DE53883C - Verfahren zur Herstellung von Holzseilbrettern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Holzseilbrettern

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DE53883C
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DENDAT53883D
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E. VOITEL in Bautzen
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04CSTRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
    • E04C2/00Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels
    • E04C2/02Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials
    • E04C2/10Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials of wood, fibres, chips, vegetable stems, or the like; of plastics; of foamed products
    • E04C2/16Building elements of relatively thin form for the construction of parts of buildings, e.g. sheet materials, slabs, or panels characterised by specified materials of wood, fibres, chips, vegetable stems, or the like; of plastics; of foamed products of fibres, chips, vegetable stems, or the like

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  • Architecture (AREA)
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  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 37: Hochbauwesen. ■
In neuerer Zeit werden feuerfeste Putzträger, Zwischenwände, Fufsböden, Balkendecken u. s. w. aus Drahtgeweben, dreikantigen, mit Steifdrähten durchzogenen Leisten, Drähten oder Bandeisen mit Filzpappe in Verbindung mit Mörtel oder auch aus mit Holzfaserstoffen (Rohrstengeln) ausgefüllten und mit Gyps überzogenen Lattengestellen oder Rahmen (Mak'sche Gypsdielen) hergestellt. Bei fast allen diesen Anordnungen kommen Metallgerippe zur Verwendung, was die Herstellung vertheuert und. die Gegenstände zu schwer und nicht überall verwendbar macht. Die vorliegende Erfindung soll bei absoluter Constructionssicherheit und bei fast gänzlicher Vermeidung von Eisen ein feuerfestes, wasserdichtes, elastisches, leichtes und dabei billiges Material für Fufsböden auf Balkenlagen, für Dachdeckungen, als Putzträger u. s.' w., welches der Erfinder" mit »Holzseilbrett« bezeichnet, schaffen.
■ Das Neuartige dieser Erfindung besteht darin, dafs ohne Eisen, ohne Drahtgewebe, ohne Leisten und ohne Bretter, lediglich aus gedrehten Holzwollseilen in Verbindung mit Gyps, ein Brett geformt wird, welches, da die Längsfaser der eingelegten Wollseile zur Wirkung kommt, die hohe Elasticität des Holzbrettes, sowie eine grofse Festigkeit auf dem Baue selbst gegen Werfen u. s. w. erreicht und nahezu die gleiche Tragfähigkeit wie das Holzbrett besitzt, so dafs dasselbe als Diele, zum Dachdecken, als Putzträger und Zwischenwand u. s. w. in vortheilhaftester Weise verwendet werden kann.
Das Verfahren zur Herstellung dieser Holzseilbretter ist folgendes: Die Bretter werden in einer Blechform, welche in ihren lichten Weiten der Länge, Breite und Stärke des anzu-, fertigenden Brettes entsprechen mufs und horizontal auf einer Unterlage ruht, hergestellt. Zu diesem Zwecke werden aus grober Holzwolle Seile gesponnen, welche je nach der Stärke des. herzustellenden Brettes 25 bis 65 mm dick und der Länge des Brettes entsprechend lang sein müssen. Diese Holzwollseile werden zunächst in flüssigem Wasserglas imprägnirt, dann getrocknet, im trockenen Zustande in ein frisch bereitetes Bad von Gypsmilch eingelegt und in demselben so lange mit Händen geknetet, bis alle Holzfasern mit der Gypsmilch- überzogen sind.
Hierauf werden die mit Gypsmilch überzogenen Seile so schnell als möglich, jedenfalls vor dem Abbinden des Gypses, in die bereitstehende Blechform, welche pfannenartig oben offen ist, dicht neben einander eingelegt, mit den Händen fest zusammengedrückt, mit der aus dem" Bade noch vorhandenen Gypsmilch übergössen und glatt gestrichen, worauf binnen Kurzem das Abbinden erfolgt. Nach dem erfolgten Abbinden der nunmehr ein Ganzes bildenden brettförmigen Masse wird der Inhalt der Form auf ein Trockengestell ausgeschüttet und an einem von allen Seiten der Luft zugänglichen Orte etwa 8 bis 14 Tage aufbewahrt.
Die so hergestellten Holzseilbretter lassen sich sägen, hobeln, nageln, mithin genau so bearbeiten und verwenden, wie gewöhnliche Holzbretter. Dieselben sind mit grofsem Vortheil als Dachschalung für flache Asphaltdächer
zu benutzen, sie werden hierfür auf die Oberkanten der Sparren genagelt, die Stofsfugen werden in Gyps vergossen und dann Asphaltmasse in einer Stärke von ι bis ι '/2 cm auf die Holzseilbretter aufgestrichen und geebnet. Von besonderem Vortheil ist hierbei, dafs keine Einfassung von Zink an den Trauf-, Giebel- und Mauerkanten, wie auch an den Schornsteinen, Dachfenstern u. s. w. erforderlich wird, da durch die Asphaltmasse die Stellen abgedichtet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung feuersicherer Holzseilbretter aus mit Wasserglas imprägnirten Holzwollseilen und Gyps, darin bestehend, dafs die vorher imprägnirten Holzwollseile in einem- Gypsmilchbade durchknetest und dann vor dem Abbinden des Gypses in einer dem herzustellenden Brett entsprechenden Form zum Brett geformt bezw. abgebunden, als festes Ganzes aus der Form geschüttet und, um hier zu erhärten, der Luft ausgesetzt werden.
DENDAT53883D Verfahren zur Herstellung von Holzseilbrettern Expired - Lifetime DE53883C (de)

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