verfahren zur Bildung aufeinanderfolgender Szenerien, dadurch gekennzeichnet, daß auf jede von zwei in bekannter Weise im Bereiche der Spielbühne nebeneinanderliegenden Drehscheiben ein Bühnenwagen gestellt wird und diese beiden Bühnenwagen hinter der Szene, die von unmittelbar auf den Drehscheiben aufgestellten Ausrüstungsstücken gebildet wird, ' zusammengeschoben und bei der folgenden Teildrehung der Drehscheiben zusammen gegen die Bühnenöffnung vorgeschoben werden, um zusammen die neue Szenerie zu bilden.
- 2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bühnenwagen mit Führungsschienen und die Drehscheiben mit Mitnehmerzapfen versehen sind, welche beim Zusammenschieben der beiden Bühnenwagen relativ in die Schienen eintreten und im Verein mit diesen bei der Drehung der Drehscheiben Kurbelschleifen bilden, durch welche die zusammengeschobenen Bühnenwagen gegen die Bühnenöffnung vorgeschoben werden.
- 3. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einer weiteren bzw. mehreren Drehscheiben, die hinter oder neben den im Bereiche der Spielbühne nebeneinanderliegenden Drehscheiben angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß auch diese weiteren Drehscheiben zur Aufnahme von Bühnenwagen bemessen und eingerichtet sind, so daß auf ihnen Bühnenwagen mit den zur Szenenbildung nötigen Ausstattungsstücken ausrüstbar sind, um alsdann auf die im Spielbühnenbereiche liegenden Drehscheiben hinübergefahren zu werden, uoHierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE553979T | 1930-04-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE553979C true DE553979C (de) | 1932-07-02 |
Family
ID=6563933
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930553979D Expired DE553979C (de) | 1930-04-15 | 1930-04-15 | Verfahren zur Bildung aufeinanderfolgender Szenerien |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE553979C (de) |
-
1930
- 1930-04-15 DE DE1930553979D patent/DE553979C/de not_active Expired
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