DE548992C - Verfahren zur Herstellung von porenfuellenden Grundiermitteln - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von porenfuellenden Grundiermitteln

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DE548992C
DE548992C DEM103262D DEM0103262D DE548992C DE 548992 C DE548992 C DE 548992C DE M103262 D DEM103262 D DE M103262D DE M0103262 D DEM0103262 D DE M0103262D DE 548992 C DE548992 C DE 548992C
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tetrahydronaphthalene
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D5/00Coating compositions, e.g. paints, varnishes or lacquers, characterised by their physical nature or the effects produced; Filling pastes
    • C09D5/002Priming paints

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von porenfüllenden Grundiermitteln Es ist bekannt, trocknende Öle oder Lacke aller Art für Zwecke der Grundierung mit sogenannten Porenfüllern zu versetzen, um die Poren des saugfähigen Grundes derart zu verschließen, daß die Grundanstriche möglichst wenig in die Unterlage hineinversinken, und daß schon beim ersten Anstrich in ausreichender Film stehenbleibt.
  • Die zunächst verwandten Porenfüller waren gewöhnliche Füllkörper, wie Ton, Kreide usw. Bekannt ist ein Verfahren, dem Leinöl typisch kolloidale anorganische Stoffe zuzusetzen, die bei mehr oder minder hohem Erwärmen kolloidale Eigenschaft annehmen.
  • Ein anderes Verfahren will die Porenfüllung dadurch erreichen, daß ein Phenol-. Formaldehydkondensationsprodukt durch Behandlung in einer Schlagmühle kolloidal verteilt wird.
  • Vielfach angewandt wird der Zusatz von in Terpentinöl aufgequollenem, harzsaurem oder fettsaurem Aluminium. Ein gewisser Nachteil ist dabei das Vorhandensein der seifenartigen Körper, wie Aluminiumpalmitat USW.
  • Es ist klar, daß die Wirkung umv so besser erreicht wird, je inniger sich das porenfüllende Mittel mit dem Öl bzw. Lack vermischt und je mehr es mit diesem verwandt ist.
  • Es wurde nun schon früher beobachtet, daß Tetrahydronaphthalin beim Anrühren mit Kalk eine gewisse Reaktion unter Bildung von Additionsverbindungen und gallertartigen Massen eingeht, was offenbar darauf beruht, daß diese Additionsverbindungen sich im Überschuß des Tetrahydronaphthalins zum Teil lösen, zum Teil aufquellen (vgl. Veröffentlichung in der Farbenzeitung igao, S. 2281, rechte Spalte, Abs.3).
  • Diese Beobachtung gab die Grundlage für vorliegende Erfindung, bei der @es möglich ist, einen anorganischen, nicht kolloidalen Körper durch das Hervorrufen gewisser Additionsverbindungen gallertartig und dabei stark porenfüllend zu bekommen. Mit dem Trocknen des Öles oder Lackes verdunstet auch das Tetrahydronaphthalin, so daß keine der sonst üblichen Nachwirkungen zurückbleibt, nachdem die Absperrwirkung erreicht ist.
  • Es wird also auf vorliegende Art einmal eine hervorragende Porenfüllung und Spargrundwirkungerreicht, zum zweiten aber wird die Güte der Grundiermaterialien durch diese Zusätze in bezug auf Trockenkraft, Härte u. dgl. nicht im geringsten beeinflußt.
  • Zwar sind in der Literatur schon Rezepte bekannt, die in der rohen Rezeptzusamm@enstellung auch Kalk und Tetrahydronaphthalin enthalten. Dabei handelt es sich jedoch um etwas ganz anderes. An dieser Literaturstelle wird der Verwendung von Tetralin in der Lackfabrikation das Wort geredet, und es werden ein paar Standardrezepte angegeben. Schon aus der Stellung im Rezept ist ersichtlich, daß der Kalk lediglich zur Neutralisation der Harz- bzw. Ölsäuren angewandt wird. Dieser bekannte Vorgang des Kalkens vollzieht sich aber nicht bei Zimmertemperatur, sondern meist bei Temperaturen über 25o° C. Im fertigen Lack ist der gesamte Calciumgehalt an die Harzsäure gebunden und das Tetralin lediglich Lösungsmittel.
  • Die der Erfindung zugrunde liegende Additionsverbindung ist ihrer ganzen Natur nach selbstverständlich viel labiler als harzsaures Calcium. Beispiele i. Zu Leinölflrnis gibt man 6 % eines gallertartigen, transparenten Breies hinzu, den man durch Mischen von 5o Teilen, Kalk mit 7o Teilen Tetrahydronaphthalin hergestellt hat.
  • 2. Zu .einer Anstrichfarbe aus 7o Teilen Eisenoxydrot, 25 Teilen Firnis, 5 Teilen: Terpentinöl, gibt man io % einer gemäß i bereiteten Mischung aus Kalk und Tetrahydronaphthalin hinzu.
  • 3. Zu einem Kopallack werden 4 % der in Beispiel i angegebenen Mischung aus Calciumhydroxyd finit Tetrahydronaphthalin zugegeben.
  • ¢. Zu einem Spritlack, der z. B. aus i oo Teilen Manilakopal, 40o Teilen Harz, 35oTeilen Sprit, Zoo Teilen Benzin, 5o Teilen Toluol besteht, werden i o % des Tetrahydronaphthalinkalkbreies hinzugegeben.
  • 5. In einem tetrahydronaphthalinhaltigen Kopal- oder Harzlack, z. B. aus ioo Teilen ausgeschmolzenem Kongokopal, 7o Teilen Leinölstandöl, 3o Teilen Holzöl (dick), 5 Teilen Sikkativ, 2o Teilen Tetrahydronaphthalin, 8o Teilen Schwerbenzin werden 5 % trockener, pulverisierter Kalk eingerührt, wobei im Lack die Tetrahydronaphthalin-Kalk-Additionsverbindung entsteht.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von porenfüllenden Grundiermitteln, sogenannten Spargrundiermitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man die aus Tetrahydronaphthalin mit Calciumhydroxyd bereitete gallertartige Additionsverbindung Firnissen oder Lacken hinzugibt.
  2. 2. Abänderung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die obengenannte Additionsverbindung erst im Firnis oder fertigen Lack bereitet, indem man Calciumhydroxyd in trockener, pulverisierter Form solchen FirnissenundLacken unter Rühren zusetzt, die bereits Tetrahydronaphthalin als Verdünnungs-oder Lösungsmittel enthalten.
DEM103262D 1928-02-02 1928-02-02 Verfahren zur Herstellung von porenfuellenden Grundiermitteln Expired DE548992C (de)

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