DE525850C - Federnde Schwingspulenlagerung fuer elektrodynamische Schallgeraete - Google Patents
Federnde Schwingspulenlagerung fuer elektrodynamische SchallgeraeteInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Schallgeräte, insbesondere auf elektrodynamische Lautsprecher.
Bei Schallgeräten, in welchen eine zylindrische Spule in einem ringförmigen magnetischen Feld
verwendet wird, um eine Kolbenmembran zu bewegen, ist es von Vorteil, daß der Zwischenraum
zwischen den Polen der Magnete und der Spule so klein wie möglich gehalten wird, weil
dadurch der Fluß in dem Felde am wirksamsten ausgenutzt werden kann. Wenn die Spule von
Sprechströmen durchflossen wird und große Amplituden ausführt, ist es wichtig, daß sie
sich in Richtung ihrer Achse bewegt, damit sie nicht gegen die Polstücke reibt. Es war aber
bis jetzt mit Schwierigkeiten verbunden, die Spule in einem magnetischen Spalt der erwähnten
Art derart zu zentrieren, daß die freie Schwingung der Spule und der mit ihr verbundenen
Membran nicht beeinträchtigt wurde. Es ist vorgeschlagen worden, zur Lagerung von Spulen, die für den Antrieb einer Kolbenmembran
dienen sollen, radial angeordnete Blattfedern zu verwenden. Diese Blattfedern wurden mit Riffelungen, Wellen o. dgl. versehen,
um ihnen eine genügend große Biegsamkeit zu geben. Derartige geriffelte Federn sind
aber nur dann imstande, den radialen Bewegungen der Spule einen größeren Widerstand
entgegenzustellen, wenn sie so steif sind, daß sie gleichzeitig die axialen Bewegungen der
Spule stark hemmen.
Gemäß vorliegender Erfindung sind die zur Lagerung einer Schwingspule dienenden Blattfedern
paarweise zusammengefaßt und mit ihren Enden aneinander angelenkt, so daß die Punkte, an denen die Federn mit der Spule verbunden
sind, nur eine geradlinige axialeBewegung ausführen können. Die Blattfedern sind vorzugsweise
derart angeordnet, daß ihre Flachseiten senkrecht zur Spulenachse gerichtet sind, und
ihre Blattstärke ist zweckmäßig nur gering, so daß in axialer Richtung die Bewegungen der
Spule nur unerheblich gehemmt werden. Die Federn haben aber in Richtungen senkrecht
zur Spulenachse eine ausreichende Breite, um den Bewegungen der Spule in den Querrichtungen
senkrecht zur Spulenachse einen sehr großen Widerstand entgegenzustellen.
Die Federn sind vorzugsweise derart mit der Spule verbunden, daß ihre Längsseiten oder
Ränder tangential zur Spule oder Spulenträger oder parallel zu Tangenten dieser Teile
verlaufen. Ferner sind sie zweckmäßig in gleichen Abständen voneinander auf dem Spulenumfang angeordnet. Die Federn können
als Leiter des elektrischen Stromes im Stromkreis der Spule verwendet werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung isin der beiliegenden Zeichnung dargestellt.
In Abb. ι ist eine Membran ι dargestellt
welche aus einem Abschnitt in der Form eine: abgestumpften Kegels und aus einem kegelförmigen
Abschnitt zusammengesetzt ist. Der äußere Rand oder Boden der Membran ι
ist mittels des biegsamen Ringes 4 zwischen dem Tragring 5 und dem Klemmring 6 befestigt.
Der Ring 4, welcher beispielsweise aus Seide, Gummi, dünnem Leder o. dgl. hergestellt
ist, kann durch Klebstoff oder in anderer zweckmäßiger Weise mit der Membran verbunden
werden.
Zu den Betätigungsmitteln für die Membran gehört eine Spule 8, welche einen leichten,
dünnen Zylinder 16 umgibt, der mit mehreren Lappen 15 versehen ist. Diese Lappen können
mit dem Zylinder ein zusammenhängendes Ganzes bilden oder auf diesem befestigt sein.
Bei der hier dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist der Teil 16 aus Metall hergestellt,
doch kann derselbe auch aus Isoliermaterial bestehen. Der Zylinder 16 ist zweckmäßig am
oberen Ende des abgestumpften Kegels befestigt. Als Befestigungsmittel kann beispielsweise
Kitt verwendet werden. Die Spule liegt in dem ringförmigen Zwischenraum zwischen
den konzentrischen Polstücken 11 und 13.
Das Polstück 13 ist mit dem Kern 10 aus einem einzigen Stück hergestellt. Der Kern 10 trägt
eine Spule 12, durch welche Gleichstrom gesandt werden kann, um in dem ringförmigen
Raum ein starkes magnetisches Feld zu erzeugen. Gegebenenfalls kann auch ein Dauermagnet
verwendet werden, um den Fluß in dem Luftzwischenraum herzustellen. Klemmen 32 können verwendet werden, um die Enden
der Spule 12 mit einer Gleichstromquelle zu verbinden. Das Polstück 11 ist lösbar mit dem
Kern 10 verbunden, so daß die Spule 12 ohne Schwierigkeiten auf den Kern aufgebracht
werden kann. Die lösbare Verbindung zwischen Polstück und Kern kann beispielsweise mittels
Schrauben 58 hergestellt werden. Auf dem Polstück 11 ist mittels Schrauben 34 ein Ring 36
befestigt, der mit mehreren Armen 30 versehen ist, welche vorzugsweise mit dem Ring zusammen
aus einem einzigen Materialstück hergestellt sind. Die Ringe 36 und 5 und die Arme
30 können aber auch getrennte Körper bilden, die zweckmäßig miteinander verbunden sind.
Wenn veränderliche Ströme die Spule 8 durchfließen, werden Spule und Membran als eine
Einheit schwingen. Damit der Fluß im Luftzwischenraum zweckmäßig ausgenutzt werden
kann, ist es wünschenswert, daß die Spule und ihr Tragkörper den größten Teil des Luftzwischenraumes
ausfüllen. Da die Membran an ihrem Rand nachgiebig unterstützt wird, ist bei der Spule eine gewisse Neigung zur Seitenbewegung vorhanden. Um die Spule zu zentrieren
und um eine lineare Bewegung derselben im Verhältnis zur Spulenachse und zur Achse des Luftzwischenräumes
zu sichern, sind mehrere leichte Federn 14 (Abb. 2 und 3) vorgesehen, die in
gleichen Abständen voneinander tangential zur Spule angeordnet sind. Das eine Ende jeder
Feder ist mit einem der Lappen 15 und das andere Ende mit dem ringförmigen Pol 11 verbunden.
Jede Feder 14 wird vorzugsweise aus einem einzigen Stück aus dünner Bronze o. dgl. hergestellt.
Die Enden der Feder sind, wie bei 35 angedeutet, gekrümmt, und die Außenseiten sind
bei 56 mit Falten versehen. Das eine Ende der Feder 14 ist mittels der Schraube 21, der Isolierbüchse
22, der isolierenden Unterlagsscheibe 23 und der metallischen Unterlagsscheibe 24 am
Lappen 15 isoliert befestigt. Der Boden der Feder 14 ist mittels der Schraube 42 mit der
Klemme 54 verbunden, die auf dem Polstück 11 isoliert angeordnet ist und von der Schraube 39,
der Isolierbüchse 43 und der Isolierplatte 41 festgehalten wird. Die beiden Enden der Spule 8
sind mit den Schrauben 21 zweier Federn verbunden, indem sie in Schlitzen in diesen Schrauben
durch Lötung befestigt sind.
Die Enden der Spule 8 können selbstverständlich auch unter den Köpfen der Schraube
21 angeordnet sein. Die Federn bilden in dieser Weise Glieder im elektrischen Stromkreis der
beweglichen Spule. Dadurch, daß der Außenanschluß der Spulen in der oben beschriebenen
Weise ausgeführt wird, werden Biegungen und dadurch ebenfalls Brüche vermieden, die durch
Kristallisierungen in dem schwachen elektrischen Leiter der Spule entstehen können. Von der
Klemme 54 führen Drähte 50 zu Kontakten 51, die auf dem Winkelstück 52 sitzen, welches
wiederum von dem Ring 36 getragen wird.
Claims (5)
1. Federnde Schwingspulenlagerung für elektrodynamische Schallgeräte, dadurch gekennzeichnet,
daß die die Spule tragenden Blattfedern paarweise zusammengefaßt und mit ihren Enden aneinander angelenkt sind,
so daß die Punkte, an denen die Federn mit der Spule verbunden sind, nur eine geradlinige
axiale Bewegung ausführen können.
2. Federnde Schwingspulenlagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Blattfedern derart angeordnet sind, daß ihre Flachseiten senkrecht zur Spulenachse gerichtet
sind und daß sie eine so geringe Blattstärke aufweisen, daß sie in axialer Richtung
die Bewegungen der Spule nur unerheblich hemmen, während sie in Richtungen senkrecht
zur Spulenachse eine ausreichende Breite besitzen, um Bewegungen der Spule
in den Querrichtungen (d. h. senkrecht zur
Spulenachse) einen großen Widerstand entgegenzustellen.
3. Federnde Schwingspulenlagerung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Federn derart mit der Spule verbunden sind', daß ihre Längsseiten oder
Ränder tangential zum Spulenträger (16) oder parallel zu Tangenten des Spulenträgers
verlaufen.
4. Federnde Schwingspulenlagerung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Federn in gleichen Abständen voneinander auf dem Spulenumfang angeordnet
sind.
5. Federnde Schwingspulenlagerung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß eine oder mehrere der Federn der Spule elektrischen Strom zuführen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US266147A US1925659A (en) | 1928-03-31 | 1928-03-31 | Acoustic device |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE525850C true DE525850C (de) | 1931-05-29 |
Family
ID=23013372
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEE38660D Expired DE525850C (de) | 1928-03-31 | 1929-01-25 | Federnde Schwingspulenlagerung fuer elektrodynamische Schallgeraete |
Country Status (4)
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|---|---|
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| DE (1) | DE525850C (de) |
| FR (1) | FR669581A (de) |
| GB (1) | GB308776A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE836808C (de) * | 1950-05-07 | 1952-04-17 | Friedrich Skwarczynski | Lautsprechermembrane zur verzerrungsfreien Wiedergabe eines breiten Frequenzbandes bei gleichmaessiger Abstrahlung und Streuung in den Raum sowie Unterdrueckung des mittleren Frequenzbereiches |
| DE971442C (de) * | 1954-08-29 | 1959-01-29 | Standard Elek K Lorenz Ag | Dynamischer Lautsprecher |
Families Citing this family (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2512323A (en) * | 1946-09-09 | 1950-06-20 | Radio Frequency Lab Inc | Reentrant diaphragm with central closure member |
| US2548235A (en) * | 1947-03-13 | 1951-04-10 | Rca Corp | Transformerless audio output system |
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| DE1132833B (de) * | 1959-02-16 | 1962-07-05 | Zoellner & Co | Schalltrichter fuer akustische Signalgeraete |
| US3076520A (en) * | 1959-05-21 | 1963-02-05 | Claude C Farwell | Loud speaker |
| US8540049B2 (en) | 2010-12-23 | 2013-09-24 | Bose Corporation | Acoustic diaphragm suspending |
-
1928
- 1928-03-31 US US266147A patent/US1925659A/en not_active Expired - Lifetime
-
1929
- 1929-01-23 GB GB2347/29A patent/GB308776A/en not_active Expired
- 1929-01-25 DE DEE38660D patent/DE525850C/de not_active Expired
- 1929-02-13 FR FR669581D patent/FR669581A/fr not_active Expired
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| DE836808C (de) * | 1950-05-07 | 1952-04-17 | Friedrich Skwarczynski | Lautsprechermembrane zur verzerrungsfreien Wiedergabe eines breiten Frequenzbandes bei gleichmaessiger Abstrahlung und Streuung in den Raum sowie Unterdrueckung des mittleren Frequenzbereiches |
| DE971442C (de) * | 1954-08-29 | 1959-01-29 | Standard Elek K Lorenz Ag | Dynamischer Lautsprecher |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US1925659A (en) | 1933-09-05 |
| FR669581A (fr) | 1929-11-18 |
| GB308776A (en) | 1930-04-23 |
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