DE53873C - Bewegliche Isolatoren für unterirdische elektrische Leitungen - Google Patents

Bewegliche Isolatoren für unterirdische elektrische Leitungen

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DE53873C
DE53873C DENDAT53873D DE53873DA DE53873C DE 53873 C DE53873 C DE 53873C DE NDAT53873 D DENDAT53873 D DE NDAT53873D DE 53873D A DE53873D A DE 53873DA DE 53873 C DE53873 C DE 53873C
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Germany
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insulator
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Application number
DENDAT53873D
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English (en)
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R. E. B. CROMP-TON in Chelmsford, Are Works, Grafschaft Essex, England
Publication of DE53873C publication Critical patent/DE53873C/de
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02GINSTALLATION OF ELECTRIC CABLES OR LINES, OR OF COMBINED OPTICAL AND ELECTRIC CABLES OR LINES
    • H02G9/00Installations of electric cables or lines in or on the ground or water

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  • Insulators (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bilden bewegliche Isolatorwagen für Drähte elektrischer unterirdischer Leitungen, welche zum Stützen und Tragen der Leitungsdrähte in den unterirdischen Gerinnen oder Röhren bestimmt sind. Bei der Verwendung von festen Isolatoren in den Gerinnen kommt es häufig vor, dafs beim Einführen von Leitungsdrähten die Isolatoren aus ihrer Stellung gerissen oder theilweise umgekantet werden, und zwar infolge des Widerstandes, welchen dieselben der Vorwärtsbewegung der Drähte entgegenstellen, wenn letztere über die Isolatoren oder durch die Ausschnitte derselben gezogen werden. Dasselbe ist auch der Fall, wenn Leitungsdrähte zum Zwecke der Untersuchung oder Reparatur aus dem Gerinne herausgezogen oder noch weitere Kupferdrähte eingeführt werden müssen. Diesen Uebelständen abzuhelfen, ist nun der Zweck der vorliegenden Erfindung. Durch die beweglichen Isolatorwagen wird das Herausziehen der Drähte bei etwaigen Reparaturen oder dergleichen und das Einziehen von weiteren Zusatzleitungen bedeutend vereinfacht und erleichtert. Ferner ist durch die beweglichen Isolatoren ein Anspannen der Drähte ermöglicht, wodurch, eine geringere Anzahl von Isolatoren nothwendig wird, weil eine gespannte Leitung weniger oft unterstützt zu werden braucht als eine nicht gespannte.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist die Erfindung in einer der praktischsten Ausführungsformen zur Veranschaulichung gebracht.
Fig. i, 2 und 3 erläutern in seitlicher, oberer und Endansicht einen der Erfindung gemäfs construirten Isolatorwagen.
Fig. 4 verdeutlicht die Einrichtung eines Isolatorwagens für ein Gerinne von rundem Querschnitt und
Fig. 5 zeigt die Stellung, welche der Isolatorwagen bei Biegungen oder Curven eines solchen Röhrengerinnes einnimmt.
Der Isolatorwagen besteht aus einer auf Rollen a1 und Achsen a1 fahrbar angeordneten Platte a, auf welcher ein oder mehrere gegenüberstehende verticale Isolatorpaare b b, cc, dd befestigt sind. Die Köpfe der einander entsprechenden Porcellanisolatoren sind durch Metallbänder b1 c1 d1 mit einander verbunden. Die in besonderen Hälften angefertigten Verbindungsbänder bx C1C?1 werden durch Mutterbolzen b5be C5C6 d5d6 an einander geschraubt. In den Erweiterungen der Verbindungsstreifen sind auf den Achsen b3 c3 d3 drehbare Isolatorrollen b* ci <i4 aufgehängt, auf welchen die Leitungsdrähte gelagert werden. Um ein Herabfallen der Leitungsdrähte und eine gute Führung derselben auf den Isolatorrollen zu sichern, sind dieselben mit Flantschen oder Randscheiben b2 c2 d2 versehen. Die Löcher e in der Rahmenplatte α dienen zur Befestigung von Draht oder dergleichen zur Verbindung der einzelnen Isolatorwagen unter einander bezw. zum Bewegen der Wagen in dem Gerinne.. Die in bestimmten Abständen zu einem Zuge verbundenen fahrbaren Isolatorwagen können auf diese Weise im Falle einer Repa-
ratur u. s. w. leicht unter dem angespannten Leitungsdraht hinweg in einen der Brunnen gezogen werden, und umgekehrt, ohne dafs der Erdboden über dem betreffenden schadhaften Isolator aufgerissen zu werden braucht. Infolge der fahrbaren Anordnung der Isolatoren können auch geschlossene, d. h. nur an den Enden offene Röhren zu Gerinnen benutzt werden.
Das Einführen der Leitungsdrähte und der Isolatorwagen in die unterirdischen Kanäle oder Röhren, geschieht auf folgende Weise: Bei der Herstellung des für die Leitung dienenden Gerinnes wird ein Stahldraht durch die einzelnen Röhren gelegt, so dafs, nachdem das Gerinne fertiggestellt ist, entweder ein fortlaufender Stahldraht durch' das ganze Gerinne geht oder immer je zwei Brunnen durch einen Stahldraht verbunden sind. Die Leitungsdrähte werden dann an dem einen Ende des Stahldrahtes befestigt und mittelst des letzteren in bezw. durch das Gerinne gezogen. Darauf werden die Leitungsdrähte, welche zunächst noch lose ohne genügenden Zwischenraum und Abstand von einander auf dem Boden des Gerinnes liegen, durch Spannvorrichtungen angespannt, wodurch die Drähte in ihrer Lage in gewissem Mafse Ordnung erhalten. Alsdann werden die zu einem Zuge unter einander verbundenen Isolatorwagen an dem einen Ende in die Oeffnung des .Röhrengerinnes eingesetzt und die Leitungsdrähte in die Aushöhlungen der entsprechenden Isolirrollen gelegt, worauf die Isolatorwagen in ähnlicher Weise, wie vorher die Leitungsdrähte, durch das Gerinne gezogen werden. Die Isolatorwagen gleiten hierbei, indem die Isolirrollen sich drehen, unter den Leitungsdrähten entlang, bis sie ihre endgültigen Plätze erreicht haben, wobei die Isolirrollen b* ci di die Drähte hoch lüften und in der richtigen Stellung und in genügendem Abstand von einander halten. Wenn erforderlich, können jetzt die einzelnen Drähte noch nachgespannt werden.
Wird durch irgend welche Umstände ein Auswechseln der Drähte oder das Hinzufügen weiterer Drähte in das Gerinne nothwendig oder sollen die Drähte oder die Isolatorwagen zum Zwecke der Untersuchung aus dem Gerinne herausgezogen werden, so kann dies auf zwei Arten geschehen. Entweder wird der betreffende Draht einfach herausgezogen, welches leicht ausgeführt werden kann, ohne dafs derselbe mit den anderen Drähten in Berührung oder in Unordnung kommt, weil die drehbaren Isolirrollen eine genügende Führung sichern, oder man zieht zunächst den Isolatorwagenzug heraus und dann den oder die betreffenden Leitungsdrähte. Das Einführen geschieht dann wieder in der oben angegebenen Weise.
Bei Verwendung von Gerinnen mit cylindrischem Querschnitt müssen die Laufräder al eine, nach dem Mittelpunkt des Gerinnes geneigte Lage erhalten (Fig. 4). Zur Führung und Erhaltung der aufrechten Lage dient ein an dem Rahmen des Isolatorwagens befestigter Ansatz g1, welcher mit einer passenden Aushöhlung auf einem durch die Röhre gelegten Drahttau G entlang gleitet. So lange die Leitung in einer geraden Richtung fortläuft, liegt der Führungsdraht G senkrecht unter dem Röhrenmittelpuhkt und die Isolatorwagen befinden sich in aufrechter Lage. Macht dagegen das Gerinne in seinem Verlauf Biegungen oder Curven, so bewirkt der Führungsdraht G, dafs die Isolatorwagen eine leicht geneigte Stellung erhalten, wodurch dem auf die Isolirrollen von den Drähten ausgeübten Druck am besten Widerstand geboten wird. Es ist augenscheinlich, dafs die Druckrichtung der Leitungsdrähte möglichst mit der Verticallinie der Isolatorwagen gleichlaufend sein mufs. So lange die Röhren in gerader Richtung laufen, ist dieser Druck auch vollkommen senkrecht; sobald jedoch das Gerinne eine Curve beschreibt, ist die Druckrichtung die Compönente aus dem vertical wirkenden Gewicht der Kupferdrähte und dem seitlich wirkenden Druck der angespannten Leitungsdrähte. Wenn nun der Führungsdraht G angespannt wird, so beschreibt derselbe bei Curven des Gerinnes einen kleineren Weg und liegt nicht mehr auf der Mitte des Bodens auf, sondern drückt gegen die innere Seitenwandung der betreffenden Biegung. Werden jetzt die zu einem Zuge verbundenen Isolatorwagen in das Röhrengerinne eingesetzt, so werden dieselben infolge der Einwirkung des Führungsdrahtes auf die Ansätze g1 der Biegung des Gerinnes entsprechend nach der entgegengesetzten Seite geneigt und in eine Stellung gebracht, in welcher sie den beiden oben erwähnten Kräften am wirksamsten zu widerstehen vermögen. In Fig. 5 ist in schematischer Ansicht'das Kräfteparallelogramm dargestellt. Die Länge der Linien ergiebt das Verhältnifs der beiden Kräfte zu einander. Ebenso ist die Stellung der Isolirrollen angedeutet, in welcher die Isolatorwagen am besten den auf sie einwirkenden Kräften widerstehen können.

Claims (2)

Pa te nt-Ansprüche:
1. Behufs Führung und Isolirung elektrischer Leitungsdrähte in unterirdischen Kanälen oder Gerinnen die Anordnung fahrbarer Isolatorwagen, welche mit feststehenden Isolatorpaaren ausgerüstet sind, deren Verbindungsbänder zur Aufnahme der die Leitungsdrähte tragenden drehbaren Isolirrollen dienen.
2. Zur Verwendung der unter 1. gekennzeich-
neten Isolatorwagen in Gerinnen von rundem Querschnitt die Anordnung von radial gestellten Laufrädern und einer besonderen Führungsgabel g\ welche in Verbindung mit einem durch das Gerinne gelegten angespannten Führungstau G die Führung der Isolatorwagen in der Weise bewirkt, dafs dieselben nebst den Isolirrollen bei bogenförmigem Verlauf des Gerinnes geneigt werden, wobei das Verhältnifs der Spannkraft zu dem Gewicht der Leitungsdrähte so bemessen sein mufs, dafs die Isolatorwagen die Stellung erhalten, in welcher dem durch die Leitungsdrähte ausgeübten Druck der wirksamste Widerstand geleistet wird. . . .
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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