-
Wirkunterlage, deren Wirkstellen von Rillen gebildet werden Die Erfindung
betrifft die Ausbildung einer Wirkunterlage für Teigwirkmaschinen.
-
Es ist erkannt worden, daß der Schaffung geeigneter Wirkunterlagen
- eine besondere Bedeutung für den maschinellen Wirkvorgang zukommt. Es sind auch
schon die verschiedenartigsten Vorschläge gemacht worden, die Wirkunterlage so zu
gestalten, daß dem Teig während des Wirkens ein Halt gegeben wird. Das wurde z.
B. dadurch versucht, daß man zur Bildung von Wirkstellen Stifte verwendete, die
mehr oder weniger weit aus der Wirkfläche vortraten. Bei gewissen Teigsorten vermochten
die Stifte ihre Aufgabe ohne Nachteile zu erfüllen, bei gewissen Teigsorten führten
sie jedoch dazu, daß der Wirkling innen bearbeitet wurde, daß Verletzungen der Wirkhaut
eintraten und sich kein richtiger Schluß bildete.
-
Man ist weiter dazu übergegangen, in der Wirkunterlage Löcher vorzusehen,
die dem Teig beim Wirken einen Halt geben sollten. In der Anwendung auf die Teigtragplatte
von Messerstern-Teigteil- und -wirkmaschinen hatte dieser Vorschlag jedoch den Nachteil,
daß bei starkem Pressen des Teiges das Teigstück sich zu fest in diese Bohrungen
einsetzte und sich am Teigstück ein Zapfen bildete, der beim Wirken entweder abgeschert
wurde, was zu unbrauchbaren Wirklingen führte, oder daß der Teig zu fest an der
Wirkstelle haftete und beim Abnehmen dann beschädigt wurde. Ein weiterer Vorschlag
für die Gestaltung der Wirkstellen auf der Teigtragplatte einer Messerstern - Teigteil-
und -wirkmaschine ging dahin, konzentrisch ineinanderliegende Rillen vorzusehen.
Diese Rillen haben, abgesehen von der Schwierigkeit, sie einzufräsen, den Nachteil,
daß die Wirklinge dann, wenn sich Mehl auf der Teigtragplatte befindet, keinen genügenden
Halt bekommen und nicht richtig gewirkt werden. Auf der anderen Seite kann es bei
schwerer zu behandelnden Teigsorten bei dieser Ausbildung der Wirkstellen vorkommen,
daß der Wirkling an der Auflagestelle zu feucht wurde und sich kein richtiger Schluß
bildete. Schließlich ist es möglich, daß bei Wirkstellen, bei denen der Hauptteil
der Wirkstelle mehr oder weniger gegenüber der Plattenoberfläche versenkt lag und
in der Mitte der Versenkung warzenartige Erhöhungen vorgesehen wurden, auch hier
bei schwer zu behandelnden Teigsorten der Wirkling feucht wird und keinen Schluß
erhält. Allen diesen Ausbildungen der Wirkstellen ist im übrigen gemein, daß das
Pressen mit besonderer Sorgfalt und vor allem genügend stark vorgenommen werden
muß. Wird nicht genügend gepreßt, so drückt sich der Teig zu wenig in die Wirkstellen
ein, und er hat dann beim Wirken keinen Halt.
-
Sollen aber in allen Fällen gute Wirklinge erhalten werden, so muß
der Wirkling von außen her nach seinem auf der Wirkstelle
ruhenden
Schluß in Falten herzartig nach der Mitte zu gelegt werden. Nur dadurch kommt der
für den späteren Gär- und Backvorgang wichtige Schluß und eine nach allen Seiten
gleichmäßig und gut gespannte Wirkhaut zustande.
-
Um dies in allen Fällen zu erreichen, sollen gemäß der Erfindung die
an sich bekannten, dem Teig einen Halt gebenden Rillen so ausgebildet werden, daß
das Hereinziehen der äußeren Teile des Teigballens in die Mitte, d. h. mit anderen
Worten, die Herzform des Teigstückes, die die Voraussetzung für einen guten Schluß
bildet, zuverlässiger erreicht wird. Dies geschieht dadurch, daß die einzelnen eine
Wirkstelle bildenden, in geringem Abstand voneinander liegenden Rillen spiralförmig
verlaufen. Außerdem gehen gemäß der Erfindung von dem äußersten Rillenkreis jeder
Wirkstelle Nuten aus, die gleichmäßig auf dem Umfang verteilt werden und die tangential
oder nahezu tangential an die äußerste Rille heranlaufen. Dadurch soll erreicht
werden, daß beim Wirkvorgang das Teigstück zunächst an den Nuten entlang läuft.
Dadurch, daß es bereits an diesen Nuten einen Halt findet, wird es rasch hochgerissen
und geht, zumal ihm ein nach der Mitte zu größer werdender Widerstand geboten wird,
viel besser in die Herzform über.
-
Die :Tuten sollen dabei gegebenenfalls eine besondere Form haben,
und es soll die eine in der Wirkrichtung vorn liegende Nutenwand im wesentlichen
senkrecht verlaufen, dagegen die zweite Nutenwand geneigt in die Tragplattenebene
übergehen.
-
Der Erfindungsgedanke läßt sich in verschiedener Weise verwirklichen:
Die spiralförmig verlaufenden Rillen des mittleren Teiles jeder Wirkstelle können
beispielsweise mittels geeigneter Hilfsvorrichtungen in die Teigtragplatte eingefräst
werden. Insbesondere kann aber auch folgende Ausführungsform Anwendung finden: Als
Wirkstellen werden Spiralfedern verwendet, deren Windungen unmittelbar oder wenigstens
ziemlich eng aufeinanderliegen. Diese Spiralfedern sind derart in Bohrungen der
Teigtragplatte eingesetzt, daß die Oberfläche .der Federwindungen im wesentlichen
mit der Platte bündig liegt. Hierdurch wird das besondere Hilfsvorrichtungen erfordernde
Einfräsen vermieden, und die Herstellungskosten werden nicht unwesentlich verbilligt.
Die Befestigung der in die Bohrungen der Teigtragplatte eingesetzten Spiralfedern
kann in der verschiedensten Weise vorgenommen werden und bietet keinerlei Schwierigkeiten.
-
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an einer
Teigtragplatte für eine Messerstern-Teigteil- und -wirkmaschine dargestellt.
-
Fig. i zeigt die Draufsicht auf eine Teigt i agplatte.
-
Fig. 2 gibt ebenfalls in Draufsicht in vergrößertem Maßstabe eine
einzelne Wirkstelle wieder.
-
Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig.2, und die Fig.4
stellt einen anderen Querschnitt in übernatürlicher Größe dar.
-
Die dargestellte Wirkauflage für eine Messerstern -Teigteil- und -wirkmaschine
besteht in üblicher Weise aus einer runden dünnen Platte i aus Blech oder einem
anderen Werkstoff, die mit dem Handgriff 2 versehen ist. Auf der Platte sind die
einzelnen Wirkstellen 3 in den Messerzellen entsprechenden Abständen voneinander
angeordnet. Bei der dargestellten Ausführungsform wird jede Wirkstelle von einer
Spiralfeder4 gebildet, deren einzelne Windungen im wesentlichen unmittelbar aneinanderliegen.
Diese Spiralfeder ist in eine entsprechende Bohrung 5 der Teigtragplatte i eingesetzt.
Die Befestigung der Spiralfeder kann, sofern die Spreizwirkung der aufgerollten
Feder nicht zur Festklemmung genügt, dadurch erfolgen, daß die obere Kante der Bohrung
5 (wie in Fig.4 bei G angedeutet) an einigen Stellen auf dem Umfang etwas angestaucht
wird, so daß die äußeren Windungen der Feder sich abstützen, während die Spiralfeder
gegen Lageänderungen nach unten durch eine in die Teigtragplatte eingelassene Deckplatte
7 gesichert wird. Der Hauptteil der Spiralfeder schließt oben bündig mit der Oberfläche
der Teigtragplatte i ab. In dem Mittelteil 8 stehen jedoch die einzelnen Windungen
der Spiralfeder etwas über die Oberfläche der Platte .i vor und gehen dann allmählich
wieder in die Wirkebene über. Diese F ormgebung, die für den Wirkprozeß besonders
günstig ist, kann beispielsweise dadurch erreicht werden, daß die Deckscheibe 7
in der Mitte eine der gewünschten Form des Mittelteiles der Spiralfeder angepaßte
Ausbuchtung erhält.
-
Die obern Enden der einzelnen Federwindungen- sind (wie dies Fig.
4 erkennen läßt) mittels beiderseitiger Anschärfungen 8 dachförmig gestaltet.
-
An die durch die äußerste Windung der Spiralfeder gebildete Rille
schließen sich tangential gerichtete Nuten 9 an, die gleichmäßig auf den Umfang
des äußeren Randes der mittleren Wirkstelle verteilt sind. Im Ausführungsbeispiel
sind acht Nuten dargestellt. Die Zahl der Nuten kann natürlich verschieden gewählt
werden und richtet sich nach der
Art des in der betreffenden Maschine
jeweils zu verarbeitenden Teiges. Von den Nuten 9 verläuft die eine Nutenwand io,
die in der in Fig. 2 mit Pfeil angedeuteten Wirkrichtung vorn liegt, im wesentlichen
senkrecht, während die \ utenwand i i geneigt in die Oberfläche der Teigtragplatte
i ausläuft. Das hat seinen Grund darin, daß der Teig dann besser der Mitte zugeleitet
wird und leichter in die Herzform übergeht.