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Anordnung zur Herstellung einer Sprechverbindung zwischen einem Wasserfahrzeuge
und einem U-Boote Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Herstellung einer
Sprechverbindung zwischen einem Wasserfahrzeuge und einem tiefer im Wasser befindlichen
U-Boot. Der Erfindungsgegenstand wird in erster Linie zur Herstellung einer Sprechverbindung
zwischen einem gesunkenen, im tiefen Wasser liegenden FF-Boot und einem Rettungsschiff
dienen.
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Es ist bereits bekannt, Unterwasserschallgeräte an einem Stromzuführungskabel
in das Wasser hinabzulassen. Erfindungsgemäß wird das von dem Überwasserfahrzeug
herabzulassende Unterwasserschallgerät durch magnetische Kraft fest an das U-Boot
angelegt. Zu diesem Zweck besitzt das Unterwasserschallgerät einen von dem oberen
Fahrzeug aus einschaltbaren Elektromagneten, der das äußere Gehäuse zwecks Anlegens
an das U-Boot magnetisiert. Ein Gehäuse mit nur einer Membran kann den beabsichtigten
Zweck erfüllen. Zweckmäßig wird jedoch erfindungsgemäß eine Ausführungsform mit
zwei gegenüberliegenden Membranen verwendet, um ein sicheres Arbeiten und eine Verstärkung
der Sprechübertragung zu ermöglichen.
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Durch die Form der Einrichtung nach der Erfindung soll das Gehäuse
mit einer Membranseite sich gegen die Bordwand des U-Bootes anlegen, um einen möglichst
geringen Abstand zwischen der Membran und der Außenhaut des U-Bootes herzustellen.
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Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise
dargestellt; es zeigen Fig. i einen Mittellängsschnitt nach Linie II-II von Fig.
2 und Fig. 2 eine Seitenansicht nach Fig. i in kleinerem Maßstabe.
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In der Zeichnung ist mit io ein Gehäuse bezeichnet, das aus zwei Teilen
i i und 12 besteht. Diese besitzen Flanschen 13 bzw 14., die mittels Bolzen 15 und
Muttern 16 verbunden sind. Das Gehäuse io ist wasserdicht gemacht, indem eine Gummidichtung
18 in eine Nut i9 des Teiles 12 eingelegt ist, und daß der Flansch 13 des Teiles
i i sich mit einer Zunge 2o fest gegen die Gummidichtung 18 legt.
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Im Teil i i ist eine Öffnung 2i vorgesehen, die eine Verstärkung 22
an ihrem Rande besitzt, und eine entsprechende Öffnung 23 mit einer Verstärkung
24. ist an dem Teil i2 vorgesehen. An den Verstärkungsteilen 22 und 24 sind Membranen
26 parallel und gegenüberliegend durch Schraubbolzen 25 befestigt. An den Membranen
26 sind vortretende Zungeil
2; vorgesehen und bilden mit Nuten
28 der Verstärkungen 22 und 24 mittels darin liegender Dichtungsringe 29 eine wasserdichte
Verbindung zwischen den Membranen 26 und dem Gehäuse io.
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Eine ringförmige Hülse 6o ist durch einen Bauteil 30 und
31 gebildet. Diese werden durch Bolzen 33 und Muttern 34 zusammengehalten,
welche auch die Hülse 6o an den sich nach innen erstreckenden Flanschen 3.3 der
Öffnungen 21 und 23 halten.- Mit dem Bauteil 3o bildet ein Polstück 35 eines Feldmagneten
ein Stück und ebenso das gegenüberliegende Polstück 36 mit dem Bauteil 31- Zwischen
den Polstücken 35 und 36 und der äußeren Wandung der Hülse 6o ist eine Gleichstromspule
38 gewickelt und wird in dieser Lage gehalten. Wenn die Spule 38 erregt wird, wird
das Polstück 35 einen Südpol bilden und das Polstück 36 einen Nordpol.
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Die Membranen 26 werden durch einen Anker in Schwingungen versetzt,
welcher ein dünnes, nicht metallisches Rohr 4o besitzt. auf welches zwei Wechselstromspulen
41, 4a gewickelt sind. Die Spulen 41 und 42, welche in entgegengesetzten Richtungen
gewickelt sind, und zwar voneinander weg, sind in der Mitte durch einen Draht verbunden.
Jede Spule besitzt eine gleiche Anzahl Windungen. Das Rohr 4o liegt konzentrisch
zu den Membranen 26 und der Hülse 6o, und zwar durch Verstärkungsringe 39 der Membranen
26. Ein Eisenkern 44 wird in der Mitte des Rohres 40 durch Speichen 45 gehalten,
welche durch Öffnungen 46 des Rohres 4o nach der Hülse 6o gehen. Die Speichen 45
sind sowohl 'an der Hülse 6o als auch am Kern 44 durch Schrauben 47 befestigt.
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Die Teile i i und 12 des Gehäuses i o besitzen elektromagnetische
Spulen 48, welche fest gegen den inneren Umfang der Teile durch Distanzstücke 58
gehalten werden. Ein Zwischenraum 49 ist zwischen den Spulen 48 für die Durchführung
von Leitungen vorgesehen.
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Die Sprechvorrichtung ist in geeigneter Weise mit einer Vakuumsende-
und -empfangsröhre (nicht dargestellt) verbunden, die ihrerseits durch Leiter mit
den Klemmen der Spule 48, durch andere Leiter mit den Klemmen 53 der Wechselstromspulen
41 und 42 und durch weitere Leiter mit den Klemmen 55 der Gleichstromspule 38 verbunden
ist. Sämtliche Leitungen gehen durch eine Kabeleinführungsbuchse 56, welche in geeigneter
Weise angeordnet ist, und einen Teil des Gehäuses io. Die Leitungen der Klemmen
53 und 55 gehen durch den Kanal 49, der zwischen den Spulen 4.8 liegt, nach den
entsprechenden Klemmen. Sämtliche Klemmen sind in geeigneter Weise isoliert, z.
B. bei 5o. Das Gehäuse io besitzt ein Auge 5; zur Aufnahme eines Hakens oder eines
Drahttaues zum Heben und Senken der Sprechvorrichtung.
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Beim praktischen Gebrauch des Erfindungsgegenstandes wird die Sprechvorrichtung
mittels des Auges 57 gesenkt, und darauf wird die elektromagnetische Spule 48 zum
Auffinden des Gegenstandes oder Fahrzeuges unter Wasser erregt. Wenn der Gegenstand
festgestellt ist und die Sprechvorrichtung durch die Magnetspule 48 befestigt ist,
wird Wechselstrom durch die Doppelspulen 41 und 4.2 hindurchgeschickt. Wegen der
entgegengesetzt gerichteten Windungen der WechselstroinsPulen 41 und 42 wird der
Strom in der einen Halbspule des Ankers 4o umgekehrt gerichtet sein gegenüber dem
in der anderen Hälfte. Diese Ströme schneiden die magnetischen Kraftlinien der Polstücke
35 und 36 der Spule 38 des magnetischen Gleichstromfeldes. Dadurch wird eine Schwingbewegung
des Ankerrohres 4.o hervorgerufen, das seinerseits wieder die Membranen
2,6 mit gleicher Frequenz wie die des Wechselstromes in Schwingungen versetzt.
Wenn daher die Sende- und Empfangsvorrichtung (die nicht dargestellt ist) der Sprechvorrichtung
auf Sprechstellung eingestellt wird und die Sprechströme in der üblichen Weise verstärkt
und den Wechselstromspulen 4i und 42 zugeleitet werden, so wird der Anker 4o mit
der gleichen Frequenz wie die der Stimme schwingen. Dadurch werden Unterwasserschallwellen
von den Membranen ausgesandt und treffen auf den Schiffskörper des unter Wasser
befindlichen- Fahrzeuges, der seinerseits als akustischer Empfänger wirkt.
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Wenn die Empfangsstellung eingestellt wird, werden die Schallwellen
von den Mein-' braven aufgenommen und versetzen den Anker 4o der Sprechvorrichtung
in Schwingungen, so daß in ihm Ströme erzeugt werden. Diese gehen in den Eingangsverstärker
(nicht dargestellt) der Vakuumempfangs-und -senderöhre der Sprechvorrichtung und
werden darauf in üblicher Weise verstärkt.
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Es ist zu beachten, daß das Rohr 4o die beiden Membranen 26 gegen
ein Eindrücken nach innen hält und daß der auf eine Membran ausgeübte Druck von
dem Rohr 4o aufgenommen wird, das sich gegen die andere Membran legt.
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Das geringe Nachgeben beider Membranen, welche durch das Ankerrohr
verstärkt sind, wird große hydrostatische Drücke aushalten, und gleichzeitig bringt
das Rohr 4o nicht nur die Membranen zum Schwingen, sondern hält sie auch parallel.
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Es ist zu beachten, daß die vorstehende Beschreibung und Zeichnung
nur den Erfindungsgedanken
und eine Ausführungsform der Erfindung
darstellt, und daß verschiedene Abänderungen dieser Bauart in den Maßen und in der
Anordnung der Teile im Rahmen der Patentansprüche liegen, ohne daß damit etwas von
den Vorteilen der Erfindung geopfert wird.