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Schwalbung für Brikettpressen Die Schwalbungen für Brikettpressen
müssen, um ihre starke Abnutzung möglichst zu verhindern und gute einwandfreie Brikette
zu erhalten, ausreichend gekühlt werden, was man bereits in der verschiedensten
Weise mittels Kühlwassers versucht hat. So hat man bereits in die auswechselbaren
Formhaken, welche den Schwalbungen als Unterlage dienen, Kühlkanäle eingelassen,
um hierdurch auch gleichzeitig die auf den Formhaken aufliegenden, sich beim Pressen
stark erhitzenden Schwalbungen zu kühlen. Diese Kühlung hat sich aber als unzureichend
erwiesen, und man ist deshalb, um eine Erhitzung der Schwalbungen zu vermeiden,
auch schon dazu übergegangen, die Schwalbungen selbst mit Wasserkühlung zu versehen
und hat hierzu in das volle Material derselben Kanäle gebohrt, welche durch die
ganze Länge der 6oo bis oo mm langen Schwalbungen gehen. Die Herstellung dieser
Kühlkanäle ist aber, da die Schwalbungen wegen ihrer starken Abnutzung aus hochwertigem
Stahl hergestellt werden müssen, sehr schwierig und -kostspielig, was um so mehr
ins Gewicht fällt, als die Schwalbungen wegen ihres starken Verschleißes alle zwei
bis vier Wochen durch neue ersetzt werden müssen. Infolgedessen hat man daher neuerdings
den Vorschlag gemacht, .die Schwalbungen in ihrer Höhe zu teilen und die Kühlkanäle
in der Oberfläche des unteren Schwalbungsteils oder in der Unterseite des oberen
Schwalbungsteils als offene Kanäle anzubringen, die durch das Aufeinanderdichten
von Ober- und Unterteil geschlossen werden. Aber auch dieser Vorschlag ist wenig
vorteilhaft, weil das Aufeinanderdichten des oberen und unteren Schwalbungsteils
zwecks Dichthaltens der Kühlkanäle nicht nur das Auf- und Abmontieren der auswechselbaren
Schwalbungen erschwert und viel Zeit erfordert, sondern auch praktisch nicht von
Dauer ist, weil sich die Schwalbungen mit dem Formhaken unter dem Einfluß des Preßstempels
auf die Dauer immer etwas durchschlagen bzw. durchbiegen, wobei die aufeinander
gedichteten Teile bzw. die Kühlkanäle bestimmt undicht werden. Durch die vorgeschlagene
Teilung der Schwalbungen in ihrer Höhe wird die Durchbiegung derselben sogar noch
wesentlich begünstigt. Endlich hat man in neuerer Zeit die Schwalbungen auf ihrer
Unter- oder Rückseite mit Ausnehmungen viereckigen Querschnitts versehen und in
letztere ein U-förmig gebogenes rundes Gasrohr oder auch zwei nebeneinander liegende
Rohre rechteckigen Querschnitts eingezogen und eingeschweißt oder durch Ausgießen
mit leicht schmelzbarem Metall befestigt. Bei den runden Rohren ist der Wärmeaustausch
mangelhaft, weil das runde Rohr nur auf kleiner Fläche mit der Wandung der viereckigen
Ausnehmungen in Berührung kommt. Auch ist bei dem schnellen Verschleiß und der dadurch
bedingten häufigen Auswechslung der Schwalbungen, das fest eingeschweißte Gasrohr
jedesmal verloren und ein Wenden der Schwalbungen nach dem Verschleiß
des
am Eintrittsende angeschliffenen Buckels ist dabei unmöglich. Die mit viel Zwischenraum
in .die Ausnehmungen eingelegten und durch Ausgießen mit leicht schmelzbarem Metall
in letztern befestigten Rohre rechteckigen Querschnitts sind auch nicht ohne weiteres
auswechselbar, müssen vielmehr in umständlicher Weise durch Ausschmelzen der in
die Zwischenräume eingegossenen Metallegierung zunächst gelöst werden. Hierzu kommt
noch, daß bei allen bekannten Schwalbungen mit Wasserkühlung die Kühlkanäle U-förmig
angeordnet sind und das Wasser an der einen Seite zugeleitet wird und an der anderen
Seite abgeleitet wird, wodurch die Kühlung der sich sehr stark erhitzenden Schwalbungen
ungleichmäßig ist, da das Kühlwasser beim Durchfließen der U-förmigen Kühlkanäle
von der Eintritts- bis zur Austrittsstelle an Temperatur zunimmt und damit die eine
Seite der Schwalbung stärker abgekühlt wird als die andere.
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Gemäß der Erfindung sollen die vorerwähnten Nachteile der bekannten
Schwalbungen mit Wasserkühlung dadurch beseitigt werden, daß in die bekannten auf
der Unterseite der Schwalbungen angebrachten viereckigen Ausnehmungen ein aus Kupfer-
o. dgl. Rohren von gleichfalls rechteckigem Querschnitt hergestellter Kühlkörper
schließend eingepaßt und lösbar darin befestigt ist, der aus drei symmetrisch angeordneten
Längsrohren besteht, wobei der Wasserzufluß in die beiden äußeren, der Wasserabfluß
durch das mittlere Rohr erfolgt. Die Rohre, aus welchen der Kühlkörper hergestellt
ist, haben also ebenso wie die Ausnehmungen auf der Rückseite der Schwalbungen einen
rechteckigen Querschnitt. Die Kühlrohre sind in die Schwalbungsausnehmungen schließend
eingepaßt, um zwischen dem Kühlkörper und den Schwalbungen möglichst große Berührungsflächen
zu schaffen; damit die Wärmeübertragung eine ausreichende ist. Die rechteckigen
Ausnehmungen auf der Rückseite der Schwalbungen, welche die ebenfalls rechteckigen'
Kühlrohre aufnehmen sollen, erstrecken sich über die ganze Länge der Schwalbungen.
Die zwischen den Ausnehmungen stehengebliebenen Stege sind an beiden Enden um die
Breite der an einem Ende durch ein Querrohr miteinander verbundenen Kühlrohre verkürzt,
damit die Schwalbungen, wenn der an ihrem Eintrittsende angeschliffene am meisten
dem Verschleiß unterworfene sogenannte Buckel abgeschlissen ist, so gewendet werden
können, daß nunmehr ihr anderes Ende, nachdem daran der Buckel angeschliffen wurde,
an die Eintrittsseite zu liegen kommt.
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Das Auf- und Abmontieren der Schwalbungen wird durch die Anordnung
gemäß der Erfindung wesentlich erleichtert, weil der mit den Zu- und Abflußleitungen
verbundene Kühlkörper nicht gelöst und abgehoben zu werden braucht, vielmehr nur
die eigentlichen Schwalbungen abgehoben und wieder aufgelegt werden. Da das Material
der Schwalbungen bis auf die schmalen Ausnehmungen in voller Höhe bzw. Stärke erhalten
bleibt, so sind die neuen Schwalbungen viel widerstandsfähiger gegen Durchbiegung,
als wenn sie in ihrer Höhe geteilt wären. Wenn sich aber trotzdem die Schwalbungen
mit dem Formhaken etwas durchbiegen sollten, so kann dies nicht zu einem Undichtwerden
der Kühlkanäle führen. Die in die Unterseite- der Schwalbungen eingelassenen flachen
Kühlkörper mit vollständig geschlossenen Kühlkanälen sind nach dem Austausch der
Schwalbungen immer gleich wieder verwendbar. Die Kühlung der Schwalbungen ist absolut
gleichmäßig und infolge der großen Berührungsflächen zwischen Kühlkörper und Schwalbungen
sehr wirksam.
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Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt,
und zwar zeigt Abb. r eine vollständige Preßform, bestehend aus zwei in die sogenannten
Formhaken eingebetteten Schwalbungen, von der Seite gesehen, .
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Abb. 2 einen zur Kühlung der Schwalbungen dienenden Kühlkörper als
Einzelheit im Grundriß und Querschnitt, Abb.3 die Außenseite einer der beiden Schwalbungen
in Draufsicht und Abb. 4 und 5 zwei verschiedene Ausführungsformen der Schwalbungen
im Querschnitt, in größerem Maßstabe.
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Die Schwalbungen c besitzen auf ihrer Außenseite drei rechteckige
Ausnehmungen d, die sich über die ganze Länge der Schwalbungen erstrecken und in
welche ein aus oder ähnlichem Material hergestellter flacher Kühlkörper feingelassen
und lösbar befestigt wird. Der Kühlkörper f (Abb. 2) besteht aus drei symmetrisch
angeordneten Längsrohren von rechteckigem Querschnitt, die an einem Ende durch ein
rechteckiges Querrohr f3 miteinander verbunden sind. Das Kühlwasser wird dem Kühlkörper
f durch die beiden äußeren Rohre zugeführt und fließt durch das mittlere Rohr ab.
Der mittlere Ausflußstutzen /l hat deshalb allein denselben Querschnitt wie die
beiden äußeren Zuflußstutzen f= zusammen. Die symmetrische Kühlwasserzuführung bewirkt
eine vollkommen gleichmäßige Kühlung der Schwalbungen. Wie Abb. 3 erkennen läßt,
sind die zwischen den drei Ausnehmungen d stehengebliebenen Stege g an beiden Enden
der Schwalbungen um die Breite des Querrohres ß verkürzt, damit
die
Schwalbungen'c, wenn der an ihrem Eintrittsende für den Stengel angeschliffene,
am meisten dem Verschleiß unterworfene sogenannte Buckel h abgeschlissen ist, so
gewendet werden können, daß nunmehr ihr anderes stärkeres Ende, nachdem an letzteres
beim Nachschleifen der Buckel hl angeschliffen ist, an die Eintrittseite zu liegen
kommt. Die Lebensdauer der aus in bekannter Weise hochwertigem Material hergestellten
Schwalbungen wird dadurch verlängert.