DE52619C - Klaviatur für Tasteninstrumente - Google Patents

Klaviatur für Tasteninstrumente

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DE52619C
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DENDAT52619D
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E. OLBRICH in Berlin C, Alte Schönhauserstr. 7/8
Publication of DE52619C publication Critical patent/DE52619C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10CPIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
    • G10C3/00Details or accessories
    • G10C3/12Keyboards; Keys

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 51: Musikalische Instrumente.
EMIL OLBRICH in BERLIN. Klaviatur für Tasteninstrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. August 1889 ab.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist, die Uebelstände der bisher gebräuchlichen Klaviatur zu beseitigen, sowie das Spiel zu vereinfachen und zu erleichtern.
Bei dieser Erfindung wird die bisherige Klaviatur vollständig beibehalten und nur insofern ergänzt, als jede Taste eine kleine Erhöhung erhält. Diese Erfindung läfst sich also ohne Weiteres an jeder vorhandenen Klaviatur anbringen, und steht es auch nach deren Anbringung Jedermann vollständig frei, ob er nach der bisher gebräuchlichen Methode oder unter Benutzung dieser Erfindung spielen will.
Die neue Klaviatur setzt die Weiten- und Längenverhältnisse der bisher gebräuchlichen im wesentlichen voraus, so dafs man die Finger zwischen die Obertasten stellen und Tonleitern, sowie fortlaufende Accorde wie bisher spielen kann.
Fig. ι und 2 der beiliegenden Zeichnung stellen die Erfindung von vorn und von oben gesehen dar.
Fig. 3 zeigt die (weifse) Untertaste im Längsschnitt.
Fig. 4 zeigt die (schwarze) Obertaste im Längsschnitt.
Der Hauptübelstand der alten Klaviatur liegt 'darin, dafs man den Daumen auf Obertasten nicht mit derselben Freiheit benutzen kann wie auf Untertasten. Dies hat seinen Grund nicht in der-mangelnden Breite der Obertasten, sondern darin, dafs bei solcher Daumenstellung die langen, beim Spielen in ihrer Wurzel höher stehenden Finger häufig genöthigt sind, die tiefer liegenden Untertasten zu treffen.
Diesem Uebelstände soll durch die hinten an den Untertasten ν angebrachte, schräg aufwärts bis über die Obertasten n> steigende Erhöhung v1, Fig. 3, abgeholfen werden.
Durch diese Erhöhung v1 treten die Untertasten ν zu den Obertasten w im Bedarfsfalle in dasselbe Verhältnifs, welches bisher die Obertasten zu den Untertasten eingenommen haben. Jede Untertaste kann darum als Obertastcund jede Obertaste wie eine Untertaste benutzt werden. Einige Vortheile, welche daraus erwachsen, sind nach Angabe des Erfinders folgende:
1. kann man alle Tonleitern und fortlaufenden Accorde aufser in der alten Weise, wie oben gesagt, mit einem einheitlichen Fingersatz, z. B. dem von c-dur oder c-moll, spielen;
2. Triller kann man mit jedem beliebigen Fingerpaar machen, z. B. kann der Triller b c mit dem Nachschlag as b, der bisher nur mit 3 4 möglich war, unter Zuhülfenahme der Erhöhung auf c mit 12, 13, 23 etc. gespielt werden;
3. Doppeltriller, wie , . > die bis jetzt
mit
* gespielt werden mufsten, können
■*
dann mit ^ ■* ausgeführt werden;
2 ι & '
4. chromatische Terzenscalen in einer Hand, die bisher ohne Benutzung des fünften Fingers, nicht auszuführen waren, werden jetzt nur mit den Fingerpaaren * ^ gespielt;
I 2
5· ist das Princip, gleiche Stellen mit gleichem Fingersatz zu spielen, erst auf dieser Klaviatur consequent durchzuführen.
Die in Fig. 4 angedeutete Veränderung kommt erst in zweiter Linie in Betracht, die Tasten müssen dann insgesammt verlängert werden und die Obertasten w bekommen an ihrem hinteren Theil eine geringe Erhöhung w1, so dafs sie bis zu dem Niveau der Untertastenerhöhung v1 hinansteigen. Diese Erhöhung ermöglicht an dieser Stelle die Ausführung eines chromatischen Glissandos, sowie die Darstellung verschiedener chromatischer Lä'ufe mit gröfserer Leichtigkeit; sie bildet ein Gegenstück zu der diatonischen Folge auf den weifsen Tasten. In ihrer ganzen Anlage entwickelt sich also die Klaviatur von einer diatonischen zu einer chromatischen, vereinigt also beides.

Claims (2)

Patent-AnSprüche:
1. Die durch das Patent No. 25282 geschützte treppenförmige Gestalt der Tasten in der Ausführung, dafs auf den hinteren Theil der Untertasten ν eine schräg ansteigende und über die Obertaste hinausragende Erhöhung v1 gesetzt wird.
2. In Verbindung hiermit eine auf dem hinteren Theil der Obertaste angebrachte Erhöhung j*»1, welche bis zum Niveau der Untertastenerhöhung v1 heranreicht.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT52619D Klaviatur für Tasteninstrumente Expired - Lifetime DE52619C (de)

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