DE534717C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines wertvollen Ausgangsstoffes fuer alkoholfreie oder alkoholarme Getraenke - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines wertvollen Ausgangsstoffes fuer alkoholfreie oder alkoholarme GetraenkeInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines wertvollen Ausgangsstoffes für alkoholfreie oder alkoholarme Getränke Im allgemeinen verbleiben bei der Destillation von Trinkweinen, auch wenn sie im Vakuum erfolgt, in den erschöpften Rückständen Stoffe, die im Geruch- und im Geschmack nicht idie frische Blume des Ursprungsweins aufweisen, so .daß man sie nicht verwerten kann.
- Das -im nachfolgenden beschriebene Verfahren vermeidet diese -Nachteile, und zwar hauptsächlich durch die verwendete Art der Erhitzung.
- Bei den üblichen Vorrichtungen, die aus einer Plattenkolonne bestehen, geschieht die Erhitzung am Unterteil der Vorrichtung entwederdurch eine Dampfschlange oder durch ein Rohrsystem, das von den Rückständen durchflossen wird. Im einen wie im anderen Fall verbleibt der Rückstand während ziemlich langer Zeit im Kochen und dabei in Berühzung mit den .heißen Wänden. Gerade dieser Umstand ist es, der die Eigenschaften der frischen Flüssigkeit zerstört.
- Durch das Verfahren gemäß der Erfindung wird der unter Vakuum zu destillierende Wein in ganz kurzer Zeit, in 5 bis 6 Minuten, derart erschöpft, .daß die Rückstände einen wertvollen- Ausgangsstoff für alkoholfreie oder alkoholarme -Getränke oder Weinessig ergeben. Zu diesem Zweck erfolgt die Destillation im Vakuum unter Verwendung von Wasserdampf, der bei Atmosphärendruck erzeugt ist. Das neue Verfahren wird an Hand des in der Zeichnung dargestellten .Apparates erläutert.
- Der Wein gelangt zuerst durch das Rohr A auf die obere Platte der Kolonne B. Die.Erhitzung erfolgt in einem Kessel aus verzinkteni oder verzinntem Blech C; dieser enthält Wasser, das unter Atmosphärendruck kocht. Der Dampf von ioo° steigt durch .das Rohr i nach oben, wird mit Hilfe des Ventils D geregelt, in welchem er entspannt wird, und tritt alsdann in den Unterteil der Kolonne ein.
- Es wäre nicht am Platze, einen gewöhnlichen Dampferzeuger unter Druck anzuwenden, weil bei der alsdann erreichten Siedetemperatur von 16o° oder i8o° der Dampf den allgemein bekannten schlechten Geruch annimmt.
- Der ausgekochte Wein siedet nur dann bei Etwa 4o bis 41° oder 45°, wenn eine Vakuumpumpe V verwendet wird, die ein Vakuum von 710 bis 72,0 mm erzeugt. Dies ist so zu verstehen, daß im oberen Teil der Kolonne B ein Vakuum von 720 mm entsprechend einer absoluten Spannung von 4o mm herrscht, das auf eine alkoholische Flüssigkeit, nämlich den bei A eintretenden Wein, wirkt. Im unteren Teil der Kolonne B hat man infolge der ,durch die Platten verursachten Verluste ein Vakuum von etwa 700 mm entsprechend einer absoluten -Spannung von 6o mm. An dieser Stelle ist nur noch erschöpfter Wein vorhanden, d. h. ein solcher, der keinen Alkohol mehr enthält, und der Siedepunkt-beträgt, wi%e gesagt, q.5° C.
- Die ,alkoholischen Dämpfe steigen durch das Rohr 3 nach oben und gelangen zu dem Kühler E. Der kondensierte Branntwein fließt nach unten in das Gefäß F, aus dem er durch die Pumpe P2 abgezogen wird.
- Man schickt ihn alsdann durch einenD.estillierkolben, wie er für .die Kognakherstellung üblich :ist, der mit Dampf oder mit offenem Feuer geheizt .ist, und erhält dann feinen Weinbrand, der für Trinkzwecke . bestimmt ist.
- Die Teile B, E und F können aus verzinntem Kupfer bestehen; man kann die Kolonne B sogar aus Fayence oder Steingut herstellen, da die Temperatur in .diesem Teil niemals 50° erreicht.
- Die durch .die Pumpe P abgezogenen Rückstände können insbesondere zum ,Herstellen von alkoholfreien Weinen oder von hervorragendem Weinessig verwendet werden. Zu diesem Zweck kann man ihnen Alkohol in dem gewünschten Verhältnis beimischen und sie der Essigbereitung zuführen.
- Man kann -auch ebensogut Zucker in ihnen auflösen, den man gären läßt, worauf man den Wein der Essigbereitung zuführt.
- Wenn .die destillierten Weine Süßweine sind, ,so kann der Rückstand als alkoholfreies Getränk oder als sogenanntor ungegorener Wein verwendet werden, indem man eine Gärung bis zu ein oder zwei Graden herbeiführt. Man kann auch durch vollständige Gärung herben Wein oder endlich durch Essiggärung Weinessig herstellen.
- Mit anderen Worten: In allen erwähnten Fällen erhält man, nachdem ein wertvolles Erzeugnis, wie Weinbrand, abgezogen ist, einen Destillationsrückstand, der für sich ein Nebenprodukt von beträchtlichem Wert darstellt, ohne daß eine kostspielige Apparatur erfordert wird.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: - r. Verfahren zur Herstellung eines wertvollen Ausgangsstoffes für .alkoholfreie oder .alkoholarme Getränke oder Weinessig bei der Valiuuxndestillation von Traubenwein lauf Branntwein, dadurch gekennzeichnet, daß die Destillation im Vakuum unter Verwendung von Wasserdampf erfolgt, der bei Atmosphärendruck erzeugt wird.
- 2. Verfahren zur Verarbeitung der Rückstände nach Anspruch z, .dadurch gekennzeichnet, !daß man ihnen Alkohol beimischt und sie der Essigbereitung zuführt.
- 3. Verfahren, dadurch gekennzeichnet, daß man einen aus Süßwein gemäß Anspruch r erhaltenen Rückstand durch Essiggärung auf'We-inessig 'verarbeitet. q.. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, @daß zur Erzeugung des -benötigten Wasserdampfes unter Atmosphärendruck ein Kessel aus verzinktem oder verzinntem Blech dient.
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