DE54465C - Künstliches Bein - Google Patents

Künstliches Bein

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DE54465C
DE54465C DENDAT54465D DE54465DA DE54465C DE 54465 C DE54465 C DE 54465C DE NDAT54465 D DENDAT54465 D DE NDAT54465D DE 54465D A DE54465D A DE 54465DA DE 54465 C DE54465 C DE 54465C
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Germany
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leg
bolt
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arm
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DENDAT54465D
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English (en)
Original Assignee
H. L. felten in Elberfeld, Louisenstr. 88
Publication of DE54465C publication Critical patent/DE54465C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F2/00Filters implantable into blood vessels; Prostheses, i.e. artificial substitutes or replacements for parts of the body; Appliances for connecting them with the body; Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
    • A61F2/50Prostheses not implantable in the body
    • A61F2/60Artificial legs or feet or parts thereof
    • A61F2/604Joints for artificial legs

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Transplantation (AREA)
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Description

i kiASi'wkUAll b-Φί
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 30: GesundheitspfIege/ *
IN ELBERFELD.
HERMANN LUDWIG FELTEN
Künstliches Bein.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. September 1889 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein künstliches Bein, welches in solchen Fällen angewendet werden soll, wo eine Oberschenkelamputation stattgefunden hat. Ein solches künstliches Bein ist mit einer Feststellvorrichtung versehen, welche selbstthä'tig eingerückt wird, sobald das Bein gestreckt ist und das Gewicht des Körpers auf der Ferse des künstlichen Beines ruht. Diese Feststellvorrichtung wird aber selbstthä'tig ausgelöst, sobald das Körpergewicht auf dem Vorderfufs des künstlichen Beines allein ruht; hat diese Auslösung stattgefunden, so wird durch Federkraft der Unterschenkel selbstthätig nach hinten gezogen, worauf derselbe beim Vorwä'rtsbewegen des Oberschenkels nach vorn geschwungen und die Feststellvorrichtung wieder eingerückt wird. Sobald diese erste Feststellvorrichtung ausgerückt worden ist, ist nur eine Verstellung des Oberschenkels gegen den Unterschenkel oder umgekehrt um 45 ° möglich. Wird aber eine Durchbiegung des Knies von 900 verlangt, so kann auch diese dadurch bewirkt werden, dafs man eine zweite Feststellvorrichtung ausrückt.
Ein in dieser Weise angeordnetes künstliches Bein ist auf der beiliegenden Zeichnung dargestellt, auf welcher die Fig. 1 einen Längsschnitt, die Fig. 2 einen zweiten Längsschnitt bei veränderter Stellung der beweglichen Theile und die Fig. 3 Einzelheiten darstellt.
An dem für die Aufnahme des Oberschenkelstumpfes bestimmten Theil A des künstlichen Beines sind zwei Schienen A1 befestigt, durch welche ein Zapfen A2 reicht, der in einer Bohrung des Unterschenkeltheiles B gelagert ist. Zwischen diesen beiden Schienen^.1 ist ferner eine Schiene Aa eingefügt, welche sich bei gestrecktem Bein gegen eine Fläche B\ des Unterschenkeltheiles B legt, und welche beim Biegen des Knies in einem kreisförmig gebogenen Schlitz B2 des letzteren sich be-, wegt. An dieser Schiene As ist ferner ein Arm d angeordnet, welcher, in waagrechter Richtung gemessen, ungefähr in der Mitte des künstlichen Beines sich befindet. Dieser Arm d spielt in einem Hohlraum, welcher beim Ausführungsbeispiel dadurch gebildet ist, dafs der Unterschenkel nur am unteren und oberen Ende voll ausgeführt, in der Mitte aber auf ungefähr die Hälfte weggeschnitten ist, indem der Schnitt senkrecht zur Achse des Zapfens A2 geführt ist. An der in dieser Weise entstandenen Fläche sind die das Feststellen bewirkenden Mechanismen in der folgenden Weise angeordnet. In der Nähe derjenigen Stelle, welche das freie Ende des Armes d bei gestrecktem Bein einnimmt, wird ein Riegel e durch eine an eine Nase e1 desselben angreifende Federn in die Bahn dieses Armes of hineingedrängt, so dafs bei vorgeschobenem Riegel e ein Durchbiegen des Knies ausgeschlossen ist. Das Zurückholen dieses Riegels e wird von einem an einer zweiten Nase e2 des letzteren angreifenden Doppelhebel s bewirkt, welcher um einen am Unterschenkel befestigten Zapfen y drehbar ist. Der zweite Arm dieses Doppelhebels s wird von dem einen Arm eines ferneren, um einen Zapfen ^ drehbaren Doppelhebels / beeinflufst, mit dessen anderem Ende eine Zugstange t gelenkig verbunden ist. Am unteren Ende der letzteren befindet sich ein Haken t1, an welchem eine Schnur ινλ befestigt ist, die zur Ferse des Fufstheiles C führt und an dieselbe angeschlossen ist. Wird also der vordere Theil des Fufses an den Unterschenkeltheil B herangedrängt, so wird die Schnur wl und die Zugstange t abwärts
gezogen, der Doppelhebel Z und ebenso derjenige s links herumgedreht, der Riegel e zurückgezogen und eine hemmende Wirkung auf den Arm d nicht mehr ausgeübt.
Mit der Zugstange t ist ferner eine Rolle u drehbar verbunden, über die eine elastische Schnur ν läuft, welche einerseits an eine am Unterschenkeltheil B befestigte Spiralfeder »>, andererseits an den Theil A angeschlossen ist. Bei dem durch das Aufwärtsdrehen des vorderen Theiles des Fufses bewirkten Zurückschieben des Riegels e wird also die Feder n> gespannt, so dafs unmittelbar nach dem Freigeben des Armes d der Unterschenkeltheil B nach hinten gedreht wird. Dies ermöglicht, dafs eine einfache Vorwärtsbewegung des Oberschenkelstumpfes genügt, den Unterschenkel nach vorn zu schwingen und dadurch ein selbsttätiges Einschnappen des Riegels e herbeizuführen.
Ein derartiger Mechanismus gestattet, den Gang eines Menschen mit gesunden Beinen nachzuahmen, d. h. denjenigen, bei welchem man beim Vorsetzen des Beines zunächst mit dem Absatz auftritt und — über die Sohle gewissermafsen fortrollend —· schliefslich mit den Zehen dem inzwischen von dem anderen Bein gestützten Körper den zur Vorwärtsbewegung erforderlichen Schwung verleiht. Das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende künstliche Bein ist steif, so lange der Absatz desselben allein auf dem Boden ruht, wird aber in den Stand gesetzt, sich durchzubiegen, sobald das erwähnte Abstofsen stattgefunden hat.
Damit nicht ein den Sturz des Patienten herbeiführendes Durchbiegen des Knies durch ein unbeabsichtigtes Zurückschieben des Riegels e mittelst Herandrehens der Zehen an den Unterschenkeltheil eintreten kann, wie dies z. B. beim Anstofsen an einen Stein eintreten würde, ist die folgende Einrichtung getroffen worden:
Ebenfalls für gewöhnlich durch Federkraft in die Bahn des Armes d hineingedrängt, ist ein zweiter Riegel e3 angeordnet, welcher nur eine Verdrehung des Oberschenkels gegen den Unterschenkel von ungefähr 45 ° gestattet. Für diesen Anschlag ist die Form eines Riegels gewählt worden, damit derselbe — wie dies beim Niedersetzen der Fall ist, bei welchem eine Durchbiegung von 900 erforderlich wird — aus der Bahn des Armes d entfernt werden kann. Dies wird mittelst des folgenden Mechanismus erreicht.
Eine am Riegel e3 angeordnete Nase e4 reicht in das Langloch eines Hebels h hinein, welcher um einen am Unterschenkeltheil befestigten Zapfen /z1 drehbar ist. Zwischen dem Langloch und dem Zapfen hl greift eine Schubstange i an, an deren freiem, über die Vorderkante des Unterschenkeltheiles vorstehendem Ende ein Knopf η sich befindet, und welche durch eine Feder x1 nach aufsen gedrängt wird, so dafs der Riegel das Bestreben erhält, in die Bahn des Armes d einzutreten. Für den Fall, dafs ein Niedersetzen beabsichtigt wird, falls das Bein steif, also der Riegel e eingerückt ist, hat der Hebel h eine solche Länge und ist die Bahn desselben eine solche, dafs das freie Ende desselben sich gegen die Nase e2 des Riegels e legt, nach dem Zurückschieben des Riegels es also auch event., ein Ausrücken des Riegels e stattfinden kann.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein künstliches Bein für amputirten Oberschenkel, bei welchem mittelst eines mit dem Oberschenkeltheil (A) starr verbundenen Armes (d) und eines am Unterschenkeltheil (B) angeordneten Riegels (e) bei gestrecktem Bein ein selbstthätiges Feststellen dadurch eintritt, dafs dieser Riegel durch eine Feder in die Bahn dieses Armes (d) geschoben wird, so dafs beim Auftreten mit der Ferse das Bein steif ist, beim Stützen auf den Vorderfufs jedoch mittelst einer Zugstange (t) und der Doppelhebel (Is) der Riegel (e) zurückgeschoben und die Gelenkigkeit wieder hergestellt wird, bei welchem Bein ferner bei der Abwärtsbewegung der Zugstange (t) durch eine elastische, theils am Ober-, theils am Unterschenkeltheil befestigte Schnur (v) ein selbstthätiges Durchbiegen des Beines nach hinten herbeigeführt wird, so dafs durch Schwingen des Oberschenkelstumpfes nach vorn ein Steifmachen des Fufses bewirkt werden kann.
  2. 2. An einem künstlichen Bein für amputirten Oberschenkel der unter 1. angegebenen Art die Anordnung eines zweiten Riegels (e3), welcher für gewöhnlich in die Bahn des Armes (d) hineinreicht und eine Schrägstellung des Oberschenkels gegen den Unterschenkel von mehr als ungefähr 45 ° ausschliefst, somit beim unbeabsichtigten Auslösen des Riegels (e) durch Anstofsen an irgend einen Gegenstand ein Stürzen vermieden wird, welcher Riegel — durch Federkraft für gewöhnlich in die Bahn des Armes (d) gedrängt — durch einen mittelst Druckknopfes zu bethätigenden Hebel (h) aus dieser Bahn entfernt werden kann, welcher Hebel (h) beim Ausrücken des Riegels (e3) auch denjenigen (e) zurückzudrängen im Stande ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT54465D Künstliches Bein Expired - Lifetime DE54465C (de)

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