DE537839C - Gesenk, insbesondere zum Pressen von Blechteilen - Google Patents

Gesenk, insbesondere zum Pressen von Blechteilen

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DE537839C DEB144050D DEB0144050D DE537839C DE 537839 C DE537839 C DE 537839C DE B144050 D DEB144050 D DE B144050D DE B0144050 D DEB0144050 D DE B0144050D DE 537839 C DE537839 C DE 537839C
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein insbesondere zur Formung von Blechteilen dienendes Gesenk sowie auf ein Verfahren zur Herstellung desselben.
Unregelmäßig bzw. verwickelt gestaltete Gesenke wurden bisher allgemein aus Metall durch Bohren. Fräsen, Schleifen usw. hergestellt und waren infolgedessen außerordentlich teuer. Kosten für besonders verwickelt gestaltete bzw. besonders große Gesenke konnten nur dann aufgewendet werden, wenn mit dem Gesenk eine sehr große Anzahl eines bestimmten Gegenstandes herzustellen war. Es gab bisher ein großes Gebiet, bei welchem die Anwendung der Zieh- und Preßverfahren nur von dem Verhältnis zwischen den Kosten für die Gesenke zur Anzahl der mit den Ge-. senken herzustellenden Teilen abhing. Wurde von einem bestimmten Gegenstand nur eine verhältnismäßig geringe Anzahl gebraucht, so konnte man dieselbe vielfach mit Rücksicht auf die hohen Gesenkkosten nicht durch Ziehen oder Pressen aus Blech herstellen, obgleich dies an sich technisch am vorteilhaftesten gewesen wäre, sondern mußte sich anderer technisch weniger geigneter Herstellungsverfahren bedienen.
Durch die Erfindung wird ein Gesenk geschaffen, dessen Kosten so niedrig sind, daß
die sich aus den bisherigen Herstellungskosten für Gesenke ergebenden Beschränkungen des Anwendungsgebietes der Preß- und Ziehverfahren gänzlich oder nahezu gänzlich in Fortfall kommen. Trotz der verhältnismäßig geringen Herstellungskosten können die neuen Gesenke verwickelte Gestalt aufweisen und sind so dauerhaft, daß sich eine große Anzahl von Teilen mit einem Gesenk herstellen läßt, ehe eine merkliche Abnutzung eintritt.
Die Erfindung besteht vor allem darin, daß das Gesenk eine den gewünschten Arbeitsflächen entsprechend gestaltete, aus Spritzmetall hergestellte Haut aufweist, die mit einem Stoff hinterkleidet ist, welcher vor der Einbringung plastisch oder gießbar ist, jedoch nach der Einbringung erhärtet.
Es ist zwar schon vorgeschlagen worden, die Arbeitsflächen kleiner Prägestöcke durch eine galvanisch niedergeschlagene oder durch eine durch Prägen hergestellte Haut zu bilden und ferner eine derartige Haut mit einem geeigneten Stoff zu hinterkleiden. Nach diesem Verfahren lassen sich aber nur verhältnismäßig kleine einfache Prägestöcke herstellen; zur Herstellung großer Flächen auf galvanischem Wege werden äußerst große Stromstärken erforderlich, wobei es überhaupt nicht
möglich ist, genügend widerstandsfähige, aus Stahl o. dgl. bestehende Niederschläge herzustellen.
Es wurde ferner gelegentlich in einer Veröffentlichung darauf hingewiesen, daß man das Spritzverfahren zur Herstellung von Matrizen, gemusterten Walzen o. dgl. verwenden könne. An die Herstellung von regelrechten Gesenken war hierbei offenbar nicht gedacht, ίο da die durch Spritzen hergestellten Niederschläge an sich für Gesenke viel zu schwach sind.
Zur Herstellung des neuen Gesenkes wird gemäß der Erfindung erst eine Negativform desselben aus einem leicht bearbeitbaren oder vorzugsweise sogar plastischen Werkstoff hergestellt, in der dann die Außenhaut des Gesenkes durch Aufspritzen von Metall gebildet wird. Zur Verbindung der Haut mit der Hinterkleidung dienende Anker, Bolzen o. dgl. können gemäß der Erfindung bei der Herstellung der Haut in dieselbe mit eingebettet werden.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der beiliegenden Zeichnung sowie der Beschreibung eines Ausführungsbeispieles.
Bild ι zeigt die Gestalt einer Negativform, die komplimentär zu der herzustellenden Gesenkform gestaltet ist;
Bild 2 zeigt eine Negativform, die vorzugsweise aus bearbeitbarem Material hergestellt ist;
Bild 3 zeigt das Herstellungsverfahren der Außenhaut durch Niederschlagen von Metall auf der Form;
Bild 4 zeigt die fertige Außenhaut vor der Einbringung der Auskleidung bzw. des Futters ;
Bild 5 zeigt das Gesenk mit eingeformtem oder eingegossenem Futter;
Bild 6 zeigt einen Querschnitt durch ein teilweise fertiggestelltes Preßgesenk, welches komplementär zu dem in Bild 5 dargestellten Gesenk ist und welches in ähnlicher Weise hergestellt ist, jedoch noch einige zusätzliche Merkmale aufweist ;
Bild 7 zeigt- das in Bild 6 dargestellte Gesenk in Draufsicht;
Bilder 8 bis 10 zeigen verschiedene Stadien der Fertigstellung des in den Bildern 6 und 7 dargestellten Gesenkes.
In der Zeichnung ist mit 10 eine Patrize bezeichnet, mit 11 das herzustellende Gesenk. Ein Duplikat 10' der Patrize 10 wird aus Holz, Gips oder einem anderen bearbeiteten Werkstoff hergestellt. Es ist eine wohlbekannte Tatsache, daß das nach dem Sch'oop-Verfahren oder anderen ähnlichen Verfahren niedergeschlagene Metall solche bearbeitbaren Werkstoffe nicht durchdringt, es sei denn bei außerordentlichem Druck. Der Druck kann leicht innerhalb solcher Grenzen reguliert werden, daß Niederschläge mit einer glatten und gleichförmigen Oberfläche, die genau der vorher fertiggestellten Oberfläche der Negativform entspricht, gewährleistet werden. Die Form wird auf einer geeigneten Unterlage, z. B. 12, angebracht, worauf das Metall mit einer sogenannten Metallspritzpistole niedergeschlagen wird. Die Niederschlagsgeschwindigkeit, die sich aus der guten Übung in dem Spritzen von Metallen ergibt, kann z. B. 1Zi00O eines Zolles pro Durchgang über eine Flächeneinheit der zu überziehenden Oberfläche betragen. Die Größe der Pistole oder deren Anzahl kann verändert werden, um die Geschwindigkeit zu erzielen, mit der die Arbeit ausgeführt werden soll. Jemand, der in dem Niederschlagen derartiger Metalle geübt ist, kann die Gleichförmigkeit des Niederschlags mit beträchtlicher Genauigkeit regulieren. Dem Niederschlag kann jede gewünschte Dicke gegeben werden. Die Dicke soll verhältnismäßig gering für kleine Gesenke und verhältnismäßig größer für größere Gesenke sein. Dicken von 1J11 bis zu einem Zoll je nach Art der Umstände, zuweilen noch stärkere Dikken, sind beabsichtigt.
Ebenso kann auch das zu spritzende Metall verschiedener Art sein, wie z. B. Nickel, Eisen, Stahl, Kupfer, Messing und verschiedene Legierungen, wie z. B. Nickel und Chrom. Außer der Verwendung der Metalle in Form von gezogenem Draht, wie dies gewohnlich in den Schoopschen Pistolen der Fall ist, können auch, alle Metalle in vorher pulverisiertem Zustande verwendet werden.
Die so angefertigte Hülle 13 wird-dann-v©rt ------
der Form getrennt. In einigen Fällen kann die Form unmittelbar entfernbar sein; in anderen Fällen kann die Form zusammenlegbar sein. Alle die Kunstgriffe, die in der Kunst des Modellmachers bekannt sind, können angewandt werden je nach der Art des herzustellenden Gesenks. Die entfernte Hülle wird in eine geeignete Lage gebracht, und, wenn erforderlich, müssen Kästen vorgesehen werden, die den für die Ausfütterung bestimmten eingeformten oder eingegossenen Werkstoff 14 hjalten. Die Einbringung des Futters kann mit Hilfe irgendeiner bekannten Vorrichtung erfolgen. Die Einbringung kann entweder auf einmal geschehen oder in Teilen oder Abschnitten, die zusammengesetzt werden, wie dies für andere Zwecke bekannt ist. Vorzugsweise werden solche Werkstoffe für die Ausfütterung verwendet, welche gewährleisten, daß der fertige Gegenstand frei von Fehlern ist, die auf übermäßige Ausdehnung oder Zusammenziehung während des Trocknens oder nach demselben zurückzuführen sind.
Die Anzahl der bekannten, leicht schmelzbaren Legierungen sowie die Anzahl der plastischen Mischungen, die entweder heiß oder kalt verwendet werden können, ist so groß und so verschiedenartig, daß sie hier nicht im einzelnen erwähnt zu werden brauchen. Nachdem das Ausfütterungsmaterial in dem Gehäuse hart geworden ist oder sich gesetzt hat, wird das Gehäuse, falls es überhaupt in Gebrauch genommen worden ist, entfernt, und das Erzeugnis ist dann zum Gebrauch in der Ziehpresse fertig, unter der Voraussetzung, daß die Abmessungen mit genügender Genauigkeit eingehalten worden sind.
Es gibt viele Verfeinerungen des Verfahrens, durch welche das Gesenk verstärkt, seine Haltbarkeit erhöht, eine größere Genauigkeit erreicht und die zur Herstellung erforderliche Zeit verengert wird. Eine der wichtigsten Verfeinerungen ist in den Bildern 6 bis 10 erläutert. Die Fütterung 14 in Abb. 6 wird in einer Mehrzahl von Abschnitten eingebracht, die durch hölzerne Scheidewände 15 o. dgl., die so gestaltet sind, daß sie nach dem Setzen der Ausfütterung leicht herausgezogen werden können (Abb. 6 und 7), einen Bruchteil eines Zolles auseinandergehalten werden. Die Scheidewände 15 können nach der Hülle 13 hin kegelig zulaufen. Jeder Abschnitt der Ausfütterung 14 ist an der Hülle verankert, nicht nur durch die rauhe innere Fläche der Hülle, sondern auch durch Anker 16, die aus Drähten, Bolzen oder Stiften bestehen, und deren Enden während der Niederschlagung in der Hülle eingebettet und vielleicht auch mit der Hülle verschweißt worden sind. Die eingebetteten Enden können mit Köpfen versehen werden, wie in der Zeichnung dargestellt, oder mit irgendwelchen anderen Mitteln, um die Verankerung und Verbindung mit der Hülle zu verbessern. Nachdem sie dann von dem Ausfütterungswerkstoff umgeben sind, verbinden sie diesen fest mit der Hülle. Nachdem der Ausfütterungswerkstoff in Abschnitten und durch die Scheidewände voneinander getrennt eingebracht worden ist, und nachdem es sich gesetzt hat oder hart geworden ist, werden die Scheidewände entfernt (Abb. 8), und die von diesen bis dahin eingenommenen Stellen werden mit demselben oder mit irgendeinem anderen Ausfütterungswerkstoff, der aus irgendeinem Grunde als geeigneter befunden wurde, ausgefüllt fs. Abb. 9). Das Ergebnis dieser zusätzlichen Verfahrensstufen besteht in einer großen Verbesserung der Verbindung zwischen der Hülle und dem Ausfütterungswerkstoff 14 und einer vollständigen Ausmerzung irgendwelcher nachteiligen und sich summierenden Wirkungen der Ausdehnung und Zusammenziehung, denn ein jeder Abschnitt setzt sich oder wird hart, unabhängig von jedem anderen Abschnitt und von den verhältnismäßig weichen Scheidewänden 15, die dann später entfernt werden. Der für die Stellen zwischen den Abschnitten bestimmte Füllwerkstoff 17 ist verhältnismäßig so dünn, daß er beim Setzen oder Hartwerden sich nicht in einem solchen Umfange ausdehnt oder zusammenzieht, daß sich nachteilige Folgen ergeben.
In den Abb. 6 bis 10 sind die fertigen Preßwerkzeuge dargestellt, die hier mit Bolzen 16 zum Montieren auf einem Pressenkopf versehen sind. Diese Bolzen iS sind gemäß der Erfindung in der Ausfütterung beim Einformen oder Eingießen derselben verankert; hierbei werden die Bolzen 18 in ihrer richtigen Lage durch eine Schablone o. dgl. gehalten. Ferner ist eine sich über alle die Abschnitte der Ausfütterung erstreckende und durch ihre unregelmäßige Unterfläche und durch Anker 20 mit der Ausfütterung verbundene Rückenplatte 21 vorgesehen, die aus einem leicht bearbeitbaren Werkstoff besteht, wie z. B. Babbits Metall (Babbit) ο. dgl., welches mit Leichtigkeit maschinell oder sonstwie bearbeitet werden kann auf die genaue Dimension und ebene Form, die für gewöhnlich für die Befestigung an dem Pressenträger erforderlich ist. Die Unterfläche dieser Platte 21 entspricht den Unregelmäßigkeiten der Vorbereitung der Unterfläche, des fertigen Gesenks. Sie kann über die obere Fläche der fertigen Ausfütterung geformt oder gegossen werden. Wenn natürlich die Ausfütterung selbst aus solchem Werkstoff hergestellt ist, so mag sich die Zwischenplatte vielleicht als unnötig erweisen. Sie wird sich aber als besonders nützlich in den Fällen erweisen, wo die iVusfütterung aus Zement besteht anstatt eines gegossenen Werkstoffs.
Der Wert der Erfindung ist ganz außerordentlich groß, und das Anwendungsgebiet erstreckt sich ganz außerordentlich weit. Jede einzelne Phase derselben kann durch Geschicklichkeit und Scharfsinnigkeit den vielen Verzweigungen des Stanzenbaues angepaßt werden, und aus diesem Grunde sind die Modifikationen und Verbesserungen ungewöhnlich zahlreich. Aus diesem Grunde wird es klar sein, daß es sehr schwierig ist, in den Ansprüchen den Inhalt dieser Erfindung in allen Einzelheiten zum Ausdruck zu bringen. Alle solche Modifikationen und Verbesserungen sind deshalb so zu verstehen, daß sie in die Ansprüche fallen.
Viele Modifikationen und Verbesserungen sind bereits bekannt. Als ein Teil der ursprünglichen Erfindung ist gedacht, daß die Oberfläche der Form, auf welche der Niederschlag zu ruhen kommt, vorher mit einer Schutzdecke versehen wird, die zwei Zwecken
dient; erstens das Erleichtern der Entfernung der Hülle durch das Verhindern übermäßiger Adhäsion und zweitens der Schut der Oberfläche .gegen Einflüsse der Hitze des Niederschlages in einigen Fällen, wo der Niederschlag bei höherer Temperatur aufgelegt wird. Der Überzug kann irgendeiner oder beiden dieser Funktionen dienen. Ein Überzug aus Graphit, Kohlenstoff o. dgl. ίο oder auch Bienenwachs wird dem einen dieser Zwecke oder auch beiden dienen. Der Überzug kann in unkristallinischer Form oder in flüssiger Form oder sonstwie aufgelegt werden, vielleicht sogar in Blattform. In den Fällen, wo die Temperatur der Auftragung hoch ist, kann man die Form auch aus feuerfestem, leicht zerbröckelndem Stoff herstellen, der, wenn er auch der Hülle übermäßig anhaftet, doch leicht zerbrochen werden kann. Auch kann für eine Kühlung des Inneren der Form gesorgt werden, um anhaltende, ein bestimmtes Gebiet überschreitende Hitze zu vermeiden.
Die Hüllen selbst können in verschiedener Weise verstärkt werden, z. B. ist beabsichtigt, daß die Hülle nicht nur die Ausdehnung der Arbeitsfläche des Gesenks hat, sondern die der ganzen Flächenausdehnung der Presse. Als eine Folge davon wird die Hülle 13, wie sie in den Abb. 3 bis 5 dargestellt ist, bis hinauf zur Bettplatte oder dem Gesenkträger der Presse erstreckt. Dies wird dadurch erzielt, daß man die Form 10' ergänzt durch eine Konstruktion 21, die wiederum als eine Ergänzung für den Teil des zu bildenden Gesenks 11', der durch die punktierten Linien dargestellt ist, gedacht ist. Dies schafft die Fläche 22 für den Niederschlag in Übereinstimmung mit der äußeren Fläche 23 des Gesenks 11. Der Niederschlag 13 der Hülle wird dann ganz herum erstreckt, also nicht nur um den Teil 10' der Form, sondern um den Teil 21, mit dem Ergebnis, daß die äußeren Teile 24 der Hülle den inneren Teil utngeben und umfassen, und wenn der Fütterungsstoff eingelegt wird, so ist er wie durch ein Metallband umgeben, umfaßt und gebunden. Eine derart allumfassende Hülle verstärkt den Ausfütterungsstoff in solcher Weise, daß seine Widerstandsfähigkeit gegen Bruch oder Verschiebung beträchtlich erhöht und seine Festigkeit vervielfacht wird.
Außerdem werden wie bei 25 die Ränder des umfassenden Teiles 21 der Form bis zu einer genügenden Tiefe zurückgesetzt, so daß Verlängerungen 26 der Hülle 13 in der Form von umlaufenden Flanschen gebildet werden können. Verjüngte Dübel 27 sind in geeigneter Weise montiert und machen es möglich, daß während des Niederschlages in diesen Flanschen Bolzen- oder Schiebelöcher gebildet werden können. Die Flanschen wiederum \rerstärken die Einfassung der Hülle und verhindern die Möglichkeit des Bruche? als eine Folge von inneren Beanspruchungen der Ausfütterung. Sie stellen ein Mittel dar, wodurch die Flanschen direkt an der Bettplatte der Presse durch Bolzen, welche durch die in Bild 10 gezeigten Löcher gesteckt werden, befestigt werden können.
Dann wiederum können scharfe Ecken der Hülle durch besonders große Dicke des in den Ecken niedergeschlagenen Metalles verstärkt werden, wie dies aus allen die Hülle darstellenden Abbildungen ersichtlich ist. Außerdem können in einer Ebene rechtwinklig zum Körper des Gesenks oder unter irgendeinem geeigneten Winkel zu irgendeiner zu pressenden } Oberfläche oder zu einem Teil Verstärkungsrippen entweder im Inneren oder an der Außenseite des Werkzeugs durch Vorsehung von jeweils wie erforderlich gestalteten^Schlitzen^ innerhalb der Form 21 oder innerhalb des Körpers der Hülle angebracht werden- Diese können mit den Verankerungen 16. verbunden sein oder nicht, durch die die Hülle mit dem Ausfütterungsstoff verbunden ist. In ihrer Arbeitslage montiert, ist es möglich, die Hülle noch weiter gegen innere und äußere Beanspruchungen zu verstärken, indem die Bettplatte mit Widerlager versehen wird, welche die Kanten der Verstärkungsflanschen 26 umfassen.
Die Hülle kann gegen Abnutzung mit gehärteten Stahleinlagen versehen werden, und zwar an den Punkten der größten Beanspruchung, wie z. B. Einsätze 28, 29 (s. Abb. 5, 6, 8 bis 10). Diese Einsätze sind identisch mit der äußeren Form der besonderen Fläche der größten Beanspruchung, und ihre äußeren Flächen sind so bearbeitet, daß sie den Arbeitsdimensionen entsprechen. Sie werden zunächst auf der Form mit Hilfe von Bolzen, Schrauben oder in anderer Weise befestigt. Derartige Bolzen- oder Schraubenlöcher sind bei 30 gezeigt, und die Schrauben selbst erstrecken sich ins Innere der Form. Die inneren Oberflächen 31 dieser Einsätze, d.h. diejenigen, welche die Hülle aufnehmen, sind gefalzt, abgesetzt, gezahnt oder anders ausgebildet, so daß sie in die um sie herum niedergeschlagenen Wandungen der Hülle eingreifen und auch mit dem Ausfütterungsstoff, welcher mit ihren äußersten inneren Teilen in Berührung kommen kann. Ebenso können auch die Verankerungen 20 mit ihnen verbunden sein.
Das Verfahren des Niederschlages der Hülje kann natürlich beträchtlich variiert werden, ohne von dem Wesen dieser Erfindung abzuweichen, selbst wenn eine Erfindung selbst das Wesentliche dieser Abänderung wäre.
Der erste Niederschlag kann mit einer verhältnismäßig niedrigen Temperatur oder verhältnismäßig niedrigem Druck oder mit einem von beiden vorgenommen werden, um eine übermäßige Durchdringung des erstmaligen Niederschlages zu verhindern oder übermäßige Hitzewirkungen, falls die Temperatur des Niederschlages im allgemeinen in Verbindung mit dem erstmaligen Niederschlag von
to den ersten Lagen eine hohe sein soll, d. li. die erste oder die beiden ersten Auftragungen des Spritzmetalls werden die Aufnahmefläche der Form gegen hohen Druck und große Hitze von folgenden Auftragungen schützen. Ebenso kann der Werkstoff des erstmaligen Niederschlages der Spritzung variiert werden im Vergleich zu dem Werkstoff der späteren Auftragung des Spritzwerkstoffs, wobei der Werkstoff des Niederschlages nicht nur mit besonderer Rücksicht auf den Schutz der Aufnahmefläche der Form gewählt wird, sondern auch mit der Absicht, die Leistung der fertigen Hülle zu erhöhen und ihre Haltbarkeit zu vergrößern. Der erstmalige Niederschlag kann also aus Kupfer bestehen, aufgelegt bei verhältnismäßig niedrigem Druck und niedriger Temperatur, während der folgende Niederschlag aus Eisen bestehen kann. Dadurch werden die Arbeitseigenschaften des fertigen Gesenks verbessert; auch muß das Gesenk beim Gebrauch eingefettet werden. Ferner kann der erstmalige Niederschlag aus Nickel oder Chrom oder aus Verbindungen dieser mit Stahl bestehen, wodurch die äußerste äußere Fläche der Hülle eine größere Widerstandsfähigkeit hat. Irgendeine dieser äußeren Flächen kann erneuert werden, nachdem die Stanze während einer beträchtlichen Spanne Zeit in Gebrauch gewesen ist.
Die auf den ersten Niederschlag folgenden weiteren Niederschläge werden aus solchen Metallen oder Werkstoffen hergestellt, die der Hülle die als wünschenswert bekannten physikalischen Eigenschaften verleihen; insbesondere sollen die Festigkeit und Haltbarkeit der Hülle und ihr Zusammenwirken mit der Fütterung gefördert und größtmögliche Wirtschaftlichkeit erreicht werden.
Vorzugsweise werden die Hüllen 13 bei einer solchen Temperatur aufgebaut, bei der nicht nur die beste mechanische Verbindung zwischen den zusammengepreßten Teilchen, sondern auch der größtmöglichste Betrag von autogener Verbindung zwischen den Teilchen erreicht wird.. Die höchste anwendbare Temperatur der zusammengepreßten Teilchen des gespritzten Metalls und der größtmögliche Umfang werden diese Faktoren bestimmen. Wenn die fortgeschleuderten Teilchen die Niederschlagsoberfläche in Schweißtemperatur erreichen, so werden sie autogen miteinander verbunden: die Temperatur kann so geregelt sein, daß sie unter dem mechanischen Aufschlag zusammengeschweißt werden.
Die Fütterung 14 kann anstatt eines zementartigen Stoffes auch aus irgendeiner geeigneten Form von Gußmaterial bestehen. Bei einer Hülle von geeignetem Werkstoff und Dicke kann die Fütterung auch aus Gußeisen bestehen, ganz besonders in dem Falle, wo durch Scheidewände 15, die Fütterung zunächst in geteilten Abschnitten gegossen wird. In diesem Falle werden die Scheidewände 15 aus Sand bestehen, also Sandkerne, die natürlich der großen Hitze des geschmolzenen Gußeisens widerstehen können. Die Kerne 15 werden dann herausgebrochen, und die dadurch entstandenen Zwischenräume mit weiterem Gußeisen oder mit irgendeinem anderen Gußmetall ausgefüllt.
Diese Erfindung ist vieler Modifikationen fähig, ohne von dem eigentlichen Wesen abzuweichen, wie es ja klar verständlich ist, und es werden solche Modifikationen beansprucht, wie auch die, die offenbart und skizziert sind.

Claims (13)

Patentansprüche:
1. Gesenk, insbesondere zum Pressen von Blechteilen, gekennzeichnet durch eine den gewünschten Arbeitsflächen des Gesenkes entsprechend gestaltete, aus Spritzmetall hergestellte Haut (13) und durch eine Hinterkleidung (14), welche aus einem vor der Einbringung plastischen oder gießbaren, aber nach der Einbringung erhärtenden Stoff besteht.
2. Gesenk nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch iVnker oder Bolzen (16) zwischen der Haut (13) und der Hinterkleidung (14).
3. Gesenk nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Spritzmetall bestehende Haut nicht nur die Arbeitsflächen des Gesenkes überdeckt, sondem auch den über die Arbeitsflächen hinausragenden, zur Anbringung des Gesenkes in der Presse dienenden Teil.
4. Gesenk nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung der vollkommen aus Spritzmetall gebildeten Haut (13) durch eine vorzugsweise flache, mit den Rändern der Haut unlösbar verbundene Abdeckplatte (21) aus bearbeitbarem Metall überdeckt wird.
5. Gesenk nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die an sich bekannten, in dem Hinterkleidungsmaterial eingebetteten, zur Befestigung des Gesenkes an den Preß- oder Ziehstempeln dienenden Bolzen (18) o. dgl. durch Öffnungen der Abdeckplatte (21) hindurchtreten.
6. Gesenk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch in die am meisten der Abnutzung ausgesetzten Stellen der Haut eingebettete, einen Teil der Außenhaut bildende Einlagen (29) aus widerstandsfähigem Werkstoff, die durch an ihnen ausgebildete Ansätze (31) o. dgl. auch in der Hinterkleidung (14) verankert sind.
7. Verfahren zur Herstellung eines zum Formen von Blechteilen dienenden Gesenkes nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß erst eine Negativform des Gesenkes aus einem leicht bearbeitbaren oder vorzugsweise plastischen Material hergestellt wird, in der dann die Außenhaut des Gesenkes durch Aufspritzen von Metall gebildet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7 zur Herstellung eines Gesenkes nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Verbindung der Haut (13) mit der Hinterkleidung (14) dienenden Anker, Bolzen (16) o. dgl. bei der Herstellung der Haut in dieselbe miteingebettet werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 und 8 zur Herstellung eines Gesenkes nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsstücke (29) vor Beginn der Herstellung der Außenhaut durch Aufspritzen in die Negativform eingelegt und dann beim darauffolgenden Aufspritzen des Metalls mit in die Außenhaut eingebettet werden.
10. Verfahren nach Anspruch 7 oder 9 zur Herstellung eines Gesenkes nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Verbindung der Außenhaut (13) mit der Hinterkleidung (14) dienenden Bolzen (16) in die Haut eingeschweißt werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausfütterungsstoff in einzelnen Abschnitten eingebracht wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelne*! Abschnitte des Hinterkleidungss toffes beim Einbringen durch vorzugsweise aus weichem oder elastischem Material bestehende Scheidewände (15) voneinander getrennt werden.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheidewände nach der Erstarrung des sie umgebenden Ausfütterungsstoffes herausgezogen werden und daß an ihre Stelle gleichfalls Ausfütterungsstoff (17) eingebracht wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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