DE53282C - Verfahren zur Darstellung von Dinitrodibenzylbenzidin und -tolidin und Ueberführung derselben in Diamidodibenzylbenzidin und -tolidin - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Dinitrodibenzylbenzidin und -tolidin und Ueberführung derselben in Diamidodibenzylbenzidin und -tolidin

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DE53282C
DE53282C DENDAT53282D DE53282DA DE53282C DE 53282 C DE53282 C DE 53282C DE NDAT53282 D DENDAT53282 D DE NDAT53282D DE 53282D A DE53282D A DE 53282DA DE 53282 C DE53282 C DE 53282C
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DAHL & CO. in Barmen
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Wie von'Strakosch (Ber. d. d. ehem. Ges., VI., S. 1056) angegeben, reagirt ρ - Nitrobenzylchlorid leicht mit Ammoniak und substituirten Ammoniaken, z. B. Anilin, unter Bildung von Nitrobenzylderivaten dieser Körper. Durch Reduction läfst sich die Nitrogruppe in die Amidogruppe überführen, doch verläuft die Reduction nicht immer glatt', sondern es tritt z. B. beim tertiären ' Nitrobenzylamin eine Spaltung ein, derart, dafs Toluidin und seeundäres Amidobenzylamin entstehen.
Noch schwieriger läfst sich Nitrobenzylanilin reduciren, da dieses, nur unter Einhaltung ganz bestimmter Bedingungen Amidobenzylanilin liefert.
Es hat sich nun gezeigt, dafs durch Einwirkung von p-Nitrobenzylchlorid auf Benzidin mit Leichtigkeit ein Dinitrodibenzylbenzidin erhalten werden kann, welches sich durch Reduction mit Zinn und Salzsäure bei 90 bis ioo° glatt in das Diamidodibenzylbenzidin überführen läfst.
Das Dinitrodibenzylbenzidin bildet ein braunes Pulver, das in Wasser, Alkohol, Eisessig und anderen Lösungsmitteln unlöslich ist.
Das Diamidodibenzylbenzidin bildet ein amorphes Pulver, das bis jetzt noch nicht zur Krystallisation gebracht werden konnte. In Wasser ist dasselbe schwer, aber nicht ganz unlöslich, in Alkohol ist es ziemlich leicht löslich.
Das salzsaure Salz der Base ist in Wasser sehr leicht löslich; Schwefelsäure oder ein schwefelsaures Salz erzeugen in seiner wässerigen Lösung keinen Niederschlag.
In verdünnter Schwefelsäure löst sich das Diamidodibenzylbenzidin leicht auf, welche Eigenschaft dasselbe ganz wesentlich vom Benzidin unterscheidet.
Aus de,r alkoholischen Lösung der Base läfst sich aber durch mäfsig verdünnte Schwefelsäure leicht ein Sulfat fällen, das in feuchtem Zustande in Wasser sehr leicht löslich ist; einmal getrocknet, löst es sich aber nur schwer wieder auf, und selbst auf Zusatz von Säuren ist längeres Kochen nöthig, um dasselbe in Lösung· zu bringen.
Die Analyse des aus Alkohol gefällten Sulfates ergab 12,5 pCt. Schwefel; dagegen verlangt das saure Salz
-NH-C,
-NH-C,
'NH2
'NH2
,2H2SO,
10,85 pCt. Schwefel.
Dem Benzidin analog verhält sich das p-Nitrobenzylchlorid auch gegenüber dem Tolidin. Das Dinitrodibenzyltolidin ist ein braungelbes, in den meisten Lösungsmitteln unlösliches Pulver.
Das Diamidodibenzyltolidin bildet ein weifses, in Wasser schwer, in Alkohol leicht lösliches Pulver.
Die salzsauren und schwefelsauren Salze verhalten sich wie die entsprechenden des Diamidodibenzylbenzidins.
Die Analyse des aus Alkohol gefällten Sulfates ergab 10,4 pCt. Schwefel, während das saure Salz
C6 HB H6~NH2
C6 H3 (CHJ-NH-C, H6-
: 10,36 pCt. Schwefel verlangt.
, 2 H2 SO,

Claims (1)

  1. Sowohl das Diamidodibenzylbenzidin als auch das Diamidodibenzyltolidin lassen sich durch salpetrige Säure in Disazoverbindungen überführen, welche analog dem Benzidin directfärbende Baumwollfarbstoffe liefern, doch sind die damit erzielten Nuancen wesentlich gelber, als die der entsprechenden Benzidin- oder Tolidinfarbstpffe.
    Beispiel: 18,4 kg Benzidin und 34 kg ρ - Nitrobenzylchlorid werden mit 70 kg Wasser in einem mit 'Rückflufskühler und Rührwerk . versehenen emaillirten Kessel während 3 bis 4 Tagen auf ioo° erhitzt. Schon nach wenigen Stunden ballt sich die anfangs schmierige Masse zu Klumpen, die nach einigen Tagen vollständig zu einend feinen Pulver von Dinitrodibenzylbenzidin zerfallen. Sobald alles Nitrobenzylchlorid verschwunden ist, wird der Inhalt des Kessels auf ein Filter gegossen, der Rückstand zweimal mit verdünnter Salzsäure ausgekocht und filtrirt, um etwa unverändertes Benzidin zu entfernen.
    Nachdem das Waschwasser gut abgelaufen ist, schöpft man den Niederschlag in einen mit Rührwerk versehenen emaillirten Kessel und reducirt denselben mit 3 5 kg Zinn und 1 5 5 kg Salzsäure. Das Reductionsproduct wird in Wasser gegossen, die Flüssigkeit durch Filtration von geringen Verunreinigungen befreit und dann das Zinn mittelst Zinkes aus der Lösung entfernt. Die so erhaltene, mit Chlorzink vermischte Lösung des Diamidodibenzylbenzidins darf mit Schwefelsäure keinen Niederschlag von schwefelsaurem Benzidin geben und kann nun direct zur Darstellung von Farbstoffen benutzt werden'.
    Das Diamidodibenzyltolidin wird genau in derselben Weise dargestellt.
    Pateντ-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Diriitrodibenzylbenzidin und Dinitrodibenzyltolidin und Ueberführung derselben in Diamidodibenzylbenzidin und Diamidodibenzyltolidin, darin bestehend, dafs man 1 Mol. Benzidin bezw. Tolidin mit 2 Mol. ρ-Nitrobenzylchlorid in wässeriger Suspension auf ca. 1 oo° erhitzt und die so erhaltenen Nitroproducte der Reduction unterwirft.
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