DE55254C - Maschine zum Anbringen wasserdichter Schutzmasse auf Sprengstoffpatronen - Google Patents

Maschine zum Anbringen wasserdichter Schutzmasse auf Sprengstoffpatronen

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DE55254C
DE55254C DENDAT55254D DE55254DA DE55254C DE 55254 C DE55254 C DE 55254C DE NDAT55254 D DENDAT55254 D DE NDAT55254D DE 55254D A DE55254D A DE 55254DA DE 55254 C DE55254 C DE 55254C
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cartridge
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B33/00Manufacture of ammunition; Dismantling of ammunition; Apparatus therefor
    • F42B33/14Surface treatment of cartridges or cartridge cases

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 78: Sprengstoffe.
Diese Erfindung bezweckt., mittelst Eintauchens in ein Bad auf Sprengstoffpatronen in fester Form einen Ueberzug von irgend einer in Wasser unlöslichen Substanz anzubringen, welcher die Patrone vor Feuchtigkeit schützt, worauf die Patronen nach ihrem Herausnehmen aus der Substanz und während des Abkühlens oder Erhärtens des wasserdichten Ueberzuges um ihre Achsen gedreht und auf einer geschmeidigen Platte gerieben oder gedreht werden, um die Substanz gleichmäfsig zu vertheilen und etwa überschüssige Substanz wegzunehmen. Die Enden der Patronen werden dann behufs Glä'ttung der wasserdichten Schutzmasse geglättet, welche auf diese Weise gleichmäfsig über die gesammte Patronenoberfläche vertheilt und fest gegen dieselbe anliegt. Dieser Ueberzug kann auch in manchen Fällen auf einem um die Patrone vorher gewundenen dünnen Papier angebracht werden, auf welches er, während die Schutzmasse noch flüssig ist, sowohl der ganzen Länge nach als auch an den Enden aufgetragen wird, wobei die Masse auf der ganzen Patronenoberfläche ebenfalls gleichförmig verbreitet wird und dieselbe luftdicht abschliefst.
Die hierfür vorgesehene Maschine ist auf der beiliegenden Zeichnung in Fig. 1 im Horizontalschnitt, in Fig. 2 im Längsschnitt nach Linie x-x der Fig. 1, und in Fig. 3 im Querschnitt y-y der Fig. ί und 2 dargestellt und arbeitet folgendermafsen.
Die Sprengstoffpatronen werden in die geneigte Rinne D eingelegt, in welcher sie hinabrollen, oder sie werden in irgend einer anderen geeigneten Weise dem Paternosterwerk zugeführt, welches dieselben der Reihe nach in die auf dem Gestell A ruhende Maschine hineinführt. Dieses Paternosterwerk besteht aus zwei parallelen, endlosen Riemen oder Ketten α a, welche mit Haken oder Zackend1«1 versehen sifid, deren je zwei eine in der Rinne D erfafste Patrone weiter führen. Die Ketten a a laufen über Rollen b, deren Spindeln bl direct am Rahmen A oder in den an letzterem sitzenden Wangen b2 befestigt sind; die der Rinne D zunächst liegenden Wangen sind verschiebbar eingerichtet, um den Riemen oder Ketten α α die gewünschte Spannung zu geben. Der Boden der Rinne D ist an seinem gegen die Maschine gerichteten niedrigeren Ende mit zwei Ausnehmungen D1 versehen, um Platz für die Haken al zu lassen, damit letztere die Patrone von unten fassen und sie somit aus der Rinne D heben können. Zur Sicherung der von letzterer eingenommenen Lage sind an jeder Seite der endlosen Riemen aa1 Schutzbleche b3 angebracht.
Das Paternosterwerk erhält seine Bewegung direct von der einen als Welle verlängerten Spindel b1, auf welcher aufsen eine Kurbel &4 (oder Riemscheibe) sitzt, und deren Rolle b mit ihren Zähnen oder Ausnehmungen in die Ketten α α eingreift. Auf die Spindel b1 der von der Rinne D am weitesten abliegenden Rolle b sind zwei vierspitzige Sterne c aufgesteckt, welche bezwecken, die Patrone bis zu dem Augenblick zu führen, in welchem sie von den Grifffedern f gefafst wird, welche sie in das Bad B hinabführen, wobei zu einer vollständigen genauen Führung der Patronen
noch ein die Schutzbleche b3 verbindendes Blech c1 vor den Sternrädern c angeordnet ist. Diese Federn ff sind durch Schrauben f1 auf die Aufsenseiten zweier runder Scheiben d d befestigt, die von einer gemeinsamen Nabe d1 ausgehen, welche auf einer Welle e befestigt ist. Diese mittelst des Zahnrades ρ Bewegung von dem Zahnrade ρ der Triebwelle j1 erhaltende Welle ist auf seitlich auf dem Badetrog B sitzenden Böcken e2 mit Lagern e1 gelagert. Jedesmal, wenn ein Federpaar ff das Blech cl passirt, machen die Sternräder c eine Viertelumdrehung und geben an dieses Federpaar eine Patrone ab, welche bei der Umdrehung des Rades d d in das unter dem letzteren befindliche, das Bad enthaltende Gefäfs B hinabgeführt wird. Dieses Gefäfs ist mit doppelten Seitenwänden oder mit Doppelboden B1 versehen, um, falls nöthig, auf die gewünschte Temperatur mittelst heifsen Wassers, Dampfes oder heifser Luft erhitzt werden zu können, welche durch die Oeffhung B2 ein-, bei B3 ausgelassen wird; das Gefäfs B hat noch eine Oeffnung bei B 4, in welche ein Hahn eingesetzt wird, um im Bedarfsfalle die Schutzmasse aus dem Trog B ablaufen zu lassen.
.Diejenigen Theile der Grifffedern ff, mit denen die Patronen C, Fig. 2, festgehalten werden, bestehen aus an den inneren Seiten der Federn liegenden Scheiben f- f2 mit strahlenförmig angebrachten Schneiden fa\ die Zapfen dieser Scheiben sind drehbar in ff gelagert und tragen an ihren äufseren Enden kleine Zahnräder oder Reibungsrollen fl, welche eine selbstständige rotirende Bewegung durch Berührung mit der Reibungsfeder g erhalten, welche Vorrichtung in Fig. 2 nur auf der einen Wand des Rades d dargestellt ist. g1 ist eine dünne, biegsame, an dem einen Ende der Federn g1 befestigte Platte; das andere Ende genannter Federn ist an dem Arm g3 befestigt, der durch Schraube g* verstellbar am Troge B sitzt. Wenn die zwischen den Scheiben f2 an den Federn f gehaltene Patrone C das Bad B passirt hat und über die Oberfläche desselben gekommen ist, wird sie durch Auflaufen der Rollen^/4 auf die Feder g in eine rotirende Bewegung versetzt, während sie aufwärts geführt wird; während dieser Zeit wird die Patrone von der dünnen Eisenblechplatte gl leise berührt, welches bezweckt, die Schutzmasse auf der cylindrischen Oberfläche der Patronen C glatt zu ebnen und überflüssige Schutzmasse abzustreichen. Die Patronen, von denen in der Zeichnung nur die eben die Platte g berührenden angegeben sind, werden während des Drehens des Rades d d weiter emporgeführt, wobei die Schutzmasse bis zu einem gewissen Grade abkühlt und steif.wird, und gelangen dann zu einem anderen Paternosterwerk i i', welches oberhalb desjenigen angebracht ist, das die Patronen in das Rad d d hineinspeiste, um dieselben nunmehr von dem letzteren wegzuführen. Zu diesem Zwecke werden die Grifffederny mittelst der Führungsschienen h mit den geneigten Flächen h1 aus einander gespannt, wie Fig. 1 zeigt, so dafs die Patrone frei wird und in zwei Haken il an den endlosen Riemen oder Ketten i dieses letzten Paternosterwerkes hinabfällt und von diesem weggeführt wird. Die Federn_/ werden von den Führungsschienen h von einander entfernt gehalten, bis sie wieder an den Stern e herankommen, um daselbst wieder eine Patrone zu fassen. Die endlosen Ketten oder Riemen i gehen über die auf (bei j2 gelagerte) Welle jl sitzenden Scheiben j, sowie die Scheibe k, deren Welle verstellbar in den gegabelten Enden einer Schiene / gelagert ist; das andere Ende dieser Schiene ist drehbar auf die WeIIe-/1 geschoben. ll ist ein Stift oder Bolzen, welcher durch die Gabel der Schiene / und durch die eine Führungsschiene oder das Gestell hindurchgeht, um die Gabel in ihrer Stellung zu halten, m ist ein durch Bolzen ml an dem Rahmen A befestigter Ring mit Innenverzahnung Ot2, m3 ein durch Bolzen m4 an A befestigter Ring mit Aufsenverzahnung m 5 und mit einem Ansatz m6, an welchen der mit seinem anderen Ende am Ringe m befestigte Stahlbolzen m7 sich anlegt.
Die Scheiben j sind zu Flantschen j3 mit cylindrischen Aushöhlungen j* verlängert, in welche die durch Schraubenfedern η 1 bethätigten Kolben η eingelegt sind , deren Schäfte n2 aufserhalb der Aushöhlungen ji mit Zahnrädern n3 besetzt sind. Die auf der einen Seite des Apparates liegenden Zahnräder n3 greifen während eines Theiles der Umdrehung der Scheiben j in die Innenverzahnung m2 von m, die auf der anderen Apparatseite befindlichen Räder η3 in die Aufsenverzahnung η 5 des Ringes m3 ein. Durch diese Vorrichtungen soll die Verbindung mit den Kolben η bezweckt werden, die Enden der Patronen ■ dicht zusammen zu drücken und eben zu streichen und hiermit die von den Haken i' gebildeten Löcher auszufüllen. Wenn eine Patrone von den Haken i1 so weit in die Scheiben j hineingeführt worden ist, dafs sie mit den Enden zwischen ein Paar Kolben η gelangt, so treten diese durch Auflaufen der Räder n3 auf die geneigten Flächen ο ο der Ringe mm3 in diesem Augenblick heraus und pressen die Patronenenden zusammen infolge der auf dieselben wirkenden Spiralfedern nl, wobei die Zähne der Räder n3 in die Zahnsegmente η2 η 5 eingreifen und dieselben umdrehen, indem die Patrone von den Haken / festgehalten wird. Infolge dessen, dafs die Zahnsegmente m2 und m5, wie vorher gesagt, verschieden sind,
erhalten die Kolben η eine Drehung gegen einander, wodurch sie um so kräftiger zur Erreichung des Zweckes wirken. Nachdem die Patrone in dieser Weise eine Strecke mit den Scheiben j j weiter gegangen ist, wird sie plötzlich durch Zusammenpressen der Federn nl von den Kolben η befreit, sobald sie an den Zahnsegmenten m2 ms vorübergekommen ist, indem die Kolben von den geneigten Flächen ο ο wieder in ihre Aushöhlungen zurückgezogen werden. Die Patronen fallen hierbei infolge ihres eigenen Gewichts aus den mit ihren Oeffnungen bei dieser Lage abwärts gewendeten Haken und können in einer Rinne oder dergleichen aufgefangen werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Zum Zwecke des Einhüllens von Sprengstoffpatronen mit einem wasserdichten Ueberzuge durch Eintauchen der Patronen in ein — wenn nöthig erhitztes — Bad und nachfolgendes Verstreichen der gesammten Patronenaufsenfläche während des Abkühlens der Masse, eine Maschine, in welcher die durch ein Paternosterwerk zugeführten Patronen von seitlich an einem in Drehung versetzten Rade d sitzenden Federn ff erfafst und durch ein eventuell doppelwandiges Gefäfs B mit flüssiger Schutzmasse hindurchgeführt werden, und welche die Patronen bei Drehung um ihre eigene Achse der Wirkung eines federnd angeordneten Streichbleches g1 aussetzt, welches die Masse auf der Umfläche der Patrone glatt ebnet und überschüssige Masse abstreicht, worauf die Patronen bei weiterer Drehung des Rades d aus den Federn befreit und an ein zweites Paternosterwerk abgegeben werden, durch welches sie behufs Dichtstreichens ihrer Kopfenden zwischen rotirenden, unter Federdruck und sich gegenüber stehenden Kolben η hindurchgeführt werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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