DE533674C - Verfahren zur Verguetung von Aluminium-Zinklegierungen mit bis zu etwa 8% Zink - Google Patents

Verfahren zur Verguetung von Aluminium-Zinklegierungen mit bis zu etwa 8% Zink

Info

Publication number
DE533674C
DE533674C DET28573D DET0028573D DE533674C DE 533674 C DE533674 C DE 533674C DE T28573 D DET28573 D DE T28573D DE T0028573 D DET0028573 D DE T0028573D DE 533674 C DE533674 C DE 533674C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
zinc
alloys
annealing
aluminum
storage
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DET28573D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
OTTO TIEDEMANN DR ING
Original Assignee
OTTO TIEDEMANN DR ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by OTTO TIEDEMANN DR ING filed Critical OTTO TIEDEMANN DR ING
Priority to DET28573D priority Critical patent/DE533674C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE533674C publication Critical patent/DE533674C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22FCHANGING THE PHYSICAL STRUCTURE OF NON-FERROUS METALS AND NON-FERROUS ALLOYS
    • C22F1/00Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working
    • C22F1/04Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working of aluminium or alloys based thereon
    • C22F1/053Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working of aluminium or alloys based thereon of alloys with zinc as the next major constituent

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture Of Alloys Or Alloy Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Vergütung von Aluminium-Zinklegierungen mit bis zu etwa 80J0 Zink Bei vielen Legierungen ist es bisher beobachtet' worden, daß sie ihre endgültigen mechanischen Eigenschaften erst längere Zeit nach einer stattgefundenen Wärmebehandlung annehmen. Diese bekannte Erscheinung hat aber bisher zu keinerlei technisch wertvollen Ergebnissen geführt.
  • Daß durch längeres Lagernlassen nach einer ganz bestimmten Wärmebehandlung bei schwach magnesiumhaltigen Aluminiumlegierungen ein praktisch sehr bedeutungsvoller Veredelungsvorgang, welcher in einer Erhöhung der Bruchfestigkeit und gleichzeitigen Erhöhung der Dehnbarkeit besteht, stattfindet, ist ebenfalls seit etwa zwei Jahrzehnten bekannt, jedoch blieb diese Erkenntnis trotz aller auf diesem Gebiete geleisteten Forschungsarbeiten auf die Veredelungsfähigkeit des Aluminiums ausschließlich auf das Magnesium beschränkt, dem man in diesem Falle eine ganz spezifische Wirkung zuschrieb.
  • Erst neuerdings fanden S a n d e r und M e i ß n e r (Zeitschrift für Metallkunde 1924 S. 13), daß auch.bei Aluminiumlegierungen, welche kein Magnesium, sondern Zink enthalten, die eigenartige, bisher einzig und allein beim Magnesium bekannte, erst nach erfolgter Lagerun- nach vorhergehender Wärmebehandlung auftretende Veredelungsmöglichkeit besteht.
  • Jedoch nahm man an, daß, entsprechend der Theorie, daß der Veredelungsvorgang mit einer Segregatausscheidung zwischen der Erhitzungstemperatur und der Abkühlungs-bzw. Lagerungstemperatur zusammenhänge, die Veredelbarkeit der Aluminium-Zink-Legierungen erst bei ,Zinkgehalten von etwa 8 °/o Zink aufwärts beginne, weil bei Zimmertemperatur Aluminium noch 8 °/o Zink in fester Lösung aufzunehmen in der Lage ist.
  • Diese Theorien wurden von der Wissenschaft aufrechterhalten, obgleich auch bekannt war, daß Aluminium-Zink-Legierungen mit 8 und 15 °/o Zink eine höhere Härte auf- . weisen, wenn sie bei 500° geglüht, darauf abschreckt und gelagert werden. Mangels strenger Beziehungen zwischen Härte einerseits und Zugfestigkeit und Dehnung andererseits hat man aber weitergehendere Vermutungen aus der Möglichkeit der Härtesteigerung nicht gezogen.
  • Die Arbeiten des Erfinders, welche besonders -dadurch erschwert wurden, daß die metallographischen Forschungsmethoden, sowohl die thermische als auch die mikroskopische, hier vollständig versagen, haben in doppelter Hinsicht zu überraschenden Ergebnissen geführt: Erstens haben sie ergeben, daß auch Aluminium-Zink-Legierungen mit weniger als 8 °f0 Zink auf diesem Wege veredelbar sind, haben also -bewiesen, daß die bisher diese Veredelungsvorgänge betreffenden wissenschaftlichen Theorien entweder unrichtig oder nicht vollständig sind, zweitens haben sie ergeben, daß der Bereich der geeigneten Erhitzungstemperaturen, welcher nach den Arbeiten des Erfinders bis zu dem jeweiligen Schmelzpunkt reichen, außerdem ein Temperaturinterwall enthalten, bei dessen Anwendung nur eine Erhöhung der Festigkeit, jedoch eine Verminderung der Dehnbarkeit erzielt wird. Die endgültige Legierung wird also fester, aber dafür spröder.
  • Der durch die vorliegende Erfindung erreichte Fortschritt besteht in der Möglichkeit, nunmehr auch Aluminium-Zink-Legierungen mit weniger als 8 0/0 Zink veredeln zu können, in der Vermeidung von Fehlerzeugnissen and damit Unglücksfällen infolge von Anwendung ungeeigneter Abschrecktemperaturen.
  • In der beiliegenden Zeichnung ist die aluminiumreiche Seite des Schmelzdiagramms in der Art, wie es für die Darstellungen von Veränderungen an Legierungen üblich ist, dargestellt.
  • In der rechten unteren Ecke ist die bisher bekannte Segregatlinie und die ebenfalls bekannte Eutektoidale bei der Temperatur von a56° C voll ausgezogen eingetragen. Ebenfalls in voll ausgezogenen Linien sind die ebenfalls bereits bekannten Solidus- und Liquiduskurven eingetragen, welche sich in dem Schmelzpunkt des Aluminiums bei 658° C treffen. Die bei den Arbeiten des Erfinders neu gefundenen Linnen sind gestrichelt eingezeichnet. Für die vorliegende Erfindung kommen nur die beiden Segregatlinien in Betracht, welche bei dem Umwandlungspunkt des reinen Aluminiums bei 56o° C ihren Ausgang nehmen und sich im Diagramm strahlenförmig und schwach gekrümmt nach unten bis zu der neuen Eutektoidalen bei :z75' C erstrecken.
  • Durch diese drei neuen Kurven werden in dem Schmelzdiagramm drei Felder gebildet: i. Das mit II bezeichnete Feld, welches zwischen den beiden neu gefundenen, von dem Umwandlungspunkt des Aluminiums ausgehenden Segregatlinien und der neuen Eutektoidalen begrenzt wird.
  • 2. Das Feld links von Feld II, welches etwa die Temperaturen bis 56o° C und die Zusammensetzungen bis etwa 6,5 0/0 Zink umfaßt und in der Zeichnung mit I bezeichnet ist.-3. Das Feld rechts von Feld II, in der Zeichnung mit III bezeichnet. Gemäß der Erfindung tritt bei Aluminium-Zink-Legierungen mit bis zu etwa 8 0/0 Zink eine Veredelung in dem Sinne, daß sowohl die Bruchfestigkeit als auch gleichzeitig die Dehnung erhöht wird, nun aber auch immer dann ein, wenn .die Legierung von einer Temperatur abgeschreckt wird, die im Schmelzdiagramm in die Felder I oder III fallen würde. Dagegen tritt bei Aluminium-Zink-Legierungen mit )bis zu etwa 8 010 Zink, falls von einer Temperatur abgeschreckt wurde, die in das Feld II fallen würde, eine Veredelung ein, welche zwar in einer Erhöhung der Bruchfestigkeit und Streckgrenze, jedoch einer Verringerung der Dehnbarkeit besteht, wobei jedoch beachtet- werden muß, daß der gesamte Veredelungsvorgang aus dem Abschrecken von einer der genannten Temperaturen und einem Lagernlassen bei gewöhnlichen Temperaturen besteht. Die Veredelung tritt erst allmählich während der Lagerung ein. Die Lagerzeit beträgt mehrere Wochen.
  • Kleine Zusätze anderer Metalle zu den Zink-Aluminium-Legierungen beeinträchtigen die Veredelungsfähigkeit der Zink-Aluminium-Legierungen nicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Erhöhung der Festigkeit von Aluminium-Zink-Legierungen mit bis zu etwa 8 0/0 Zink, dadurch gekennzeichnet, daß dieselben an sich bekannten thermischen Veredelungsverfahren, bestehend aus Glühen, Abschrecken und Lagern, unterworfen werden, wobei Glühtemperaturen zwischen 300° C und dem Schmelzpunkt der Legierungen eingehalten werden. z. Verfahren nach Anspruch i unter gleichzeitiger Erhöhung der Dehnung, dadurch gekennzeichnet, daß dieselben an sich bekannten thermischen Veredelungsverfahren, bestehend aus Glühen, Abschrecken und Lagern, unterworfen werden, wobei Glühtemperaturen zwischen 300° C und dem Schmelzpunkt der Legierungen (I, III) eingehalten werden mit Ausnahme eines Temperaturintervalles (II), welches von der Zusammensetzung der Legierung abhängt und bei Legierungen mit i % Zink von etwa 55o bis etwa 56o°, 304 - - - 510 - - 583", 5 0/0 - - - 430 - - 540° 704 300 - - 525 °, 804 - - - 300 - - 515"
    beträgt. 3. Verfahren nach Anspruch i, bei .gleichzeitiger Erhöhung der Fließgrenze und Verringerung der Dehnung, dadurch gekennzeichnet, daß diese an sich bekannten thermischen Veredelungsverfahren, bestehend aus Glühen, Abschrecken und Lagern, unterworfen werden, wobei die Glühtemperatur von der Zusammensetzung der Legierung abhängt und für Legierungen mit i 0l0 Zink von etwa 550 bis etwa 56o°, 3 0l0 _ _ - 510 - - 553°, 5 0l0 430 - - 540°, . 704 - - - 300 - - - 525°
    beträgt (.Feld II).
DET28573D 1924-03-05 1924-03-05 Verfahren zur Verguetung von Aluminium-Zinklegierungen mit bis zu etwa 8% Zink Expired DE533674C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DET28573D DE533674C (de) 1924-03-05 1924-03-05 Verfahren zur Verguetung von Aluminium-Zinklegierungen mit bis zu etwa 8% Zink

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DET28573D DE533674C (de) 1924-03-05 1924-03-05 Verfahren zur Verguetung von Aluminium-Zinklegierungen mit bis zu etwa 8% Zink

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE533674C true DE533674C (de) 1931-09-21

Family

ID=7554262

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DET28573D Expired DE533674C (de) 1924-03-05 1924-03-05 Verfahren zur Verguetung von Aluminium-Zinklegierungen mit bis zu etwa 8% Zink

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE533674C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE764184C (de) * 1939-09-30 1952-11-24 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur Verbesserung der Spannungskorrosionsbestaendigkeit von Aluminiumlegierungen mit Zink und/oder Magnesium

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE764184C (de) * 1939-09-30 1952-11-24 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur Verbesserung der Spannungskorrosionsbestaendigkeit von Aluminiumlegierungen mit Zink und/oder Magnesium

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69325804T2 (de) Hochfeste-al-li-legierung mit niedriger dichte und hoher zähigkeit bei hohen temperaturen
DE2103614B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Halbzeug aus AIMgSIZr-Legierungen mit hoher Kerbschlagzähigkeit
EP2855718A1 (de) Stahl, stahlflachprodukt und verfahren zur herstellung eines stahlflachprodukts
DE831453C (de) Kupferlegierungen
DE2033003B2 (de) Verfahren zur verformung und waermebehandlung eines beruhigten, niedrig legierten stahles
DE69307393T2 (de) Schmiedestück und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1608148B2 (de) Aluminiumlegierung
DE533674C (de) Verfahren zur Verguetung von Aluminium-Zinklegierungen mit bis zu etwa 8% Zink
DE2420782A1 (de) Zinklegierung
DE2242235B2 (de) Superplastische Aluminiumlegierung
CH454473A (de) Verfahren zur Verbesserung der Festigkeit und Beständigkeit gegen Spannungskorrosion von verformten Produkten aus praktisch kupferfreien Aluminiumlegierungen
DE456343C (de) Drei- und Mehrstofflegierungen des Aluminiums
DE686321C (de) Lagermetall
DE1963566A1 (de) Verfahren zum Warmwalzen von Aluminium-Magnesium-Legierungen
DE621152C (de) Naturharte Formstuecke aus Palladium-Silber-Legierungen
DE102015004221A1 (de) Kupfer-Zink-Legierung, bandförmiger Werkstoff daraus, Verfahren zur Herstellung eines Halbzeugs aus einer Kupfer-Zink-Legierung und Gleitelemente aus einer Kupfer-Zink-Legierung
DE468688C (de) Verguetung einer Kupfer-Berylliumlegierung mit ueberwiegendem Gehalt an Kupfer
DE679377C (de) Verfahren zum Veredeln von Magnesiumlegierungen
AT147160B (de) Verfahren zur Veredelung von Magnesiumlegierungen, die einer Ausscheidungshärtung zugänglich sind.
DE895381C (de) Verfahren zur Herstellung von Leichtmetall-Tiefziehblechen
DE1204831B (de) Verfahren zur Herstellung von vergueteten Gussteilen aus einer Magnesium-Aluminium-Zink-Legierung
DE867165C (de) Nickel-Kupfer-Legierungen
DE880403C (de) Zinklegierung
DE698617C (de) Verwendung einer Zinklegierung
DE825599C (de) Verfahren zur Verbesserung der Korrosionsbestaendigkeit von Kupferlegierungen