DE536261C - Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Zucker - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Zucker

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DE536261C
DE536261C DE1930536261D DE536261DD DE536261C DE 536261 C DE536261 C DE 536261C DE 1930536261 D DE1930536261 D DE 1930536261D DE 536261D D DE536261D D DE 536261DD DE 536261 C DE536261 C DE 536261C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B40/00Drying sugar
    • C13B40/002Drying sugar or syrup in bulk

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)
  • Saccharide Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Zucker Beim Trocknen von in Sirup kristallförmig ausgeschiedenem Zucker, wobei der im Sirup kristallförmig enthaltene Zucker in einer Trennschleudervorrichtung so lange geschleudert wird, bis der zu trocknende Zucker vom Sirup getrennt ist und nach Stillsetzen der Schleudertrommel der klebrige Zucker in einen Trockenraum gefördert und dort durch heiße Luft oder durch heiße Gase getrocknet wird, entstehen die Nachteile, daß nicht nur jedesmal, nachdem eine Beschickung der Schleudervorrichtung vom Sirup getrennt ist, der ganze Betrieb unterbrochen werden muß, um die Schleudervorrichtung zu entleeren und den zu trocknenden Zucker in den Trockenraum zu fördein, sondern auch, daß beim Transport des klebrigen Zuckers dieser zu Bildungen von Klumpen neigt, welche in unangenehmer Weise stören und zu Betriebsunterbrechungen Anlaß geben.
  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und Vorrichtungen zum Trocknen von Zucker und bezweckt, diese Nachteile zu vermeiden. Das Verfahren besteht darin, däß der Zuckersirup in ununterbrochnem Strom einem Ende einer mit hoher Geschwindigkeit sich drehenden Schleudertrommel zugeführt wird, deren Umfangsgeschwindigkeit mit der Geschwindigkeit, mit welcher der zu trocknende Zucker durch die Schleudertrommel geschoben wird, in einem derartigen Verhältnis steht, daß der Zucker während des Betriebes als grießähnliche Masse aus der Trommel abgeschält und in einem angeschlossenen Trockenraum zerstäubt. Zur Ausführung dieses Verfahrens können Vorrichtungen vorgesehen sein, bei denen die Schleudertrommel derart in Stufen unterteilt ist, daß in jeder Stufe eine Teilmenge der im Trockengut befindlichen Flüssigkeit ausgeschleudert wird, und daß am Austritt aus der Schleudertrommel Einrichtungen vorhanden sind, welche den getrockneten Zucker abschälen und in zerstäubtem Zustand in einen unmittelbar an den Schleuder--mantel angeschlossenen Trockenraum werfen. Der aus der Trommel abgeschälte und zerstäubte Zucker kann in einem z. B. als Turm ausgebildeten Trockenraum der Wirkung eines erwärmten Gases, z. B. Luft, ausgesetzt werden, um den Zucker so weit zu trocknen, daß er als Grieß gelagert werden kann. Vorteilhafterweise wird das Trockengas, z. B. Luft, dem imTrockenturm zerstäubten Zucker im Gegenstrom zugeführt. Schließlich kann der in der Schleudertrommel ausgeschleuderte Sirup aufgefangen und einer Pumpe zugeführt werden, welche ihn zur neuen Verwendung als Lösungs- und Fördermittel für Zucker zurückfördert.
  • Ein Beispiel des Erfindungsgegenstandes ist auf der Zeichnung schematisch dargestellt. Die eine Schleudertrommel = aufweisende Schleudervorrichtung ist unmittelbar an den Trockenturm 2 angeschlossen. Die Welle 3 der Schleudertrommel x wird durch die beiden Lager q. und g getragen, durch eine nicht gezeichnete Antriebsmaschine, z. B. mittels eines Riemens 7, angetrieben und erteilt der Trommel eine Drehung im Sinne des Pfeiles 6. Der die Zuckerkristalle enthaltende Sirup fließt durch eine durch die durchbohrte Antriebswelle 3 führende Leitung io aus einem Vorratsbehälter g in die Schleudertrommel i, in welcher die Zuckerkristalle durch die Schleuderkräfte vom Sirup getrennt werden. Der durch die Abflußöffnungen ii des Schleudermantels i ausgeschleuderte Sirup wird vom Mantel i2 aufgefangen und durch die Leitung 13 einer Pumpe i¢ zugeführt, welche durch die Leitung 15 den Sirup zur neuen Verwendung als Lösungs- und Fördermittel für Zuckerwieder in die Fabrikation zurückfördert. Die in der Schleudertrommel i zurückbleibenden Zuckerkristalle rutschen infolge der Schleuderkräfte ununterbrochen von einer Trommelstufe in die nächstfolgende und gegen das Trommelende 16, wo sie in grießähnlicher Form durch eine verstellbar angeordnete Schälvorrichtung 17 abgeschält und im Sinne des Pfeiles 18 in den Trockenturm 2 ausgeschleudert und in diesem zerstäubt werden.
  • Im Trommelinnern können gegebenenfalls zum sicheren Transport des Zuckers durch die Trommel Vorschubvorrichtungen vorgesehen sein, die die Zuckerschicht gegen den Austritt kratzen oder ähnlich wie Pflugscharen die Zuckerschicht vom Trommelmantel abheben und die abgehobenen Teile der Schicht gegen den Austritt vorschieben.
  • In den Trockenturm 2 wird durch die Leitungen 23, 24 und 25 gegebenenfalls erwärmte Trocknungsluft eingeführt und durch den Abzug 26 abgeleitet. Nachdem die Zuckerkristalle in zerstäubtem Zustand einen gewissen Steigweg im Trockenturm zurückgelegt haben, fallen sie wieder in zerstäubtem Zustand nach unten. Dadurch gelangen die derart verteilten Zuckerkristalle in enge Berührung mit der Trockenluft, so daß der noch in ihnen enthaltene Rest an Feuchtigkeit in die Luft ausdünstet. Schließlich sammeln sich die Zuckerkristalle an der Stelle ig, von wo sie durch eine mit einem Abschlußorgan 21 versehene Leitung 2o als trockenes, lagerfähiges, grießähnliches Gut weitergeleitet werden. .
  • Eine plattenförmige oder ähnliche Vorrichtung 27, an welcher die zu weit nach oben geschleuderten Zuckerkristalle abprallen, verhindert, daß von der abgehenden Trockenluft Zuckerkristalle mitgerissen werden. -Um den aus der Schleudervorrichtung abgeschälten Zuckerkristallen einen bestimmten Weg im Trockenturm vorzuschreiben, kann die Luft in geeigneter Weise und Richtung in den Trockenturm eingeführt werden. Für den Fall, daß der Zucker in einem ersten Trockenturm nicht genügend getrocknet wird, kann er durch besonders angeordnete Vorrichtungen in einen zweiten Trockenturm weitergeleitet und dort von neuem der Trockenluft ausgesetzt werden. Gegebenenfalls kann diese Lufttrocknung mehrere Male wiederholt werden. Natürlich können auch andere Schleudervorrichtungen fürununterbrochen laufenden Betrieb, z. B. solche mit teilweise zylindrischen Schleudertrommeln usw., angewendet werden. Endlich kann für gewisse zu trocknende Güter anstatt Luft auch irgendein Gas oder überhitzte Dämpfe zur Trocknung im Trockenturm verwendet werden. Nötigenfalls können Gase zum Trocknen des Zuckers angewendet werden, welche eine Bleichwirkung auf den Zucker ausüben.
  • Durch die beschriebene Vorrichtung entsteht der Vorteil, daß im Sirup auskristallisierter Zucker in ununterbrochenem Betrieb von der Flüssigkeit getrennt und getrocknet werden kann, ohne daß dabei gewisse Teile der Vorrichtung oder einzelne Maschinen zeitweise stillgelegt und ohne daß zwischen der Flüssigkeitstrenn- und der Trockenvorrichtung besondere Fördermittel für klebrigen Kristallzucker angewendet werden müssen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE . i. Verfahren zum Trocknen von Zucker, dadurch gekennzeichnet, daß der Zucker, nachdem er zur Entfernung der Flüssigkeit in einer 'stetig wirkenden Schleuder behandelt worden ist, anschließend beim Austritt aus der Schleuder von einem Luftstrom erfaßt, zerstäubt und getrocknet wird.
  2. 2. Vorrichtung zum Trocknen von Zucker nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine denZuckersirup an einemEnde aufnehmende und am andern Ende als grießähnliche Masse freigebende, stetig wirkende Schleuder und einen an die Schleuder angeschlossenen Trockenraum.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Trockengas im Trockenraum, z. B. Luft, dem im Trockenturm zerstäubten Zucker im Gegenstrom zugeführt wird.
DE1930536261D 1930-07-17 1930-07-17 Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Zucker Expired DE536261C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1567290B1 (de) * 1964-07-04 1972-06-29 Nippon Shiryo Kogyo Kk Verfahren zur Verarbeitung von Saccharoseloesungen
EP0113967A3 (de) * 1982-12-16 1985-03-20 Cpc International Inc. Wärme-, Druck- und Ausdehnungsverfahren zum Trocknen von reinen Zuckern oder Stärkehydrolysaten zur Herstellung eines rieselfähigen Pulvers

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1567290B1 (de) * 1964-07-04 1972-06-29 Nippon Shiryo Kogyo Kk Verfahren zur Verarbeitung von Saccharoseloesungen
EP0113967A3 (de) * 1982-12-16 1985-03-20 Cpc International Inc. Wärme-, Druck- und Ausdehnungsverfahren zum Trocknen von reinen Zuckern oder Stärkehydrolysaten zur Herstellung eines rieselfähigen Pulvers

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