DE528892C - Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung von Dampf und Wassergas aus gluehendem Koks u. dgl. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung von Dampf und Wassergas aus gluehendem Koks u. dgl.

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DE528892C
DE528892C DEB138394D DEB0138394D DE528892C DE 528892 C DE528892 C DE 528892C DE B138394 D DEB138394 D DE B138394D DE B0138394 D DEB0138394 D DE B0138394D DE 528892 C DE528892 C DE 528892C
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DEB138394D
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B39/00Cooling or quenching coke
    • C10B39/04Wet quenching

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)
  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung von Dampf und Wassergas aus glühendem Koks u. dgl. Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Einrichtung zur Ausnutzung der beim Löschen von glühendem Koks, Hochofenschlacke o. dgl. in .einem Druckbehälter periodisch anfallenden Löschdämpfe, und zwar mit der Wirkung, daß reiner Dampf ununterbrochen erzeugt und das vondemDampf befreite Wassergas getrennt abgeführt wird.
  • Die Unabhängigkeit der ununterbrochenen Dampferzeugung von dem periodischen Löschvorgang wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die Löschdämpfe aus der Löschkammer wechselweise in zwei Dampfspeicher derart eingeführt werden, daß aus dem nicht im Aufladezustand befindlichen Wärmespeicher jeweils der reine Verbrauchsdampf entnommen wird, während nach Umschaltung der beiden Speicher der andere reinen Dampf gibt und der erstere sich im Aufladezustand befindet und wobei aus dem im Aufladezustand befindlichen Speicher die nicht kondensierbaren Gase, wie Wassergas u. dgl., abgeleitet werden.
  • Es wird also bei diesem Verfahren eine indirekte Wärmeübertragung durch Heizflächen hindurch und somit Verluste an Wärmeenergie, wie auch ein starker Verschleiß an Heizflächen wirksam vermieden.
  • Es ist zwar bekannt, daß man ein mit Wasserdampf gesättigtes permanentes Gas oder, wie es bei vorliegender Erfindung der Fall ist, eine Mischung von Gas und Dampf in einem Temperatur- und Druckbereiche, der so hoch liegt, daß es keine Sättigung mehr, sondern ein Gemisch ist, von dem Wasser dadurch befreien kann, daß man den Dampf im Gegenstrom zu kälterem Wasser kondensiert; diese bekannten Systeme haben aber alle gemeinsam, daß es sich i. um Gase handelt, die bei barometrischem oder nahezu barometrischem Druck erzeugt bzw. gereinigt werden, und 2. daß das für die Ausscheidung des Wasserdampfes verwendete Kühlwasser entweder unverwertet bleibt oder unter Umständen dazu dient, die aufgespeicherte Wärme zur Sättigung von Luft oder zu sonstigen Heizungszwecken zu benutzen.
  • Die Verfahren zur Erzeugung von Wasserdampf mittels eines im Kreislauf befindlichen inerten Gasstromes haben den Nachteil eines großen Kraftverbrauches, wodurch der Gewinn der Anlage wesentlich beeinträchtigt wird. Außerdem haftet den bisher bekannten Verfahren der Nachteil an, daß die einzelnen Chargen nicht schnell aufeinanderfolgen können, da der Wärmeübergang durch eine Heizfläche eine gewisse Zeit beansprucht.
  • Diesen bekannten Verfahren gegenüber wird durch die vorliegende Erfindung auch noch ermöglicht, daß das zum Ausfällen des Wasserdampfes aus dem Wassergas-Dampf-Gemisch verwendete Kühlmittel im warmen Zustande und mit überdruck zur Speisung eines Speichers und zur späteren Bespritzung des Kokses verwendet wird, während das Gas-Dampf-Gemisch unter überdruck steht.
  • Auf den Zeichnungen sind mehrere beispielsweise Ausführungsformen der zur Ausübung des Verfahrens dienenden Einrichtung in schematischer Weise dargestellt, und zwar veranschaulicht Abb. i die Gesamtanordnung in Draufsicht, Abb. 2 die Gesamtanordnung von der Seite aus gesehen, Abb.3 und 4 zwei weitere Ausführungsmöglichkeiten.
  • Der glühende Koks wird in die Kokslöschkammer i eingebracht und diese geschlossen, worauf der glühende Koks in der Löschkammer mit heißem Wasser bespritzt wird, das eine Temperatur von über ioo° aufweist und aus einem Spritzwasservorwärmer 2 mittels einer Pumpe 3 über die Rohrleitung 4 auf den Koks gelangt. Der in der Löschkammer entstehende Löschdampf, der in der Hauptsache aus Wasserdampf und Wassergas besteht, steigt im Druck so lange an, bis er den in den Speichern 5' und 5" herrschenden Druck erreicht. Die Anordnung von zwei Dampfspeichern 5' und 5" hat den Zweck, den einen durch Einleitung des Löschdampfes von der Kokslöschkammer im Druck hochzubringen, während zu gleicher Zeit der zweite Speicher aus der im Wasser aufgespeicherten Wärme Dampf abgibt. Außerdem haben die Speicher 5' und 5" den Zweck, den Wasserdampf der Löschdämpfe unter Druck im Wasserraum der Speicher zu kondensieren, während die permanenten Gase durchdenWasserraum des Speichers hindurchtreten und getrennt durch den Spritzwasservorwärmer 2 hindurch abgeführt werden. Bei der Durchführung des Verfahrens ist die nachstehend beschriebene Schaltung vorgesehen.
  • Nachdem in der Löschkammer i der Dampf einen entsprechenden Druck erreicht hat, soll beispielsweise zuerst der Speicher 5' gefüllt werden. Es wird das zum Speicher 5' führende Ventil 6' geöffnet, und die Löschdämpfe werden in den Wasserraum des Speichers verteilt eingeführt. Da die Löschdämpfe einen höheren Druck haben als der jeweiligen Wassertemperatur des Speichers entspricht, kondensiert der Hauptanteil des Wasserdampfes in dem Speicher, während die permanenten Gase, in der Hauptsache Wassergas und die schädlichen Bestandteile, wie Kohlensäure, Schwefelwasserstoff, schweflige Säure, Ammoniak usw., durch den Wasserraum hindurchtreten und sich in dem oberhalb des Wasserspiegels befindlichen kleinen Raum 7 ansammeln. Da bei der hohen Wassertcmperatur des Speichers, die bis zu 8 Atm. und mehr reichen kann, eine Ausscheidung der schädlichen Bestandteile der Kokslöschdämpfe restlos erfolgt, ergibt sich, daß der zu einer anderen Zeit in dem Wasserraum des Speichers entstehende Wasserdampf praktisch. rein ist. Das Wassergas, das nur noch geringe Mengen von Wasserdampf mit sich führt, gelangt durch die Leitung 8 über ein Rückschlagventil g' von unten in den Spritzwasservorwärmer 2. Da die Temperatur des im Spritzwasservorwärmer 2 befindlichen Wassers gegenüber der Speicherwassertemperatur niedriger liegt, wird der im Wassergas verbleibende Rest des Wasserdampfes auskondensiert und gleichzeitig eine Erhöhung der Temperatur des im Spritzwasserbehälter befindlichen Wassers erreicht. Während des Durchtretens des Wassergases durch den Spritzwasserbehälter von unten nach oben kann gleichzeitig von oben her durch die Leitung io aus dem Spritzwasserbassin i i vermittels der Pumpe 12 angewärmtes Wasser mit einer Temperatur von unter ioo° in den Spritzwasservorwärmer 2 geleitet werden. Dieses Wasser rieselt über einen Einbau 13, der mit Raschig-Ringen oder einem sonstigen Füllmaterial gefüllt ist, herunter und entzieht im Gegenstrom dem Wassergas den letzten Rest von Wasserdampf. Das Wassergas :entweicht nun am höchsten Punkt des Spritzwasservorwärmers durch eine Leitung- 14 und ein druckhaltendes Ventil 15 zu den Verbrauchsstellen. Das druckhaltende Ventil 15 erhält in dem ganzen System den Druck der Löschdämpfe, wie diese in der Löschkammer anfallen, aufrecht und öffnet sich erst bei Erreichung .eines gewünschten Höchstdruckes selbsttätig. Während auf die beschriebene Weise der Speicher 5' gefüllt wird, gibt der Speicher 5" aus der im Wasserraum aufgespeicherten Wärme reinen Wasserdampf ab. Dies erfolgt durch die Leitung 16" über .ein Wechselventil 17. Im weiteren Verlauf gelangt der Dampf durch eine Leitung 18 und ein Reduzierventil i g zu den Verbrauchsstellen. Das Reduzierventil hat den Zweck, den in die Leitung 18 abgehenden Dampf auf konstantem Druck zu halten, während der Dampfdruck der Speicher dauernd steigt und fällt. Am Ende des Löschprozesses hat der Druck in der Löschkammer i die gleiche Höhe erreicht, die dem Druck des Speichers 5' entspricht. Es wird also eine Überführung von Löschdampf in diesen aufhören. Zu diesem Zeitpunkt wird das Ventil6' geschlossen und das Venti12o geöffnet. Der in der Löschkammer befindliche Dampf sowie der Dampf, der durch Nachverdampfen des Wassers aus dem Koks entsteht, sowie auch das Cberschußwasser werden in das Wasser des Spritzwasserbassins i i geleitet und wärmen dieses bis auf eine Temperatur von nahezu ioo' an. Aus dem Spritzwasserbassin i i wird in der vorstehend beschriebenen Art das Spritzwasser in den Spritzwasservorwärmer 2 eingeführt, dort mittels des im Wassergas enthaltenden Restdampfes weitererwärmt und von da auf den Koks gespritzt.
  • Bei der nächsten Charge erfolgt eine Umschaltung der Speicher dergestalt, daß der Speicher 5" geladen wird und aus dem aufgeladenen Speicher 5' reiner. Dampf entnommen wird. Dies erfolgt durch Umschaltung des Wechselventils 17. Es werden auf diese Weise die Dampfverbrauchsstellen mit dem Speicher 5 in Verbindung gebracht, während der Speicher 5" abgeschaltet wird. Der nun folgende Prozeß vollzieht sich in gleicher Weise über den Speicher 5", wie über den Speicher 5' beschrieben.
  • Um den Wasserstand in den Speichern automatisch nach oben zu begrenzen, ist eine Leitung 21 vorgesehen, die ein Überlaufen des Wassers von den Speichern zum Spritzwasserbehälter bewirkt. Außerdem sind noch die beiden Rückschlagventile g' und g" vorgesehen, die sich automatisch zu dem Speicher öffnen, der im Aufladezustand begriffen ist, während jeweils das andere den Speicher, der reinen Dampf abgibt, von dem Löschdampf abschließt.
  • Wesentlich ist bei der vorliegenden Anordnung die geringe Anzahl von Bedienungsgriffen, die bei einer Charge durchzuführen sind. Es sind nur die Ventile 6', 6", 17 und 2o zu betätigen, so daß diese Bedienungsart gegenüber den bisher bekannten Verfahren. keinen größeren Arbeitsaufwand bedingt, während der Vorteil erreicht wird, daß unter Vermeidung von Heizflächen der reine Dampf kontinuierlich entnommen werden kann.
  • Vorstehend beschriebene Anlage kann auch unter Fortlassung des Spritzwasservorwäriners 2 betrieben werden; es wird hierdurch nur der Wirkungsgrad der Anlage etwas weniger günstig. Die Anordnung ergibt sich aus den Abb. 3 und 4.
  • Abb. 3 zeigt in Abänderung der vorstehend beschriebenen Anlage die Abführung des Wassergases von den Speichern direkt zu den Verbrauchsstellen, während das Spritzwasser aus dem Spritzwasserbassin in die beiden Speicher wechselweise eingebracht wird und von diesen wechselweise entnommen wird, um auf den Koks gespritzt zu werden.
  • Abb.4 zeigt eine ähnliche Ausführungsform, wobei das zum Spritzen des Kokses dienende Wasser direkt aus dem Spritzwasserbassin entnommen wird.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Erzeugung von Dampf und Wassergas aus glühendem Koks u. dgl., der in einem geschlossenen Behälter unter Druck mit Wasser bespritzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die kontinuierliche Erzeugung von reinem Dampf und die getrennte Abführung von Wassergas dadurch erreicht wird, daß die entstehenden Löschdämpfe aus der Löschkammer (i) wechselweise in zwei Dampfspeicher (5', 5") derart eingeführt werden, daß aus dem nicht im Aufladezustand befindlichen Wärmespeicher jeweils der reine Verbrauchsdampf entnommen wird, während nach Umschaltung der beiden Speicher der andere reinen Dampf gibt und der erstere sich im Aufladezustand befindet und wobei aus dem im Aufladezustand befindlichen Speicher die nicht kondensierbaren Gase, wie Wassergas u. dgl., abgeleitet werden.
  2. 2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an eine Löschkammer (i) zwei Dampfspeicher (5', 5"), ein Spritzwasservorwärmer (2) und ein Spritzwasserbassin (i i) angeschlossen sind, wobei die Speicher wechselweise durch die Ventile (6' und 6") gefüllt werden, der erzeugte reine Dampf durch Schaltung eines Wechselventils (17) wechselweise kontinuierlich entnommen wird und wobei die Abführung des Wassergases von den Speichern in den Spritzwasservorwärmer über zwei getrennte Rückschlagventile (g' und g") derart erfolgt, daß für das abströmende Wassergas jeweils der Eingang zu dem in Entladung befindlichen Speicher gesperrt ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spritzwasservorwärmer (2) im oberen Teil einen Einbau von Füllkörpern enthält, über den das von dem Spritzwasserbassin kommende Wasser herunterrieselt, während im Gegenstrom das Wassergas von unten nach oben streicht und von den letzten Resten des Wasserdampfes befreit wird.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der höchste Wasserstand in den Speichern durch ein Überlaufrohr (2 i) nach oben begrenzt gehalten wird, durch welches das überschußwasser dem Spritzwasservorwärmer zugeleitet wird.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck der Löschdämpfe in- der Löschkammer und innerhalb des ganzen Systems durch ein druckhaltendes Ventil (15) in gewünschter Höhe erhalten wird.
DEB138394D 1928-07-03 1928-07-03 Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung von Dampf und Wassergas aus gluehendem Koks u. dgl. Expired DE528892C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2737624A1 (de) * 1977-08-19 1979-03-29 Ruhrkohle Ag Verfahren und anlage fuer die nassloeschung von gluehendem koks

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2737624A1 (de) * 1977-08-19 1979-03-29 Ruhrkohle Ag Verfahren und anlage fuer die nassloeschung von gluehendem koks

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