DE54198C - Zerkleinerungsmaschine für Schlemmkreide - Google Patents

Zerkleinerungsmaschine für Schlemmkreide

Info

Publication number
DE54198C
DE54198C DENDAT54198D DE54198DA DE54198C DE 54198 C DE54198 C DE 54198C DE NDAT54198 D DENDAT54198 D DE NDAT54198D DE 54198D A DE54198D A DE 54198DA DE 54198 C DE54198 C DE 54198C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chalk
drum
crushing machine
gauze
way
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT54198D
Other languages
English (en)
Original Assignee
K. PANTERMÜLLER in Hertha b. Sagard auf Rügen
Publication of DE54198C publication Critical patent/DE54198C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C13/00Disintegrating by mills having rotary beater elements ; Hammer mills
    • B02C13/26Details
    • B02C13/28Shape or construction of beater elements
    • B02C13/2804Shape or construction of beater elements the beater elements being rigidly connected to the rotor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Inks, Pencil-Leads, Or Crayons (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Bei der Schlemmkreide kommt es darauf an, dafs sie bei der Verwendung, gleichviel zu welchem Zwecke, die Eigenschaft besitzt, sich in Firnifs, Leim, Wasser oder andere Flüssigkeiten gleichmSfsig und leicht aufzulösen. Hierzu ist erforderlich, dafs sie vorher gleichmäfsig fein pulverisirt wird, so dafs sie keine Körnchen oder Spitzen mehr enthält, welche letztere wegen ihrer Festigkeit und Härte länger Widerstand gegen die auflösenden Flüssigkeiten leisten und die Flüssigkeit weniger rasch aufnehmen wie die wirklich fein zu Mehl- oder Staubform pulverisirte Kreide. Das zuverlässigste Verfahren, die Schlemmkreide gleichmäfsig fein zu pulverisiren, bestand bisher darin, sie mit der Hand durch ein feines Handsieb zu rühren, allein dieses wird zu theuer und ist bei Massenherstellung deshalb nicht anwendbar. Bei Massenherstellung hat man bisher die Kreide, um sie zu pulverisiren, auf Kollergängen gemahlen; jedoch eine ganz gleichmäfsige, körnchen- und spitzenfreie Feinheit wurde nicht erreicht. Ferner behielt das so gemahlene Gut immer eine gewisse Festigkeit und bildete leicht Klumpen.
Dagegen hat sich das Verfahren, die Schlemmkreide auf Schleudersichtemaschinen zu pulverisiren, als vortheilhaft erwiesen, einmal weil die darauf gemahlene und zugleich gesiebte Schlemmkreide bis zur Staubform gleichmäfsig fein pulverisirt ist, sodann weil diese Maschine die Kreide noch sichtet, .indem die feuchte, noch nicht ganz trockene Kreide, welche sich nicht durch die Siebgaze schleudern und sich also nicht in feine Staubform zerkleinern läfst, ausgesondert und aus dem offenen Ende des Siebcylinders wieder ausgeworfen wird.
Auch kleine Steinchen, Holzstückchen und Fasern, welche der Schlemmkreide oft durch Wind oder starken Zug in denx Trockengerüsten beigemischt werden, werden ebenso ausgeschieden.
Diese beiden Eigenschaften sind beim Zerkleinern auf Kollergängen nicht zu erreichen, ebensowenig wie es möglich ist, dem Mahlgut einen beliebigen Grad von Feinheit zu geben, was bei Schleudersichtemaschinen leicht zu erzielen ist durch Einstellen feinerer oder gröberer Siebrahmen in den Siebcylinder.
Um die in der Müllerei gebräuchlichen Schleudersichtemaschinen für das vorliegende Verfahren verwenden zu können, sind folgende Neuerungen an denselben getroffen.
Die Schnecke zum Einführen des Mahlgutes in den Sichtecylinder ist derartig construirt, dafs sie aus einer Reihe auf einander folgender Messer, Fig. 1 und 5, gebildet wird; dieses geschieht in der Weise, dafs der Schneckengang von 50 zu 50 mm radial bis fast zur Nabe aufgeschnitten wird und die so erhaltenen Flügel ein wenig gebogen werden. Doch bleibt es unbenommen, die einzelnen Flügelstücke durch den Gufs herzustellen und auf die Wellen auf einander folgend aufzuschieben. Die so gebildete Schnecke bringt nicht allein die aufgegebenen, von den Trockengerüsten in Stücken kommende Kreide vorwärts in die Trommel, sondern zerkleinert dieselbe zugleich.
Die Schlagleisten des Flügelwerkes in der Trommel erhalten den aus Fig. 4 ersichtlichen
Querschnitt, und ist hier zu erwähnen, dafs diese Form der Natur entnommen ist, indem die versuchsweise zuerst angewendeten geraden Leisten sich nach kurzer Zeit mit Kreide in beschriebener Form festsetzten und dann so verblieben. Nachdem diese Beobachtung gemacht war, wurde den Schlagleisten der in der Zeichnung dargestellte Querschnitt gegeben und setzte sich keine Kreide mehr auf denselben fest.
Schliefslich war die Anordnung eines Klopfwerkes an der Maschine erforderlich, da die mit Drahtgaze umspannte Sichtetrommel sich bald vollklebte und die Gaze schliefslich aus einander gesprengt wurde.
Auf dem Deckel des Sichtetrommelkastens A ist in der Länge seitwärts eine Welle a in Lagern b b b angeordnet. Auf dieser sitzen zwei oder mehrere Daumenräder c, welche je mit einem Schwanzhammer d in Eingriff stehen. Die Kolben d1 der Schwanzhämmer ragen in den Kasten A hinein und schlagen beim jedesmaligen Herabfallen auf die Sichtetrommel. An diesen Stellen sind, um die Drahtgaze zu schonen, Metallbänder um den Cylinder gelegt.
Beim Zerkleinern der Kreide auf Schleudersichtemaschinen wird das Mahlen und Sieben der Kreide demnach durch ein und dieselbe Arbeit gleichmäfsig und ununterbrochen ausgeführt. Die Arbeitsweise ist nun folgende:
Die zu zerkleinernde Kreide wird aus dem Aufgabetrichter mittelst der Förderschnecke B in die Siebtrommel geführt und hierbei unterwegs mittelst der kleinen Schneckenflügel oder Messer so zerkleinert (gemahlen), dafs sie in ziemlich gleichmäfsiger Gufsform in die Sichtetrommel fällt. Bevor die Kreide nun aber die Siebwandung der Trommel erreicht, wird sie von einem in der Trommel befindlichen, sehr schnell kreisenden eisernen' Flügelwerk erfafst, hierbei weiter zerkleinert und gegen bezw. durch die Drahtgazewandung der Trommel geschleudert. Die Kreide, welche noch nicht so fein geworden, dafs sie sich durch die Gaze schleudern läfst, wird von dem Flügelwerk immer wieder aufs Neue erfafst und gegen bezw. durch die Gaze geschleudert, und zwar, da das Flügelwerk schneckenartig angeordnet ist, immer um eine Kleinigkeit weiter nach dem Ende der Trommel zu, wodurch zugleich bewirkt wird, dafs die Trommel ihrer ganzen Länge nach siebt.
Alle feuchte Kreide, Körnchen, Spitzen und sonstige Ungehörigkeiten lassen sich nicht durch die Gaze treiben, sondern werden von dem Flügelwerk aus dem dem Einwurf gegenüberliegenden offenen Ende der Trommel als Rückstände ausgeworfen.
Zu bemerken ist noch, dafs nach demselben Verfahren mit denselben Maschinen auch Farben und allerhand Erdarten zerkleinert werden können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Zerkleinerungsmaschine für Schlemmkreide, bestehend aus einer durchbrochenen Trommel und einem in dieser' kreisenden Schlägerwerk, dessen Wurf leisten eine 2 - Form erhalten, wodurch ein Ansetzen des Mahlgutes an den Leisten verhindert werden soll.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT54198D Zerkleinerungsmaschine für Schlemmkreide Expired - Lifetime DE54198C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE54198C true DE54198C (de)

Family

ID=328805

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT54198D Expired - Lifetime DE54198C (de) Zerkleinerungsmaschine für Schlemmkreide

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE54198C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0009167B1 (de) Maschine zum Zerkleinern von Restbrot
DE2503621C3 (de) Zerkleinerungsvorrichtung mit Zahnscheibe
DE54198C (de) Zerkleinerungsmaschine für Schlemmkreide
DE3125309C2 (de) Zerkleinerungsvorrichtung für Abfälle
DE2702653A1 (de) Tangentialer muehleneinlauf fuer eine rohrmuehle, die das mahlgut in axialer richtung durchwandert
DE1090937B (de) Rippenscheibenmuehle
EP0692309B1 (de) Verfahren zur Prallvermahlung und Prallmühle
DE1136189B (de) Muehle zum Feinmahlen von festem, trockenem Gut
DE3814191C1 (de)
DE276453C (de)
DE563112C (de) Vorrichtung zum Zerkleinern, Entstauben und Sichten von Altpapier, Lumpen und aehnlichen Abfallstoffen
DE269548C (de)
DE19903525A1 (de) Zerlegungseinrichtung für Altgeräte
CH213297A (de) Schleudermühle.
CH351555A (de) Verfahren zum Zerkleinern und Schlämmen von Kreide und ähnlichen Stoffen und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens
AT210338B (de) Telleraufgabeapparat zur Entbunkerung, Zerkleinerung und Zuteilung grobstückigen Gutes
EP1886729B1 (de) Zerkleinerungsvorrichtung und Zerkleinerungsverfahren
CH282158A (de) Vorrichtung zum Mahlen von Massengütern auf unfühlbare Feinheiten.
DE117914C (de)
EP2155395B1 (de) Schlagmühle
DE370024C (de) Mit einer Aufloesevorrichtung vereinigte Zerkleinerungsvorrichtung zur Herstellung von Mehl hoher Mahlfeinheit und -reinheit aus Kohle, Kalk u. dgl.
DE1037820B (de) Schlaegermuehle
DE1077949B (de) Hammermuehle fuer die Zerkleinerung von Muell
DE871872C (de) Schleudermuehle zum Zerkleinern von Massenguetern
DE3244601A1 (de) Muehle zum zerkleinern von stoffen, insbesondere von mais, mit einer waagerechten antriebswelle