DE53873C - Bewegliche Isolatoren für unterirdische elektrische Leitungen - Google Patents
Bewegliche Isolatoren für unterirdische elektrische LeitungenInfo
- Publication number
- DE53873C DE53873C DENDAT53873D DE53873DA DE53873C DE 53873 C DE53873 C DE 53873C DE NDAT53873 D DENDAT53873 D DE NDAT53873D DE 53873D A DE53873D A DE 53873DA DE 53873 C DE53873 C DE 53873C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- insulator
- wires
- channels
- carriages
- channel
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 239000012212 insulator Substances 0.000 title claims description 33
- 239000004020 conductor Substances 0.000 claims description 6
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 4
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 4
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000010949 copper Substances 0.000 description 2
- 238000011835 investigation Methods 0.000 description 2
- 230000008439 repair process Effects 0.000 description 2
- 230000002950 deficient Effects 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910052573 porcelain Inorganic materials 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02G—INSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
- H02G9/00—Installations of electric cables or lines in or on the ground or water
Landscapes
- Insulators (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bilden bewegliche Isolatorwagen für Drähte
elektrischer unterirdischer Leitungen, welche zum Stützen und Tragen der Leitungsdrähte
in den unterirdischen Gerinnen oder Röhren bestimmt sind. Bei der Verwendung von
festen Isolatoren in den Gerinnen kommt es häufig vor, dafs beim Einführen von Leitungsdrähten
die Isolatoren aus ihrer Stellung gerissen oder theilweise umgekantet werden, und
zwar infolge des Widerstandes, welchen dieselben der Vorwärtsbewegung der Drähte entgegenstellen,
wenn letztere über die Isolatoren oder durch die Ausschnitte derselben gezogen
werden. Dasselbe ist auch der Fall, wenn Leitungsdrähte zum Zwecke der Untersuchung
oder Reparatur aus dem Gerinne herausgezogen oder noch weitere Kupferdrähte eingeführt
werden müssen. Diesen Uebelständen abzuhelfen, ist nun der Zweck der vorliegenden
Erfindung. Durch die beweglichen Isolatorwagen wird das Herausziehen der Drähte bei
etwaigen Reparaturen oder dergleichen und das Einziehen von weiteren Zusatzleitungen bedeutend
vereinfacht und erleichtert. Ferner ist durch die beweglichen Isolatoren ein Anspannen
der Drähte ermöglicht, wodurch, eine geringere Anzahl von Isolatoren nothwendig
wird, weil eine gespannte Leitung weniger oft unterstützt zu werden braucht als eine nicht
gespannte.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist die Erfindung in einer der praktischsten Ausführungsformen zur Veranschaulichung gebracht.
Fig. i, 2 und 3 erläutern in seitlicher, oberer und Endansicht einen der Erfindung gemäfs
construirten Isolatorwagen.
Fig. 4 verdeutlicht die Einrichtung eines Isolatorwagens für ein Gerinne von rundem
Querschnitt und
Fig. 5 zeigt die Stellung, welche der Isolatorwagen bei Biegungen oder Curven eines solchen
Röhrengerinnes einnimmt.
Der Isolatorwagen besteht aus einer auf Rollen a1 und Achsen a1 fahrbar angeordneten
Platte a, auf welcher ein oder mehrere gegenüberstehende verticale Isolatorpaare b b, cc, dd
befestigt sind. Die Köpfe der einander entsprechenden Porcellanisolatoren sind durch
Metallbänder b1 c1 d1 mit einander verbunden.
Die in besonderen Hälften angefertigten Verbindungsbänder bx C1C?1 werden durch Mutterbolzen
b5be C5C6 d5d6 an einander geschraubt.
In den Erweiterungen der Verbindungsstreifen sind auf den Achsen b3 c3 d3 drehbare Isolatorrollen
b* ci <i4 aufgehängt, auf welchen die
Leitungsdrähte gelagert werden. Um ein Herabfallen der Leitungsdrähte und eine gute Führung
derselben auf den Isolatorrollen zu sichern, sind dieselben mit Flantschen oder Randscheiben b2 c2 d2 versehen. Die Löcher e
in der Rahmenplatte α dienen zur Befestigung von Draht oder dergleichen zur Verbindung
der einzelnen Isolatorwagen unter einander bezw. zum Bewegen der Wagen in dem Gerinne..
Die in bestimmten Abständen zu einem Zuge verbundenen fahrbaren Isolatorwagen
können auf diese Weise im Falle einer Repa-
ratur u. s. w. leicht unter dem angespannten Leitungsdraht hinweg in einen der Brunnen
gezogen werden, und umgekehrt, ohne dafs der Erdboden über dem betreffenden schadhaften
Isolator aufgerissen zu werden braucht. Infolge der fahrbaren Anordnung der Isolatoren
können auch geschlossene, d. h. nur an den Enden offene Röhren zu Gerinnen benutzt
werden.
Das Einführen der Leitungsdrähte und der Isolatorwagen in die unterirdischen Kanäle oder
Röhren, geschieht auf folgende Weise: Bei der Herstellung des für die Leitung dienenden Gerinnes
wird ein Stahldraht durch die einzelnen Röhren gelegt, so dafs, nachdem das Gerinne
fertiggestellt ist, entweder ein fortlaufender Stahldraht durch' das ganze Gerinne geht oder
immer je zwei Brunnen durch einen Stahldraht verbunden sind. Die Leitungsdrähte werden
dann an dem einen Ende des Stahldrahtes befestigt und mittelst des letzteren in bezw.
durch das Gerinne gezogen. Darauf werden die Leitungsdrähte, welche zunächst noch lose
ohne genügenden Zwischenraum und Abstand von einander auf dem Boden des Gerinnes
liegen, durch Spannvorrichtungen angespannt, wodurch die Drähte in ihrer Lage in gewissem
Mafse Ordnung erhalten. Alsdann werden die zu einem Zuge unter einander
verbundenen Isolatorwagen an dem einen Ende in die Oeffnung des .Röhrengerinnes eingesetzt
und die Leitungsdrähte in die Aushöhlungen der entsprechenden Isolirrollen gelegt, worauf
die Isolatorwagen in ähnlicher Weise, wie vorher die Leitungsdrähte, durch das Gerinne gezogen
werden. Die Isolatorwagen gleiten hierbei, indem die Isolirrollen sich drehen, unter
den Leitungsdrähten entlang, bis sie ihre endgültigen Plätze erreicht haben, wobei die Isolirrollen
b* ci di die Drähte hoch lüften und in
der richtigen Stellung und in genügendem Abstand von einander halten. Wenn erforderlich,
können jetzt die einzelnen Drähte noch nachgespannt werden.
Wird durch irgend welche Umstände ein Auswechseln der Drähte oder das Hinzufügen
weiterer Drähte in das Gerinne nothwendig oder sollen die Drähte oder die Isolatorwagen
zum Zwecke der Untersuchung aus dem Gerinne herausgezogen werden, so kann dies auf
zwei Arten geschehen. Entweder wird der betreffende Draht einfach herausgezogen, welches
leicht ausgeführt werden kann, ohne dafs derselbe mit den anderen Drähten in Berührung
oder in Unordnung kommt, weil die drehbaren Isolirrollen eine genügende Führung
sichern, oder man zieht zunächst den Isolatorwagenzug heraus und dann den oder die betreffenden
Leitungsdrähte. Das Einführen geschieht dann wieder in der oben angegebenen Weise.
Bei Verwendung von Gerinnen mit cylindrischem Querschnitt müssen die Laufräder al
eine, nach dem Mittelpunkt des Gerinnes geneigte Lage erhalten (Fig. 4). Zur Führung
und Erhaltung der aufrechten Lage dient ein an dem Rahmen des Isolatorwagens befestigter
Ansatz g1, welcher mit einer passenden Aushöhlung
auf einem durch die Röhre gelegten Drahttau G entlang gleitet. So lange die Leitung
in einer geraden Richtung fortläuft, liegt der Führungsdraht G senkrecht unter dem
Röhrenmittelpuhkt und die Isolatorwagen befinden sich in aufrechter Lage. Macht dagegen
das Gerinne in seinem Verlauf Biegungen oder Curven, so bewirkt der Führungsdraht G,
dafs die Isolatorwagen eine leicht geneigte Stellung erhalten, wodurch dem auf die Isolirrollen
von den Drähten ausgeübten Druck am besten Widerstand geboten wird. Es ist augenscheinlich,
dafs die Druckrichtung der Leitungsdrähte möglichst mit der Verticallinie der Isolatorwagen gleichlaufend sein mufs. So
lange die Röhren in gerader Richtung laufen, ist dieser Druck auch vollkommen senkrecht;
sobald jedoch das Gerinne eine Curve beschreibt, ist die Druckrichtung die Compönente
aus dem vertical wirkenden Gewicht der Kupferdrähte und dem seitlich wirkenden Druck der
angespannten Leitungsdrähte. Wenn nun der Führungsdraht G angespannt wird, so beschreibt
derselbe bei Curven des Gerinnes einen kleineren Weg und liegt nicht mehr auf der Mitte des Bodens auf, sondern drückt
gegen die innere Seitenwandung der betreffenden Biegung. Werden jetzt die zu einem
Zuge verbundenen Isolatorwagen in das Röhrengerinne eingesetzt, so werden dieselben infolge
der Einwirkung des Führungsdrahtes auf die Ansätze g1 der Biegung des Gerinnes entsprechend
nach der entgegengesetzten Seite geneigt und in eine Stellung gebracht, in welcher
sie den beiden oben erwähnten Kräften am wirksamsten zu widerstehen vermögen. In
Fig. 5 ist in schematischer Ansicht'das Kräfteparallelogramm dargestellt. Die Länge der
Linien ergiebt das Verhältnifs der beiden Kräfte zu einander. Ebenso ist die Stellung der
Isolirrollen angedeutet, in welcher die Isolatorwagen am besten den auf sie einwirkenden
Kräften widerstehen können.
Claims (2)
1. Behufs Führung und Isolirung elektrischer Leitungsdrähte in unterirdischen Kanälen
oder Gerinnen die Anordnung fahrbarer Isolatorwagen, welche mit feststehenden Isolatorpaaren ausgerüstet sind, deren Verbindungsbänder
zur Aufnahme der die Leitungsdrähte tragenden drehbaren Isolirrollen dienen.
2. Zur Verwendung der unter 1. gekennzeich-
neten Isolatorwagen in Gerinnen von rundem Querschnitt die Anordnung von radial gestellten
Laufrädern und einer besonderen Führungsgabel g\ welche in Verbindung
mit einem durch das Gerinne gelegten angespannten Führungstau G die Führung
der Isolatorwagen in der Weise bewirkt, dafs dieselben nebst den Isolirrollen bei
bogenförmigem Verlauf des Gerinnes geneigt werden, wobei das Verhältnifs der
Spannkraft zu dem Gewicht der Leitungsdrähte so bemessen sein mufs, dafs die
Isolatorwagen die Stellung erhalten, in welcher dem durch die Leitungsdrähte ausgeübten
Druck der wirksamste Widerstand geleistet wird. . . .
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE53873C true DE53873C (de) |
Family
ID=328499
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT53873D Expired - Lifetime DE53873C (de) | Bewegliche Isolatoren für unterirdische elektrische Leitungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE53873C (de) |
-
0
- DE DENDAT53873D patent/DE53873C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| CH615886A5 (de) | ||
| DE2020746C3 (de) | Seilführungsstation für schienengebundene Flurförderwagen | |
| DE53873C (de) | Bewegliche Isolatoren für unterirdische elektrische Leitungen | |
| DE681584C (de) | Vorrichtung zur Verlegung von elektrischen Kabeln in unterirdischen Schutzrohren | |
| DE2524969C3 (de) | Vorrichtung zum Verlegen von Rohrleitungen | |
| DE229203C (de) | ||
| DE2458536C3 (de) | Kabelführung für schwere Kabel | |
| DE385642C (de) | Maschine zum Verbinden zweier Blechteile zu einem Hohlkoerper durch Falzen | |
| DE554872C (de) | Ziehbank | |
| DE1781034B1 (de) | Hebebuehne fuer kraftfahrzeuge | |
| AT91749B (de) | Einsäuliges Stativ für Röntgenröhren od. dgl. mit einem zur Stativsäule symmetrischen Tragarm. | |
| DE811762C (de) | Mit Kugeln oder Rollen versehene Lager fuer laengsverschiebbare Rohre | |
| DE890083C (de) | Freiluftschaltanlage mit Rohrleitern | |
| DE102018129527A1 (de) | Elektromotorischer Antrieb eines Kugelrades | |
| DE510894C (de) | Dreiwalzen-Blechbiegemaschine zur Herstellung von Rohren oder Rohrschuessen | |
| DE94945C (de) | ||
| DE293383C (de) | ||
| AT46974B (de) | Vorrichtung zum Biegen von Röhren auf kaltem Wege. | |
| DE301455C (de) | ||
| DE935361C (de) | Lagerung fuer die Walzen von Walzwerken | |
| AT90229B (de) | Einrichtung zur Stromabnahme für schienenlose Fahrzeuge. | |
| DE202024101968U1 (de) | Zuführsystem mit einem Kabelspeicher sowie Rücklaufsperre insbesondere für ein Zuführsystem | |
| DE632792C (de) | Verschiebeeinrichtung fuer Pfahlkraene, Baugerueste, Arbeitsplattformen o. dgl. | |
| DE585679C (de) | Einrichtung zur Herstellung schmiedeeiserner Rohre aus in Rohrform gebogenen Blechstreifen durch in Laengsrichtung der Rohrnaht fortschreitende elektrische Abschmelzschweissung | |
| DD236832A1 (de) | Kabelfuehrung |