DE54590C - Maschine zum Nähen von Lederscheiden, Schläuchen u. dergl - Google Patents
Maschine zum Nähen von Lederscheiden, Schläuchen u. derglInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B81/00—Sewing machines incorporating devices serving purposes other than sewing, e.g. for blowing air, for grinding
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- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 82: Nähmaschinen.
Gegenstand dieser Erfindung ist eine Nähmaschine zur Ausführung des sogenannten
Flachsäumens von Lederartikeln mit gleichförmigem oder sich verjüngendem rohrförmigen
Querschnitt, wie z. B. Dolch- und Säbelscheiden, Halftern, rohrförmigeRiemen, Schläuche u. dergl.
Gekennzeichnet ist die Maschine durch eigenartige Vorrichtungen zum Halten und Vorschieben
des zu nähenden Gegenstandes.
Die bezeichneten Artikel werden bisher gewöhnlich nur mit der Hand genäht, weil das
Halten derselben in einer Nähmaschine in solcher Weise, dafs die Nadel beide Seiten des
Leders in gleichem Abstand vom Zusammenstofs durchsticht, grofse Schwierigkeiten bot.
Diese Uebelstände sollen bei vorliegender Maschine dadurch beseitigt werden, dafs das
Leder oder sonstige Material um einen geschlitzten Dorn derart gelegt wird, dafs die
schräg abgeschnittenen Kanten an dem Schlitz zusammenstofsen. In denselben ist eine dünne,
am Maschinentisch befestigte Platte dicht vor der Nadel eingesetzt, welche den Dorn und das
Arbeitsstück führt, das durch zwei auf Hebeln drehbare Rollen, von denen eine den Vorschub
bewirkt, oben und unten getragen wird. Die Hebel sind so mit einander verbunden, dafs sie
durch Feder oder Gewicht gleichförmig nach der Führungsplatte gedrückt werden, während
auf der hinteren Seite eine Rolle oder Prefsplatte die zusammengelegten Kanten des Arbeitsstückes
in einen am Maschinentisch befestigten Winkel drückt. Auf diese Weise wird das
Arbeitsstück so gehalten, dafs die Nadel die unter einem Winkel zusammenstofsenden Kanten
stets in gleichem Abstand von der Spitze desselben durchdringt und die drei Rollen sich
den Aenderungen des Querschnittes anpassen können.
Auf der beiliegenden Zeichnung zeigt:
Fig. ι eine Seitenansicht der Maschine mit den Vorrichtungen zum Halten des Arbeitsstückes,
theilweise im Durchschnitt, und iri der zum Einsetzen desselben geöffneten Lage,
Fig. 2 einen Horizontalquerschnitt nahe an der Bettplatte,
Fig. 3 Ansicht und Querschnitt des Domes,
Fig. 4 Kluppe zum Halten des. Leders auf demselben,
Fig. 5 eine Anordnung der Winkel und Führungsplatten im Grundrifs und Schnitt,
Fig. 6 eine modificirte Anordnung derselben in Grundrifs, Querschnitt und Vorderansicht,
Fig. 7 eine schematisch gehaltene Ansicht des Apparates in der Stellung beim Anfang des
Nähens,
Fig. 8 eine ähnliche Ansicht gegen Ende des Nähens,
Fig. 8a ein Detail,·
Fig. g Ober- und Seitenansicht der hinteren Druckvorrichtung bei Anfang der Arbeit,
Fig. 10 dieselbe bei Beendigung derselben,
Fig. 11 Vorder- und Seitenansichten des
Nadeltasters.
Die eigenartigen Vorrichtungen zum Tragen und Vorschub des Arbeitsstückes sind an einer
Nähmaschine Howe'schen Systems angebracht
dargestellt, welches sich für dergleichen Arbeiten sehr gut eignet, können jedoch auch an Maschinen
anderer Systeme, die eine Steppnaht herstellen, angebracht werden. Die sonstigen
Einrichtungen der Maschine, die Nadel- und Schiffchenbewegung, Fadenanzug u. s. w. sind
gewöhnlicher, bekannter Art und bedürfen keiner weiteren Beschreibung.
Das für eine Scheide oder sonstige vor dem Pressen schlauchförmiger Artikel erforderliche
Lederstück wird nach einer Schablone mit abgeschrägten Kanten ausgeschnitten, nachdem es
etwas angefeuchtet, um einen Dorn α, Fig. 3, so gelegt, dafs die Abschrägungen zusammenstofsen,
und an dem dicken, zuerst zu nähenden Ende durch eine. Federkluppe a1, Fig. 3
und 4, gehalten. Der Dorn besteht zweckmäfsig aus Holz und hat für den herzustellenden
Artikel passende Gestalt; die dargestellte ist z. B. für eine Dolch- oder Jagdmesserscheide
geeignet. Der Dorn hat auf einer Seite — der concaven Seite — wenn er gekrümmt
ist, einen mit Messingblech ausgefütterten Schlitz α2, und es treffen die Lederkanten
an diesem in der in Fig. 3 gezeigten Weise zusammen.
Die Nähmaschine A ist auf einen Untersatz gestellt, der aus zwei an Winkeln b b der Bettplatte B1 befestigten Brettern B bestehen kann.
Der Tisch as der Maschine A ist aufserhalb
der Nadel N in der in Fig. 1 gezeigten Art schräg abgeschnitten. Auf dem Tische aa sind
zwei abgeschrägte Plättchen (oder gleichwerthige Roller;) befestigt, die einen Winkel bilden, aus
dessen Spitze die Führungsplatte c vorsteht. Fig. 5 und 6 zeigen zweierlei Anordnungen
dieser Plättchen. In erstererist die Führungsplatte c auf einer Messingplatte c1 befestigt, auf der zwei
konische Rollen ca c3 angebracht sind, so dafs ein
Winkel gebildet wird, in welchen die Spitze al
des zusammengelegten Lederstückes eingesetzt und in weiterhin beschriebener Weise angedrückt
wird, während die dünne Platte c in den Schlitz des Domes zwischen den Lederkanten
eindringt und die Scheide so hält, dafs die Nadel N, die dicht hinter c niedergeht, die
beiden Kanten symmetrisch in gleichem Abstand von der Spitze durchdringt (s. Fig. 6),
so dafs die Naht, welche auf einer Seite den Oberfaden und auf der anderen den Unterfaden
zeigt, in gleichem Abstand von der Kante und nach dem Flachpressen der Scheide in zwei parallelen Stichreihen sichtbar wird.
Die Rollen c2 c3 können durch eine abgeschrägte
Platte ersetzt werden. Diese Anordnung der Führung ist für Stücke gleichförmigen
Querschnittes, wie Schläuche, geeignet.
Wo der Querschnitt sich verjüngt und in eine Spitze ausläuft,- wie bei Dolchscheiden der
in Fig. 3 gezeigten Form, wird die Führungsplatte so angeordnet, dafs sie zurückweichen
kann. Dies ist in Fig. 6 dargestellt. Die Platte c gleitet in Vertiefungen zwischen den
abgeschrägten Plättchen c4 c5, die durch Schrauben c 6 zusammengeschraubt und durch
Schraube cn auf dem Maschinentisch befestigt sind. Die Platte c wird durch Feder c8, die
gegen den Stift c9 der Platte drückt, herausgeschoben. In dem Mafse, als die Tiefe des
Schlitzes im Dorn α sich verringert, wird c
zurückgeschoben. Durch Drehen des Daumens c10 mittelst Knopfes cu kann die Platte c
in die punktirte Lage zum Einsetzen und Aus- nehmen des Domes zurückgezogen werden.
Zum Tragen des Arbeitsstückes in verticaler Richtung und Vorschub desselben dienen folgende
Einrichtungen:
Auf der Bettplatte C ist ein Ständer d befestigt, auf dessen Zapfen d1 zwei Hebel E
und F drehbar sind. Jeder Hebel besteht aus einem auf dem Zapfen dl drehbaren Hintertheil
e2/2 und einem mit letzterem durch Stifte e1/1 verbundenen Vordertheil/3 e3, welche
durch Stellschrauben e4/4 und Federn e5/5 in
ihrer Lage gehalten werden.
Die Vordertheile e3/3 tragen Zapfen e6/6 an
den Enden, auf welchen die Rollen e und/ sich drehen. Die untere Rolle e ist cylindrisch
und geriffelt und erhält in der weiterhin beschriebenen Weise eine ruckweise Drehung,
während die obere Rolle f derart konisch ist, dafs, wenn die Rollen in ihre kleinste Entfernung
von einander gebracht sind, die Seiten der Rollen zu einander parallel sind. Die
Schrauben e4/4 dienen dazu, die Rollen in dieser Lage so zu adjustiren, dafs sie in
gleichem Abstand von der Platte c stehen, so dafs der Dorn symmetrisch zu dieser Platte
gehalten wird.
An den anderen Enden tragen die Hebel E und F kleine Röllchen e7/7 und seitliche,
durch eine Spiralfeder verbundene Stifte e8/8,
so dafs die Feder die Rollen e und/" aus einander
zieht.
Sie werden gegen den Dorn mittelst eines cylindrischen Keiles g, Fig. 1, 7, 8 und 8 a,
geprefst, der auf der Hülse g·1 sitzt, welche
auf dem in der Bettplatte C befestigten Bolzen g2 drehbar ist. Unten trägt die
Hülse g1 ein Zahnradsegment g3 in Eingriff
mit der Zahnstange gA, die in Führungen g5 g6
auf der Bettplatte gleitet und an eine Stange g1
angeschlossen ist, welche durch die über die Rolle g9 geführte und mit Gewicht gw oder
eine Feder belastete Schnur gs nach rechts gezogen wird und dadurch das Segment gs
und den Keil g in derselben Richtung dreht. Der Keil drückt die Röllchen e7/7 aus einander
und die Rollen e und f gegen die Scheibe mit kräftigem Druck infolge der Keilwirkung.
Wenn sich der Querschnitt der
Scheide verkleinert, folgen ihm die Rollen e und f unter Einwirkung des Gewichtes (oder
Feder) nach, bis die Spitze der Scheide genäht worden ist.
Mit der Stange g1 ist eine auf hl drehbare
Handhabe h verbunden, welche hinter die auf der Bettplatte B1 befestigte federnde Falle la2
gezogen und in der in Fig. ι und 2 gezeigten Lage gehalten werden kann, um die Rollen e
und f in die in Fig. 1 gezeigte geöffnete Lage zum Einsetzen und Ausnehmen des Arbeitsstückes
zu halten. Bei Auslösung der Handhabe zieht das Gewicht die Rollen auf das Arbeitsstück in die in Fig. 7 gezeigte Lage.
Der Vorschub erfolgt in folgender Weise:
Auf der Excenterwelle i der Maschine A ist ein Daumen i1 befestigt, durch welchen dem Hebel k im erforderlichen Augenblick eine Schwingung ertheilt wird. Der Hebel schwingt auf Körnern in Lagern k1 k2 auf der Bettplatte C und hat eine Platte angegossen oder angeschraubt, gegen welche der auf Zapfen ee schwingende Hebel k3 von der Feder k5 gezogen wird und somit den Hebel k gegen die Daumen ihälp: Die Schwingungen des Hebels k3 bethätigen eine beliebige, bei Cylinder-Vorschub an Nähmaschinen gebräuchliche Klemmenkupplung und ertheilen der Rolle e eine ruckweise Drehung und schieben somit das Arbeitsstück nach jedem Stich vor. Die Blattfedern k6, die auf einem Vierkant des Zapfens ee sitzen, halten die Rolle e, während der Hebel ks zurückschwingt.
Der Vorschub erfolgt in folgender Weise:
Auf der Excenterwelle i der Maschine A ist ein Daumen i1 befestigt, durch welchen dem Hebel k im erforderlichen Augenblick eine Schwingung ertheilt wird. Der Hebel schwingt auf Körnern in Lagern k1 k2 auf der Bettplatte C und hat eine Platte angegossen oder angeschraubt, gegen welche der auf Zapfen ee schwingende Hebel k3 von der Feder k5 gezogen wird und somit den Hebel k gegen die Daumen ihälp: Die Schwingungen des Hebels k3 bethätigen eine beliebige, bei Cylinder-Vorschub an Nähmaschinen gebräuchliche Klemmenkupplung und ertheilen der Rolle e eine ruckweise Drehung und schieben somit das Arbeitsstück nach jedem Stich vor. Die Blattfedern k6, die auf einem Vierkant des Zapfens ee sitzen, halten die Rolle e, während der Hebel ks zurückschwingt.
Beim Annähern der Rollen e und f gegen einander gleitet der Hebel A3 an der Platte k*
entlang.
Die Vorrichtung zum Anpressen der Scheide u. s. w. von hinten in den Winkel der Führungsplättchen
am Maschinentisch ist in folgender Weise angeordnet:
Auf dem in der Bettplatte C befestigten Bolzen Z1, Fig. 2, 9 und io, ist eine Hülse Z2
drehbar, die unten den Hebel /3 trägt, an welchem die Feder Z* angehängt ist.
Am oberen Ende trägt die Hülse Z3 den Hebel Z, der nach oben gebogen ist. Auf
dem in das Ende des Hebels Z geschraubten Zapfen n1 ist eine Platte m1 drehbar, während
eine zweite Platte η mittelst der Na.be n2 starr auf' demselben befestigt ist. Auf dem in die
Platte m1 geschraubten Zapfen m2 ist eine
kleine Rolle m drehbar. Um die Nabe der Platte Ot1 ist eine Spiralfeder ms gelegt, die an
einem Ende mit der Platte m1 und an dem anderen mit dem Hebel Z so befestigt ist, dafs
sie das Bestreben hat, die Platte ml in die in Fig. ι ο gezeigte Lage zu drehen, wenn der auf Z
gelagerte kleine Sperrhebel o, dessen Nase ο1 in einen Ausschnitt der Platte ml eingreift, aus
diesem herausgezogen wird.
. Beim Beginn des Nähens ist die Platte m1
durch den Hebel 0 gehalten in der. in Fig. 9 gezeigten Stellung, und wird die Rolle m durch
die Feder Z4 gegen die Scheide etc. gedrückt, wie in Fig. 7 dargestellt, indem die Rolle m
etwas vor der Platte η vorsteht. Wenn der Durchmesser der Scheide sich so weit verkleinert
hat, dafs der Abstand der Rollen e und/ von einander nahezu gleich der Breite der Rolle m
geworden ist, so stöfst die Nase ο1 des Sperrhebels 0 gegen eine an dem am Ständer d angegossenen
Arm ο* befestigte Platte o3, wodurch
die Nase ο1 aus der Platte m1 gezogen
wird und letztere unter Einwirkung der Feder tnB
in die in Fig. 10 gezeigte Lage zurückschnellt. Die Platte η , fährt dann fort, die Scheide in
den Führungswinkel zu pressen, wie in Fig. 10 dargestellt.
Mittelst der am Hebel Z befestigten Handhabe ρ kann derselbe zurückgedreht werden in
die in Fig. 1 gezeigte Lage, wobei die Nase ο2 des Sperrhebels ο von der Platte o3 abgleitet
und die Platte m1 einen am Ständer befestigten
Anschlag p1 trifft, der sie wiederum verdreht, bis die Nase ο1 des Sperrhebels in die Platte m1
eingetreten ist. Eine Nase ρ2 am Arm ο4 dient
zur Festhaltung des Hebels I nach Beendigung des Nähens.
Die Benutzungsweise der Maschine ist nun folgende:
Nachdem das Leder um den Dorn α gelegt und durch die Federkluppe α1 befestigt ist,
wird der Dorn so in die Maschine eingesetzt, dafs die Führungsplatte c in den Schlitz am
dicken Ende desselben eingreift, während die Rollen in der in Fig. 1 dargestellten Stellung
sind. Die Handhabe h wird dann von der Falle Za2 gelöst, worauf das Gewicht g die
Rollen e und/ gegen die Scheide anzieht, und die Handhabe ρ wird von der Nase ρ2 abgehoben,
worauf die Feder Z4 die Rolle m gegen die Scheide preist und die Maschinentheile in
die in Fig. 7 dargestellte Lage kommen. Das Nähen kann nun beginnen, wobei der Arbeiter
die Scheide mit den Händen erst vor und dann hinter die Nadel führt. Das Zusammenziehen
der Naht zieht die zunächst liegenden, noch ungenähten Kanten des Leders auf der Führungsplatte
zusammen, so dafs eine richtige Führung der Scheide und richtiger Durchstich
der Nadel gesichert wird, während die Druckrollen den Aenderungen des Querschnittes
folgen. Wenn dieser klein wird, schnellt die Rolle Z zurück und nimmt die Platte η ihre
Stelle ein, wie in Fig. 8 gezeigt, bis das Nähen an der Spitze der Scheide beendet ist, worauf
die Rollen e und f und Platte η von derselben durch Rückbewegung der Handhaben h
und p' entfernt werden.
Wenn das zu nähende Stück einen gleichförmigen Querschnitt hat, wie es z. B. bei
Schläuchen der Fall ist, genügt eine einfache Rolle auf- dem Ende des Hebels / an Stelle
der beschriebenen Vorrichtung. Anstatt des cylindrischen Keiles können Kniehebel oder
gleichwerthige Maschinenelemente zur gleichförmigen Einstellung der Rollen e und/gegen
die Führungsplatte c und von derselben ab verwendet werden.
Um das Ausgleiten der Nadelspitze beim Anpressen der schrägen Lederflä'che zu verhindern,
ist noch die in Fig. ii dargestellte Sicherungsvorrichtung angebracht. An der auf
dem Kopfe r der Maschine angeschraubten Platte r1 ist ein Zapfen r2 befestigt, auf welchem
ein Hebel s schwingt, um dessen Nabe s2
eine Feder s3' gelegt und an ihm und der Platte r1 so befestigt ist, dafs sie das Bestreben
hat, das untere Ende s6 des Hebels von der
Nadel N abzuheben. Neben dem Hebel s ist ein Hebel t mit Nabe tl auf dem Zapfen r2
angebracht und trägt einen Stift i2. Eine Stellr
schraube s4 ist durch den. seitlichen Lappen s6
des Hebels s geschraubt gegen, den Hebel t, so dafs der Stift t2 durch eine Oeffnung der Nadelstangenführungen
gegen die Nadelstange u gedrückt wird. Letztere ist an den Stellen ul
und w2 ausgehöhlt, so dafs eine kurze, erhabene Stelle u3 verbleibt, gegen die der Stift if2 ruht
zur Zeit, wo die Nadel in das Leder einsticht, so dafs durch Einstellen der Schraube s* das
Ende ss des Hebels c gegen die Nadel angestellt
werden kann und diese beim Einstechen am Zurückweichen verhindert. Bei weiterem Niedergang
der Nadel kommt der Stift i2 auf die Kehle m1 und hebt die Feder s3 das Ende ss
von der Nadel ab. Bei Hochgang der Nadel berührt s5 dieselbe nochmals, was keinen Nachtheil
hat, da die Berührung nur kurze Zeit währt und der Stift i2 gleich nachher auf die
Kehle w2 kommt und s5 während des Anzugs
des Fadens von der Nadel entfernt wird. Andere Mechanismen zum Anlegen des Hebels s
an die Nadel, z. B. Excenter und Gelenkverbindungen, können an Stelle des beschriebenen
Mechanismus verwendet werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Nähmaschine zum Nähen von Lederscheiden, Schläuchen und ähnlichen Artikeln, bei welcher das richtige Durchstechen des Leders auf beiden Seiten der zusammengelegten Kanten dadurch gesichert wird, dafs das zu nähende Lederstück um einen geschlitzten Dorn (a) gelegt und durch eine aus der Spitze einer an dem Maschinentisch befestigten Winkelführung vortretenden, in den Schlitz des Dornes und zwischen die Lederkanten ragenden Führungsplatte (c) vor der Nadel geführt wird, während zwei Rollen (e und f), die so mit einander verbunden sind, dafs sie sich gleichförmig nach der Führungsplatte (c) hin bewegen und von denen die untere den Vorschub bewirkt, durch Feder- oder Gewichtszug gegen das Arbeitsstück von oben und unten gedrückt werden und eine dritte Rolle (in) und Platte (n) nach einander, eventuell eine Rolle allein, unter Feder- oder Gewichtszug das Arbeitsstück von hinten in den Führungswinkel eindrückt, und wobei ferner ein Hebel (s) mit seinem unteren Ende sich beim Einstechen der Nadel in den Stoff gegen dieselbe legt, um ein Ausweichen derselben zu verhindern.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE54590C true DE54590C (de) |
Family
ID=329175
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT54590D Expired - Lifetime DE54590C (de) | Maschine zum Nähen von Lederscheiden, Schläuchen u. dergl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE54590C (de) |
-
0
- DE DENDAT54590D patent/DE54590C/de not_active Expired - Lifetime
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