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Sicherheitsvorrichtung für Kraftwagenkühler Gegenstand der vorliegenden
Erfindung ist eine Sicherheitsvorrichtung für Kraftwagenkühler mit einem in die
Kühlwasserleitung eingebauten Kontaktthermometer, das bei bestimmten ansteigenden
Temperaturen nacheinander verschiedene Zeichen auslöst und im Gefahrfalle die Zündung
der Maschine unterbricht. Insbesondere eignet sich der Gegenstand der Erfindung
für die Motoren von Automobilen.
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Heizung für Kühlwasser mit Anschlüssen für Batterie oder Netzstrom
sind bekannt, desgleichen akustische und optische Vorrichtungen zum Anzeigen der
Kühlwassertemperatur und Vorrichtungen, welche die Zündung abstellen, wenn die Temperatur
des Kühlwassers eine der zulässigen Grenzen überschreitet.
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Demgegenüber besteht die Erfindung darin, daß bei sinkender Kühlwassertemperatur
ein in die Kühlwasserleitung eingebauter elektrischer Heizkörper eingeschaltet wird,
der in den Stromkreis der Stromquelle des Wagens oder in einen Netzstromkreis derart
eingeschaltet ist, äaß beim Anschalten an das Netz durch ein Relais die Stromquelle
des Wagens selbsttätig eingeschaltet wird, wenn der Netzstrom ausbleibt.
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In der Zeichnung ist schematisch eine beispielsweise Ausführungsform
des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt: Abb. i eine Seitenansicht
des geöffneten Vorderteiles eines Motorfahrzeuges, Abb.2 das Schaltungsschema der
überwachungseinrichtung.
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Abb.3 und .4 zeigen eine Einzelheit in Seitenansicht und im Grundriß.
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In der vom Kühlwassermantel des Motors i nach dem Kühler 2 führenden
Leitung 3, die vorteilhaft aus einem Kautschukschlauch besteht, ist ein Metallgehäuse
¢ dicht eingebaut, durch welches das Kühlwasser vom Motor nach dem Kühler 2 strömt.
Im Gehäuse ¢ ist ein U-förmiges Kontaktthermometer 6 angeordnet, das in eine am
Gehäuse ¢ lösbar befestigte Kappe 9 eingebaut ist. Vom Kontaktthermometer 6 führt
ein mehradriges, in einen Schutzschlauch 7 eingeschlossenes Kabel io in die Nähe
des Sitzes des Fahrzeugführers, ferner auch nach einem Heizelement, mittels welchem
das Kühlwasser im Kühler oder zusammen mit dem ganzen Motor in dessen Kühlwassermantel
erwärmt werden kann. Die Schaltung ergibt sich aus Abb. 2. Im Thermometer 6 sind
die Kontakte a, b, c, d eingeschmolzen. Der Kontakt a steht dauernd in Berührung
mit dem Quecksilber; er ist an den einen Pol einer elektrischen Batterie (Fahrzeugbatterie)
B angeschlossen. Steigt infolge des Anwachsens der Temperatur des Kühlwassers das
Quecksilber im Thermometer 6, so kommt dasselbe in Berührung mit Kontakt b; dadurch
wird ein Stromkreis geschlossen, in welchen eine Signallampe i i eingebaut ist.
Die Lampe i i kann am Steuerrad, am Spritzbrett oder sonstwo
angeordnet
sein. Steigt die Temperatur des Kühlwassers weiter und damit auch das Quecksilber
im Thermometer 6, so wird ein Stromkreis über den Kontakt c geschlossen. In diesen
Stromkreis ist ein akustisches Signal, - z. B. ein Horn 12, eingebaut. Dieses kauen
die am Fahrzeug vorhandene Hupe oder das Hornsignal sein; es kann aber auch am Spritzbrett
angeordnet sein, wie Abb. i darstellt. Steigt die Temperatur des Kühlwassers weiter;
so wird ein Stromkreis über den Kontakt b geschlossen. Es wird nun ein Relais 13
gesteuert. Dieses Relais 13 öffnet am Kontakt 1,1 den Stromkreis des Zündmagneten
15, in welchem die Zündkerzen P des Motors liegen. Es werden also keine Zündungen
mehr erfolgen und damit der Motor stillgesetzt; gleichzeitig wird durch den Kontakt
16 ein Stromkreis über das Signal 17 (Schlußlampe) des Fahrzeuges geschlossen. Nachfolgende
Fahrzeuge werden.also von dem bevorstehenden Anhalten des Wagens gewarnt.
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Es können noch Hilfsschalter vorgesehen sein, welche die Wiederherstellung
des Stromkreises über die Kerzen P ermöglichen, so daß der Führer des Fahrzeuges
seinen Wagen noch aus den Verkehr bringen kann.
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Das Kontaktthermometer 6 weist über dem Quecksilber eine Kreosotfüllung
und einen Kreosotbehälter i 8 auf. Diese Füllung dehnt sich bei sinkender Temperatur
stark aus-und drückt auf den Quecksilberfaden des linken Schenkels des Thermometers
6. Sinkt die Temperatur des Kühlwassers so weit, daß die Gefahr des Einfrierens
eintritt, so erreicht der Quecksilberfaden infolge der Ausdehnung des Kreosots den
Kontakte, so da.B die beiden Kontakte a und e verbunden sind und ein Relais i g
erregt wird. Das Relais i 9 zieht seinen Anker an, wodurch der Stromkreis der Batterie
B auf das Heizelement 20 geschlossen wird. Das Heizelement 2o, das von bekannter,
beliebiger Bauart sein kann, kann im Kühler, im Wassermantel des Motors oder auch
unter der Haube des Motors eirigebaut sein. Die Einrichtung ist nun so ausgebildet,.
daß der Heizstrom dem Netz entnommen werden kann, wenn sich -der Motonvagen in _
der Nähe einer Netzanschlußstelle, beispielsweise in der Garage, befindet.
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Damit bei Stromentnahme aus dem Netz der Heizkörper 2o von der Batterie
B selbsttätig abgetrennt wird, bei Stromunterbrechung im Netz aber sofort wieder
an dieselbe angeschlossen wird, bis die Stromunterbrechung im Netz aufgehört hat,
ist ein Relais 21 vorgesehen. Wird der Heizkörper 20 z. B. durch eine Steckdose
22 an das Netz angeschlossen, so unterbricht bei Steuerung des Relais r9 durch die
Kontaktgebung des Thermometers das Relais 21 den Stromkreis der Batterie zum Heizkörper,
wobei gleichzeitig die Netzspannung an diesen Heizkörper gelegt wird. Sobald das
Kühlwasser die nötige Temperatur wieder erreicht hat, wird der Stromkreis des Relais
19 am Kontakte des Thermometers wieder unterbrochen. Dabei unterbricht der Anker
des Relais 19 auch den Heizstromkreis, wodurch. das Halterelais 21 seinen Anker
fallen läßt; so daß sich die ganze Einrichtung wieder im Ruhezustand befindet.
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Es kann außerdem eine optische oder akustische Signaleinrichtung vorgesehen
sein, welche dem Besitzer des Wagens die Frostgefahr anzeigt. -Der Einbau des Thermometers
in den Schlauch 3 besitzt den Vorteil, daß die beim Fahren auftretenden Stöße vom
Schlauch gedämpft werden. Gleichzeitig ist das Gehäuse ¢ und das Kontaktthermometer
unter der Haube gut geschützt. Die Kabel selbst lassen sich leicht nach den arrbeliebiger
Stelle ängeordneten Signaleinrichtungen, Relais usw. führen.