DE545690C - Verfahren zur elektrischen Reinigung von Gasen - Google Patents
Verfahren zur elektrischen Reinigung von GasenInfo
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- DE545690C DE545690C DES81270D DES0081270D DE545690C DE 545690 C DE545690 C DE 545690C DE S81270 D DES81270 D DE S81270D DE S0081270 D DES0081270 D DE S0081270D DE 545690 C DE545690 C DE 545690C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B03—SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03C—MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03C3/00—Separating dispersed particles from gases or vapour, e.g. air, by electrostatic effect
- B03C3/34—Constructional details or accessories or operation thereof
- B03C3/66—Applications of electricity supply techniques
Landscapes
- Electrostatic Separation (AREA)
Description
- Verfahren zur elektrischen Reinigung von Gasen Bei den bekannten elektrischen Gasreinigungsanlagen werden in der Regel die Elektroden mit hochgespanntem Gleichstrom gespeist, der von einem Gleichrichter aus Wechselstrom erzeugt wird. Die Niederschlagswirkung einer solchen Anlage hängt dabei in hohem Maße von der Größe der anwendbaren Betriebsstromstärke ab. Diese ist wiederum abhängig von der erreichbaren Hilfsspannung, bei der Überschläge im Elektrofilter stattfinden. Die Abb. i veranschaulicht den bisherigen Zustand, und zwar ist hier der Betriebsstrom T des Elektrofilters als Funktion der Spannung E dargestellt. Bei PunktA ist bereits die Überschlagsgrenze erreicht, und somit bedeutet die Strecke 0A' die bei der gewöhnlichen Anordnung der Gasreinigungsanlagen höchste erzielbare Betriebsstromstärke.
- Im folgenden wird nun gezeigt, wie man diese Betriebsstromstärke noch bedeutend erhöhen kann.
- Erfindungsgemäß werden in den der Speisung der Elektroden dienenden Hochspannungsstromkreis Ohmsche Widerstände von solcher Größe eingeschaltet, daß durch Erhöhung der Spannung der Hochspannungsstromquelle, z. B. der Transformatoroberspannung, die Betriebsstromstärke im Elektrofilter über die Grenze erhöht werden kann, die beim Fehlen derartiger Widerstände durch Eintreten von Funken- oder Lichtbogenentladung in der Gasstrecke gegeben ist. Es wird hier eine besondere Eigenschaft von Gasstrecken ausgenutzt, die in einen mit Vorschaltwiderstand versehenen Stromkreis eingeschaltet sind. Diese Gasstrecken haben bekanntlich eine sogenannte fallende Charakteristik. Bei wachsender Spannung nimmt die Stromstärke allmählich zu. Hat die Spannung eine bestimmte Größe erreicht, so sinkt sie von da ab plötzlich unter sehr großer Zunahme der Stromstärke stark ab. Dieser labile Zustand tritt dann ein, wenn die Widerstandslinie weniger steil abfällt als die Charakteristik der Gasstrecke, d. h. also, wenn nur ein geringer Widerstand in den Hochspannungsstromkreis eingeschaltet ist. Wenn dagegen die Widerstandslinie steiler als die Charakteristik ist, d. h. also, wenn der Vorschaltwiderstand einen genügend großen Wert hat, so bleibt der Zustand stabil, und man kann daher mit der Spannung noch höher gehen und dadurch eine Erhöhung der Stromstärke erreichen, ohne befürchten zu müssen, daß sich ein Lichtbogen in der Gasstrecke ausbildet. Auf diese Weise ist es möglich, die bei Elektrofiltern bisher übliche Betriebsstromstärke beträchtlich zu erhöhen. Man hat zwar schon vorgeschlagen, Widerstände im Hochspannungsstromkreis eines Elektrofilters anzuordnen, doch geschah es bisher nur zu dem Zweck, um entweder die Ausbreitung von Störungswellen zu verhindern oder um den Strom zu stabilisieren, wozu im allgemeinen Widerstände von erheblich kleinerer Größenordnung als bei dem vorliegenden Verfahren erforderlich sind.
- Die Abb.2 zeigt nun an einem Ausführungsbeispiel, wie sich die Stromspannungskurve bei Einschaltung verschieden großer Widerstände ändert. Es ist hier wieder der Sprühstrom Tals Funktion der Spannung an den Elektroden dargestellt. Die Kurve 0A, zeigt zunächst wieder das Verhalten der Stromstärke ohne Einschaltung von Widerständen. Schaltet man nun einen Widerstand ein, so verläuft die Zunahme der Betriebsstromstärke so, wie es die Kurve 0A2 zeigt. Die Stromstärke geht erheblich über den Betrag hinaus, der ohne den Einbau von Widerständen erreicht werden kann. Die beiden nächsten Kurven OAg und 0A4, bei denen noch höhere Widerstände in den Elektrofilterstromkreis eingeschaltet sind, zeigen diese Eigenschaft noch in höherem Maße. Es kann dabei festgestellt werden, daß die Filterspannung mit Erhöhung der Stromstärke bei steigender Transformatorspannung wieder abnimmt, was für die Verhinderung von Funkenüberschlägen von wesentlicher Bedeutung ist. Um die hohen Werte der Betriebsstromstärke zu erreichen, muß unter Umständen eine Erhöhung der Transformatoroberspannung über die bisher übliche Spannung vorgenommen werden.
- Die Widerstände können bei einer solchen Anlage in verschiedener Weise angeordnet sein. Man kann sie entweder in die Hochspannungszuleitung oder die Erdableitung des Filters oder in beide zugleich legen. Die Gasreinigungsanlage kann ferner so ausgebildet sein, daß die Hochspannungszuleitung zum Filter oder die Erdableitung selbst oder beide ganz oder teilweise aus einem Widerstandsstoff bestehen. Es besteht auch dann die Möglichkeit, die Betriebsstromstärke in der vorher beschriebenen Weise zu erhöhen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur elektrischen Reinigung von Gasen unter Verwendung von Ohmschen, in die Hochspannungszuleitung von Elektrofiltern eingeschalteten Widerständen, dadurch gekennzeichnet, daß Widerstände von solcher Größe eingeschaltet werden, daß durch Erhöhung der Spannung der Hochspannungsstromquelle, z. B. der Transformatoroberspannung, die Betriebsstromstärke im Elektrofilter über die Grenze erhöht werden kann, die beim Fehlen derartig großer Widerstände durch Eintreten von Funken- oder Lichtbogenentladung in der Gasstrecke gegeben ist.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerstände in die Hochspannungszuleitung des Elektrofilters oder in die Erdableitung oder in beide gelegt werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hochspannungszuleitung zum Filter oder die Erdableitung selbst oder beide ganz oder teilweise aus einem Widerstandsstoff hergestellt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES81270D DE545690C (de) | 1927-08-19 | 1927-08-19 | Verfahren zur elektrischen Reinigung von Gasen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES81270D DE545690C (de) | 1927-08-19 | 1927-08-19 | Verfahren zur elektrischen Reinigung von Gasen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE545690C true DE545690C (de) | 1932-03-04 |
Family
ID=7509476
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES81270D Expired DE545690C (de) | 1927-08-19 | 1927-08-19 | Verfahren zur elektrischen Reinigung von Gasen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE545690C (de) |
-
1927
- 1927-08-19 DE DES81270D patent/DE545690C/de not_active Expired
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