DE52667C - Aus Gummi hergestelltes Tintefafs - Google Patents
Aus Gummi hergestelltes TintefafsInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B43—WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
- B43L—ARTICLES FOR WRITING OR DRAWING UPON; WRITING OR DRAWING AIDS; ACCESSORIES FOR WRITING OR DRAWING
- B43L25/00—Ink receptacles
- B43L25/02—Ink receptacles with separate dipping-cups
- B43L25/04—Ink receptacles with separate dipping-cups supplied by pressure arrangements
Landscapes
- Pens And Brushes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 70: Schreib- und Zeichenmaterialien.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 9. October 1889 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Tintenfafs, das ganz aus Gummi hergestellt ist und ein
von der Oeffnung ausgehendes, bis nahe auf den Boden reichendes Rohr enthält. Auf beiliegender
Zeichnung ist das neue Tintenfafs im senkrechten Schnitt dargestellt.
Der Körper A des Tintenfasses besteht aus Gummi und besitzt eine halbkugelförmige Gestalt.
Der Boden und ein Theil der Wandungen können dicker und schwerer als der
obere Theil gefertigt werden, welch letzterer so dünn ausgeführt wird, dafs er auch dem
schwächsten Druck der Feder nachgiebt. Um den unteren Bodentheil fester und widerstandsfähiger
zu machen, als dies die Natur des angewendeten Materials gestattet, ist in den Boden
ein Metallring O eingelegt, welcher allseitig von dem Gummi umgeben ist, so dafs die Tinte
mit ' demselben nicht in Berührung kommen kann. In der Spitze des kugelförmigen Körpers
A ist eine Oeffnung, durch welche das aus Glas, Holz, Gummi oder sonstwie hergestellte
Röhrchen D in das Tintenfafs gesteckt wird.' Seitlich von diesem Röhrchen ist in
dem Obertheil des Körpers A eine kleine Oeffnung P vorgesehen, welche durch die Kappe R
luftdicht geschlossen ist. Diese Oeffnung gestattet, die Wirksamkeit des Tintenfasses zu
regeln, denn wenn das Rohr D aus dem Tintenfafs herausgezogen war und dann wieder
in dasselbe hineingesteckt wird, so befindet sich eine gröfsere Luftmenge in dem Körper A,
als für die Benutzung des Tintenfasses vortheilhaft ist. Durch Lösen der Kappe R wird
diese überschüssige Luft entfernt, so dafs dann das Rohr D in seine richtige Lage gebracht
werden kann.
Das obere Ende des Rohres D ist trichterförmig, kann aber auch jede andere gewünschte
Form erhalten, in welcher die Tinte in die Höhe steigt, sobald das Rohr D vermittelst der
Stahlfeder niedergedrückt wird. Das untere Ende des Rohres D reicht bis dicht auf den
Boden des Gefäfses, stöfst also auf denselben auf, wenn es niedergedrückt wird, und verhindert
hierdurch seine weitere Abwärtsbewegung. Das untere Ende des Rohres D
selbst ist geschlossen und enthält in einer gewissen Entfernung von seinem Boden ■ eine
oder mehrere Oeffnungen α, durch welche die Tinte gedrückt wird, wenn der obere Theil
des Tintenfasses durch einen Druck der Feder auf den Trichter g des Rohres D zusammengeprefst
wird (in der Zeichnung punktirt angedeutet).
Ist die lichte Weite des Rohres D so grofs, dafs die Feder zu viel Tinte aufnehmen würde,
so kann der Rohrquerschnitt durch einen waagrechten Stift T verengt werden.
Das Tintenfafs wird vom Boden aus gefüllt, indem man den Stopfen χ aus dem Boden
herauszieht und die Tinte in das umgewendete Tintenfafs giefst. Das Tintenfafs kann aber
auch dadurch gefüllt werden, dafs man dasselbe zusammendrückt und den Trichter y in
die frische Tinte eintaucht. Beim Aufhören des Druckes saugt dann das sich aufblähende
Tintenfafs die Tinte an. Da sich die Tinte in einem vollständig luftdichten Behälter und
unter einem Flüssigkeitsverschlufs eingeschlossen befindet, so kann keine Verdunstung stattfinden
und sie hält sich sehr lange brauchbar.
Tinte übt auf Gummi keinen Einflufs aus und behält demnach auch ihre Farbe bei, sei
diese nun Carmin oder irgend eine andere. Bei Anwendung des neuen Tintenfasses kann
man die Feder mit so viel Tinte füllen, als man will, indem man mit der Feder nur
stärker oder schwächer auf den Trichter y drückt.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Ein aus Gummi hergestelltes Tintenfafs, dessen Boden und unterer Theil der Seitenwände so stark ausgeführt ist, dafs diese Theile starr sind, während der obere Theil so dünn ausgeführt ist, dafs er sich zusammendrücken läfst, wobei im Boden des Tintenfasses eine Füllschraube und im oberen Theil eine Luftdruckregulirungsschraube angeordnet ist.
Bei dem unter i. beanspruchten Tmtenfafs die Anwendung eines Federröhrchens (D), das an seinem unteren Ende geschlossen, dagegen seitlich durchbohrt ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE52667C true DE52667C (de) |
Family
ID=327362
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT52667D Expired - Lifetime DE52667C (de) | Aus Gummi hergestelltes Tintefafs |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE52667C (de) |
-
0
- DE DENDAT52667D patent/DE52667C/de not_active Expired - Lifetime
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