DE545753C - Schaftmaschine - Google Patents

Schaftmaschine

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DE545753C
DE545753C DEST46707D DEST046707D DE545753C DE 545753 C DE545753 C DE 545753C DE ST46707 D DEST46707 D DE ST46707D DE ST046707 D DEST046707 D DE ST046707D DE 545753 C DE545753 C DE 545753C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C1/00Dobbies
    • D03C1/14Features common to dobbies of different types
    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C2700/00Shedding mechanisms
    • D03C2700/01Shedding mechanisms using heald frames
    • D03C2700/0127Program-controlled heald frame movement
    • D03C2700/0177Devices for levelling the heald frames; Coupling and uncoupling the drive for the heald frames; Devices for holding the shed open

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

  • Schaftmaschine Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schaftmaschine mit endloser Papiermusterkarte. Sie bezweckt, die Anzahl der zwischen den Ablesenadeln und den Platinenhaken für das Einstellen der letzteren erforderlichen Teile auf ein Mindestmaß zu bringen, dadurch eine Steigerung der Arbeitsgeschwindigkeit zü ermöglichen und gleichzeitig den Druck, den die Ablesenadeln auf die Musterkarte beim Ablesen ausüben, sofern sie dort kein Schußloch finden, so gering zu gestalten, daß für die Musterkarte Verdolpapier oder ein ähnlich dünnes Material benutzt werden kann, was von ganz besonderem Vorteil ist. Dabei soll eine erfindungsgemäß gebaute Maschine beim Rückwärtsdrehen ein richtiges Öffnen der Schüsse ergeben.
  • Es sind schon Schaftmaschinen vorgeschlagen worden, welche mit einer Musterkarte aus Verdolpapier arbeiten und auch beim Rückwärts gange ein richtiges Öffnen der Schüsse ergeben. Sie entsprechen aber nicht den eingangs erwähnten Anforderungen auf eine Mindestzahl zu betätigender Teile. Verschiedene der zum Einstellen je eines Platinenhakens in bezug auf das Hubmesser erforderlichen Teile müssen doppelt vorgesehen werden, um die Möglichkeit jenes Rückwärtsganges zu schaffen. Die Platinenhaken werden auch in dem Zeitpunkte betätigt, wo das Hubmesser ausgezogen ist, wo also ihre Stellung für die Betätigung der zugehörigen Schäfte ohne Belang ist. Mit der vorliegenden Erfindung werden diese Doppelzahl und das unnütze Doppelspiel gewisser Teile vermieden.
  • Um dies zu erreichen, werden an der vorliegenden Maschine Stützvorrichtungen verwendet, welche die Platinenhaken während gewisser Zeitabschnitte stützen und so ausschwingbar gelagert sind und hinsichtlich ihrer Schwinglage so unter der Einwirkung der Ablesenadeln stehen, daß durch ihre Vermittlung, je nachdem die Ablesenadeln in ein Loch der Musterkarte eintreten oder nicht, die zugehörigen Platinenhaken beim nächsten Vorwärtsgange des Hubmessers in oder außer Bereich, des letzteren liegen.
  • Crompton-Schaftmaschinen mit ähnlichen Stützvorrichtungen der beschriebenen Art sind bekannt. Diese Vorrichtungen sind aber so beschaffen und mit den Ablesenadeln in Beziehung gebracht, daß sie von nicht in ein Loch der Musterkarte eingetretenen Ablesenadeln betätigt werden müssen und der Druck, der von den Ablesenadeln und auf diese von der Musterkarte zu ihrer Betätigung ausgeübt werden muß, viel zu groß ist, als daß er auch nur kurze Zeit von Verdolpapier ausgehalten werden könnte. Demgemäß müssen diese bekannten Maschinen mit Pappkarton oder sonst starken Musterkarten arbeiten. Damit ermangeln sie der großen Vorteile, welche die Verwendung von Verdolpapierkarten mit sich bringt. Dabei arbeiten jene bekannten Maschinen mit schwingendem Musterkartenzylinder. Man erhält mit ihnen also kein so rasches Arbeiten, als es heute gefordert wird.
  • Es sind allerdings auch Crompton-Maschinen bekannt, bei deren Bau auf geringe Belastung der Musterkarte und die Möglichkeit der Verwendung dünner, z. B. aus Papier bestehender Musterbänder Bedacht genommen wurde und bei denen dementsprechend die erwähnten Stützvorrichtungen durch das Einfallen von Ablesenadeln in Löcher des Musterbandes betätigt werden. Bei dieser Maschine ist jedoch das Vornadelsystem so gebaut, daß ein Zurücknehmen des Zylinders nicht in jeder beliebigen Stellung der Maschine möglich ist. Dies bedeutet einen wesentlichen Mangel, der bei der vorliegenden Maschine durch die besondere Bauart des Vornadelsystems beseitigt ist.
  • In einer erfindungsgemäß gebauten Maschine sind also die vorhin berührten Vorteile: Möglichkeit der Verwendung von Verdolpapier, hohe Arbeitsgeschwindigkeit dank einer Mindestzahl von Übertragungsgliedern zwischen Ablesenadel und Platinenhaken, Zwangsläufigkeit, vereinigt,@ohne daß dadurch irgendwelche Nachteile, wie sie den bekannten Maschinen anhaften, in Kauf genommen werden müßten. Eine solche Maschine wird vorzugsweise als Doppelhubmaschine gebaut, kann aber auch als Einhubmaschine ausgebildet werden.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes durch Abb. i in Vorderansicht und Abb. 2 in Seitenansicht dargestellt. Abb. 3 zeigt einen Teil der letzteren in größerem Maßstabe. Abb. 4 ist die Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispieles. Die Abb. 5, 6, 7 und 8 veranschaulichen je in teilweiser Vorderansicht und in Seitenansicht zwei weitere Ausführungsbeispiele. Abb. 9 zeigt in Seitenansicht eine fünfte Ausführungsform.
  • Mit i sind die unteren Platinenhaken bezeichnet, welche, wenn sie sich in der aus Abb. 2 und aus Abb. 4 in vollen Linien ersichtlichen Tieflage befinden, von dem sich vorwärts bewegenden Hubmesser :2 in bekannter Weise mitgezogen werden. Beim ersten Ausführungsbeispiel stützt sich jeder Platinenhaken i auf eine lotrecht . stehende Stütznadel 3. Ähnliche, nur . entsprechend längere Stütznadeln 4 sind zum Stützen der (nicht gezeichneten) oberen Platinenhaken vorgesehen. Diese Stütznadeln 3 und 4 stehen exzentrisch auf den oberen Flächen von halbkugeligen Köpfen 7 von unteren Stütznadeln 5, 6, die in Schienen 8, 9 so gelagert sind, daß sie nach vorn und hinten ausschwingen können. Die Schiene 8 wird von zwei Armen io getragen, die je mittels einer Rolle i i auf einer Hubscheibe 12 abgestützt sind, welche auf einer Welle 13 sitzt, an welcher die Arme io mit ihrem gabeligen unteren Ende geführt sind. Die Schieneg wird von zwei Armen 14 gehalten, die mittels ihrer gegabelten Enden ebenfalls auf der Welle 13 geführt sind und je eine Rolle 15 tragen, welche auf dem Umfange einer Hubscheibe 16 ruht. Die Hubnocken der Hubscheibe 16 sind gegen die der Hubscheiben 12 um 18o° versetzt. Von der Welle 13 aus wird mittels eines Hubnockens 17 das Schaltrad 18 des Papierkartenzylinders i9 angetrieben.
  • Befinden sich die Schienen 8 und 9 in ihrer höchsten Stellung, so liegen die unteren Enden der Stütznadeln 5, 6 wenig oberhalb der waagerechten Schenkel von im Querschnitt winkelförmigen Schienen 20 und lehnen sich unter dem exzentrisch wirkenden Druck der oberen Stütznadeln 3, 4 an die stehenden Schenkel dieser Schienen. Die Nadeln 5, 6 werden lose von den ösenförmigen oberen Enden von Drähten 21, 22 umfaßt, welche die einen Arme von Winkelhebeln bilden, die lose auf einer Achse 25 sitzen, und mit den anderen Armen Drähte 23, 24 halten, an denen die Ablesenadeln 26 hängen. Die Achse 25 erhält bei jeder vollen Umdrehung der Welle 13 von dieser aus eine Winkeldrehung mittels einer Hubscheibe 28 und eines an dieser anliegenden, auf der Achse 25 fest sitzenden Hebelarmes 29. Die Achse 25 trägt fest außerdem einen Bügel 3o, der mit seinem Mittelteil unter allen Drähten 23, 24 durchgeht, um die Ablesenadeln 26 zu gegebener Zeit aus dem Papierkartenzylinder i9 herauszuheben.
  • Die Arbeitsweise der beschriebenen Maschine ist folgende, von der auf der Zeichnung angegebenen Stellung der Teile ausgegangen, und zwar zunächst für den Fall, daß eine Ablesenadel nicht in ein Loch der Papiermusterkarte einfallen konnte, was für die von dem Drahte 24 getragene Ablesenadel zutrifft.
  • Die Schiene 9 und die Stütznadel 4 befinden sich in ihrer obersten Stellung, die Stütznadel 4 drückt exzentrisch auf den Kopf 7 der darunter befindlichen Stütznadel 6 und hält dadurch das untere Ende der letzteren im Anschlage an dem stehenden Schenkel der Schiene 2o. Wenn also in der Folge die Schiene 9 sich senkt, indem der Hubnocken der Hubschiene 16 unter der Rolle 15 weggleitet, so kann die Nadel 6 nur so weit mitgehen, bis sie auf dem liegenden Schenkel der Schiene 2o aufsteht. Der über der zugehörigen Stütznadel 4 befindliche Platinenhaken kann sich also nicht so weit senken, daß er vom Hubmesser ausgezogen werden könnte.
  • Fällt dagegen eine Ablesenadel26 in ein Loch der Papiermusterkarte ein, so schwingt unter dem Übergewichte des sie tragenden Hebelarmes der zugehörige Draht 21 aus und nimmt dabei mit seiner Endöse die Stütznadel 5 mit. Das untere Ende der letzteren kommt daher vor die darunter befindliche Schiene 2o zu liegen. Wenn sich dann die Schiene 8 senkt, so folgt ihr also die Nadel 5 bis in die unterste Stellung (s. Abb. 3 rechts). Im gleichen Maße senkt sich die Stütznadel 3, so daß der Platinenhaken i sich soweit senkt, daß er vom Hubmesser 2 beim folgenden Vorwärtsgange mitgenommen wird (Abb. 2).
  • Aus Abb. 2 ist ersichtlich, daß auf je eine Schaltung des Papierkartenzylinders zwei Schußablesungen kommen. Von der dort angegebenen Stellung der Teile aus spielen sich die Vorgänge in- folgender Weise ab, Drehung der Welle 13 in der Uhrzeigerrichtung angenommen: der exzentrische Teil der Hubscheibe 28 beginnt auf den Hebelarm 29 einzuwirken und die Welle 25 entgegen der Uhrzeigerrichtung zu drehen. Infolgedessen hebt der Bügel 30 die Drähte 23, 24 hoch, so daß eingefallene Ablesenadeln 26 außer Bereich des Musterkartenzylinders 1g gelangen. Gleich nachdem dies geschehen, schaltet der Hubnocken 17 das Schaltrad 18 und damit den Zylinder 1g um einen Zahn weiter. Nachher gleitet der exzentrische Teil der Hubscheibe 28 vom Hebelarm 29 ab, so daß der Bügel 30 sich wieder senkt und die.. Ablesenadeln 26 zum Ablesen der kommenden zwei Schüsse frei werden. Die Schienen 8 und 9 werden durch die Hubscheiben 12 und 16 nacheinander je zunächst gehoben, um die Stütznadeln 3, 4 in die Bereitschaftsstellung zu bringen, worauf sich dann in der Zeit bis zur nächsten Zylinderschaltung auch für beide Gruppen von Schienen und Nadeln die oben beschriebenen Vorgänge abspielen. Dabei ist zu beachten, daß solche Drähte 21, 22, die beim vorhergehenden Schuß ausgeschwungen waren, in ihre Grundstellung zurückkehren, bevor die Schienen 8, 9 gehoben werden, so daß die Stütznadeln 5, 6 bei diesem Heben sofort wieder in ihre Grundstellung zurückschwingen können, ohne von den Drähten 21, 22 aufgehalten oder gestoßen zu werden. Das Ablesen der Papiermusterkarte geschieht bei Doppelhubmaschinen vorteilhafter Weise in dem Augenblicke, da sich die beiden Hubmesser kreuzen.
  • Die Zylinderschaltung kann von der Welle 13 entkuppelt werden, so daß sich der Zylinder betätigen läßt ohne gleichzeitige Betätigung der beschriebenen Schienen. Dank dem Umstande, daß jedem Hubmesser eine Hubschiene 8, 9 zugeteilt ist, kann die beschriebene Maschine zwangsläufig, d. h. rückwärts mit richtigem Auflösen der Schüsse, arbeiten, sobald vorgängig dem Rückwärtslaufen der ganzen Maschine der Kartenzylinder 1g auf die zwei vorangegangenen Schüsse eingestellt wird und beim Wiederanweben die zwei kommenden Schüsse wieder vorgängig dem Vorwärtsgange der Maschine zum Ablesen gebracht werden. Dieses besondere Schalten des Kartenzylinders ist nicht nötig, wenn das Anheben der Ablesenadeln, das darauffolgende Schalten des Kartenzylinders, das Ablesen der Musterkarte und das damit verbundene Bereitstellen der pendelnden Stütznadeln, das bei der beschriebenen Ausführungsform während des Kreuzens der Hubmesser stattfindet, in die Zeit des toten Ganges der letzteren verlegt wird, ebenso daß auf die genannten Vorgänge folgende Arbeiten der dem betreffenden Messer zugeordneten Hubschiene 8 oder g. Die Zeitdauer des genannten toten Ganges wird in diesem Falle etwas verlängert, was bei Exzentermaschinen, d. h. bei Maschinen, deren die Hubmesser tragende Hebel durch Exzenter betätigt werden, leicht möglich ist.
  • Bei der eben beschriebenen Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes haben die Schienen 8 und 9 während eines bestimmten Teiles des Arbeitszyklus alle Platinenhaken i zu tragen, und diejenigen dieser Haken, die zu eingefallenen Ablesenadeln gehören, werden unter Belastung der Stütznadeln und der diese tragenden Schiene auf das Hubmesser niedergelassen. Der Arbeitszyklus beginnt gleichsam dort, wo alle Platinenhaken durch die Stütznadeln 3, 4 hochgehalten sind. Bei der Ausführungsform nach Abb. 4 dagegen ist die Tätigkeit der Stütznadeln auf Heben der Platinenhaken gerichtet. Sie beginnt in dem Zeitpunkte, da alle Platinenhaken auf den Hubmessern liegen. Es werden dann in der Folge aber nur diejenigen Stütznadeln belastet, die zu nicht in ein Loch der Musterkarte eingefallenen Ablesenadeln gehören, die also den zugehörigen Platinenhaken außer den Bereich des Hubmessers zu heben haben. Auf diese Weise wird hier der ersten Ausführungsform gegenüber eine wesentliche Kraftersparnis erzielt.
  • Die Stütznadeln für die unteren Platinenhaken i sind in Abb. 4 mit 3r, die für die oberen, nicht gezeichneten Platinenhaken mit 32 bezeichnet. Alle Stütznadeln sind an ihrem oberen Ende bügelförmig ausgebildet und lose über Stangen gehängt, so daß sie frei um diese letzteren pendeln können und im unbelasteten Rühezustande mit ihrem unteren Ende durch Übergewichtswirkung an dem stehenden Schenkel der zugehörigen, winkelförmigen Schiene 2o anliegen. Die unteren Stütznadeln 3 i hängen an einer Stange 33, die im Maschinengestell fest gelagert ist und zusammen mit in sie eingesteckten, aufwärts reichenden Stiften 34, zwischen denen die Platinenhaken i geführt sind, einen Rechen bildet. An der Übergangsstelle vom mittleren Bügelteile zum längeren Bügelschenkel bildet jede Stütznadel 31 einen nach oben vorstehenden Nocken 35, der, wenn der zugehörige Platinenhaken i auf dem in der hinteren Grundstellung befindlichen Hubmesser 2 ruht, von der Unterkante des Plätinenhakens einen einem Reiben des sich vorwärts bewegenden Hakens an der Stütznadel vorbeugenden Abstand von - etwa 2 ihm besitzt, beim Hochgehen der Stütznadel dagegen als Auflage für den Platinenhaken dient. Dank dieser exzentrischen Lagerung des Platinenhakens auf der Stütznadel wird das untere Ende des letzteren mit Sicherheit im Anschlag an der Schiene 2o gehalten. Die beiden Schienen 2o werden mittels Hubscheiben 36 in ähnlicher Weise gehoben und gesenkt, wie bei -der ersten Ausführungsform die Schienen 8 und 9. Die unteren Enden der Stütznadeln 31, 32 werden von den ösenförmigen Enden 21, 22 von Winkelhebeln umfaßt, welche, wie bei der ersten Ausführungsform, drehbar auf einer Achse 25 sitzen und mit den anderen Armen 23, 24 lose die Ablesenadeln 26 tragen. Solange eine solche Nadel nicht in ein Loch der Musterkarte eingefallen ist und die zugehörige Schiene 2o sich in ihrer tiefsten Lage befindet, wie sie für die rechtsseitige Schiene angegeben ist, liegt das untere Ende der zugehörigen Stütznadel 31 vermöge des Übergewichtes des längeren Schenkels der letzteren am stehenden Schenkel der Schiene 2o an, während der waagerechte Bügelteil der Stütznadel auf der Stange 33 ruht. Beim Hochgehen der Schiene 2o wird diese Stütznadel gehoben und durch sie der zugehörige Platinenhaken i in die strichpunktierte Stellung und damit außer Bereich des sich nachher wieder vorwärts bewegenden Hubmessers 2 gebracht. Fällt dagegen eine Ablesenadel26 in ein Loch der Papiermusterkarte ein, so zieht der zugehörige Winkelhebel 21, 23 die Stütznadel nach rechts, so daß ihr unteres Ende, wie für die Nadel 31 strichpunktiert angedeutet, vor die Schiene 2o zu liegen kommt und die 'letztere bei ihrem Hochgehen die Stütznadel nicht mitnimmt.
  • Beim Heben eines Platinenhakens sichern der von diesem an den Nocken 35 exzentrisch auf die Stütznadel ausgeübte Druck und das Ansteigen der Stoßfläche der Schiene 2o nach vorn ein Anliegen der Stütznadel am stehenden Schenkel der Schiene. Der bei dieser zweiten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes befolgte Grundsatz, alle Platinenhaken für gewöhnlich von den Hubmessern tragen zu lassen und von diesen letzteren nur diejenigen Haken abzuheben, welche zu nicht eingefallenen Ablesenadeln gehören, läßt sich auch bei der ersten Ausführungsform durchführen, indem man die Schienen 8 und g in der unteren der in Abb. 3 angegebenen Stellungen festlegt und die Schienen 2o beweglich anordnet.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. 5 und 6 sind die an die Stütznadeln 31, 32 angeschlossenen Schenkel der Winkelhebelarme 21, 22 je von einer Schraubenfeder4o umgeben, welche zwischen einem auf dem Arme 21, 22 festsitzenden Ringe 41 und einem auf dem Arme 21, 22 verschiebbaren Ringe 42 liegt, der durch die Feder gegen die Stütznadel 31 bzw. 32 gedrückt wird. Die Stütznadeln sind an dieser Stelle in eine zur Federachse senkrecht stehende Fläche plattgedrückt und mit einem Längsschlitz 44 versehen. Dieser ist am oberen Ende kreisförmig erweitert für den Durchlaß eines Kopfes 43, der das Ende des Hebelarmes 21 bzw. 22 bildet. Die Feder 4o ist so bemessen, daß sie das untere Ende der Stütznadel nur ganz leicht gegen den stehenden Schenkel der Tragschiene 2o drückt, wenn die zugehörige Ablesenadel die Papiermusterkärte berührt. Die Federlänge ist auf den kleinsten, von der Ablesenadel auf die Papiermusterkarte ausgeübten Druck zugemessen, so daß eine Verletzung der Karte durch die Ablesenadel nicht stattfinden kann.
  • Die Stütznadeln 31, 3a sind an ihrem oberen Ende gleich ausgebildet und gleich gelagert wie diejenigen nach Abb. 4.
  • Bei der Ausführungsform nach Abb. 7 und 8 tragen die oberen Enden der Winkelhebelarme 21, 22 verschiebbar waagerechte Drähte 45, die eine Öse 46 für die Führung der Stütznadeln 31 oder 32 bilden und in einer Leiste 47 verschiebbar geführt sind. Zwischen den Armen 21, 22 und den Ösen 46 tragen die Drähte 45 Schraubenfedern 4o, welche, wie oben mit Bezug auf Abb. 5 und 6 beschrieben, beim Aufstehen der Ablesenadeln auf dem Papier als Sicherung gegen ein Abgleiten der Stütznadeln von den Schienen dienen, in der gezeichneten Stellung aber keinen Druck ausüben.
  • Im übrigen ist diese Ausführungsform derjenigen Art nach Abb. 5 und 6 gleich. Diese beiden Arten der Verbindung der Träger der Ablesenadeln mit den Stütznadeln lassen sich aber auch verwenden an Stütznadeln, welche nicht pendelnd aufgehängt sind.
  • Die beweglichen Schienen 2o können von Schwinghebeln getragen werden und stoßend auf das eine Endei der in diesem Falle durch verschiebbare Nadeln gebildeten Träger der Ablesenadeln wirken, die andererseits an die Platinenhaken angeschlossene Stütznadeln o. dgl. betätigen.
  • Eine Ausführungsform der im vorletzten Abschnitte erwähnten Art, bei der die Stütznadeln nicht pendelnd aufgehängt sind, zeigt Abb. g. Hier sind für jeden Platinenhaken wieder zwei Stütznadeln vorgesehen, nämlich 3 und 5 für den gezeichneten unteren Haken i, ,4 und 6 für den nicht dargestellten oberen Haken. Die unteren Stütznadeln 5, 6 sind lose in Ösen 46 geführt, welche durch die an die Winkelhebelarme 21, 22 beweglich angeschlossenen und in einer feststehenden Leiste 47 geführten Drähte 45 gebildet sind. Mit ihrem unteren Ende stehen die Stütznadeln 5, 6 in pfannenartigen Vertiefungen einer feststehenden Schiene 2o. Das obere Ende der Stütznadeln 5, 6 ist durch einen halbkugeligen Kopf 7 gebildet, welcher der darüber befindlichen Stütznadel 3 oder 4 als Unterlage dienen kann. Diese letzteren stützen sich mittels an ihnen befestigter Stellringe 49 auf die waagerechten Schenkel von winkelförmigen Hubschienen 8, 9, welche mittels Hubscheiben 36 in früher beschriebener Weise eine Auf- und Abwärtsbewegung erhalten. Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ergibt sich aus der Zeichnung und früheren Ausführungen ohne weiteres. Man könnte die vorliegend als verschiebbar angenommenen Schienen 8, 9 miteinander vereinigen und feststehend anordnen und dafür an Stelle der einen Schiene 20 zwei einzeln bewegliche Schienen anordnen. Statt der Kopfstifte 5, 6 ließen sich Schieber oder andere Stützglieder verwenden.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Schaftmaschine mit einer Musterkarte aus Verdolpapier oder ähnlich dünnem Material und mit einer Hilfsvorrichtung zum Steuern der die Platinenhaken nach erfolgter Einstellung durch die Mustervorrichtung stützenden Glieder, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsvorrichtung für jedes Hubmesser (2) ein auf die zugehörigen Stützglieder (3-4, 5-6, 31, 32) im Sinne des Abhebens der Platinenhaken (i) vom Hubmesser wirkendes Hilfsmesser (8, 9, 2o) besitzt, welches seine für die Senkung des Platinenhakens, also für den Eingriff des Platinenhakens am Hubmesser in Frage kommende Bewegung im Zeitpunkte des Totganges des zugehörigen Hubmessers (2) erhält.
  2. 2. Schaftmaschine nach Anspruch i, bei der die die Platinenhaken stützenden Glieder pendelnd gelagert sind und derart u nter - ' Eihwirkung n der Ablesenadeln stehen, daß, je nachdem die Ablesenadeln beim Ablesen in ein Loch der Musterkarte einfallen oder nicht, die zugehörigen Platinenhaken beim nächsten Vorwärtsgange des Hubmessers in oder außer Bereich des letzteren liegen, dadurch gekennzeichnet, daß die ausschwingbaren Teile (5, 6, 3i, 32) der Stützvorrichtungen in dem Zeitpunkte, da sie zum Ausschwingen bereitstehen, unbelastet sind, und daß die Ablesenadeln (26) derart zwischen den Musterkartenzylinder (i9) und diesen ausschwingbaren Teilen, eingeschaltet sind, daß das Ausschwingen der letzteren lediglich durch das Einfallen von Ablesenadeln in Löcher der Musterkarte erfolgt, so daß die Musterkarte beim Ablesen an den nicht gelochten Stellen im wesentlichen nur durch das Gewicht der Ablesenadeln (26) belastet ist.
  3. 3. Schaftmaschine nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen jede Ablesenadel (26) und den ausschwingbaren Teil der zugehörigen Stützvorrichtung (4-6, 31, 32) ein ausbalancierter Winkelhebel (2i-23, 22-24) eingeschaltet ist, welcher an dem einen Arme (23, 24) die Ablesenadel (26) freihängend trägt, mit dem anderen Arme (2i, 22) lose eine Stütznadel (5, 6, 34 32) umfaßt.
  4. Schaftmaschine nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die Platinenhaken unterstützenden Stütznadeln (3, 4) exzentrisch auf Kopfstiften (5, 6) stehen, welche den ausschwingenden Teil der Stützvorrichtungen bilden und pendelnd und in vertikaler Richtung verschiebbar in vertikal aufund, abwärts beweglichen Schienen (8, 9) gelagert sind.
  5. 5. Schaftmaschine nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopfstifte (5, 6) in der Höchststellung der Lagerschienen (8, 9) unter der Wirkung des exzentrischen Druckes der Stütznadeln mit ihren unteren Enden über einer feststehenden Schiene (2o) gehalten werden, durch die sie, ,renn die zugehörigen Ablesenadeln nicht eingefallen sind, beim Niedergehen der Lagerschiene aufgehalten werden, während das Einfallen einer Ablesenadel den zugehörigen Kopfstift so ausschwenkt, daß er an der feststehenden Schiene (2o) vorbei sich senken kann.
  6. 6. Schaftmaschine nach den Ansprüchen i bis 3, bei der unter jedem Platinenhaken eine in ihrer ganzen Länge pendelnde Stütznadel angeordnet ist, welche während ihrer Stützfähigkeit an einer winkelförmigen Schiene in seitlicher und lotrechter Richtung Anschlag findet, dadurch gekennzeichnet, daß die unbelastete Stütznadel (V, 32) dann., wenn die zugehörige Ablesenadel (26) nicht in ein Loch der Musterkarte einfällt, durch eigenes Übergewicht über dem waagerechten Schenkel der winkelförmigen, auf-und abwärts beweglichen Schiene (2o) gehalten und von dieser bei ihrem Hochgange mitgenommen wird und damit den Platinenhaken (i) außer den Bereich des Hubmessers (2) hebt, während beim Einfallen der Ablesenadel (2o) in ein Loch der Musterkarte der zugehörige Winkelhebel (21-23 oder 22-2q.) die unbelastete Stütznadel (3i, 32) aus dem Hubwege der Schiene (2o) herausgeschwenkt wird und den Platinenhaken (i) im Bereiche des Hubmessers (2) liegenlä.ßt.
  7. 7. Schaftmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stütznadeln (34 32) an ihrem oberen Ende derart bügelförmig umgebogen sind, daß bei ihrem Hochgehen die auf ihnen liegenden Platinenhaken einen exzentrischen Druck auf sie ausüben, durch den das untere Ende der Stütznadeln (3i, 32) an den lotrechten Schenkel der Hubschiene (20) gedrückt und damit in der Bahn des waagerechten Schenkels der letzteren gehalten wird. B.
  8. Schaftmaschine nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in die Verbindung zwischen dem Träger jeder Ablesenadel und der zugehörigen Stütznadel (31, 32) eine Feder (q.i) so eingeschaltet ist, daß sie, wenn die Ablesenadel auf der Papiermusterkarte steht, auf die Stütznadel erst dann 'einen Druck in der Richtung gegen einen Anschlagschenkel der beweglichen Schiene (2o) ausübt, wenn diese Stütznadel Neigung zeigt, von diesem Schenkel wegzuschwingen, daß aber, solange die Stütznadel kraft eigenen Übergewichtes an diesem Schenkel anliegt, der Federdruck wenigstens annähernd gleich Null ist.
  9. 9. Schaftmaschine nach den- Ansprüchen i und1 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen dem Träger (21-23, 22-2q.) der Ablesenadeln (26) und dem Stützgliede (31, 32) aus einem Drahte (q_5) besteht, der das Stützglied (31, 32) lose umfaßt und mit dem Träger (21-23, 22-2q.) lose so verbunden ist, daß die Bewegung des Trägers- nur in einer Richtung eine Verschiebung des Stützgliedes bewirkt.
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