DE548655C - Anordnung zur Vermeidung von Fernsprechstoerungen durch die Oberwellen von Gleichrichterstroemen in Bahnanlagen - Google Patents
Anordnung zur Vermeidung von Fernsprechstoerungen durch die Oberwellen von Gleichrichterstroemen in BahnanlagenInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04B—TRANSMISSION
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- H04B3/02—Details
- H04B3/44—Arrangements for feeding power to a repeater along the transmission line
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Description
Bekanntlich verwendet man vielfach zur Unterdrückung der Gleichrichteroberwellen
zwischen Plus- und Minusleitung liegende Resonanzkreise, denen eine Drossel vorgeschaltet
ist. Der Zweck dieser Drosselspule ist, die Oberwellenspannung des Gleichrichters
abzudrosseln und gleichzeitig den Strom in den Resonanzkreisen zu begrenzen. Da diese Drosselspule den gesamten Gleichstrom
führen muß, so stellt sie sich namentlich bei großen Anlagen außerordentlich teuer und
macht unter Umständen die Verwendung der eben beschriebenen Einrichtung aus wirtschaftlichen
Gründen unmöglich. Die bisher gebräuchliche Schaltung ist in Abb. 1 dargestellt.
Gegenstand der Erfindung.ist der Ersatz dieser kostspieligen Drossel durch die natürliche
Induktivität der Fahrleitung bzw. der
ao Stromschiene. Die Erfindung beruht auf der Überlegung, daß bei Verwendung eines
Resonanzkreises (Kurzschlußkreises) zwischen Fahrdraht und Schiene mit vorgeschalteten
Drosseln die erreichbare Senkung der
*5 Oberwellenspannung allein abhängig ist von dem Verhältnis
Verlustwiderstand des Resonanzkreises
Scheinwiderstand der Vorschaltdrossel
Scheinwiderstand der Vorschaltdrossel
, d. h.
es kommt nicht auf die absolute Größe der Drosselinduktivität an, sondern auf ihr Verhältnis
zum Verlustwiderstand des mit ihr zusammenwirkenden Kurzschlußkreises. Dies möge an Hand eines Beispiels erläutert
werden.
Der Verlustwiderstand eines Kurzschlußkreises für die Gleichrichterfrequenz / ■= 300
und ihre höheren Harmonischen läßt sich ohne Schwierigkeit auf 0,1 Ohm herabsetzen.
Für eine Vorschaltdrossel mit einer Induktivität von 0,53 mH ergibt sich bei 300 Hertz
schon ein Scheinwiderstand von 1 Ohm; die erreichbare Senkung der Oberwellenspannung
beträgt dann 1 : 10, ein Wert, der für die Praxis als durchaus befriedigend anzusehen
ist. Hiernach besteht die Möglichkeit, auf die Verwendung von besonderen Vorschaltdrosseln
gänzlich zu verzichten und lediglich Kurzschlußkreise in einer Entfernung von einigen hundert Metern von der Gleichrichteranlage
zwischen Fahrdraht und Bahnschiene einzuschalten, da die der zwischen Gleichrichter und Kurzschlußkreis gelegenen
Fahrdrahtlänge entsprechende Induktivität (eine Induktivität von 0,53 mH entspricht
etwa einer Fahrdrahtlänge von 200 bis 300 m) ausreicht, um zusammenwirkend mit dem bzw. den Kurzschlußkreisen eine den
praktischen Anforderungen genügende Senkung der Oberwellenspannung herbeizuführen.
Gemäß der Erfindung werden die Resonanzkreise parallel zwischen die Fahrleitung
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Hermann Geise in Berlin-]ohannisthal.
bzw. die Stromschiene und die Schienen der Bahn in einer solchen Entfernung vom Gleichrichter
geschaltet, daß der Scheinwiderstand der zwischen Gleichrichter und Resonanzkreisen
gelegenen Leitungsstrecke, die nach Maßgabe der gewünschten Senkung der Oberwellenspannung
erforderliche Größe im Verhältnis zum Verlustwiderstand der Resonanzkreise hat. Die auf diese Weise vorgeschal-
lö tete natürliche Induktivität erfüllt denselben
Zweck wie die obenerwähnte Drosselspule. Das Prinzip der neuen Schaltung wird durch
Abb. 2 erläutert. Die für den Scheinwiderstand der zwischen Gleichrichter G und Resonanzkreisen
B, B1 bzw. C, C1 liegenden Strecke
maßgebende Länge ist der Abschnitt zwischen den Punkten A und B.
Liegt die- gestörte Fernsprechleitung F
nicht in der Nähe des Gleichrichterwerkes,
ao so genügt die Einschaltung von Resonanzkreisen an einer Stelle, weil der von diesen
Kreisen angesaugte Oberwellenstrom nicht parallel zur gestörten Leitung fließt. Abb. 3
zeigt einen derartigen Schutz der Fernsprech-
»5 leitung.
Läuft jedoch die Fernsprechleitung an der ganzen Bahnstrecke entlang, so müssen nach
jeder Seite in gleichem Abstand vom Gleichrichterwerk Resonanzkreise aufgestellt werden,
damit sich der störende Einfluß der durch Kreise kurzgeschlossenen Oberwellenströme
aufhebt (Abb. 4).
Claims (1)
- Patentanspruch:Anordnung zur Vermeidung von Fernsprechstörungen durch die Oberwellen von Gleichrichterströmen in Bahnanlagen unter Verwendung eines oder mehrerer auf die Gleichrichterfrequenz bzw. deren Oberwellen abgestimmter Spannungsresonanzkreise, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannungsresonanizkreise in solcher Entfernung vom Gleichrichter zwischen Fahrleitung und Fahrschiene geschaltet sind, daß der Scheinwiderstand der zwischen Gleichrichter und Resonanzkreisen gelegenen Leitungsstrecke die Strombegrenzungsdrossel ersetzt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA51795D DE548655C (de) | 1927-08-21 | 1927-08-21 | Anordnung zur Vermeidung von Fernsprechstoerungen durch die Oberwellen von Gleichrichterstroemen in Bahnanlagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA51795D DE548655C (de) | 1927-08-21 | 1927-08-21 | Anordnung zur Vermeidung von Fernsprechstoerungen durch die Oberwellen von Gleichrichterstroemen in Bahnanlagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE548655C true DE548655C (de) | 1932-04-21 |
Family
ID=6938134
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA51795D Expired DE548655C (de) | 1927-08-21 | 1927-08-21 | Anordnung zur Vermeidung von Fernsprechstoerungen durch die Oberwellen von Gleichrichterstroemen in Bahnanlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE548655C (de) |
-
1927
- 1927-08-21 DE DEA51795D patent/DE548655C/de not_active Expired
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