DE526428C - Einrichtung fuer Messbildkammern, die zweckmaessig mit einer Registriervorrichtung fuer die Teilkreisstellungen versehen sind, insbesondere fuer Kino-Theodolite - Google Patents

Einrichtung fuer Messbildkammern, die zweckmaessig mit einer Registriervorrichtung fuer die Teilkreisstellungen versehen sind, insbesondere fuer Kino-Theodolite

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DE526428C DEA57421D DEA0057421D DE526428C DE 526428 C DE526428 C DE 526428C DE A57421 D DEA57421 D DE A57421D DE A0057421 D DEA0057421 D DE A0057421D DE 526428 C DE526428 C DE 526428C
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Description

  • Einrichtung für meßbildkammern, die zweckmäßig mit einer Registriervorrichtung für die Teilkreisstellungen versehen sind, insbesondere für Kino-Theodolite Die Erfindung bezieht sich auf zweckmäßig mit einer Registriervorrichtung für die Teilkreisstellungen versehene Meßbildkammern, beispielsweise Kino-Theodolite, und betrifft insbesondere eine Einrichtung zum unmittelbaren Bestimmen der Richtungskoordinaten für außerhalb der Bildmitte liegende Bildpunkte. Bei den bekannten Kino-Theodoliten und ähnlichen Meßbildkammern entsprechen die sich aus den Teilkreisablesungen ergebenden Werte nur dann den tatsächlichen Richtungskoordinaten des beobachteten Gegenstandes, wenn der Zielpunkt desselben bei der Aufnahme genau in dem Nullpunkt des Gesichtsfeldes, d. h. in dem Schnittpunkt des gewöhnlich mitphotographierten Fadenkreuzes, liegt. Deckt sich dagegen der Zielpunkt des aufgenommenen Gegenstandes nicht genau mit diesem Nullpunkt, so müssen an die Teilkreisablesungen Verbesserungen angebracht werden, die aus der Abweichung des Zielpunktbildes vom Gesichtsfeldnullpunkt, d. h. aus den Koordinaten des Zielpunktbildes und (einen Theodoliten üblicher Bauart vorausgesetzt) aus dem registrierten Höhenwinkel, zu berechnen sind. In Fällen, bei denen es sich um die Auswertung größerer Beobachtungsreihen handelt, erfordern diese Berechnungen der Verbesserungen einen erheblichen Aufwand an Zeit. Der Zweck der Erfindung ist daher, die umständliche Berechnung der Verbesserungen zu ersparen, und zwar wird dies in der Hauptsache durch Anordnung eines oder mehrerer veränderlicher Meßglieder erreicht, welche, dem Nebenachsenwinkel (Höhenwinkel) der optischen Achse entsprechend, selbsttätig oder von Hand eingestellt, für jeden außerhalb der Bildmitte liegenden Bildpunkt diejenigen dem jeweiligen Nebenachsenwinkel (Höhenwinkel) entsprechenden Verbesserungen unmittelbar abzulesen gestatten, welche, zu den an den Teilkreisen abzulesenden Richtungskoordinaten des Bildmittelpunktes hinzugefügt, die Richtungskoordinaten des betreffenden Bildpunktes ergeben.
  • Es ist zwar bei Tachymetern bereits bekannt, durch Anordnung von sich selbst einstellenden nomogrammartigen Vorrichtungen eine Umwandlung der Tachymeterablesungen in die gesuchten Höhenunterschiede und Zielentfernungen ohne Rechnung zu ermöglichen. Es ist ferner auch nicht mehr neu, bei Aufnahmen unter einem bestimmten Höhenwinkel, beispielsweise bei horizontaler Richtung der optischen Achse der Aufnahmekamera, mit einem unveränderlichen Kurvennetz versehene Meßplatten zu verwenden, aus denen für den betreffenden Höhenwinkel die Richtungskoordinaten abgelesen werden können. Diese bekannten Mittel sind jedoch z. B. für die Bestimmung von Flugzeugbewegungen mittels kinematographisch eingerichteter Photo-Theodolite nicht geeignet, da es hier darauf ankommt, für jeden beliebigen Wert des Höhenwinkels oder Nebenachsenwinkels eine unmittelbare Ablesung der entsprechenden Verbesserungen, welche ja von dem Höhenwinkel abhängig sind, zu ermöglichen.
  • Die Zeichnungen zeigen einige beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgedankens, und zwar: Abb. i das Gesichtsfeld eines bekannten Theodoliten, Abb. a eine Ansicht einer mit sich rechtwinklig kreuzenden Linien versehenen Glasplatte, Abb. 3 die Anordnung der in Abb. a dargestellten Glasplatte vor dem Filmband eines Kino-Theodoliten, Abb, q. eine weitere Darstellung des Gesichtsfeldes eines Theodoliten zur Erläuterung einer anderen Ausführungsform der Erfindung, Abb. 5 ein bei der aus Abb. q. hervorgehenden Ausführungsform verwendetes Raster mit Parallellinien, Abb. 6 das in Abb. 5 dargestellte Raster in Verbindung .mit einem schräg dazu angeordneten rechtwinkligen Liniennetz, Abb.7 eine Vorderansicht eines das veränderliche Meßglied enthaltenden besonderen Auswertgerätes, Abb. 8 eine Seitenansicht des in Abb. 7 dargestellten Gerätes, Abb. 9 eine schaubildliche Ansicht einer anderen Ausführungsform des Auswertg erätes, Abb. io und ii das in dem Gesichtsfeld des in Abb.9 dargestellten Auswertgerätes erscheinende Filmbild in vergrößertem Maßstabe.
  • In Abb. i stellt der Kreis das Gesichtsfeld eines Theodoliten dar. Die mit x und y bezeichneten waagerechten und senkrechten Achsen stellen ein mitphotographiertes Fadenkreuz dar. Die Anordnung des Fadenkreuzes ist derart, daß sich das Gegenstandsbild auf der y-Achse bewegt, wenn das Aufnahmefernrohr des Theodoliten um die Horizontalachse allein gedreht wird. Die Ablesung der photographischen Aufnahme der Teilkreisstellungen würde nur dann die wahren Richtungskoordinaten des Zielpunktbildes geben, wenn das Bild genau in dem Schnittpunkt der x- und y-Achse, also im Nullpunkt, liegt, abgesehen natürlich vonkonstanten Indexfehlern, die der Einfachheit der Ausdrucksweise halber im folgenden durchweg gleich Null vorausgesetzt werden sollen. Nimmt man dagegen an, daß das aufgenommene Bild beispielsweise in denn Punkt F der Abb. z liegt, so müssen an die aufgenommenen Teilkreisablesungen Verbesserungen angebracht werden. x1 und y1 seien die rechtwinkligen Koordinaten des aufgenommenen Bildpunktes in bezug auf die beiden in Abb. i dargestellten Gesichtsfeldachsen als Koordinatenachsen. Diese Werte x1 und y1 sollen in einem Maßstab gemessen sein, der entsprechend der Brennweite des Aufnahmeobjektivs, für x1 und y1 unmittelbar Winkelwerte entsprechend der Teilung der Kreise, also etwa Bogenminuten, ergibt. Ferner seien mit a" und ha die photographisch registrierten Teilkreisablesungen bezeichnet, also (einen Theodoliten mit üblichem Achsensystem vorausgesetzt) Seitenrichtung (A"zimut) und Höhenwinkel der optischen Achse des Aufnahmefernrohres oder, was dasselbe ist, des Schnittpunktes der beiden Gesichtsfeldachsen, des Nullpunktes des Gesichtsfeldkoordinatensystems. Bei diesen Voraussetzungen sind die an die registrierten Winkel a" und ho anzubringenden Verbesserungen für die Seitenrichtung (Azimut) gegeben durch: da =x#sech"+xysech"tgh" Glieder höherer Ordnung, und für den Höhenwinkel gegeben durch: Glieder höherer Ordnung. Erfindungsgemäß wird nun für das Gesichtsfeldbild ein veränderliches Meßglied vorgesehen, welches sich nach dem Höhenwinkel bzw. dem Nebenachsenwinkel derart einstellt oder derart eingestellt werden kann, daß damit bereits die Verbesserungen da, dh unmittelbar, also ohne Rechnung, entnommen werden können.
  • Das veränderliche Meßglied kann entweder im Theodoliten selbst angeordnet sein, so daß sein Bild auf dem Film mitabgebildet wird, oder es kann in das zur Entnahme der registrierten Werte dienende Auswertgerät eingebaut werden. Im ersteren Falle wird man es durch zweckentsprechend gestaltete Getriebe mit der Horizontalachse (Nebenachse) des Theodoliten verbinden und dadurch sich selbsteinstellend einrichten, im anderen Falle wird man es von Hand einstellbar einrichten.
  • Je nach der anzustrebenden Genauigkeit wird das veränderliche Meßglied verschieden ausgebildet werden müssen. Im allgemeinen wird es genügen, in den Formeln für da, dh nur die Glieder erster Ordnung zu berücksichtigen, also: da = x # sec h", dl-a - y anzunehmen. Die Erfindung läßt sich dann besonders einfach ausführen.
  • Als veränderliches Meßglied gemäß der Erfindung kann beispielsweise im Theodoliten eine versilberte ebene Glasplatte eingeordnet werden, auf welcher ein aus durchsichtigen Linien bestehendes normales rechtwinkliges Gitter eingraviert ist, welches sich bei Drehung des Fernrohres um die Nebenachse (Horizontalachse) so um die y-Achse dreht, daß die Platte gegen die Filmebene unter dem am Höhenkreis eingestellten Winkel ho geneigt ist. Das auf der Platte eingravierte durchsichtige Gitter wird dabei durch paralleles, zur Filmebene senkrechtes Licht auf den Film projiziert und mit dem Bild des anvisierten Gegenstandes gleichzeitig abgebildet. Die Anordnung könnte im wesentlichen so getroffen sein, daß die Glasplatte i (Abb. a) in einem ringförmigen Rahmen 2 gefaßt ist, welcher mit dem Zapfen 3 um eine mit der y-Achse zusammenfallende Achse drehbar gelagert und mit der Horizontalachse des Theodoliten durch Getriebe beliebiger Art so verbunden ist, daß die Glasplatte i zur Filmebene 4 (Abb. 3) stets unter einem dem eingestellten Höhenwinkel gleichen Winkel 1a" geneigt ist. Dadurch wird erreicht, daß sich auf dem Film ein Liniennetz abbildet, in welchem die zur x-Achse parallelen Linien stets untereinander den gleichen Einheitsabstand haben, während der Abstand der zur y-Achse parallelen Linien mit dem Höhenwinkel veränderlich gleich cos ho wird. Man kann demnach aus dem projizierten Liniennetz die Werte x # sec ho und y entnehmen, erhält also in der Tat unmittelbar die gesuchten Verbesserungen.
  • In Abb. 3 ist eine Linse 7 vorgesehen, die die von der Lichtquelle 6 ausgehenden Lichtstrahlen parallel richtet.
  • Eine andere Ausführungsform der Erfindung bei Beschränkung auf Glieder erster Ordnung besteht darin, das veränderliche Meßglied derart auszubilden, daß durch das Zielpunktbild eine gerade Linie g (Abb. 4) gelegt wird, welche zu der x-Achse unter dem Winkel h" geneigt ist. Wie aus Abb.4 zu entnehmen ist, ist in diesem Falle der auf der Geraden g im Gesichtsfeldmaßstab gemessene Abschnitt vom Zielpunktbild bis zu der y-Achse FF" - -i-1 # sec h, gleich der gesuchten Verbesserung da für den Seitenrichtungs- (Azimut-) Winkel. Die Anordnung im Theodoliten kann in diesem Falle so getroffen werden, daß auf den Film außer dem rechtwinkligen Achsenkreuz, welches zur Entnahme der Verbesserungen dh - y1 eine Schar von Parallelen zur x-Achse enthalten kann (Abb. 5), noch ein rechtwinkliges Liniennetz projiziert wird, dessen Richtungen gegen die Koordinatenachsen um den jeweiligen Höhenwinkel ho geneigt sind: Dadurch erscheint das Gesichtsfeldbild gemäß Abb.6 mit Linienscharen überdeckt, aus denen die gesuchten Verbesserungen da - x1 # sec dao, dla-yl direkt ohne Rechnung entnommen werden können. Die Anordnung im Theodoliten kann z. B. so getroffen sein, daß der Film, in Richtung des einfallenden Lichtes gesehen, hinter einer durchsichtigen, mit dunklen Linien gemäß Abb. 5 versehenen Platte geführt wird und daß in einem Rahmen eine dem Film parallele versilberte Glasplatte mit durchsichtigem rechtwinkligem Liniennetz vorgesehen ist. Dieses Liniennetz wird durch paralleles Licht auf den Film projiziert, während der die Platte tragende Rahmen parallel zur Filmebene um eine zu ihr senkrechte Achse drehbar gelagert und mit der Horizontalachse des Theodoliten durch Getriebe beliebiger Art so verbunden ist, daß die Linien des Netzes gegen die Koordinatenachsen der erstgenannten feststehenden Platte um den jeweiligen Höhenwinkel geneigt sind. Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß dadurch auf dem Film ein Bild gemäß Abb. 6 entsteht.
  • Anstatt das veränderliche Meßglied in dem Theodoliten selbst anzuordnen, kann es auch in dem zum Ablesen des entwickelten Films dienenden besonderen Gerät vorgesehen sein (vgl. Abb. 7 bis i i).
  • In diesem Falle braucht mit dem Zielbild nur das Achsenkreuz des Gesichtsfeldbildes selbst (die beiden Koordinatenachsen, das richtig orientierte Fadenkreuz) mitphotographiert zu werden. Die zu den Koordinatenachsen parallelen Linien können auf der mitzuphotographierenden Strichplatte der besseren Übersichtlichkeit wegen fehlen. Doch wird es zweckmäßig sein, wenigstens auf einer Koordinatenachse zwei Punkte zu kennzeichnen, deren gegenseitige Entfernung entsprechend dem Maßstab der Objektivbrennweite einem bestimmten Winkelwert entspricht.
  • Bei der in Abb. 7 und 8 dargestellten ersten Ausführungsform eines Auswertgerätes ist eine Projektionslampe ia vorgesehen, deren Licht durch den Kondenser 2a auf den aufgenommenen Film 3a, der ausgewertet werden soll, geworfen wird. Das Filmbild wird mittels des Objektivs 4a und eines Prismas 5a auf eine Mattscheibe 6a geworfen, so daß es in der aus Abb. 7 ersichtlichen Weise auf der Mattscheibe erscheint. Man sieht in der oberen Hälfte des Bildes das Fadenkreuz bzw. die x- und y-Achse. An einer bestimmten Stelle dieses Bildteils erscheint der Punkt F des aufgenommenen Gegenstandes, dessen Lage gemessen werden soll. Unterhalb des mit g bezeichneten Gesichtsfeldes sind die photographischen Aufnahmen der Teilkreisbilder a, und laa zu sehen. In der dargestellten Aufnahme liest man für den Seitenwinkel ao den Wert 21° 2o' und für den Höhenwinkelho den Wert 69° 3o' ab.
  • Neben der Mattscheibe 6a (Abb. 7) ist eine Schiebe 7a angeordnet, an welcher eine Querschiene 8 mit Hilfe des Führungsstücks 8a parallel zu sich selbst geführt wird. Auf der Schiene 8 ist wiederum eine Führung 9a verschiebbar angeordnet, welche eine Gelenkachse 9b trägt. Mit Hilfe dieser Achse ist an die Führung ga ein Doppelhebel angelenkt, welcher aus einem Lineal 9 und einem Einstellhandgriff 9c besteht. Ferner ist an der Führung 9a ein in Grade eingeteilter Bogen io vorgesehen, und an dem Handgriffteil9c ist ein Zeiger i i vorgesehen, so daß man mit Hilfe des Handgriffes 9c das Lineal 9 mittels des Gradbogens io in jede beliebige Winkelstellung gegenüber der x-Achse einstellen kann. Das Lineal 9 ist mit einer Einteilung versehen, welche entsprechend der Objektiv-Brennweite des Theodoliten nach Winkelwerten, etwa in Bogenminuten, geteilt ist.
  • Die Arbeitsweise dieser Einrichtung ist demnach folgende: Das auszuwertende Bild wird mit Hilfe der in Abb.8 dargestellten Projektionseinrichtung ia, 2a auf die Mattscheibe 6a, an deren Stelle natürlich auch ein anderer geeigneter Schirm o. dgl. treten kann, geworfen. Alsdann wird durch Verschiebung der Führungen 8a und 9a das Lineal 9 so eingestellt, daß sein Nullpunkt sich mit dem Punkt F deckt und gleichzeitig der Index i i an dem Gradbogen io denjenigen Winkel anzeigt, der der Höhenwinkelablesung ho des betreffenden Bildes entspricht. Der Maßstab 9 ist dann um diesen Winkel k. gegen die x-Achse geneigt, entspricht also der Linie FF" in Abb. 4. Nun kann man an dem Maßstab an der Stelle, wo er die y-Achse schneidet, unmittelbar die an dem abgelesenen Seitenwinkel anzubringende Verbesserung /\ a ablesen; bei dem dargestellten Beispiel sind dies 25'.
  • Jetzt stellt man an dem Gradbogen io den Winkel 9o° ein. Der Maßstab 9 liegt dann parallel zur y-Achse, und man kann unmittelbar den Wert y, also die an den Höhenwinkel anzubringende Verbesserung Ah, ablesen, die bei dem dargestellten Beispiel 42' beträgt.
  • Die Vorrichtung sieht noch eine Möglichkeit vor, den Projektionsmaßstab zu ändern. Zu diesem Zweck ist das Prisma 5a (Abb. 8) mit Hilfe einer Stellschraube 12 einstellbar gemacht. Durch Nähern oder Entfernen des Prismas 5a von dem Projektionsobjektiv 2a und durch Verschieben des Objektivs in Richtung der optischen Achse kann demnach der Projektionsmaßstab geändert werden, so daß der Maßstab des auf die Mattscheibe 6a projizierten Bildes mit der Teilung des Maß-Stabes 9 in hinreichende Übereinstimmung gebracht werden kann.
  • Die bauliche Ausgestaltung der Vorrichtung kann in verschiedener Weise geändert werden. So könnte man beispielsweise den Maßstab auch unmittelbar an das von dem Kino-Theodoliten aufgenommene Bild anlegen oder auch ihn so mit dem Projektionsapparat verbinden, daß er unmittelbar auf dem Bilde aufliegt und gemeinsam mit dem Bild auf die Mattscheibe projiziert wird, oder man kann umgekehrt den Maßstab fest mit der Mattscheibe verbinden oder auf die Mattscheibe projizieren und das auszuwertende Bild dem Maßstab gegenüber einstellbar anordnen u. dgl. mehr.
  • Bei der in den Abb. 7 und 8 dargestellten Ausführungsform ist es erforderlich, nachdem eine Ablesung erfolgt ist, den Maßstab zu verstellen, um die andere Ablesung vornehmen zu können. Dies kann vermieden werden, wenn .man das Auswertgerät in der aus den Abb. 9 bis i i ersichtlichen Weise ausführt.
  • In Abb. 9 ist 13 ein auf einer Grundplatte 13a befestigtes Gehäuse, an dessen Seiten zwei Filmbandtrommeln 14 und 15 angeordnet sind, die bei Drehung einer Kurbel 16 mittels eines beliebigen Getriebes so bewegt werden, daß sich das aufgenommene Filmband von der einen Trommel abwickelt und mach dem Durchgang durch das Gehäuse 13 auf die andere Trommel aufwickelt. Oberhalb der Bahn des Filmbandes ist in dem Gehäuse 13 ein in der Zeichnung nicht dargestelltes Objektiv beliebiger bekannter Bauart :angeordnet, durch welches die mittels einer geeigneten Lichtquelle belichteten Filmbilder vergrößert nach oben geworfen werden, so daß sie in dem Gesichtsfeld eines an der Oberseite des Gehäuses 13 befestigten Okulars 17 erscheinen. Unterhalb des Okulars 17 sind an der Oberseite des Gehäuses 13 in einem auf zwei Achsen i8 und i9 verschiebbar gelagerten Rahmen 2o zwei Glasplatten übereinander angeordnet. Die Verschiebung des Rahmens 2o, die in Richtung der x-Achse des auf dem Filmbild aufgenommenen Fadenkreuzes erfolgt, wird durch ein an dem Gehäuse 13 drehbar gelagertes und mit einem Handgriff 21 versehenes Zahnsegment 22 bewirkt, welches in eine an dem Rahmen 2o vorgesehene Verzahnung 23 eingreift. Die obere der beiden in dem Rahmen 2o angeordneten Glasplatten trägt einen in Richtung der y-Achse des Fadenkreuzes liegenden Maßstab 24 (Abb. io und ii), der bei Drehung des Handgriffes@2i in Richtung der x-Achse verschoben wird. Die untere Glasplatte ist in dem Rahmen 20 um eine durch den Nullpunkt des Maßstabes 24 gehende Achse drehbar gelagert und kann durch ein an dem Rahmen 2o gelagertes Zahnrad 25, «-elches mit einem Handgriff 26 verbunden ist, der oberen Platte gegenüber gedreht werden. Die Drehung der Platte kann mittels eines Okulars 27 an einer Kreisteilung 28 abgelesen werden. Die drehbare Glasplatte trägt einen Maßstab 29 (Abb. I I ), dessen Nullstrich mit dem Nullstrich des Maßstabes 24 der oberen, nicht drehbaren Glasplatte zusammenfällt.
  • In den Abb. io und ii ist das in dem Gesichtsfeld des Okulars 17 erscheinende Filmbild dargestellt. In Abb. io sind die beiden übereinanderliegenden Glasplatten so eingestellt, daß ihre Maßstäbe sich decken. Zum Auswerten des Filmbildes wird das Filmband zunächst durch Drehung der Kurbel. 16 (Abb. 9) so eingestellt, daß der Punkt F (Abb. io) des aufgenommenen Gegenstandes, dessen Lage gemessen werden soll, in der x-Richtung auf der gleichen Geraden liegt wie der Nullstrich der Maßstäbe 24 und 29. Hierauf werden durch Drehung des Handgriffs 21 die beiden Glasplatten in der --v-Richtung so weit verschoben, daß der Nullstrich der Maßstäbe mit dem Punkt F des aufgenommenen Gegenstandes zusammenfällt. Dann wird mittels des Handgriffes 26 die den Maßstab 29 tragende Glasplatte um einen Winkel gedreht, der der Höhenwinkelablesung lt. des betreffenden Bildes entspricht und dem auf dem Filmband befindlichen Teilkreisbild entnommen wird (Abb. i i). Der Abstand des Punktes F von dem Schnittpunkt F" des Maßstabes 29 mit der y-Achse des Fadenkreuzes entspricht dann unmittelbar der an dem abgelesenen Seitenwinkel a" anzubringenden Verbesserung und kann an dem Maßstab 29 ohne weiteres abgelesen werden, da ja der Nullstrich des Maßstabes mit dem Punkt F zusammenfällt. In entsprechender Weise kann eine bequeme Ablesung des Wertes y an dem Maßstab 24 vorgenommen werden, wodurch man die an dem Höhenwinkel anzubringende Verbesserung unmittelbar erhält.

Claims (9)

  1. PATRNTANSPRÜctiR: i. Einrichtung für Meßbildkammern, die zweckmäßig mit einer Registriervorrichtttng für die Teilkreisstellungen versehen sind, insbesondere für Kino-Theodolite, zum unmittelbaren Bestimmen der Richtungskoordinaten für außerhalb der Bildmitte liegende Bildpunkte, gekennzeichnet durch ein oder mehrere veränderliche Meßglieder (vgl. z. B. 9, io, Abb. 7 ; 24, 29, Abb. i i u. dgl.), welche, dem Nebenachsenwinkel (Höhenwinkel) der optischen Achse entsprechend, selbsttätig oder von Hand eingestellt für jeden außerhalb der Bildmitte liegenden Bildpunkt diejenigen dem jeweiligen Nebenachsenwinkel (Höhenwinkel) entsprechenden Verbesserungen unmittelbar abzulesen gestatten, welche, zu den an den Teilkreisen abzulesenden Richtungskoordinaten des Bildmittelpunktes hinzugefügt, die Richtungskoordinaten des betreffenden Bildpunktes ergeben.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, bei welcher das Meßglied zur Berücksichtigung der Glieder erster Ordnung in den an die registrierten Winkel anzubringenden Verbesserungen als Raster mit zwei sich senkrecht schneidenden Parallelen-Scharen, deren Richtungen den Hauptrichtungen des Gesichtsfeldes parallel sind, ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das in dem Theodoliten selbst vorgesehene Raster derart ausgebildet und mit der Nebenachse (Kippachse) durch Getriebe an sich bekannter Art derart gekuppelt ist, daß die Abstände der der ersten Hauptrichtung des Gesichtsfeldes parallelen Schar gleichbleiben und die Abstände der zweiten Schar sich proportional der cos-Funktion des Nebenachsenwinkels (Höhenwinkels) ändern.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das aus zwei sich rechtwinklig schneidenden Parallelen-Scharen gleichbleibenden Abstandes gebildete Raster (i, Abb. 2 und 3) um eine zur zweiten Hauptrichtung des Gesichtsfeldes parallele Achse kippbar angeordnet und mit der Aufnahmekamera durch Getriebe beliebiger Art derart gekuppelt ist, daß es sich gegen die Gesichtsfeldebene (Brennebene der Aufnahmeoptik) unter dem Nebenachsenwinkel (Höhenwinkel) geneigt einstellt und daß es durch paralleles Licht auf die lichtempfindliche Schicht gleichzeitig mit der Aufnahme des Gesichtsfeldes über das Gesichtsfeldbild kopiert wird.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch i, bei welchem die Berücksichtigung der Glieder erster Ordnung in den an die registrierten Winkel anzubringenden Verbesserungen hinreicht, gekennzeichnet durch zwei in dem Theodoliten vorgesehene, über das aufzunehmende Gesichtsfeldbild auf die lichtempfindliche Schicht aufzukopierende, der Gesichtsfeldbildebene (Brennebene der Aufnahmeoptik) parallele Raster, von denen das eine fest ist und außer den die Hauptrichtungen des Gesichtsfeldes angebenden, zueinander senkrechten Achsen eine der ersten Hauptrichtung parallele Schar enthält und das zweite aus zwei sich rechtwinklig schneidenden Scharen paralleler Linien besteht und um eine zu seiner Ebene senkrechte Achse drehbar gelagert mit der Aufnahmekamera durch Getriebe derart verbunden ist, daß sich die Linien seiner Scharen zu den Achsen des ersten Rasters unter dem jeweiligen Nebenachsenwinkel (Höhenwinkel) geneigt einstellen.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch i, bei der mit dem Gesichtsfeldbild des Aufnahmegeräts ein einfaches rechtwinkliges Achsenkreuz mitphotographiert wird, dessen Achsen nach den Hauptrichtungen (Horizontal- und Vertikalrichtung) des Gesichtsfeldes orientiert sind, dadurch gekennzeichnet, daß das veränderliche Meßglied in ein besonderes Auswertgerät (Abb. 9) derart eingegliedert ist, daß über dem gegebenenfalls projizierten Gesichtsfeld ein Maßstabt' (9, 29) verschiebbar und drehbar angeordnet ist, welcher an einer Teilung (io, 28) unter dem registrierten Nebenachsenwinkel (Höhenwinkel) gegen die erste Hauptrichtung (x-Achse) des Gesichtsfeldes geneigt eingestellt werden kann und der Brennweite der Aufnahmeoptik des Theodoliten entsprechend nach Winkelwerten geteilt ist.
  6. 6. Auswertgerät nach Anspruch 5, bei welchem das entwickelte Bild des Gesichtsfeldes projiziert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Projektionsoptik (32, Abb. 8) zum Regeln des Projektionsmaßstabes entsprechend der Teilung des Auswertmaßstabes (9, 29), wie es bei anderen Geräten bekannt ist, verstell- , bar ist.
  7. 7. Auswertgerät nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch zwei in derjenigen Ebene, in der das projizierte Bild entsteht, angeordnete Maßstäbe (2q., 29) mit gemeinsamem, relativ zu dem Projektionsbild verschiebbarem Nullpunkt, von denen der eine (2q.) ständig parallel zur zweiten Hauptrichtung (y-Achse) des Projektionsbildes gerichtet ist und der zweite (29) um den gemeinsamen Nullpunkt drehbar angeordnet ist und an einer Teilung (28) zur ersten Hauptrichtung (x-Achse) um den registrierten Nebenachsenwinkel (Höhenwinkel) geneigt eingestellt werden kann. B.
  8. Auswertgerät nach Anspruch 7, bei dem die Maßstäbe auf durchsichtigen Platten angebracht sind, dadurch gekennzeichnet, daß die projizierten Bilder des Gesichtsfeldes in der einen Hauptrichtung verschiebbar sind und die beiden die Maßstäbe (2q., 29) tragenden Platten in einem senkrecht zur Verschiebungsrichtung der Gesichtsfeldbilder verschiebbaren Rahmen (2o) derart gelagert sind, daß -der gemeinsame Nullpunkt beider Maßstäbe als Drehpunkt für den zweiten Maßstab (29) dient.
  9. 9. Auswertgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß beide Maßstäbe, wie es bei anderen Einrichtungen bekannt ist, vom gemeinsamen Nullpunkt ausgehend, nach beiden Richtungen hin wachsende Teilungen enthalten. io. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an den mit dem Gesichtsfeldbild des Theodoliten mitphotographierten, die Hauptrichtungen (Horizontal- und Vertikalrichtung) ans gebenden, sich rechtwinklig schneidenden Achsen die positiven Richtungen derart angenommen und bezeichnet sind, daß dadurch jeweils die Vorzeichen der den registrierten Winkeln hinzuzufügenden Verbesserungen im algebraischen Sinne richtig bestimmt sind.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
RU2823968C1 (ru) * 2023-12-20 2024-07-30 Федеральное государственное бюджетное образовательное учреждение высшего образования "Тихоокеанский государственный университет" Способ наведения зрительной оси геодезического оптического прибора

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RU2823968C1 (ru) * 2023-12-20 2024-07-30 Федеральное государственное бюджетное образовательное учреждение высшего образования "Тихоокеанский государственный университет" Способ наведения зрительной оси геодезического оптического прибора

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