DE552671C - Verfahren zur mechanischen Zurichtung von Druckformen - Google Patents

Verfahren zur mechanischen Zurichtung von Druckformen

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DE552671C
DE552671C DEF66893D DEF0066893D DE552671C DE 552671 C DE552671 C DE 552671C DE F66893 D DEF66893 D DE F66893D DE F0066893 D DEF0066893 D DE F0066893D DE 552671 C DE552671 C DE 552671C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M9/00Processes wherein make-ready devices are used
    • B41M9/02Relief make-readies
    • B41M9/04Relief make-readies photomechanical

Landscapes

  • Photosensitive Polymer And Photoresist Processing (AREA)

Description

  • Verfahren zur mechanischen Zurichtung von Druckformen Die zeitraubende, unvollkommene, unwirtschaftliche Handzurichtung der Druckformen, gekennzeichnet durch ausgleichendes, sukzessives Tapezieren, Ausschneiden oder Schaben ist als Hemmung des Buchdruckprozesses bekannt.
  • Mechanische Zurichteverfahren beschränkten sich bisher ausschließlich auf die Illustrationszurichtung und dienten nicht dem Druckausgleich nach der Schattierung.
  • Zweck der Erfindung ist es, den Druckausgleich nach der Schattierung schneller, genauer, wirtschaftlicher und mechanisch zu ermöglichen.
  • Im Verfolg dessen wird zunächst mechanisch eine Druckansicht hergestellt. Die Bezeichnung »Druckansicht« ist hier dem Begriffe »Schattierungsbild« gleichzusetzen, nicht zu verwechseln mit »Farbansicht« (an derem Zustandekommen sind eine Reihe von Zwischenträgern, wie z. B. die Druckfarbe, ihre Güte und Menge, die Farbwalzen, deren Beschaffenheit, Justierung usw. beteiligt).
  • Zu dem Zwecke wird eine abdruckbare Folie, z. B. Kohlepapier, einige Male durch die Druckpresse gelassen bzw. dem Druck der Formenelemente und der Gegendruckfläche (Tiegel, Zylinder) ausgesetzt. Stark druckende Elemente der Druckform drücken nun die Schicht der Folie stark ab, weniger stark druckende Stellen entsprechend weniger stark.
  • Hält man diesen Bogen gegen das Licht, so hat man die ganze Skala der Druckunebenheiten im Negativ, kann sie also perspektivisch unverkürzt betrachten, was z. B. nicht möglich ist, wenn man die prägeartigen Druckmarkierungen der Rückseite eines Druckbogens schräg gegen das Licht hält.
  • Charakteristisch für die Herstellung dieser Druckansicht ist, daß sie völlig mechanisch und gleichzeitig (im Gegensatz zum üblichen sukzessiven Anmalen bei der manuellen Zurichtung) zuwege gebracht wird.
  • Natürlich könnte man auf diesem Wege, d. h. unter Ausschaltung der Einfärbung der Druckform, auch eine Druckansicht herstellen, auf der die Skala der Druckunebenheiten im Positiv erscheint. Das würde eine entsprechende andere Behandlung der lichtempfindlichen, quellfähigen Zurichtefolie nach sich ziehen.
  • Die Druckansicht dient als Schablone oder Kopierfolie für die anschließend vorzunehmende photomechanische Folienherstellung, indem sie mit einer lichtempfindlichen, quellfähigen Folie in einen Kopierrahmen gespannt und dann einer Belichtung ausgesetzt wird. Die am stärksten abgedrückten Stellen in der Druckansicht lassen nun das Licht am leichtesten durch; an diesen Stellen wird die lichtempfindliche, quellfähige Folie am stärksten belichtet, und durch die entsprechende Gerbung ist dort eine spätere Aufquellung so gut wie gar nicht möglich. Die weniger stark abgedrückten Stellen lassen entsprechend weniger Licht durch usw.
  • Die eigentliche Zurichtefolie wird dann auf üblichem photographischem Wege entwickelt und fixiert. Wichtig ist _ anschließend das Aufquellen der Folie im warmen Wasser. Der Grad der jeweilig notwendigen Relieftiefe wird durch die Temperatur des Quellwasserbades geregelt.
  • Damit dieses Relief den starken Druckatmosphären in der Druckpresse standhält, wird es mit Formalin (¢ bis io°/aig), evtl. auch mit Chromalaun oder einer anderen Substanz gehärtet.
  • Falls eine doppelseitige Kraftwirkung der Zurichtung erstrebt wird, müßte eine doppelseitig präparierte Zurichtefolie benutzt werden, die entweder von einer Kopierfolie zweimal (Vorderseite kopieren und nach Umschlagen Rückseite kopieren) oder von zwei Kopierfolien und Vorder- und Rückseite je einmal belichtet werden muß.
  • Vor Beginn des Entwickelns kann selbstverständlich noch eine manuelle Retusche vorgenommen werden, falls sie nach subjektivem Empfinden notwendig erscheint.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur mechanischen Zurichtung von Druckformen unter gleichzeitiger Übertragung der Unebenheiten der Druckform mittels einer Kopierfolie auf eine lichtempfindliche, quellfähige Schicht, dadurch gekennzeichnet, daß die zuzurichtende Druckform direkt auf einer abdruckbaren Folie, z. B. Kohlepapier, oder indirekt, d. h. unter Zwischenschaltung einer abdruckbaren Folie, auf einen Druckbogen ein- oder mehrmals abgedrückt und dieser Abdruck als Kopierfolie benutzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die als Kopierfolie auszubildende abdruckbare Folie direkt auf der zum Relief auszubildenden Schicht aufgetragen wird und das Sensibilisieren bzw. Entwickeln erst nach dem Abdruck erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man den Abdruck auf der abdruckbaren Folie vor dem Kopieren bzw. vor der Entwicklung durch manuelle Retusche abändert. q.. Verfahren nach Anspruch 1, 2 und 3, jedoch mit zweiseitiger Folienkraftwirkung.
DEF66893D 1928-09-26 1928-09-27 Verfahren zur mechanischen Zurichtung von Druckformen Expired DE552671C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE868910C (de) * 1945-02-06 1953-03-02 Victor Joseph Emile Letouzey Verfahren zur Kontrolle der Zurichtung von Druckpressen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE868910C (de) * 1945-02-06 1953-03-02 Victor Joseph Emile Letouzey Verfahren zur Kontrolle der Zurichtung von Druckpressen

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