DE52615C - Wechselseitige Schiebersteuerung für mehrcylindrige Kraftmaschinen - Google Patents

Wechselseitige Schiebersteuerung für mehrcylindrige Kraftmaschinen

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DE52615C
DE52615C DENDAT52615D DE52615DA DE52615C DE 52615 C DE52615 C DE 52615C DE NDAT52615 D DENDAT52615 D DE NDAT52615D DE 52615D A DE52615D A DE 52615DA DE 52615 C DE52615 C DE 52615C
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DE
Germany
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cylinder
steam
piston
slide
valve
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT52615D
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English (en)
Original Assignee
J. BEDUWE in Lüttich, 27 rue du Paradis, Belgien
Publication of DE52615C publication Critical patent/DE52615C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L21/00Use of working pistons or pistons-rods as fluid-distributing valves or as valve-supporting elements, e.g. in free-piston machines
    • F01L21/04Valves arranged in or on piston or piston-rod

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
In beiliegender Zeichnung ist Fig. 1 ein senkrechter Längenschnitt durch den Cylinder D und zeigt den Kolben P in seiner äufsersten Stellung nach links.
Fig. 2 ist ein der Fig. 1 ähnlicher Schnitt durch den Cylinder D J und veranschaulicht den Kolben P1 in derjenigen Stellung, welche er nach Zurücklegung von ungefähr 3/4 seines Hubes nach rechts einnimmt.
Fig. 3 ist ein Grundrifs des Motors, in welcher Figur der Deckel Z und die Dampfschieber E und E1 weggelassen sind; man sieht hier die Zu- und Abführungsöffnungen; die DampfVertheilungskanäle sind punktirt;. die ebenfalls punktirt gezeichneten Oeffnungen befinden sich im Innern der Cylinder.
Die Erfindung besteht in der Anordnung eines Vertheilungsschiebers auf jedem Cylinder, welcher erstere immer in gleicher Richtung wie der Kolben des Cylinders, auf dem er sich befindet, bewegt wird und den Dampf in dem benachbarten Cylinder oder in einem der benachbarten Cylinder durch passend angebrachte Kanäle vertheilt.
Wie man. aus der Zeichnung sieht, vertheilt der Schieber E des Cylinders D den Dampf in dem Cylinder D1 mittelst der gekreuzten Kanäle F und F1, während die Kanäle G und G1 der Dampfvertheilung des Schiebers E1 nach dem Cylinder D hin mit den Kanälen F und F1 gekreuzt sind.
Die Kanäle FF1 G G1 sind unabhängig von einander.
Der Gang des Vertheilungsschiebers E, welcher sich immer in gleicher Richtung wie der Kolben P bewegt, auf dessen Cylinder D er angebracht ist, ist folgender: Wenn der Kolben P, Fig. ι, nach rechts getrieben wird, nimmt er in dieser Richtung den auf die Stange S aufgekeilten Muff M mit; der Muff M schwingt den bei R befestigten Hebel N nach rechts, und dieser zieht die Stange Q und den Vertheilungsschieber E nach rechts. Wenn der Kolben P nach links geht, zieht die Stange S den Muff M und dieser den Hebel N, die Stange Q und den Vertheilungsschieber E nach links. Es hat also der DampfVertheilungsschieber E immer die gleiche Bewegungsrichtung wie der Kolben P, und seine Bewegung dauert auch gerade so lange wie diejenige von P,
Dasselbe findet bei dem Schieber E1 statt, welcher sich durch Vermittelung des Muffes B, des Hebels C und der Stange Q. 1 stets in derselben Richtung bewegt wie der Kolben P1.
Der Dampf wird durch den Rohrstutzen A in die Dampfkammer, welche sich oberhalb der beiden Cylinder D D1 befindet, eingeführt.
In dieser Kammer wirken die beiden Vertheilungsschieber E und E1 folgendermafsen:
Der Schieber E vertheilt· den Dampf durch die Kanäle F und F1 auf den Kolben P1 des Cylinders D1, und der Vertheilungsschieber E1 vertheilt ihn durch die Kanäle G und G1 auf den Kolben P des Cylinders D. Beim Betrieb der Maschine setzen diese Schieber die beiden Seiten der Kolben P und P1 der Cylinder D und D1 abwechselnd mit der Dampfkammer in Verbindung.
Der Gang der Maschine vollzieht sich folgendermafsen: Aus der Zeichnung geht hervor, dafs der Kolben P des Cylinders D,
Fig. ι, am Ende seines Hubes nach links angelangt ist, während der Kolben- P1 des Cylinders D1, Fig. 2, beinahe 3/4 seines Hubes nach rechts zurückgelegt hat.
Wenn nun das Dampfzuführungsrohr, Fig. i, Stillstand der Maschine vorausgesetzt, geöffnet* wird, kann der Dampf durch den Kanal F hinter den Kolben P1 an der linken Seite desselben eintreten.
Dieser Kolben wird sich daher nach rechts bewegen und durch den auf seine Stange aufgekeilten Muff B auf den Hebel C wirken, welcher dann mittelst der Stange Q1 den Vertheilungsschieber E1 nach rechts zieht. Letzterer öffnet die Dampfzuführungsöffnung G und bringt immer mehr den Kanal G1 mit dem Abdampf kanal K1 in Verbindung. Der Dampf tritt dann durch die Oeffnung G in den kleinen Kanal a, hebt das Ventil J und gelangt an der linken Seite hinter den Kolben P. Die Oeffnung des Kanals G in dem Cylinder D ist durch den Kolben P verdeckt und läfst augenblicklich den Dampf nicht eintreten. Infolge dieser Einrichtung gelangt der Dampf, wenn er in den Kanal G1 eingelassen wird, durch den Kanal α und das Ventil J in den Cylinder D, bis der Kolben P die Mündung des Kanals G in dem Cylinder D freigegeben hat. Der Kolben P setzt sich also langsam und ohne Stofs in Bewegung, nimmt den Vertheilungsschieber E in seiner Bewegungsrichtung mit, und erst dann, nachdem er die Oeffnung G passirt hat, erhält er durch den nunmehr in gröfserer Menge in den Cylinder D eintretenden Dampf eine normale Geschwindigkeit. In diesem Augenblick ist die Oeffnung F, welche den Dampf an der linken Seite des Kolbens P1 vertheilt, schon geschlossen und der Kolben P1 hat seinen Lauf nach rechts vollendet. Dann hat der Schieber E die Oeffnung F mit dem Ablafs K in Verbindung gesetzt und der Dampf gelangt durch die Oeffnung F1 (welche nicht mehr vom Schieber bedeckt ist), den Kanal F\ den kleinen Kanal c und das Ventil J3 an die rechte Seite des Kolbens P1, und dieser beginnt seinen Lauf nach links. Der durch den Kolben P1 verdrängte Dampf in D1 schliefst das Ventil J2 und entweicht durch den Kanal F und den Ablafs K. Der Kolben P1 wird durch den Dampf, welcher durch das Ventil /3 gegangen ist, fortbewegt, bis er die Oeffnung F1 freigegeben hat, und wenn er die Mündung F überschritten hat, comprimirt sich der noch in dem Cylinder -D1 befindliche Dampf, weil er keinen Ausweg mehr findet, immer mehr und mehr im Verhältnifs, wie sich der Kolben P1 dem Ende seines Hubes nähert, und der so comprimirte Dampf wird in Gemeinschaft mit dem Dampf, der durch das Ventil J2 gehen wird, für den Beginn des folgenden Hubes des Kolbens P1 dienen.
Dann erneuert sich das beschriebene Spiel abwechselnd für die Kolben P und P1. ,

Claims (1)

  1. Pat E nt-Anspruch:
    Bei mehrcylindrigen Kraftmaschinen die Anordnung der Steuerung in solcher Art, dafs je ein Dampfvertheilungsschieber E durch die Kolbenstange desjenigen Dampf cylinders D, in dessen Schieberkasten. Schieber E sich befindet, mittelst Stangenwerkes bewegt wird, so dafs jeder Schieber E stets in der Richtung des ' Kolbens seines Cylinders D sich bewegt, wobei aber die Anordnung der Dampfkanäle zwischen je einem Schieberkasten und je einem Cylinder so getroffen ist, dafs die vom Schieber E gesteuerten, im Schieberkasten des zugehörigen Cylinders D beginnenden Kanäle an einem anderen Cylinder D1 endigen, mithin je ein Schieber E den Dampf für einen anderen Cylinder D1 vertheilt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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