DE523040C - UEbertragungssystem mit Traegerstromkanaelen auf langen Pupinleitungen im Gebiet oberhalb 0,5 der Grenzfrequenz - Google Patents
UEbertragungssystem mit Traegerstromkanaelen auf langen Pupinleitungen im Gebiet oberhalb 0,5 der GrenzfrequenzInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04B—TRANSMISSION
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Description
Um die Einschwingvorgänge auf Pupin-
leitungen in erträglichen Grenzen zu halten, wählt man bekanntlich die Grenz frequenz fa
bei langen Leitungen so, daß die obere Übertragungsfrequenz f etwa nur 0,5 bis 0,7 der
Grenzfrequenz beträgt. Der Ouotient ->- ~- η
~ Ju
ist ausschläggebend für die Dauer des Einschwingvorganges
nach der bekannten Beziehung
worin / = Länge der Leitung, s = Spulenabstand,
— — iVZahl der Spulenfelder bedeutet.
Die Grenzfrequenz /„ wurde deshalb zur guten Übertragung eines Sprachbandes bis
/' = 2 400 Hertz für lange Leitungen mit /,, = 5 400 Hertz gewählt. Das von
K.W. Wa g η e r in Elektr. Nachrichten Technik Bd. 6 S. 134 (1929) \Orgeschlagene
Transozeanische Fernsprechkabel wurde zur Übertragung desselben Sprachbandes mit
einer Grenzfrequenz von /0 = 4 800 vorgeschlagen.
Der obere Frequenzbereich kann nun besonders bei langen Leitungen das wirtschaftliche
Gesamtergebnis ganz erheblich verbessern, besonders wenn es gelingt, die Bandbreite
der dort einzurichtenden Kanäle der Eigenart der Übertragungsbedingungen in der Nähe der Grenzfrequenz gut anzupassen. Das
ist die Aufgabe, für welche die vorliegende Erfindung eine praktisch brauchbare Lösung
angibt.
Die von K. W. Wagner in seiner Arbeit
»Transoceanische Fernsprechkabel« vorgeschlagene Lösung, den oberen Übertragungsbereich mit einer großen Zahl von Kanälen
für eine Telegraphierleistung von jeweils etwa 300 Zeichen/min, zu besetzen, stellt
nicht die wirtschaftlich optimale Lösung dar, da dabei durch die begrenzte Selektivität der
Siebe je etwa 20 bis 40 Hertz Abstand zwisehen den Kanälen unausgenutzt bleiben muß.
Beim Betrieb von Springschreiberkanälen wäre die Verschwendung an ausnutzbarem
Frequenzband noch größer.
Da der oben angeführte unausgenutzte Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Übertragungsbändern nahezu unabhängig von der Breite der Kanäle ist, wird man bestrebt
sein müssen, die Breite der Übertragungskanäle in Abhängigkeit von deren Abstand
von der Grenzfrequenz gerade so zu wählen, daß die noch zulässige Einschwingzeit nicht
überschritten wird. Die technischen Mittel
für die volle Ausnutzung der so gefundenen Kanäle sind vorhanden, nämlich für TeIegraphie
Mehrfachverteiler mit zwei, drei, vier, sechs usw. Kanälen oder Bildtelegraphie mit entsprechender Abtastgeschwindigkeit.
Für die in einem engen Übertragungskanal entstehende, von den Eigenschaften der Pupinleitung
herrührende zusätzliche Einschwingzeit kann die Differenz der Einschwingzeit
ίο für die obere Übertragungsfrequenz und der
Trägerfrequenz des Kanals angenommen werden, da die Trägerfrequenz mit der größten
Amplitude in dem Frequenzspektrum der Telegraphierzeichen enthalten ist.
Wie die Abb. 1 darstellt, kann diese Zeitdauer wie folgt angegeben werden:
Daneben tritt nun noch ein Einschwingvorgang auf, der nur von der Breite des
Siebes abhängig ist. Nach experimentellen Erfahrungen, die auch Anwendung bei der
Berechnung von Siebketten für die Wechselstromtelegraphie gefunden haben, beträgt
diese Einschwingzeit
0,8
If
(3)
Bei der Wahl der Bandbreite in 'der praktischen Telegraphic läßt man nun für die
verschiedenen Laufzeiten auf der Leitung noch eine Verlängerung dieser Einschwingzeit
um 50 °/0 zu, indem man setzt:
0,8 , 0,4
= £± oder Af =i,2. S (4)
S = Telegraphiergeschwindigkeit in Bauds. (Vgl.: Luschen und Küpfmülle-r,
!•Über die Wahl der Trägerfrequenzen für die Tonfrequenztelegraphie«, ENT 1927,
Heft 4 Bd. 4 S. 165 bis 174; Stahl, »Die
Ausnutzungsmöglichkeiten einer Fernkabelader für Telegraphie«, TFT 1929, S. 95 bis
102; W e d 1 e r , »Das AEG-Vielf ach-Trägerstromtelegraphiersystem
mit Sprechfrequenzen für Fernsprechkabel«, TFT 1929 Nr. 6.)
Die für den Einschwingvorgang auf der Leitung verfügbare Zeit beträgt demnach
~i, wenn der gesamte Einschwingvorgang
gleich der Punktdauer geworden ist. Daraus ergibt sich nunmehr
dl* λ
o>4
-—·Αω = -τ— und Am-
dco Af
oder (1 «2)3/4
Af- 0,252
1
COn
Wendet man diese Beziehungen auf das von K. W. Wa g η e r vorgeschlagene Amerikakabel
an, so findet man, daß die Breite der Kanäle mit Annäherung an die Grenzfrequenz
entsprechend der Abb. 2 schmäler gemacht werden muß, wenn eine optimale Ausnutzung des oberen Frequenzbandes bei
gleich guter Zeichenübertragung angestrebt wird.
Die Abb. 3 stellt dar, in welcher Weise das obere Frequenzband eines solchen Kabels
nach dem vorliegenden Erfindungsgedanken in Kanäle aufgeteilt werden kann.
Die angegebene Aufteilung hat nun nachstehende Vorteile:
ι. Die Ausnutzung des Frequenzbandes ist um etwa 30 bis 50 °/0 besser als bei Bildung
gleichmäßig schmaler Kanäle.
2. Der Betrieb von Nachrichtenmitteln mit weitem Frequenzband ist möglich.
3. Die Gefahr nichtlinearer Verzerrung ist mit der Verminderung der Zahl der gleichzeitig
betriebenen Kanäle verringert.
Claims (1)
- Patentanspruch: gÜbertragungssystem mit Trägerstromkanälen auf langen Pupinleitungen im Gebiet oberhalb 0,5 der Grenzfrequenz, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerstromkanäle mit Annäherung an die Grenzfrequenz schmäler werden, und zwar derart, daß die gewählte Lochbreitebeträgt, worin co0 die Grenzfrequenz der Leitung, η das Frequenzverhältnis T™igfequenz und N die Zahl der Spu-Grenzfrequenzlenfelder bedeutet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE523040T | 1930-05-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE523040C true DE523040C (de) | 1931-04-28 |
Family
ID=6551838
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930523040D Expired DE523040C (de) | 1930-05-22 | 1930-05-22 | UEbertragungssystem mit Traegerstromkanaelen auf langen Pupinleitungen im Gebiet oberhalb 0,5 der Grenzfrequenz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE523040C (de) |
-
1930
- 1930-05-22 DE DE1930523040D patent/DE523040C/de not_active Expired
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