DE540707C - Verfahren zur Ermittlung des Fehlerorts eines mehradrigen, durch Nebenschluss gestoerten Kabels - Google Patents
Verfahren zur Ermittlung des Fehlerorts eines mehradrigen, durch Nebenschluss gestoerten KabelsInfo
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Description
- Verfahren zur Ermittlung des Fehlerorts eines mehradrigen, durch Nebenschluß gestörten Kabels Im Hauptpatent 5 16 563 ist ein Verfahren zur Ermittlung des Fehlerorts eines mehradrigen, durch Nebenschluß gestörten Kabels mit Hilfe eines zwei . Meßadern über dem Nebenschluß zugeführten Stromes beschrieben, bei dem erfindungsgemäß den beiden Meßadem an der Fehlerstelle eine Spannungsdifferenz ,aufgedrückt -wird, die Meßadern an beiden Enden zur Schleife verbunden werden unter Zwischenschaltung eines Strommessers :an einem Ende oder je einer, an beiden Enden um das Verhältnis der in beiden Schleifen gießenden Ströme zur Ermittlung der Fehlerstelle dient. Gegenstand der Erfindung sind einige Ergänzungen des im Hauptpatent beschriebenen Meßverfahrens.
- Abb. i zeigt eine Meßschaltung, die der Abb. 4. des Hauptpatents ähnelt, jedoch mit dem Unterschied, daß der veränderliche Widerstand dem einen Strommesser nicht vor-, sondern parallel geschaltet wird. Er wird so eingestellt, daß beide Instrumente gleichen Zeigerausschlag zeigen. Wendet man. die in der Abb. i angegebenen Zeichen an, so ist woraus folgt oder, da j - = il -j- i2, Ferner ist Ersetzt man 1,3 durch den gleichen Wert il und J durch den Wert aus Gleichung (1), so erhält man woraus folgt Wird in dieser Gleichung für tv nicht der Ohmsche Widerstand, sondern die Länge des Kabels eingesetzt, so :ergibt x unmittelbar die Kabellänge bis zum Fehlerort.
- Um die Ausrechnung von x möglichst zu vereinfachen, benutzt man zwedkmäßig für den Parallelwiderstand einen Schleifdraht, einen Schiebewiderstand oder eine ähnliche Einrichtung und eicht sie nach der Funktion . Nach der Abgleichung braucht man dann nur den am Widerstand abgelesenen Faktor k mit der Kabellänge zu vervielfachen, um die Entfernung bis zur Fehlerstelle zu ermitteln.
- Wenn weder die Länge noch der Widerstand des ganzen Kabels zu ermitteln sind, so kann man trotzdem den Widerstand von, x finden, indem man außer der vorstehenden Messung noch eine Messung- nach Abb. q. des Hauptpatents ausführt und die Werte R-und R in die Gleichung einsetzt: Diese Gleichung erhält man, wenn man aus der Gleichung zu Abb. 4 des Hauptpatents den Wert für tv ausrechnet und in Gleichung (2) einsetzt.
- Wenn bei Nebenschlüssen mit hohem Widerstand der in die Meßadern eindringende Strom. so schwach ist, daß die Galvanometerausschlägt für eine brauchbare Messung zu klein sind, kann. man bei der Messung nach Abb. a des Hauptpatents zur Erzielung größerer Ausschläge folgenden Kunstgriff- anwenden.
- Man läßt die Batterie einige Minuten auf den Fehler einwirken, bis der. Strom einigermaßen konstant geworden ist, und polt dann mittels eines eingeschalteten -Stromwenders die Batterie uin. Durch die hierbei an der Fehlerstelle einsetzende Depolarisation steigt def Strom einen Augenblick an, um danach wieder abzufallen. Dies macht sich in den an beiden Kabelenden eingeschalteten, Meßinstrümenten folgendermaßen bemerkbar: - --Beim Umpolen schlägt der Zeiger ziemlich lebhaft nach der anderen Seite von Null aus, wandert .erst- schnell, dann langsamer auf der Skala weiter, bleibt einen Augenblick stehen und , geht schließlich -wieder zurück. Da der Stromanstieg und -abfall in beiden Stromwegen völlig synchron. verläuft, geben die Umkehrpunkte beider Strommesser, die man bequem ablesen kann, das Verhältnis der Stromverzweigung zuverlässig an. Man erzielt auf diese Weise das Vielfache der Dauerausschläge und hat außerdem noch den Vorteil, keine Signale für gleichzeitige Ablesung der Instrumente zu benötigen.
- Diesen Kunstgriff kann man auch bei Anwendung der Schaltung nach- beiliegender Abb. i und nach- Abb. 4 des Hauptpatents benutzen, um nach beendeter. Grobabgleichung noch eine Feinabgleichung mit größeren Ausschlägen vorzunehmen.
- Zur Ausführung der Messungen benutzt man zweckmäßig eine Meßeinrichtuig, die die für die einzelnen Schaltungen erförderlichen Schaltelemente in passender -Anordnung enthält. Abb.2 zeigt als Beispiel .eine Einrichtung, finit .der sämtliche Schaltungen des Hauptpatents und der vorbeschriebenen, Erweiterungen leicht ausgeführt werden können! U1 mit den Widerständen wi, w, usw. dient dazu, die Empfindlichkeit =des- Strommessers -in kleinen Stufen, z. B. auf 1/., 111, 1/s usw., herabzusetzen je nach der in den Meßadern vorhandenen Stromstärke. Die Taste T1 dient für die Messung nach Abb. q. des Hauptpatents. U, und U3 sind Stromwender. 79 ist für die Meßschaltung nach Abb. 5 (R - coo) und Abb.6, 7 und 8 bestimmt. R dient als veränderlicher Widerstand für die Meßschaltung nach Abb.4 und 7 des Hauptpatents und Abb. i dieses Zusatzpatents, ferner als fester @Viderstand in den - Schaltungen 6, 7 und 8 des Hauptpatents. - Die Batterieadern werden .an die Klemmen I(1, 1(5 angeschlossen, -die Meß.adern bei den Schaltungen des Hauptpatents an die Klemmen I(1, I(,.
- Bei der Meßschaltung nach beiliegender Abb. i ist die eine Meßader an die miteinander verbundenen Klemmen I(1 und I(2, die andere an I(3 anzuschließen.
Claims (1)
- PATE NTANSPRÜC73E:_ i. Verfahren zur Ermittlung des Fehlerorts eines mehradrigen, durch Neben--schluß- gestörten Kabels mit Hilfe eines zwei. - Meßadexn über den Nebenschluß zugeführten Stromes nach Anspruch i des Patents -516 563, dadurch gekennzeichnet, - daß--der - Ausschlag des am einen Ende des- zu- untersuchenden Kabels eingeschalteten Strommessers durch Einstellung eines dem Instrument.parallel geschalteten regelbaren, Widerstandes auf gleiche Größe wie der Ausschlag des am anderen Kabelende-@eingeschalteten Strommessers_ gebracht -wird und daß. dieser dabei eingestellte Widerstandswert zur Ermittlung der Fehlerstelle dient. 2.- Verfahren nach Anspruch i des Patents- 5 16 5 632 - dadurch gekennzeichnet, daß- durch Batterieumpolun_g große Meßstromwerte erzielt und die Umkehrpunkte der Strommesserausschläge der Berechnung der- Fehlerstellte zugrunde .gelegt _ werden. 3. - Meßeinrichtüng für die Ausübung der Verfahren. nach Anspruch i und 2 sowie der Verfahren nach dem Patent 5 16 5 63, dadurch: gekennzeichnet, daß sie ,einen üi kleinen Stufen regelbaren Galvanometernebenschluß, :einem regelbaren Widerstand, der dem Galvanometer vor-oder nebengeschaltet werden kann, je eine Kurzschlußvorrichtung für diesen .und das Galvanometer und je einen Stromwender für die Batterie und das Galvanometer enthält oder aus Teilen von diesen Schaltelementen zusammengesetzt ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE540707T | 1930-05-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE540707C true DE540707C (de) | 1931-12-22 |
Family
ID=6559023
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930540707D Expired DE540707C (de) | 1930-05-31 | 1930-05-31 | Verfahren zur Ermittlung des Fehlerorts eines mehradrigen, durch Nebenschluss gestoerten Kabels |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE540707C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1019001B (de) * | 1953-11-17 | 1957-11-07 | Siemens Ag | Einrichtung zur Ermittlung des Fehlerorts von mindestens zweiadrigen, in Metallmantel verlegten Kabeln |
-
1930
- 1930-05-31 DE DE1930540707D patent/DE540707C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1019001B (de) * | 1953-11-17 | 1957-11-07 | Siemens Ag | Einrichtung zur Ermittlung des Fehlerorts von mindestens zweiadrigen, in Metallmantel verlegten Kabeln |
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