DE2242235B2 - Superplastische Aluminiumlegierung - Google Patents

Superplastische Aluminiumlegierung

Info

Publication number
DE2242235B2
DE2242235B2 DE2242235A DE2242235A DE2242235B2 DE 2242235 B2 DE2242235 B2 DE 2242235B2 DE 2242235 A DE2242235 A DE 2242235A DE 2242235 A DE2242235 A DE 2242235A DE 2242235 B2 DE2242235 B2 DE 2242235B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
alloy
superplastic
crystals
alloys
composition
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE2242235A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2242235A1 (de
DE2242235C3 (de
Inventor
Takashi Hasegawa
Takashi Oikawa
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Resonac Holdings Corp
Original Assignee
Showa Denko KK
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Showa Denko KK filed Critical Showa Denko KK
Publication of DE2242235A1 publication Critical patent/DE2242235A1/de
Publication of DE2242235B2 publication Critical patent/DE2242235B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2242235C3 publication Critical patent/DE2242235C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C21/00Alloys based on aluminium
    • C22C21/06Alloys based on aluminium with magnesium as the next major constituent
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C21/00Alloys based on aluminium
    • C22C21/02Alloys based on aluminium with silicon as the next major constituent
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
    • Y10STECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y10S420/00Alloys or metallic compositions
    • Y10S420/902Superplastic

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Forging (AREA)
  • Heat Treatment Of Nonferrous Metals Or Alloys (AREA)
  • Shaping Metal By Deep-Drawing, Or The Like (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine superplastische ternäre Al—Si—Mg-Legierung sowie ein Verfahren zu seiner Herstellung.
Metalle besitzen im allgemeinen eine geringe Plastizität.
Es ist seit langem bekannt, daß eine Eutektoidlegierung aus 78% Zink und 22% Aluminium Superplastizität besitzt.
Die Imperial Smelting Corporation, England, verwendet diese Legierung für Automobilkarosserien und Kühlerauskleidungen unter Ausnutzung ihrer Superplastizität.
Die US-PS 33 40 101 beschreibt superplastische Legierungen aus 20% Al und 80% Zn, 67% Al und 33% Cu, 88,3% Al und 11,7% Si sowie 62% Cu und 38% Zn.
Die Phasendiagramme dieser superplastsichen Legierungen /eigen, daß die Legierungen eine eutektische Zusammensetzung besitzen, also invariable binäre Legierungen sind. Die Verwendungsmöglichkeiten dieser Legierungen sind auf Gebiete beschränkt, auf welchen die Eigenschaften dieser spezifischen Legierungen mit Vorteil ausgenützt werden können, Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer ternären superplastichen Al—Si—Mg-Legierung, die
hohe Festigkeit, gute Korrosionsbeständigkeit und hohe
Abriebfestigkeit besitzt und sich daher für viele Zwecke
verwenden läßt
Ferner wird erfindungsgemaß ein Verfahren zur
to Herstellung einer derartigen ternären superplastischen Legierung genannt
Die F i g. 1 zeigt ein temäres Phasendiagramm der AI—Si—Mg-Legierung und erläutert die Zusammensetzung der erfindungsgemäßen Legierung.
t5 Die Fig.2 ist eine Photomikrographie der erfindungsgemäßen Legierung.
Die erfindungsgemäße Legierung besitzt eine Zusammensetzung, welche in die Fläche fällt, die von den geraden Linien begrenzt wird, welche die Punkte A (89,8% AL 9,7% Si und 0,5% Mg), 5(78,6% AI, 14,1 % Si, 73% Mg), C (78,5% Al, 16,6% Si, 4,9% Mg), D (863% AL 13,2% Si, 0,5% Mg) in dem ternären Phasendiagramm Al—Si—Mg von Fig. 1 verbinden. Die Legierung besitzt eine solche Zusammensetzung, daß die ausgeschiedenen Phasen von Si und Mg2Si mit einer sehr kleinen Korngröße in der Matrix verteilt sind. In dem Diagramm bezeichnet £> den eutektischen Punkt, während die Kurve, die zur Verbindung von E\ und Et gezogen ist, die eutektische Linie wiedergibt
In der »Zeitschrift für Metallkunde«, 61 (1970), werden auf den Seiten 704 bis 710 binäre superplastische Legierungen und aus fünf Komponenten bestehende superplastische Legierungen, wobei in dieser Literaturstelle nur ganz allgemein Angaben bezüglich der Zusammensetzung und der charakteristischen Merkmale dieser Legierungen sowie Verfahren zu ihrer Herstellung zu finden sind, beschrieben. Eine superplastische Legierung mit einer Zusammensetzung und den Strukturmerkmalen der erfindungsgemäßen Legierung ist in dieser Literaturstelle nicht zu ein den. Ferner sind auch keine Einzelheiten bezüglich der anzuwendenden Behandlungsmethoden bei der Herstellung von superplastischen Legierungen angegeben. Es wird lediglich erwähnt, daß es schwierig ist, superplastische Legiemn gen herzustellen.
In der DE-AS 11 CS 682 sowie in »Aluminium-Taschenbuch«, 12. Auflg, 1963, Seite 82. sind zwar Legierungen mit Zusammensetzungen beschrieben, die in den Bereich der Zusammensetzung der erfindungsge mäßen superplastischen Legierungen fallen, bei den bekannten Legierungen handelt es sich jedoch nicht um superplastische Legierungen mit den Strukturmerkmalen der erfindungsgemäßen Legierung, sondern um Gußlegierungen mit einer völlig anderen metallurgi sehen Struktur.
Durch die Erfindung ist es erstmals möglich geworden, auf technisch einfache und wiederholbare Weise mit Erfolg ternäre Legierungen der vorstehend angegebenen Zusammensetzung sowie den erwähnten
M) Strukturmerkmalen herzustellen, wobei diese Legierungen superplastisch sind. Die erfindungsgemäßen Legierungen sind innerhalb eines festen Temperaturbereiches, der unterhalb des Schmelzpunktes der Legierung liegt, superplastisch. Dies trifft nur zu für solche
μ ternären Legierungen mit der angegebenen Zusammensetzung und den erwähnten Feinstrukturmerkmalen.
Das Gefüge der erfindungsgemäßen Legierung wird nachstehend näher beschrieben. Die F i g. 2 zeigt eine
Photomikrographie des Gefüges einer ternSren superplastischen eutektischen Legierung aus 80,5% AI, 14,6% Si und 4,9% Mg gemäß der Erfindung, In diesem Diagramm bedeuten die leeren Flächen Aluminiumkristalle, die gestrichelten Fliehen primäre Kristalle von Si und die schwarzen Fliehen ausgeschiedene Kristalle von Mg2SL Der durchschnittliche Durchmesser der AI-Kristalle liegt in der Größenordnung von 5 um oder darunter und derjenige von Si und Mg2Si bei 2 bis 3 μιη. Die erfindungsgemäße Legierung besitzt ein Mikrotriplex-Gefüge, in welchem die zwei ausgeschiedenen Phasen von Si und Mg2Si gleichmäßig mit sehr kleiner Korngröße in der Al-Matrix verteilt sind.
Die Legierung läßt sich bezüglich der Plastizität noch verbessern, wenn eines oder mehrere der folgenden Elemente zulegiert werden: 0,01 bis 0,20% Ti, 0,005 bis 0,03% B und 0,01 bis 0,05% P, jeweils bezogen auf das Gewicht der Basislegierung.
Nachstehend wird erläutert, weshalb die Zusammensetzung der erfindungsgemäßen Legierung auf den vorstehend erwähnten Bereich beschränkt bleiben muß. in diesem Bereich der Zusammensetzung ist der minimale Si-Gehalt auf 9,7% und der minimale Mg-Gehalt auf 0,5% festgelegt Liegen die Si- und Mg-Gehalte niedriger, dann besitzt die Legierung nicht das gewünschte Feingefüge und daher keine Superplastizität. Die oberen Grenzen des Si- und Mg-Gehaltes sind 16,6% bzw. 73%. Oberschreiten diese Gehalte diese oberen Grenzen, dann wird die Legierung spröde.
Erreichen P, Ti und B nicht die unteren Grenzen ihrer Gehaltsbereiche, dann bleiben sie wirkungslos. Obersteigen ihre Anteile die oberen Grenzen, dann sind die darüber hinaus gehenden Mengen ebenfalls wirkungslos und vergeudet Darüber hinaus hat ein Überschuß auch noch den Nachteil, daß die Beseitigung primärer Kristalle erhöht wird, so daß die Legierung ein heterogenes Gefüge erhält
Die Tatsache, daß die erfindungsgemäße Legierung Superplastizität in einem fixierten Temperaturbereich unterhalb ihres Schmelzpunktes besitzt, läßt sich durch das folgende Postulat erklären: Die Legierung besitzt, wie vorstehend erwähnt wurde, eine Tripelstruktur, in welcher zahllose kleine Kristallkörner und Fein ausgeschiedene Körner gleichmäßig im Gefüge verteilt sind. Folglich existieren feine Phasengrenzflächen, die ihre Lage unter Beanspruchung bei erhöhten Temperaturen leicht verschieben. Diese Tatsache ermöglicht die Superplastizität der Legierung.
Nachfolgend wird das Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Legierung beschrieben.
Zunächst wird ein Ai-Block bei ungefähr 800" C geschmolzen. Dann werden Si und Mg in Form einer Vorlegierung in der jeweils erforderlichen Menge zugesetzt Werden P, 11 oder B zugesetzt, dann erfolgt diese Zugabe zuletzt. Die Schmelze wird so lange in geschmolzenem Zustand gehalten, bis die zugesetzten Elemente gleichmäßig in der Al-Phase verteilt sind. Die Schmelze wird dann in Formen vergossen, wobei beispielsweise bei einer Temperatur begonnen wird, die 6O0C oberhalb des Schmelzpunktes der Legierung liegt.
Die Legierung nimmt ein der Superplastizität sehr zuträgliches feines Gefüge an, wenn sie schnell abgekühlt wird. Die Verwendung wassergekühlter Gießformen, die unter Wasserkühlung durchgeführte kontinuierliche Gießmethode sowie ähnliche Methoden eignen sich zum schnellen Abkühlen der Legierung.
Die Superplastizität im Gußzustand ist jedoch nicht
ühprracrpnH
Die Legierung wird dann einer intensiven Warmverformung zwischen 300 und 500° C unterzogen; dadurch wird das G'ißgefüge mit den primären Al-Kristallen und ausgeschiedenen Si- und MgiSi-Kristallen zerbrochen und ein Gefüge mit noch feineren Korngrößen erhalten. Dieses intensive Warmverformen kann beispielsweise Strangpressen, Walzen oder Schmieden oder eine Kombination dieser Methoden umfassen. Beim Strangpressen und Schmieden soll das Verhält nis der Querschnittsfläche des Barrens vor dem Warmverformen zur Querschnittsfläche des Barrens danach wenigstens 3 :1 betragen.
Beim Warmwalzen soll der Abwalzgrad mindestens 50% betragen.
is Die Superplastizität der auf diese Weise erhaltenen Legierung kann weiter dadurch verbessert werden, daß diese Legierung eine Wärmebehandlung erfährt Beispielsweise wird bei ungefähr 5200C bis zu 10 Stunden lang lösungsgeglüht dann auf RT abgeschreckt und schließlich warmausgelagert
Der Gebrauchswert der erfindurc.:,gemäßen Legierung wird nachstehend näher erläutert
Die erfindungsgemäße superplastische Legierung zeigt ihre Superplastizität bei Temperaturen zwischen dem Schmelzpunkt der Legierung und ungefähr 800C unterh?.'b des Schmelzpunktes. Innerhalb dieses Temperaturbereiches kann diese Legierung, die beispielsweise zu einer Platte verformt wurde, zu jeder gewünschten komplizierten Form verformt werden.
Da die erfindungsgemäße superplasriche Legierung Si und Mg enthält, ist sie sehr fest korrosions- und abriebbeständig. Daher eignet sich die Legierung zur Herstellung von Materialien, bei denen diese Eigenschaften unumgänglich sind. Die erfindungsgemäße superplastische Legierung läßt sich vielen Verwendungszwecken zuführen. Beispielsweise können Automobilteile, Kühlschrankauskleidungen sowie andere Gegenstände mit ähnlich komplizierten Formen ohne weiteres in der Weise hergestellt werden, daß Platten oder Bleche aus der superplastischen Legierung bei ungefähr 500°C tiefgezogen, gestaucht oder anderweitig behandelt werden. Maschinenteile mit komplizierten Formen können ebenfalls durch Heißpressen oder Heißschmieden hergestellt werden.
Die folgenden bevorzugten Ausführungsformen erläutern die Erfindung.
Beispie! 1
w Die Ergebnisse, welche bei der Durchführung dieses Beispiels erhalten werden, sind in der Tabelle 1 zusammengefaßt. Die Versuche 1 bis 7 beziehen sich auf die erfiiidungsgemäße superplastische Legierung, während ^ift Versuche 8 bis 11 Legierungen betreffen, die nicht superplastisch sind und lediglich zu Vergleichszwecken verwende; wurden.
Herstellung der Legierungsproben Al wird bei 8000C geschmolzen, worauf die
to erforderlichen Mengen an Si und Mg in Form einer
Vorlegierung zugesetzt werden. Im Falle der Proben für
die Versuche 5 bis 7 werden P, Ti und B in den erforderlichen Mengen zugesetzt. Die geschmolzenen
Mischungen werden während einer fixierten Zeitspanne
>-> bei 8000C gehalten. Unter kontinuierlichem Gießen •.«erden Barren mit einem Durchmesser von 178 mm erzt'jgt. Diese Barren besitzen das geschilderte
MikrotriDlex-Gcfuee.
Warmstrangpressen
Barren mit dem Durchmesser von 178 mm werden auf einen Durchmesser von 40 mm stninggepreßt. Das Querschnittsverhältnis beträgt 18,6 : I.
Schmieden
Barren mit dem Durchmesser von 178 mm werden bei 300° C bis auf einen Durchmesser von 10 mm geschmiedet.
Warmwalzen
Schmiedebrammen einer Dicke von 20 mm werden auf eine Dicke von 6 mm gewalzt. Der Abwalzgrad beträgt 70%.
Zugfestigkeit und Dehnung bei erhöhter Temperatur
Proben einer Länge von jeweils 25 mm und einem Durchmesser von 5 mm an parallelen Abschnitten werden bei einer Temperatur von 5200C und einer Dehnungsgeschwindigkeit von 1 mm/min geprüft.
Tabelle
Si 84,8 Vergleichslegierung 87,9 12.5 Mg Ti B P Art der Warmver Wärmebehand Zugfestig Deh
Erfindungsgemäße Legierung 80,5 8 80,5 14,6 formung lung keit nung
1 30,5 9 75,3 14,6 2,7 _ (N/mm'i ('.)
LegierungszusammenseUung ("■>) 2 80,5 10 99,9 14,6 4.9
3 30.5 11 99,9 14,6 4.9 _ Schmieden keine 4,0 270
Al 4 80.5 12 14.6 4,9 - - - Strangpressen keine 12,0 208
5 80.5 14,6 4,9 0,02 - Strangpressen 520 C-, 3 Std. 2,2 460
6 4,9 0.02 0,004 - Walzen 520 C-, 3 Std. 4,4 530
7 4.5 4,9 0.02 0,004 0,02 Strangpressen 520 C, 3 Std. 4,0 465
14,6 Strangpressen 520 C, 3 Std. 4,2 490
13,0 7,8 _ Strangpressen 520 C", 3 Std. 4,0 510
0,1 4,9 _
0,1 11.7 _ Schmieden keine 0,40 150
- _ keine keine 0,32 170
- - Walzen keine 0,95 25
keine keine 0,80 40
Strangpressen keine 1,40 35
Aus der Tabelle 1 ist zu ersehen, daß die Legierungen Nr. 1 bis 7 superplastisch sind, wobei die Dehnung 200% übersteigt Die Legierungen 2 bis 7 und 9 sind von der gleichen Zusammensetzung, sie sind jedoch verschiedenen Verformungs- und Wärmebehandlungen unterzogen worden. Die Legierung Nr. 9 besitzt im Gußzustand ein relativ geringes Ausmaß an Superplastizität bei einer Dehnung von 170%. Die Legierung Nr. 2, die zusätzlich stranggepreßt worden ist, zeigt eine Dehnung von mehr als 200%. Wird eine derartige Strangpreßprobe wärmebehandelt dann erfolgt eine Rekristallisation, wodurch eine weitere Größenverminderung der Phasengrenzflächen und eine Verbesserung der Superplastizität erzielt werden. Die Legierung Nr. 4, die durch Walzen erzeugt worden ist, ist superplastischer als die stranggepreßte Legierung Nr. 3.
Die Legierungen Nr. 5,6 und 7 sind unter Zugabe von Ti, Ti und B sowie Ti, B und P in die Schmelze Nr. 2 erzeugt worden. Die Wirkung dieser Zusatzelemente wird deutlich, wenn die Ergebnisse dieser Proben mit denen der Probe verglichen werden, weiche unter den gleichen Bedingungen, aber ohne Zusätze erzeugt worden ist Die Legierungen Nr. 8 bis Nr. 12 sind nach anderen als den erfindungsgemäßen Methoden hergestellt worden. Keine dieser Legierungen besitzt Superplastizität
Beispiel 2
Dieses Beispiel soll die Beziehung zwischen der Temperatur und der Superplastizität zeigen, und zwar ermittelt unter Verwendung der Legierung Nr. 3 gemäß Tabelle 1.
Die Legierung Nr. 3 besitzt einen Schmelzpunkt von 558° C. Teststücke werden auf ihre Dehnung (%) und Zugfestigkeit (N/mm2) geprüft, wobei die Temperatur zwischen 440 und 520° C variiert Die Ergebnisse sind in der Tabelle 2 zusammengefaßt
Tabelle 2
Eigenschaft Temperatur, C
520 500 480 460
Zugfestigkeit
(N/mm2)
Dehnung (%)
2,2 4,6 6,7 12,0 14,4
460 348 356 214 200
Tabelle 2 zeigt daJ3 Dehnung und Superplastizität mit
einer Erhöhung der Temperatur ansteigen. Die Dehnung beträgt 200% bei 4400C Bei Temperaturen unterhalb 440° C wird keine Superplastizität festgestellt
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche;
1. Superplastische Aluminiumlegierung, gekennzeichnet durch eine Zusammensetzung, die in dem ternären Phasendiagramm Al—Si—Mg innerhalb der Flache liegt, die von den geraden Linien begrenzt wird, welche die Punkte A (89,8% Al, 9,7% Si, 0,5% Mg), B (78,6% AJ, 14,1% Si, 73% Mg), C(78,5% AJ, 16,6% Si, 43% Mg) und D (86,3% Al, 13,2% Si, 0,5% Mg) miteinander verbinden, und durch ein Mikrotriplex-Gefüge, in dem die beiden ausgeschiedenen Phasen aus eutektischen Si-Kristallen und aus Mg2Si-Kristallen, die jeweils einen durchschnittlichen Korndurchmesser von bis zu 2 bis 3 um aufweisen, gleichmäßig innerhalb der Matrix aus Aluminiumkristallen mit einem durchschnittlichen Korndurchmesser von bis zu 5 pm verteilt sind, wobei das Gefüge nach schneller Abkühlung intensiv warmverformt und gegebenenfalls wärmebehandelt worden ist
2. Superplastische Legierung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen zusätzlichen Gehalt an 0,01 bis 0,20% Titan, 0,005 bis 0,03% Bor und/oder 0,01 bis 0,05% Phosphor, jeweils bezogen auf das Gewicht der Basislegierung, die ein Mikrotriplex-GefOge hat, worin auch Titan, Bor und/oder Phosphor gleichmäßig innerhalb der Aluminiummatrix verteilt sind.
3. Verfahren zur Herstellung der Legierung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Legierung der genannten Zusammensetzung von Schmelztemperatur vergossen und schnell abgekühlt, der erhaltene GuBbarren anschließend intensiv warmverformt, lösur^sgeglüht, abgeschreckt und warmausgelagert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei der intensiven Warmverformung stranggepreßt, gewalzt, gesenkgeschmiedet oder geschmiedet wird.
DE2242235A 1971-08-28 1972-08-28 Superplastische Aluminiumlegierung Expired DE2242235C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP46065578A JPS5134367B2 (de) 1971-08-28 1971-08-28

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2242235A1 DE2242235A1 (de) 1973-03-08
DE2242235B2 true DE2242235B2 (de) 1980-09-25
DE2242235C3 DE2242235C3 (de) 1981-06-04

Family

ID=13291012

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2242235A Expired DE2242235C3 (de) 1971-08-28 1972-08-28 Superplastische Aluminiumlegierung

Country Status (4)

Country Link
US (1) US3841919A (de)
JP (1) JPS5134367B2 (de)
DE (1) DE2242235C3 (de)
GB (1) GB1363977A (de)

Families Citing this family (12)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS5512095B2 (de) * 1973-09-20 1980-03-29
JPS5068165A (de) * 1973-10-18 1975-06-07
JPS5355170A (en) * 1976-10-29 1978-05-19 Seiko Epson Corp Constant period clock signal making device
JPS56148701A (en) * 1980-04-21 1981-11-18 Tamagawa Kikai Kinzoku Kk Acoustic apparatus
US4603665A (en) * 1985-04-15 1986-08-05 Brunswick Corp. Hypereutectic aluminum-silicon casting alloy
CA1287013C (en) * 1985-07-25 1991-07-30 Yasuhisa Nishikawa Aluminum alloy support for lithographic printing plates
ATE70566T1 (de) * 1987-06-23 1992-01-15 Alusuisse Lonza Services Ag Aluminiumlegierung fuer superplastische umformung.
US5023051A (en) * 1989-12-04 1991-06-11 Leggett & Platt Incorporated Hypoeutectic aluminum silicon magnesium nickel and phosphorus alloy
JP3301919B2 (ja) * 1996-06-26 2002-07-15 株式会社神戸製鋼所 切粉分断性に優れたアルミニウム合金押出材
PL2479296T3 (pl) * 2011-01-21 2017-10-31 Hydro Aluminium Rolled Prod SPOSÓB WYTWARZANIA STOPU ALUMINIUM WOLNEGO OD PIERWOTNYCH CZĄSTEK Si
DE102017113216A1 (de) 2017-06-15 2018-12-20 Zollern Bhw Gleitlager Gmbh & Co. Kg Monotektische Aluminium-Gleitlagerlegierung und Verfahren zu seiner Herstellung und damit hergestelltes Gleitlager
CN107739928B (zh) * 2017-10-30 2019-07-16 辽宁忠旺集团有限公司 一种船用5083铝合金型材的加工工艺

Family Cites Families (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1908023A (en) * 1930-06-24 1933-05-09 Aluminum Co Of America Aluminum silicon alloy
DE1169682B (de) * 1958-10-03 1964-05-06 Ver Deutsche Metallwerke Ag Verfahren zur Herstellung von Halbzeugen aus Aluminiumlegierungen mit einer durch anodische Oxydation erzeugten gleichmaessigen dekorativen Graufaerbung
US3222227A (en) * 1964-03-13 1965-12-07 Kaiser Aluminium Chem Corp Heat treatment and extrusion of aluminum alloy

Also Published As

Publication number Publication date
DE2242235A1 (de) 1973-03-08
GB1363977A (en) 1974-08-21
DE2242235C3 (de) 1981-06-04
US3841919A (en) 1974-10-15
JPS4831111A (de) 1973-04-24
JPS5134367B2 (de) 1976-09-25

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2423597C3 (de) Verfahren zur Herstellung dispersionsverfestigter Aluminlegierungsbleche und -folien mit gleichmäßig verteilten feinen intermetallischen Teilchen
AT502311B1 (de) Hochschadenstolerantes aluminiumlegierungsprodukt im besonderen für luft- und raumfahrtanwendungen
DE69117066T2 (de) Verbessertes al-li-legierungssystem
DE112015000499B4 (de) Verfahren zum Herstellen eines plastisch verformten Aluminiumlegierungsprodukts
DE2813986C2 (de)
DE2517275A1 (de) Aluminiumlegierungen mit verbesserten mechanischen eigenschaften und verformbarkeit sowie verfahren zu ihrer herstellung
DE112008003052T5 (de) Produkt aus Al-Mg-Zn-Knetlegierung und Herstellungsverfahren dafür
DE112005000511T5 (de) Magnesiumknetlegierung mit verbesserter Extrudierbarkeit und Formbarkeit
DE2103614B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Halbzeug aus AIMgSIZr-Legierungen mit hoher Kerbschlagzähigkeit
DE2551294B2 (de) Verfahren zur Herstellung dispersionsverfestigter Aluminiumlegierungsprodukte
DE4103934A1 (de) Fuer kolben geeignete aluminiumlegierung
DE2551295A1 (de) Aluminiumlegierungsprodukte und deren herstellung
DE68913561T2 (de) Aluminium-Lithium-Legierungen.
DE2242235C3 (de) Superplastische Aluminiumlegierung
DE2427653A1 (de) Legierungen auf kupferbasis und verfahren zu deren herstellung
DE2235168C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Aluminiumlegierungen und deren Verwendung
DE102009048450A1 (de) Hochduktile und hochfeste Magnesiumlegierungen
EP1017867A1 (de) Legierung auf aluminiumbasis und verfahren zu ihrer wärmebehandlung
EP1458898B1 (de) Verfahren zur herstellung eines aus aluminiumlegierung bauteils durch warm- und kaltumformung
DE2437653A1 (de) Kupferlegierungen fuer die herstellung von formen
DE1558622B2 (de) Legierungen auf der Basis von Kupfer
DE1483228B2 (de) Aluminiumlegierung mit hoher zeitstandfestigkeit
DE60203608T2 (de) Metallblöcke für bearbeitungsverwendungen
DE60215579T2 (de) Aluminiumlegierung geeignet für Bleche und ein Verfahren zu deren Herstellung
DE2255824A1 (de) Verfahren zur herstellung einer knetlegierung auf zinkbasis

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
8339 Ceased/non-payment of the annual fee