DE549276C - Freileitung mit Schwingungsdaempfern - Google Patents
Freileitung mit SchwingungsdaempfernInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02G—INSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
- H02G7/00—Overhead installations of electric lines or cables
- H02G7/14—Arrangements or devices for damping mechanical oscillations of lines, e.g. for reducing production of sound
Landscapes
- Vibration Prevention Devices (AREA)
- Suspension Of Electric Lines Or Cables (AREA)
- Control And Safety Of Cranes (AREA)
Description
Es ist bereits vorgeschlagen worden, die auf Freileitungen entstehenden mechanischen
Schwingungen der Leitung dadurch zu vermindern, daß man an der Leitung Vorrichtungen
aufhängt, die aus einem durch Masse und Elastizität wirkenden schwingungsfähigen
Gebilde bestehen. Durch die Schwingungen der Leitung werden auch die daran angehängten
Dämpfvorrichtungen zu Schwingungen erregt, die auf die Leitungsschwingungen zurückwirken.
DieVorrichtungen ergeben nur dann eine ausreichend günstige Wirkung, wenn ihre
Masse, Elastizität und Dämpfung bestimm· ten Bedingungen entsprechen und wenn die
Dämpfer ferner an bestimmten Stellen der Leitung aufgehängt sind. Bisher wurden die
einzelnen Werte der zu berücksichtigenden Größen nicht von vornherein bestimmt. Man
ao stellte vielmehr Versuchsvorrichtungen her und hängte sie an einer beliebigen Stelle der
Leitung auf. Zeigte sich dann, daß keine dämpfende Wirkung eintrat, so nahm man einen anderen Dämpfer oder hängte den
Dämpfer an eine andere Stelle, bis sich ein befriedigendes Ergebnis zeigte.
Es ist offensichtlich, daß infolge der großen Variationsmöglichkeit der verschiedenen Größen
auf diese Weise nicht das Optimum der erreichbaren Wirkung erzielt werden kann. Ferner ist festgestellt worden, daß eine Anordnung,
die nach dem oben erläuterten Verfahren gefunden worden ist, nicht immer die beobachtete befriedigende Wirkung brachte,
sondern daß bei anderen Windverhältnissen die Wirkung des Dämpfers unzureichend war
Das beruht darauf, daß bei ein und derselben Leitung Schwingungen auftreten, deren Frequenz
bzw. Wellenlängen stark voneinander abweichen. In normalen Fällen treten schon Unterschiede der Wellenlängen auf, die sich
wie ι : 3 verhalten. Dieser Wert wird in Ausnahmefällen noch ungünstiger.
Diese Schwierigkeiten lassen es erklärlich erscheinen, daß bisher die Meinungen über
den Wert der schwingenden Dämpfvorrichtungen noch geteilt waren, und daß in vielen
Fällen durch Versuche beobachtet worden ist, daß sich durch die benutzten Dämpfvorrichtungen
überhaupt keine Verminderung der Seilschwingungen engeben.
Durch die Erfindung wird die bisher vorliegende Unsicherheit beseitigt und die Möglichkeit
gegeben, von vornherein Vorrichtungen bzw. bestimmte Aufhängestellen für die Vorrichtungen an der Leitung zu ermitteln,
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Herbert Maass in Berlin.
bei denen sich im Bereich der zu erwartenden Frequenzen mit Bestimmtheit eine dämpfende
Wirkung, und zwar ein Optimum, ergibt. Nach der Erfindung werden die Dämpfer so eingerichtet
und an solchen Stellen der Freileitung aufgehängt, daß die Anordnung folgender Bedingung entspricht:
und wenn vorteilhaft, ferner
(2)
<ΙΟ
In diesen Bedingungen bedeuten die für die auftretenden Schwingungen kennzeichnenden
Größen
a = Wellengeschwindigkeit auf dem Seil in
cm/sec,
m = SeilmassejeLängeneinheitinkg-sec2/cm2,
tu = Kreisfrequenz der auftretenden Schwingungen
in see""1.
Die für die Bemessung und Aufhängung der
schwingenden Dämpfvorrichtung kennzeichnenden Größen haben die Bedeutung:
/γ. = Massenverhältnis Schwingungsdämpfermasse : Masse eines 1 cm langen
Seilstückes.
v- = Kreisfrequenz des Schwingungsdämpfers
ohne Berücksichtigung der Reibung in see—x,
ρ = doppelter Dämpfungsexponent des Schwingungsdämpfers in see—1,
b = Abstand des Schwingungsdämpfers vom Seilaufhängepunkt in cm.
Die Bedingungen beruhen auf Versuchen an Freileitungen und auf einer an den Versuchen
kontrollierten Rechnung, die aus der Differentialgleichung der schwingenden Saite
die Seilbewegung unter Einwirkung des Schwingungsdämpfers bestimmt. Die Rechnung
wurde für den Resonanzfall als ungünstiger Fall durchgeführt. Bedingung (1) entspricht der Forderung, daß zur Verminderung
der Seilbeanspruchung an den Klemmen ein möglichst kleiner Winkelausschlag des Seiles erwünscht ist. Dort wurde bisher die
Hauptbeanspruchung der Seile festgestellt. Bedingung (2) entspricht der weiteren Annahme,
daß auch am Aufhängepunkt des Schwingungsdämpfers kein zu großer Winkelausschlag
auftreten soll, da sonst zwar in den Aufhängestellen der Leitung Überbeanspruchungen
vermieden sind, aber unter Umständen doch eine Überbeanspruchung an der Aufhängestelle des Schwingungsdämpfers
auftreten könnte.
Eine Anordnung nach der Erfindung wird
549
durch —
ω
ω
gekennzeichneten
aus den oben angegebenen Bedingungen in der Weise ermittelt, daß zunächst bestimmte Werte
—, —, — angenommen werden, und dann durch Einsetzen dieser Werte für einen
Frequenzbereich
in die Bedingungen (i) und (2) nachgeprüft wird, ob der Wert der Gleichungen kleiner
to als 10 ist. Ist die Bedingung nicht erreicht, so liefert die Durchrechnung schon eine Reihe
von Anhaltspunkten für weitere Werte, die den Bedingungen entsprechen. Gegebenenfalls
ist eine wiederholte Annahme von Werten erforderlich. Immer aber ist es auf diese
Weise möglich, Werte zu finden, die den Bedingungen entsprechen. Das Ergebnis läßt
sich dann auf jeden beliebigen Einzelfall gleichen Frequenzbereiches anwenden durch
ao Einsetzen der jeweiligen Wellengeschwindigkeit α, der Seilmassem und der auftretenden
Schwingungsfrequenzen ω.
Z. B. ergibt die Wahl von —· = 1, - = 1,
ö μν ν
= 1 in einem noch etwas weiteren Fre-
quenzbereich als — = 0,4 bis 1,6 den Bedingungen
(1) und (2) entsprechende Werte. Diese Werte werden in ein Kurvenblatt eingetragen.
Auf der Zeichnung ist das ErgebJ nis dargestellt. Die Abszissen geben die angenommenen
Werte von — an und die Ordi-
naten die zugehörigen Werte der Bedingungen (1) und (2). Kurve α entspricht der Aufhängestelle
des Seiles und Kurve b der des Schwingungsdämpfers am Seil. Als Beispiel
seien diese Ergebnisse an einem Seil mit folgenden Daten angewendet. Das Seil habe
eine Wellengeschwindigkeit von a = 16 000 cm/sec, ein Seilgewicht je cm Länge von
m · g = 0,004 kg/cm und weise Schwingungsfrequenzen auf von 10 bis 40 Hz (also
Kreisfrequenzen von 62,8 bis 251 see—1).
Es ergibt sich die Eigenfrequenz des Schwingungsdämpfers (ohne Berücksichtigung der
Dämpfung) zu 16 Hz, entsprechend einer
.—1
Kreisfrequenz von 100 see ergibt sich das Massenverhältnis
Aus — =1 μ ν
a 16 000
ν ΐοο
ΐ6ο,
also das Gewicht der Masse des Schwingungsdämpfers
G = 160 · 0,004 = °£a kg.
Aus — = ι ergibt sich der Dämpfungsexponent
100
2
2
: 50 sec~
bv
und aus — =1 ergibt sich der Abstand des
Aufhängepunktes der schwingungsdämpfenden Vorrichtung vom Seilaufhängepnnkt zu
a 16000
0 — — ζ= — 160 cm.
ν 100
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Freileitung mit Schwingungsdämpfern, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung der Bedingung entspricht:. b
sm — ω a - 2 COSb γ
-ω)
a J1I —. b μ ω sm - ω— — IQ_< ίοworin
α = Wellengeschwindigkeit auf dem Seilin cm/sec,m = Seilmasse je Längeneinheit in kg · sec2/cm2,ω = Kreisfrequenz der auftretendenSchwingungen in see""1, μ = Massenverhältnis Schwingungsdämpfermasse : Masse eines 1 cm langen Seilstücks,549ν — Kreisfrequenz des Schwingungsdämpfers ohne Berücksichtigung der Reibung in see""1,ρ = doppelter Dämpfungsexponent des Schwingungsdämpfers in see""1,b = Abstand des Schwingungsdämpfersvom Seilaufhängepdnkt in cm.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie außerdem der Bedingung genügt:Hierzu i Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE549276T | 1930-04-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE549276C true DE549276C (de) | 1932-05-28 |
Family
ID=34428018
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930549276D Expired DE549276C (de) | 1930-04-12 | 1930-04-12 | Freileitung mit Schwingungsdaempfern |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE373828A (de) |
| DE (1) | DE549276C (de) |
| FR (1) | FR703043A (de) |
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1930
- 1930-04-12 DE DE1930549276D patent/DE549276C/de not_active Expired
- 1930-09-23 GB GB2846130A patent/GB362555A/en not_active Expired
- 1930-09-30 FR FR703043D patent/FR703043A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
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| GB362555A (en) | 1930-12-10 |
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| FR703043A (de) | 1931-04-22 |
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