DE540803C - Vorrichtung zum Anzeigen von mit der Zeit nur langsam schwankenden Groessen, insbesondere zeitlichen Mitteldruecken im Zylinderinnern von Kolbenkraftmaschinen - Google Patents

Vorrichtung zum Anzeigen von mit der Zeit nur langsam schwankenden Groessen, insbesondere zeitlichen Mitteldruecken im Zylinderinnern von Kolbenkraftmaschinen

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DE540803C
DE540803C DEG75418D DEG0075418D DE540803C DE 540803 C DE540803 C DE 540803C DE G75418 D DEG75418 D DE G75418D DE G0075418 D DEG0075418 D DE G0075418D DE 540803 C DE540803 C DE 540803C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L23/00Devices or apparatus for measuring or indicating or recording rapid changes, such as oscillations, in the pressure of steam, gas, or liquid; Indicators for determining work or energy of steam, internal-combustion, or other fluid-pressure engines from the condition of the working fluid
    • G01L23/02Devices or apparatus for measuring or indicating or recording rapid changes, such as oscillations, in the pressure of steam, gas, or liquid; Indicators for determining work or energy of steam, internal-combustion, or other fluid-pressure engines from the condition of the working fluid mechanically indicating or recording and involving loaded or return springs

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Description

  • Vorrichtung zum Anzeigen von mit der Zeit nur langsam schwankenden Größen, insbesondere zeitlichen Mitteldrücken im Zylinderinnern von Kolbenkraftmaschinen Bei Indikatoren, welche unter Zuhilfenahme einer großen Schwungmasse direkt den mittleren, auf die Zeit bezogenen Druck im Zylinderinnern einer Kolbenkraftmaschine anzeigen, wie dies beispielsweise beim Patent 416 623 der Fa11 ist, besteht die Schwierigkeit, daß man, um ruhigen Zeigerausschlag zu erzielen, die Schwungmasse verhältnismäßig groß machen muß. Dies hat aber wieder den Nachteil, daß hierdurch die Reibung, die vom Gewicht der Schwungmasse abhängt, größer wird, was wieder die Anzeigegenauigkeit ungünstig beeinflußt. Um diesem Mangel abzuhelfen, wurde bereits vorgeschlagen, den Zeiger mit der Schwungmasse nicht starr, sondern elastisch zu verbinden, dergestalt, daß er mit einer in dickflüssigem Dämpfungsöl sich bewegenden Dämpferscheibe verbunden ist. Auch diese Anordnung besitzt Nachteile. Zunächst ist schon das Einfüllen des dickflüssigen Dämpferöles eine Geduldsprobe, sodann ist das Dämpfergehäuse an den Durchbruchstellen für die Zeigerachse nie ganz dicht zu bekommen, so daß wenigstens bei bestimmten Stellungen des Meßgerätes wichtigere Teile des Instrumentes, wie die Skala, beschmutzt werden; ferner ist die Dämpfungsfähigkeit des Öles je nach der Temperatur, die das Meßgerät annimmt, verschieden usf.
  • Um diese Nachteile zu umgehen, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, auf jegliche Dämpfungsflüssigkeit zu verzichten und, um trotzdem ruhigen Zeigerausschlag zu erzielen, starr mit dem Zeiger Z eine zweite sogenannte Zusatzmasse Zzc mit der Hauptschwungmasse in der Weise elastisch zu kuppeln, daß die Eigenfrequenz des aus Zusatzschwungmasse und der elastischen Verbindung der letzteren mit der Hauptschwungmasse bestehenden schwingungsfähigen Systems von der gleichen Größe wie die Eigenfrequenz der elastisch mit dem Instrumentengehäuse G verbundenen Hauptschwungmasse ist oder, was auf das gleiche hinauskommt, daß die Eigenfrequenz der Zusatzmasse zu höchstens ein Viertel der Frequenzzahl der Grundperiode der Druckschwankungen im Zylinderinnern der Kraftmaschine beträgt.
  • Der Grund, warum die Eigenfrequenz des Zusatzrades Zu höchstens ein Viertel der Grundfrequenz betragen soll, geht ausAbb. 3 hervor. In derselben ist auf derAbszissenachse dasVerhältnis der Frequenzzahl der vorgenannten Grundperiode zu der Eigenfrequenz der Zusatzmasse und auf der Ordinatenachse das Verhältnis des Ausschlages der Zusatzmasse zu dem mit 1,o bezeichneten, für alle Frequenzzahlen gleich groß angenommenen Ausschlag der Hauptschwungmasse aufgetragen. Man erkennt daraus, daß der Ausschlag der Zusatzmasse nur dann genügend klein ist, im Vergleich zum Ausschlag 1,o der Hauptschwungmasse, wenn die Forderung bezüglich des obigen Verhältnisses erfüllt ist. Ist z. B. die Eigenfrequenz der Zusatzmasse halb so groß wie die Grundfrequenz, so ist der Ausschlag der Zusatzmasse immer noch fast halb so groß als jener der Hauptmasse.
  • Erst durch die erfindungsgemäß aufgestellte Forderung - Eigenfrequenz der Zusatzmasse gleich ein Viertel oder weniger der Grundfrequenz - wird erreicht, daß die Ausschläge des Zusatzrades und damit des Zeigers so klein werden, daß eine ruhige Ablesung gewährleistet ist. Dadurch fallen dann alle Unannehmlichkeiten mit der Dämpferfiüssigkeit fort, und man erzielt außerdem, wie Versuche gezeigt haben, noch den Vorteil, daß sich der Zeiger Z noch erheblich rascher auf seine neue Gleichgewichtslage einstellt.
  • Eine besondere Berücksichtigung .des starr mit der Zusatzmasse Zu gekuppelten Zeigers ist nicht erforderlich, weil sein Massenträgheitsmoment verschwindend klein ist im Vergleich zu dem des Zusatzrades Zu.
  • Die Lagerung der Zusatzschwungmasse erfolgt zweckmäßig mit einer in einer Bohrung B der in der Hauptschwungmasse H angeordneten Achse A (Abb. x), welche gleichzeitig als Zeigerachse dient.
  • Um die großenAusschläge der Zusatzschwungmasse bei etwaigem Fahren mit ganz niederen Drehzahlen, wie es etwa beim Manövrieren der Schiffsmaschinen vorkommt, zu vermeiden, wird zweckmäßig an der Hauptschwungmasse ein Anschlag Ast vorgesehen, der in eine langlochartige Aussparung der Zusatzschwungmasse paßt oder an einen Anschlag A derselben stößt.
  • Die Verbindung zwischen der Zusatzmasse und der Hauptschwungmasse geschieht zweckmäßig in Form einer ebenen Spiralfeder F. Dieselbe bietet den Vorteil, daß sie sich bequem in den Zwischenraum zwischen Haupt- und Zusatzschwungmasse. unterbringen läßt, ohne irgendwelchen weiteren Platz zu beanspruchen, ferner daß eine solche Spiralfeder auch starke Verdrehungen zuläßt, ohne zu hoch beansprucht zu werden. Um jedoch infolge des Gewichtes der Spiralfeder Schwerpunktsverlagerungen und Reibungen zu vermeiden, wird empfohlen, eine aus nur einem halben bis zwei Gängen bestehende Spiralfeder zu wählen. Bei einer solchen Feder könnte es jedoch, wenn sie auch in radialer Richtung fest an den beiden Schwungmassen H und Zu angeschraubt ist, vorkommen, daß sie infolge ungenauer Herstellung radiale Drücke auf die. Lagerung der Zusatzschwungmasse ausübt. Um dies zu vermeiden, wird vorgeschlagen, die Verbindung so zu wählen, daß die am Ende um go °, d. h. in die radiale Richtung, herumgebogene Spiralfeder in einen radialen Schlitz, der an der Zusatzmasse angeordnet ist, ohne Spiel paßt. Dadurch wird erreicht, daß die Feder in radialer Richtung sich von selbst richtig einstellt, ohne den geringsten Zwang auf die Lagerung der Zusatzmasse auszuüben, während sie andererseits ihrer Aufgabe in tangentialer Richtung voll nachkommen kann.
  • Essei ausdrücklich betont, daß die geschilderte Vorrichtung nicht nur für Mitteldruckindikatoren anwendbar ist, sondern für alle jene Fälle in Betracht kommt, bei welchen über die anzuzeigende oder zu registrierende Größe sich eine schwankende Größe lagert, wobei diese Schwankungen bereits durch dieWirkung einer Schwungmasse auf einen geringen Betrag verringert worden ist.
  • Ferner sei noch bemerkt, daß man, um die Größe der Zeigerausschläge noch weiter zu verringern, eine weitere Zusatzmasse Z2 anordnen kann, welche mit der ersten, Zu, elastisch gekuppelt ist und ihrerseits mit dem Zeiger starr verbunden ist, während die erste, Zu, in der vorher beschriebenen Weise wieder mit der Hauptschwungmasse elastisch verbunden ist, wobei für jede einzelne Zusatzmasse, hängend an der vorhergehenden Masse, die Bedingung gilt, daß die Eigenfrequenz höchstens den vierten Teil der Frequenzzahl der Grundperiode der Druckschwankungen betragen darf.
  • In Abb. a ist des leichteren Verständnisses wegen noch die Anordnung des ganzen Meßgexätes, die aber für die Beurteilung der Neuheit der Erfindung unwesentlich ist, wiedergegeben. Der Gasdruck wirkt auf einen Kolben K ein. Von dort wird der Druck über eine Kolbenstange k auf eine Indikatorfeder F übertragen. Gleichzeitig ist an der Kolbenstange ein Lenkerle angelenkt, der die Bewegung über einen Hebel 1a, einen Lenker 12 und ein Zahnradsegment z, auf ein in der Mitte des Meßgerätes angeordnetes Zahnrad z2 und damit auf die Achse A 2 überträgt. Auf letzterer ist das Hauptschwungrad H fest aufgekeilt, und sie ist in dem Gehäuse G gelagert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Vorrichtung zum Anzeigen von mit der Zeit nur langsam schwankenden Größen, insbesondere zeitlichen Mitteldrücken im Zylinderinnern von Kolbenkraftmaschinen, bei welchen sich über die anzuzeigende Größe eine oder mehrere weitere verhältnismäßig rasch schwankende Größen lagern und bei welcher letztere bereits durch die Anwendung einer Schwungmasse auf ein entsprechendes Maß verringert wurden, gekennzeichnet durch die Anordnung einer zweiten sogenannten Zusatzschwungmässe, welche mit der Hauptmasse in der Weise elastisch gekuppelt ist, daß ihre Eigenfrequenz weniger als den vierten Teil der langsamsten, von den zusätzlichen rasch schwankenden Größen beträgt. a. Vorrichtung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzschwung.. masse auf einer Achse angeordnet ist, welche in der hohlen Achse der Hauptschwungmasse gelagert ist. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die elastische Verbindung zwischen der Hauptschwungmasse und der Zusatzschwungmasse in einer ebenen, ganz kurzen Spiralfeder besteht, welche in dem Zwischenraum zwischen beiden Schwungmassen angeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsfeder am einen Ende rechtwinklig in die radiale Richtung umgebogen ist und in einen Schlitz der Zusatzmasse paßt, in welchem sie sich radial verschieben kann. 5. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptschwungmasse einen Anschlag erhält, welcher in eine Aussparung der Zusatzschwungmasse paßt und dieselbe an allzu großen Relativbewegungen gegenüber der Hauptschwungmasse hindert.
DEG75418D 1929-01-23 1929-01-23 Vorrichtung zum Anzeigen von mit der Zeit nur langsam schwankenden Groessen, insbesondere zeitlichen Mitteldruecken im Zylinderinnern von Kolbenkraftmaschinen Expired DE540803C (de)

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