DE54130C - Drillmaschine - Google Patents

Drillmaschine

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DE54130C
DE54130C DENDAT54130D DE54130DA DE54130C DE 54130 C DE54130 C DE 54130C DE NDAT54130 D DENDAT54130 D DE NDAT54130D DE 54130D A DE54130D A DE 54130DA DE 54130 C DE54130 C DE 54130C
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DE
Germany
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seeds
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funnel
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DENDAT54130D
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W. meinshausen in Lüderitz
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PATENTAMT. VI
KAISERLICHES
f'45. 541130. gt. 35φ«, ntaftbiiie. SSom 5. 12. 89 at.
Drillmaschine.
Bei der Rübencultur ist zwischen den verschiedenen Häufchen· von je vier bis fünf Samenkörnern ein durchaus freier Zwischenraum nothwendig. Die durch Samenlöffel oder ahnliche Mechanismen in bestimmter Menge abgesonderten Samenkörner fallen aber durch frei herabhängende Trichter bestimmte Weglangen herab, wobei die Samenkörner sich von einander trennen, einzeln in Abständen von einander auf den Erdboden herabfallen und durch die Geschwindigkeit des Herabfallens noch mehr oder weniger weit aus einander rollen. "
Man hat zwar schon versucht, diesem Uebelstande dadurch zu begegnen, dafs man eine mit Einkerbungen versehene Saalwalze auf dem Boden entlang rollen liefs und diese Saatscheibe mit ihren Oeffnungen als Abschlufs für den fest mit ihr verbundenen Saatkasten benutzte. Es wurden dann beim Drehen der auf dem Boden rollenden Saatwalze die Einkerbungen derselben mit Saatkörnern gefüllt; aber es trat dabei der Uebelstand auf, dafs ein grofser Theil dieser Körner zerquetscht und keimunfähig gemacht wurde, "indem nämlich dadurch, dafs die Saatscheibe zugleich das Abschlufsorgan des Saalkastens bildete, ein dichter Abschlufs der Scheibe gegen die fest ruhende Umhüllung nothwendig war. Oft trat indessen auch das Gegentheil ein; die Samenkörner blieben nämlich wegen ihrer eckigen Gestalt im Saatkasten hängen und bildeten eine Höhlung über dem Saatrad, so dafs das letztere während einer oder mehrerer Umdrehungen überhaupt nicht mit Samenkörnern gefüllt wurde. Endlich war auch der Druck, mit dem die Saatwalze auf dem Erdboden rollte, ein wechselnder, und die Steuerbarkeit der Maschine, um gerade Reihen zu erzielen, schwer zu' erreichen.
In der vorliegenden Maschine wird der allgemein übliche Weg zur Vertheilung des Saatmaterials verlassen. Die Saatkörner werden zuerst in kleinen Häufchen aus dem Saatkasten durch eine gewöhnliche Löffelvorrichtung ausgehobeiij also in Häufchen abgetheilt, fallen dann, sich wieder in eine Reihe von Körnern zertheilend, in eine bewegliche Samenführung, welche auf der am Boden rollenden, mit Einkerbungen versehenen Saatscheibe ruht, und werden hier wieder zu Häufchen gesammelt, bis durch die Drehung der Saatscheibe eine Einkerbung mit dem offenen Trichter in Verbindung tritt. Es fällt nun dieses Häufchen von Körnern in die Einkerbung der Saatwalze, und zwar ist das zugeführte Quantum so bemessen, dafs die Körner diese Einkerbung nicht ausfüllen; sie ruhen also frei beweglich in derselben und können nicht beschädigt werden, wenn sie bei ihrem weiteren Transport durch die sich drehende Scheibe, geschützt von dem Mantelblech m, dem Erdboden zugeführt werden. Dieses Mantelblech m erstreckt sich, wie Fig. 2 erkennen läfst, bis ziemlich dicht an den Erdboden, und dicht am Erdboden, beim Freigeben der Einkerbung e durch das Mantelblech, werden die gesammelten Körner in einem Häufchen zur Erde fallen. Eine Ausbreitung ist bei diesem kurzen Fall nicht möglich, und es wird daher die für die Rübencultur nothwen- '
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dige Einlegung von Samenkörnern in Häufchen in einfacher, die Körner nicht beschädigender Weise erreicht.
Durch diese Trennung der eigentlichen Saatscheibe von dem Saatkasten durch verbindende Führungstrichter für das Saatgut ist es auch möglich, für die verschiedenen Saatreihen einen gemeinsamen Saatkasten zu benutzen und doch jeder Scheibe ihre freie Beweglichkeit, entsprechend den Unebenheiten des Bodens, unabhängig von der nächsten Saatwalze zu geben. Es ist ferner durch diese Einrichtung einer an einem Gewichtshebel gelagerten, auf dem Boden rollenden Saatwalze möglich, für jede Saatwalze eine Erdrinne aufzuwerfen, sie an der Seite dieser Erdrinne sicher zu führen, so dafs die mit Einkerbungen versehene Saatwalze nicht auf den Boden kommt, sich nicht mit Erde füllen kann und doch sicher die Körner in die Furche legt. Ebenso ist es dadurch möglich, hinter jeder Saalwalze entsprechende, frei bewegliche Zuslreichcr anzuordnen.
α ist der Saatkasten, der mit einer beliebigen Schöpfvorrichtung für jede einzelne Saatreihe versehen ist, durch welche die Rübenkörner in die Trichter ί herabgeführt und in den auf der Saatscheibe s frei ruhenden Trichter tl befördert werden, welcher seitlich durch den Hebel h gehalten wird. Die Saalscheibe ί ist mit dem Rande s1 und den Einkerbungen e versehen. Der Hebel Λ, welcher den Trichter t1 und die Saatwalze s sowie den Furchenzieher f trägt, ist am Gestell G drehbar, Fig. i. /ist das Laufrad j r das Steuerrad. Die übrigen Anordnungen sind die bei derartigen Maschinen bekannten^ Zu erwähnen sind nur die um die Achse { der Saatwalze drehbaren Zustreicher i, , die frei auf den Erdboden hinter der Saatwalze herabhängen und die beim Anheben des Säe-Apparates durch Ketle k, also beim Nichtgebrauch, infolge Anschlages gegen ■ den Rahmen w eine noch weitere Bewegung nach unten verhindern.
Die Wirkungsweise der Maschine ist demgemäfs wie folgt:
Die aus dem Saalkasten herausgehobenen Saatkörner fallen in Reihen durch die Trichter ί in den Trichter f', sammeln sich dort an, bis sie in eine Einkerbung e dej" Saatwalze fallen, werden, geschützt vom Mantelblech m und lose in dieser Einkerbung liegend, transportirt, bis sie, bei ν freigegeben, dicht an einander auf den Erdboden fallen. Der vom Furchenzieher^ aufgeworfene einseitige Erdwall d wird durch die Zustreicher i zugeschüttet. Eine hinter den Zustreichern laufende Walze kann noch das Zusammenpressen des Bodens bewirken.

Claims (1)

  1. Patent-ANSPruch:
    An Drillmaschinen die Anordnung von Saatscheiben s, die von rotirenden Schöpfrädern aus dem Saatkaslen α durch Trichterzuführungen gespeist werden, in Verbindung mit einer Ummantelung m, welche die in den Aushöhlungen e der Saatscheiben liegenden Samenkörner erst bei ν in gleichmäfsigen Abständen (und Häufchen) zu Boden fallen lassen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT54130D Drillmaschine Expired - Lifetime DE54130C (de)

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DENDAT54130D Expired - Lifetime DE54130C (de) Drillmaschine

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1137889B (de) * 1956-07-17 1962-10-11 Jean Lamazou Einzelkornsaemaschine
DE1457795B1 (de) * 1964-01-20 1971-05-27 Deere & Co Sämaschine, insbesondere zum Anhängen an ein Zugfahrzeug
US4664043A (en) * 1984-04-13 1987-05-12 Societe De Developpement Et Recherches En Machinisme Agricole - Solerma Drop planter

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DE1457795B1 (de) * 1964-01-20 1971-05-27 Deere & Co Sämaschine, insbesondere zum Anhängen an ein Zugfahrzeug
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