DE54558C - Klappenwehr - Google Patents

Klappenwehr

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Publication number
DE54558C
DE54558C DENDAT54558D DE54558DA DE54558C DE 54558 C DE54558 C DE 54558C DE NDAT54558 D DENDAT54558 D DE NDAT54558D DE 54558D A DE54558D A DE 54558DA DE 54558 C DE54558 C DE 54558C
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DE
Germany
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flap
rod
support
joint
flaps
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT54558D
Other languages
English (en)
Original Assignee
W. L. scaife in Allegheny, Pennsylv., V. St. A
Publication of DE54558C publication Critical patent/DE54558C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02B—HYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B7/00—Barrages or weirs; Layout, construction, methods of, or devices for, making same
    • E02B7/20—Movable barrages; Lock or dry-dock gates
    • E02B7/26—Vertical-lift gates
    • E02B7/36—Elevating mechanisms for vertical-lift gates

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Actuator (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Klappenwehr.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Klappenwehr, dessen Tafeln mittelst eines mechanischen Hebewerks vom Ufer aus gehoben und gesenkt und im aufgerichteten Zustande durch von dem Hebewerk unabhängige Vorrichtungen gestützt werden können, so dafs das Hebewerk dann entlastet und somit gegen jede Beschädigung durch den auf den Tafeln lastenden Druck geschützt ist. Die Tafeln sind um ihre untere Kante drehbar. Mit jeder Tafel ist ein mechanisches Hebewerk- und aufserdem eine Strebe verbunden, welche die aufgerichtete Tafel unabhängig von dem Hebewerk stützt. Das Hebewerk besteht zweckmäfsig aus einer hydraulischen Winde, welche einen bis zu einer gewissen Tiefe hohlen Plungerkolben hat, in dem eine mit der Strebe verbundene Stange drehbar gelagert ist, wodurch für die Hebevorrichtung wesentlich an Höhenausdehnung gespart wird. Auch im niedergelegten Zustande nimmt die ganze Vorrichtung eine so geringe Höhe ein, dafs sie die Schifffahrt über das niedergelegte Wehr hinweg nicht stört.
Fig. ι der beiliegenden Zeichnung zeigt eine aufgerichtete Klappe in Seitenansicht; Fig. 2 ist eine Ansicht des aufgerichteten Wehres von der Rückseite aus; Fig. 3 und 4 sind Schnitte durch die hydraulische Winde.
Fig. 5 und 6 veranschaulichen zwei Abarten des Wehres in Seitenansicht.
Jede Klappe besteht aus zwei I-Eisen a, an welchen der Bohlenbelag α J befestigt ist. Die Träger α sind am, unteren Ende in den auf der Grundschwelle B befestigten Lagern b drehbar gelagert. Die Klappen schliefsen dicht an einander an, wie dies aus Fig. 2 ersichtlich ist. Die Klappe ist mit einem geeigneten mechanischen Hebewerk C versehen, welches bei der durch Fig. 1 und 2 veranschaulichten Ausführungsform aus einer hydraulischen Winde D und bei der durch Fig. 6 veranschaulichten Ausführung aus einem Schneckengetriebe besteht.
Die hydraulische Winde D besteht aus dem Cylinder d und dem Kolben, dessen Kolbenstange e bis zu einer gewissen Tiefe hohl ist. Dieser Hohlraum/ ist am unteren Ende bei/1 lagerschalenartig ausgerundet. Auf dieses lagerartige Ende stützt sich eine Stange g, deren oberes Ende entweder mit der Stütze H (Fig. 1 und 2) oder unmittelbar mit der Klappe A (Fig. 5) verbunden ist. Damit die Verbindungsstelle die für das Aufrichten und Umlegen der Klappe erforderliche Bahn beschreiben kann, ist der Hohlraum / in der einen Richtung nach oben, zu erweitert, so dafs die Stange g darin hin- und herschwingen kann. Um zu verhindern, dafs Sand oder Schlamm in den Hohlraum/ eindringt, 1st auf dem oberen Ende der hohlen Kolbenstange e ein Deckel el angebracht, welcher sich in Schwalbenschwanznuthen e3 führt, die parallel zur Schwingungsebene der Stange g sind. Der Kopf der Stange g geht dicht anschliefsend durch den Deckel e1 hindurch. Bei dem Hin- und Her-. schwingen der Stange g wird der Deckel e1 in der einen oder anderen Richtung mitgenommen, ohne dafs hierbei jedoch der Hohlraum / irgend eine Oeffnung erfährt, da der Deckel ebenso lang gehalten ist, dafs er bei jeder Stellung der Stange g den Hohlraum / oben abschliefst. Die Stange g ist zweck-
mäfsig unterhalb des Deckels e mit einem Bund e2 versehen, welcher ebenfalls das Eindringen von Sand in den Hohlraum / verhindert. Der Deckel e ist an den Führungsleisten festgeschraubt und kann nach Lösen der Verbindungsschrauben von dem Stangenkopf abgehoben werden.
Die Stütze kann entweder aus zwei um ein Gelenk zusammenlegbaren Schenkeln (Fig. i, 2 und 5) oder aus einer einheitlich steifen Stange (Fig. 6) bestehen.
Die zusammenklappbare Stütze H (Fig. 1 und 2) besteht aus den beiden Schenkeln h h1, welche durch das Scharnier k mit einander verbunden sind. Der obere Schenkel h ist bei i mit der Klappe verbunden, der untere Schenkel drehbar in Lagern / gelagert, welche auf dem Boden B1 befestigt sind. Das Gelenk k wird bei gestreckter Stütze durch einen Arm M gestutzt.
Die Schenkel h und hl der Stütze H bestehen aus je zwei Stäben, welche durch Querstangen mit einander verbunden sind, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist.
Der Bolzen k, um welchen die beiden Schenkel h und h1 nach Art eines Gelenks zusammengeklappt werden können, geht auch durch das im Kopf der Stange g angeordnete Auge hindurch, so dafs, wenn unter den Kolben Druck gesetzt und die Stange g mit der Gelenkachse gehoben wird, die Stütze H gestreckt und somit die Klappe A aufgerichtet wird. Lä'fst man dagegen den unter dem Kolben befindlichen Druck entweichen, so klappt das Gelenk wieder zusammen und legt sich unter die Klappe, welche dann flach auf dem Boden liegt.
Um die Klappe unabhängig von der hydraulischen Winde in aufgerichteter Lage zu erhalten und somit ein durch ein zufälliges Leck in dem hydraulischen Drucksystem veranlafstes unbeabsichtigtes Umlegen der Klappe zu verhüten, sind auf einer in Lagern η gelagerten durchgehenden Welle m Armpaare M befestigt, welche nach Aufrichten der Klappen durch Drehen der Welle m so aufgerichtet werden, dafs die Enden der Gelenkbolzen k sich bei geringem Senken der Klappen in die am oberen Ende der Arme befindlichen Ausrundungen m1 einlegen.
Die durch Fig. 5 veranschaulichte Abart unterscheidet sich von vorbeschriebener Einrichtung nur dadurch, dafs die hydraulische Winde D unmittelbar auf die Klappe wirkt, wozu die Stange g durch ein geeignetes Gelenk mit der Klappe verbunden ist. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dafs die Stütze M nicht das Gelenk k, sondern den einen Schenkel hl stützt, wozu das obere Ende von M als Gabel m1 ausgebildet ist.
Bei der in Fig. 6 dargestellten Abart ist die hydraulische Winde durch ein Hebewerk ersetzt, welches aus einer unmittelbar mit der Klappe A verbundenen Schraube ρ besteht, die durch ein Schneckenrad r hindurchgeht, welches die Mutter für die Spindel ρ bildet und in einem Ring angeordnet ist, der um geeignete Gelenke r1 drehbar ist. Die Gelenke reichen in das Schneckenrad hinein, welches ausgehöhlt ist, um den Ring und die Gelenke aufnehmen zu können, so dafs also das Schneckenrad sich sowohl in dem Ringe drehen, als auch auf den Gelenken schwingen kann, und hierbei der Eingriff mit der Schnecke 5 erhalten bleibt. Letztere sitzt auf der Welle s', welche in geeigneten, auf dem Boden befestigten Lagern drehbar ist. Die Welle s1 kann vom Ufer aus in Drehung gesetzt werden. Je nach der Drehrichtung wird die Spindel gehoben oder gesenkt und hiermit die Klappe aufgerichtet oder niedergelegt. Im -letzteren Falle tritt die Schraube ρ in den Hohlraum p1 ein, in welchem sie gegen Beschädigungen gesichert ist. Die zur Entlastung der Spindel ρ dienende Stütze besteht bei dieser durch Fig. 6 veranschaulichten Abart des Wehres aus einem einheitlichen Arm h 2, welcher mit der Klappe verbunden ist und dessen unteres Ende frei auf dem Boden schleift und sich bei aufgerichteter Klappe gegen einen Absatz t stützt. Beim Umlegen der Klappe wird die Stütze/!2 zunächst durch Drehen der Welle m mittelst des Hebels M von dem Absatz abgehoben.
Um Schlamm, und Schmutz von der hinteren Fläche der Klappen abzuhalten, sind die Schenkel h und /j1 der Stützen auf der Rückseite mit Brettern u (Fig. 2) verkleidet. Diese Verschalung ist so breit wie die Klappen und bildet somit eine geschlossene Fläche, über welche Schlamm und sonstige Verunreinigungen des Wassers hinweggleiten, ohne in störender Weise auf das darunter befindliche Hebewerk einwirken zu können.
Bei dem durch Fig. 1 und 2 veranschaulichten Wehr erfolgt das Aufrichten der Klappen dadurch, dafs mittelst einer Pumpe oder aus einem geeignet hoch aufgestellten Behälter Flüssigkeit unter die Kolben der hydraulischen Winden gedrückt wird, wozu die Cylinder entweder mittelst eines gemeinsamen oder mittelst einzelner Rohre angeschlossen sind, so dafs im ersteren Falle sämmtliche Klappen auf einmal, im letzteren Falle jede Klappe einzeln für sich aufgerichtet und umgelegt werden kann. Der gröfste Kolbenhub ist so bemessen, dafs die Stütze H beim Aufrichten der Klappe nicht ganz gerade gestreckt wird, so dafs sich das Gelenk k sicher nach unten bewegt und das Zusammenklappen der Stütze H in richtiger Weise erfolgt, sobald die Druckflüssigkeit aus den Cylindern d abgelassen wird.
Wenn die vorbeschriebene Einrichtung als Schleusenthor benutzt wird, wo also ein Aufrichten und Umlegen häufiger stattfindet, empfiehlt es sich, die Klappe durch den Druck im Cylinder in aufgerichteter Lage zu erhalten!; handelt es sich dagegen um ein Wehr, wo ein Umlegen nur selten erforderlich ist, so werden die Klappen zwar mittelst der hydraulischen Winden aufgerichtet, dann werden die Gelenke k jedoch in der bereits oben angegebenen Weise durch die aufgerichteten Arme M gestützt, so dafs die Hebewerke vollständig entlastet sind. Wenn in diesem Falle die Klappen umgelegt werden sollen, so müssen die Gelenke k mittelst der hydraulischen Winden zunächst wieder etwas angehoben werden, so dafs die Stützen M ausgelöst und umgelegt werden können, dann wird, der Druck aus den Cylindern d entweichen gelassen, wobei sich die Klappen in der gewünschten Weise niederlegen.
Die Wirkungsweise der in Fig. 5 dargestellten Einrichtung ist im wesentlichen dieselbe wie bei der Einrichtung nach Fig. 1 und 2, nur mit dem Unterschiede, dafs die Winde die Klappe direct aufrichtet; hierbei streckt sich die Gelenkstütze H, deren Durchbiegung dann durch Aufrichten der gegabelten Stütze M verhindert wird, so dafs auch hier das Hebewerk durch die Stütze H entlastet wird.
Bei der durch Fig. 6 veranschaulichten Abart wird zwecks Aufrichtens der Klappe die Welle s1 in geeignetem Sinne in Drehung versetzt, so dafs die Schnecke S das Schneckenrad r in Drehung versetzt und hierdurch die Spindel ρ aus ihrer im Schneckenrade angeordneten Mutter herausgeschraubt wird. _ Die Stütze h2 hebt sich hierbei mit an, bis ihr Fufs schliefslich an dem auf dem Boden vorgesehenen Absatz t einen festen Widerhalt findet. Alsdann wird die Welle sx einige Umdrehungen zurückgedreht, so dafs die gesammte Last von der Stütze h2 aufgenommen und die Spindel ρ und das Schneckengetriebe entlastet wird. Soll die Klappe umgelegt werden, so wird zunächst wieder die Spindel ^ etwas vorjedreht und die Klappe hierdurch noch etwas steller aufgerichtet, so dafs der Fufs der Stütze h* frei wird, worauf dieselbe mittelst des Hebels M über den Absatz t -gehoben und die Klappe durch Rückdrehen der Welle s nun gesenkt wird. Falls mehrere Klappen vorhanden sind, empfiehlt es sich, für jede einzelne :ine besondere Schneckenwelle s1 anzuordnen. Zufolge des Umstandes, dafs die hydraulische Winde der beiden ersten Abarten im zusammengeschobenen Zustande fast vollständig unterhalb des Flufsbettes liegt und auch bei der Abart nach Fig. 6 die Spindel ρ vollständig versenkt werden kann, nimmt die vorliegende Einrichtung bei umgelegter Klappe nur eine geringe Höhe ein, so dafs die benutzbare Fahrtiefe des Flusses oder Kanals durch die vorliegende Einrichtung fast gar nicht beeinträchtigt wird.
Wie bereits oben angedeutet wurde, können die vorbeschriebenen, mittelst eines mechanischen Hebewerkes aufzurichtenden und niederzulegenden Klappen auch als Schleusenthore benutzt werden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Klappenwehr, dessen hydraulisch aufzurichtende Klappen durch gelenkig zusammenfaltbare Streben (h hl) derart abgestützt werden, dafs Nothstreben (M) die gelenkige Verbindung (h hx) zu einer starren machen und so die Triebwerkscylinder entlasten.
2. Bei einem Klappenwehr nach Anspruch 1. die Verbindung des vorderen Endes der Hubstange (g) mit dem Gelenk (k) der Streben (h h1) selbst, derart, dafs die Streckung der Strebe unter unmittelbarem Anheben des Gelenks erfolgt.
3. Bei einem Klappenwehr nach Anspruch 1. die Anwendung einer hohlen Kolbenstange (e) mit darin schwingend gelagerter Hubstange (g) in Verbindung mit einem die Kolbenstange abdichtenden, mit der schwingenden Hubstange in Führungen hin- und hergleitenden Schieber.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT54558D Klappenwehr Expired - Lifetime DE54558C (de)

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