DE55096C - Verfahren zur Herstellung von Ferro-Aluminium und ähnlichen Legirungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Ferro-Aluminium und ähnlichen Legirungen

Info

Publication number
DE55096C
DE55096C DENDAT55096D DE55096DA DE55096C DE 55096 C DE55096 C DE 55096C DE NDAT55096 D DENDAT55096 D DE NDAT55096D DE 55096D A DE55096D A DE 55096DA DE 55096 C DE55096 C DE 55096C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
iron
aluminum
chloride
production
ferro
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT55096D
Other languages
English (en)
Original Assignee
C. A. FAURE in Paris, rue des halles Nr. 15
Publication of DE55096C publication Critical patent/DE55096C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C1/00Making non-ferrous alloys
    • C22C1/02Making non-ferrous alloys by melting
    • C22C1/03Making non-ferrous alloys by melting using master alloys

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Die vorliegende Erfindung besteht in der Combination theilweise schon bekannter und neuer Verfahren, welche den Zweck hat, mittelst einer Reihe einfacher und wenig kostspieliger, chemisch metallurgischer Operationen Ferro-Aluminium (x Fe-\-y Al) und ähnliche Legirungen herzustellen.
Zu diesem Zweck wird über eine Mischung von Bauxit und Kohle, welche sich in Rothglut befindet, ein an Chlor reiches Gas,' wie Eisenchlorid ^Fe2 ClJ übergeleitet. An Stelle des Eisenchlorids kann auch jedes beliebige andere hochgechlorte Metallchlorid verwendet werden, welches beim Ueberleiten über ein rothglühendes Gemisch aus Thonerde und Kohle einen Theil seines Chlors abgiebt und unter gleichzeitiger Einwirkung dieses Chlors und der Kohle auf die Thonerde die letztere in Aluminiumchlorid verwandelt. Diejenigen Metallchloride, welche sich vorzugsweise für diesen Zweck eignen, sind aufser dem Eisenchlorid: Kupferchlorid, Nickelchlorid, Kobaltchlorid, Antimonchlorid, Wismuthchlorid und Arsenchlorid. Die hierbei vor sich gehende Reaction beruht auf folgender, durch Experimente festgestellter Thatsache: Wird über ein inniges Gemenge von Thonerde (Al2OJ und Kohle, welches sich in einer Retorte in Rothglut befindet, Eisenchlorid geleitet, so erhält man ein fluchtiges und cohdensirbares Product, welches Chloraluminium (Al2 ClJ enthält. Die Wirkung des Eisenchlorids auf das erwähnte Gemenge ist ähnlich der ganz bekannten und typischen des Chlors, und es ergiebt sich hierbei ein Chloraluminium·, welches mit Eisenchlorür gemengt und theilweise mit demselben verbunden ist.
Der Umstand, dafs bei dem beschriebenen Verfahren das freie Chlor durch Eisenchlorid oder eines der anderen oben angeführten Metallchloride ersetzt wird, ist insofern von besonderer Wichtigkeit, als die umständliche und eine kostspielige Apparatur erfordernde Herstellung des Chlors in Fortfall kommt und ein im Verfahren selbst auf billige Weise hergestelltes Product an dessen Stelle tritt. Das für die Durchführung dieser Operation erforderliche Eisenchlorid wird aus . Eisenchlorür erhalten, wenn man das letztere in einem geschlossenen Gefäfs erhitzt und auf dasselbe einen Luftstrom einwirken läfst, wobei in dem Gefäfs ein Eisenoxyd verbleibt, welches mit Eisenchlorür und einem Oxyd von unbestimmter Zusammensetzung vermengt ist. Das gasförmige Gemenge, welches bei der erstgenannten Operation, das Chloraluminium enthaltend, die Retorte verläfst, besteht hauptsächlich aus Chloraluminium, Eisenchlorür, Kohlenoxyd und Stickstoff, sowie zu einem geringen Theil aus Zwischenproducten.
Eine einfache Condensation genügt zur Trennung der permanenten Gase und man erhält auf diese Weise ein flüssiges oder festes Gemenge, welches das ganze Chloraluminium mit etwa dem Vier- oder Fünffachen seines Gewichtes an Eisenchlorür enthält. Dieses Product wird wieder in den dampfförmigen Zustand übergeführt und sodann über rothglühende Eisenspäne geleitet. Hierbei bildet sich Eisenchlorür und Ferro-Aluminium nach bestimm-
barer Formel. Das Eisen sättigt sich hierbei mehr und mehr mit Aluminium, schmilzt und fliefst schliefslich in Tropfen aus dem untersten Theil des Gefäfses oder der Retorte ab, während das ganze Eisenchlorür, also dasjenige, welches vorhanden war, und dasjenige, welches sich bildet, in einer passenden Vorlage aufgefangen werden kann.
Da die nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren erhaltene Aluminiumlegirung nicht immer eine constante Zusammensetzung besitzt, so wird der Gehalt derselben an reinem Aluminium durch die Analyse ermiftelt und je nach diesem Gehalt mit gröfseren oder geringeren Mengen anderer Metalle oder Metalllegirungen zur Herstellung bestimmter Marken zusammengeschmolzen.
Das condensirte Eisenchlorür wird nach erfolgter Erhitzung auf eine entsprechende Temperatur in der oben angegebenen und bereits bekannten Weise der Einwirkung eines 'Luftstromes ausgesetzt, so dafs Eisenoxyd und Eisenchlorid in Dampfform sich bildet,' welch letzteres wieder verwendet wird, um auf den Bauxit oder die Thonerde einzuwirken. Dadurch entsteht also ein Kreisprocefs, welcher eine fortdauernde Fabrikation gestattet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Ferro-Aluminium und ähnlichen Legirungen durch Ueberleiten von dampfförmigen Chloriden (des Eisens, Nickels, Kobalts, Antimons, Kupfers, Wismuths und Arsens) über eine auf Rothglut gebrachte Mischung aus Thonerde und Kohle, und Ueberleiten der hierbei gewonnenen Dämpfe und Gase — mit oder ohne eine dazwischen erfolgende Condensation oder Separation desselben — über Späne von Eisen oder anderen Metallen, wobei für eine fortdauernde Fabrikation die nun abströmenden und auf eine entsprechende Temperatur gebrachten Chlorüre in geschlossenen Gefäfsen der Einwirkung eines Luftstromes ausgesetzt werden, um die zur' Ausführung des Verfahrens erforderlichen Chloride wieder zu gewinnen.
DENDAT55096D Verfahren zur Herstellung von Ferro-Aluminium und ähnlichen Legirungen Expired - Lifetime DE55096C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE55096C true DE55096C (de)

Family

ID=329645

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT55096D Expired - Lifetime DE55096C (de) Verfahren zur Herstellung von Ferro-Aluminium und ähnlichen Legirungen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE55096C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE55096C (de) Verfahren zur Herstellung von Ferro-Aluminium und ähnlichen Legirungen
DE2114769C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines Katalysators für die Ammoniaksynthese
DE41891C (de) Verfahren zur Darstellung von Aluminium
DE1931481B2 (de) Verfahren zur Abscheidung von Bleidaempfen aus Gasen
DE728218C (de) Verfahren, die Oberflaechenschicht von Gegenstaenden aus Eisen oder Stahl durch Diffusion gleichzeitig an Chrom und Silizium anzureichern
DE666351C (de) Verfahren zur Chlorierung von Erzen, Rueckstaenden oder anderen, Metalle enthaltenden Stoffen
DE2637282A1 (de) Verfahren zur behandlung von carbothermisch erzeugtem aluminium
DE631842C (de) Verfahren zur auswaehlenden Gewinnung von Chlorverbindungen aus Erzen, Mineralien, Oxyden, keramischen und aehnlichen Stoffen
DE83638C (de)
DE830787C (de) Verfahren zur Herstellung fluechtiger Chloride
DE580166C (de) Verfahren zur Anreicherung von Germanium
DE662432C (de) Gegenstaende aus Chromstaehlen, die gegen einen bei hohen Temperaturen erfolgenden Angriff widerstandsfaehig sein muessen
DE323840C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalimetallen und Salzsaeure aus den Alkalichloriden bei hoeherer Temperatur
DE1667368B1 (de) Verfahren zur abtrennung oder gewinnung von cd,-co,-pb,-mg,-ni- oder zn-chloriden aus verbindungen dieser metalle enthaltenden materialien
DE397292C (de) Verfahren zur Mitgewinnung des metallischen Zinks bei der Rueckgewinnung von Kupfer aus kupfer- und zinkhaltigen Legierungen
DE79781C (de)
DE698895C (de) Verfahren zum Gewinnen von Blei, Zink, Cadmium und anderen fluechtigen Metallen aus Erzen, besonders Eisenerzen, durch Verfluechtigung beim Verblasesintern
DE518392C (de) Verfahren zur Erzeugung von reinem Eisen durch Chlorierung der Erze
DE530564C (de) Herstellung der Verbindungen von Metallen mit den Elementen Schwefel, Selen und Tellur
DE892845C (de) Verfahren zum Umkleiden von Metallgegenstaenden, insbesondere solchen aus Eisen oderStahl, mit Zinnbronze
DE511564C (de) Anwendung des Verfahrens des Hauptpatentes 500692 auf andere Metallcarbonyle als Eisencarbonyl oder auf beliebige Carbonylgemische
AT130209B (de) Verfahren zur elektrothermischen Gewinnung von metallischem Magnesium.
DE1931481C (de) Verfahren zur Abscheidung von Blei dampfen aus Gasen
DE667239C (de) Verfahren zur Herstellung von metallischem Magnesium aus oxydischen Magnesiumverbindungen
DE593154C (de) Verfahren zur Gewinnung von Metallen aus Erzen