DE529697C - Verbrennungsregler fuer Kohlenstaubfeuerungen - Google Patents
Verbrennungsregler fuer KohlenstaubfeuerungenInfo
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Landscapes
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Description
AUSGEGEBEN AM
17. JUL11931
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 24 m GRUPPE s 84286 ν j 24m
Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: 2. Juli
Verbrennungsregler für Kohlenstaubfeuerungen Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Februar 1928 ab
Bei mechanisch, geregelten Dampfkessielfeuerungen
liegt die Aufgabe vor, die Brennstoffmenge dem Dampfbedarf anzupassen. Man pflegt dabei die Änderungen des1. Dampfdruckes
oder besser noch, die Änderungen der zu den Verbrauchern strömenden Dampfmenge
als auslösenden Impuls für eine 'Regelanordnung zu verwenden, die bei steigender
Menge bzw. sinkendem Druck dieBrennstoffmenge vergrößert und umgekehrt.
Es ist bekannt, daß man normalerweise für -eine Regelvorrichtung eine sogenannte
Rückführung benötigt, welche das durch! den Regelimpuls aus seiner Nullage verstellte
Regelglied in diese wieder zurückführt und dadurch den Regelvorgang beendet. Im vorliegenden
Falle muß die Rückführung den Regelvorgang dann zum Abschluß bringen, wenn die Brennstoffmenge dem neuen Belastungszustand
der Kraftanlage angepaßt ist. Die Rückführung ist bei Kohlenstaubfeuerungen bisher nur unter Einschaltung besonderer
Hilfsmittel möglich gewesen. Man. hat vorgeschlagen, mit der Fördervorrichtung für
den Kohlenstaub eine Hilfsfördervorrichtung zu verbinden, deren Fördermenge in einem
bestimmten Verhältnis zur Brennstoffmenge steht. Die von dieser Hilfsvorrichtung1 ausgehenden
Impulse wurden als Rückführimpulse für die Hilf sst euer ung verwendet.
Abgesehen davon, daß der Aufbau einer derartigen Regelungsanordnung recht verwickelt
ist,. bestehen ,noch Fehlermöglichkeiten, und zwar dadurch, daß eine Verschiebung
in dem Förderverhältnis zwischen Brennstoffförderung und Hilfsförderung eintreten kann,
wodurch, der Regelsinn gestört wird.
Durch die vorliegende Erfindung sollen die baulichen und betrieblichen Schwierigkeiten,
die bei den bisherigen Regelanordnungen für Kohlenstaubfeuerungen auftraten, dadurch
ausgeschaltet werden, daß der Rückfühxungsimpuls für die die Brennstoffmenge regelnde Vorrichtung von den Mengenänderungen
des Kohlenstaub - Luft - Geirusches
abgenommen wird. Es wird also nicht die Brennstoffmenge allein berücksichtigt,
sondern die Menge des, Gemisches, das zur Feuerung strömt. Voraussetzung ist hierbei,
daß das Mischungsverhältnis von Luft und Kohlenstaub konstant bleibt, eine Bedingung,
die sich schon aus1 dem Verbrennungsvorgang
selbst ergibt. Um das Mischungsverhältnis konstant zu halten, ist es vorteilhaft,
die Änderungen der Mengenimpulse des Gemisches gleichzeitig als auslösende Impulse
für die Regelvorrichtung der zuzumischenden Luft zu verwenden. Der Rückfühxungsimpuls
für die Luftregelung wird dann zweckmäßig von den Änderungen der zugeführten Luftmenge abgenommen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Abbildung schematisch dargestellt.
Als auslösende Impulse für die Brennstoff-
*) Von der Patentsucherin ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Ferdinand Köhler in Berlin-Charlottenburg.
ff/
»f
regelung dienen die Mengenänderungen der in der Leitung ι strömenden Dampfmenge.
Die Impulse werden an - einer Stauscheibe 2 abgenommen und wirken auf einen Taktgeber
3, der mit dem Steuerkolben 4 einer Hüfssteuervorrichtung verbunden ist. Die
HilfsSteuerung dient zur Verstellung eines Kolbens 5, der mit dem Schalthebel eines
Reglers 6 für einen Elektromotor 7 gekuppelt ist.
Der Brennstoff wird aus dem Bunker 8 durch, eine Schnecke 9 in eine Leitung 10 gefördert.
Die Schnecke 9 ist mit dem Motor 7 gekuppelt. Steigt die Druckdifferenz an der Stauscheibe 2, d. h. vergrößert sich,
die in der Leitung 1 strömende Dampfmenge, so wird die Drehzahl des Motors 7 erhöht
und die durch die Schnecke 9 geförderte Kohlenstaubmenge vergrößert. Die Gemischluft wird durch einen Ventilator
11 über eine Leitung 12 in die Leitung
10 gedrückt, wo sie sich innig mit dem Kohlenstaub
mischt. Das Kohlenstaub-Luft-Gemisch gelangt zu einer Meßivorrichtung 13, die
nach. Art eines Venturirohres ausgebildet ist. Die sich in der Vorrichtung 13 einstellende
Druckdifferenz wird gemäß der Erfindung als Rückführimpuls für die Hilfssteuerung· 4
verwendet. Zu diesem Zweck sind die Räume verschiedenen Druckes der Meßvorrichtung
13 durch. Leitungen 14 und 15 mit einem
Rückführglied 16 verbunden, das im gezeichneten
Beispiel zwischen dem Taktgeber 3 und dem Steuerkolben 4 zwischengeschaltet
ist.
Hatte sich der Taktgeber 3 infolge Erhöhung der Druckdifferenz an der Stauscheibe 2
nach links bewegt, so wird, da bei einer Vergrößerung der Brennstoffmenge der Druck
in der Leitung 14 ansteigt, der Rückführer 16 nach rechts bewegt, d.h. es wird durch
seine Einwirkung eine der Regelbewegung entgegengesetzt verlaufende Bewegung eingeleitet.
Eine Vergrößerung der Brennstoffmenge führt zu einer Störung des Verhältnisses
Kohlenstaub — Luft. Diese . Vergrößerung1 äußert sich an der Meßstelle 13 und wird
durch die Leitungen 17 und 18 auf einen Taktgeber 19 übertragen, der eine Hilfssteuerung
20 für den Luftschieber 21 betätigt. Der Regelvorgang verläuft derart, daß bei
steigender Druckdifferenz, d.h. Ansteigen des Druckes in der Leitung 18, der Taktgeber 19
nach links bewegt und hierdurch1 der Schieber 21 weiter geöffnet wird. Infolge dieser
Vergrößerung der Luftzufuhr tritt auch eine Erhöhung der Druckdifferenz an der Stauscheibe22
ein, die in die Leitung 12 eingebaut ist. Die Änderung dieser Druckdifferenz
wirkt als Rückführimpuls auf einen Rückführer 23, und zwar derart, daß dieser sich bei Anstieg der Druckdifferenz nach'
rechts bewegt, also die Hilf ssteuerung 20 wieder in- ihre Mittelstellung zurückführt.
Hiermit wird das vorher gestörte Gleichgewicht zwischen den Druckkräften in dem
Taktgeber 19 und Rückführer 23 wieder hergestellt. Diese Druckkräfte sind das Produkt
aus den wirksamen Druckflächen im Taktgeber 19 und Rückführer 23 und den
Druckdifferenzen an den Meßstellen 13 und 22. An beiden Meßstellen strömt das gleiche
Volumen, bei 22 als reine Luft, bei 13 als Gemisch aus Luft und Kohlenstaub, dessen
Volumen gegenüber dem der Luft zu vernachlässigen ist. Dagegen sind die spezifischen
Gewichte an den Stellen 13 und 22 verschieden, und zwar ist das; spezifische
Gewicht des KoHenstaub-Luft-Gemisches naturgemäß größer als das der reinen Luft; es
ergibt sich unmittelbar aus dem Sollwert des Mischungsverhältnisses. Nach den Gesetzen
der Strömungslehre verhalten sich1 die bei 13 und 22 gemessenen Druckdifferenzen
bei gleicher Strömungsmenge und bei gleichen Strömungsquerschnitten, wie sie der.
Einfachheit halber vorausgesetzt werden mögen, wie die spezifischen Gewichte daselbst.
Ihre Wirkungen auf die beiden, Druckflächen im Taktgeber 19 und Rückführer 23
werden sich gerade aufheben, wenn die Druckflächen sich umgekehrt verhalten wie die spezifischen Gewichte. Durdhi diese Bemessung
der beiden Druckflächen erreicht man, daß das Gleichgewicht zwischen der Druckkraft und damit der Abschluß des
Regelvorganges erst dann eintritt, wenn ein bestimmtes Verhältnis der spezifischen Gewichte
oder mit anderen Worten ein bestimmtes, von vornherein festgelegtes Mischungsverhältnis
sich 'eingestellt hat. -
Wenn nun, wie vorher beschrieben, der Mengenimpuls des Kohlenstaub-Luft-Gemisches
auf die Regelvorrichtung des Motors 7 zurückwirkt, so bedeutet dies das gleiche, als ob der Impuls von der Kohlenstaubmenge
selbst kommt. Die Hilfssteuerung 4 wird durch diesen Impuls in ihre
Mittelstellung zurückgeführt und erreicht sie, wenn die Kohlenstaubmenge der Dampfmenge
entspricht.
In dem Ausführungsbeispiel sind Rückführer 16 und Taktgeber 19 parallel geschaltet,
d.h. sie erhalten beide ihre Impulse von der Metßstelle 13 unmittelbar. Der Sinn
der Regelung ändert sich nicht, wenn der Rückführer 16 dem Taktgeber 19 nachgeschaltet
wird, in der Weise, daß der Rückführer 16 seinen Impuls von der durch den
Taktgeber 19 eingeregelten Luftmenge erhält.
Claims (3)
- Patentansprüche:ι. Verbrennungsregler für Kohlenstaubfeuerungen mit in Abhängigkeit von der Kesselbelastung geregelter Zuführung des Brennstoffes, dessen Mischungsverhältnis mit Luft konstant gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Rückfiührungsimpuls für die Regelvorrichtung (3) der Brennstoffmenge von den Mengenänderungen des Brennstoff-Luft-Gemisches (13, 16) unmittelbax oder mittelbar abgenommen wird.
- 2. Verbrennungsregler nach Anspruch! 1, dadurch gekennzeichnet, daß die von den Mengenänderungen des Brennstoff-Luft-Gemisches ausgehenden Impulse (13, 17, 18) gleichzeitig als auslösende Impulse auf. die Regelvorrichtung (19) für die zuzumisdhende Luft einwirken.
- 3. Verbrennungsregler nach Anspruch! 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Rückführungsimpuls (23) für die die Luftmenge regelnde Vorrichtung (19) von den Mengenänderungen der zuzurnischenden Luftmenge abgenommen wird..4. Verbrennungsregler nach. Anspruch 1 bis 3, dadurch, gekennzeichnet, daß der Rückführungsimpuls für die Regelvorrichtung der Brennstoffmenge von den Men- 3c genänderungen der zuzumischenden Luftmenge abgenommen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES84286D DE529697C (de) | 1928-02-18 | 1928-02-18 | Verbrennungsregler fuer Kohlenstaubfeuerungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES84286D DE529697C (de) | 1928-02-18 | 1928-02-18 | Verbrennungsregler fuer Kohlenstaubfeuerungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE529697C true DE529697C (de) | 1931-07-17 |
Family
ID=7511598
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES84286D Expired DE529697C (de) | 1928-02-18 | 1928-02-18 | Verbrennungsregler fuer Kohlenstaubfeuerungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE529697C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2439721A (en) * | 1941-04-22 | 1948-04-13 | Bailey Meter Co | Control system for feeding fuel to furnaces |
| DE1238149B (de) * | 1964-12-30 | 1967-04-06 | Continental Elektro Ind Ag | Einrichtung zur Dampftemperatur- oder Dampfdruckregelung an einem Dampferzeuger |
-
1928
- 1928-02-18 DE DES84286D patent/DE529697C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2439721A (en) * | 1941-04-22 | 1948-04-13 | Bailey Meter Co | Control system for feeding fuel to furnaces |
| DE1238149B (de) * | 1964-12-30 | 1967-04-06 | Continental Elektro Ind Ag | Einrichtung zur Dampftemperatur- oder Dampfdruckregelung an einem Dampferzeuger |
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