DE522440C - Walzmaschine mit Schraegwalzen - Google Patents

Walzmaschine mit Schraegwalzen

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DE522440C
DE522440C DEI36687D DEI0036687D DE522440C DE 522440 C DE522440 C DE 522440C DE I36687 D DEI36687 D DE I36687D DE I0036687 D DEI0036687 D DE I0036687D DE 522440 C DE522440 C DE 522440C
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DE
Germany
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tube
mandrel
rolling machine
rollers
workpiece
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Expired
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DEI36687D
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Imperial Chemical Industries Ltd
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Imperial Chemical Industries Ltd
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  • Rolls And Other Rotary Bodies (AREA)

Description

  • Walzmaschine mit Schrägwalzen Die Erfindung bezieht sich, auf Walzmaschinen mit Schrägwalzen, die den zwischen die Walzen eingeführtenWerkstücken sowohl eine Drehbewegung als auch eine Län-sverschie# bung erteilen. Und zwar bezieht sich die Erfindung auf die unter der Benennung Reeling-Maschinen bekannten Maschinen, mittels deren das Ablösen und Wegziehen metallener Röhren von den Dornen., auf denen die Röhren als galvanischer Niederschlag o. dgl. hergestellt worden sind, durchgeführt werden kann.
  • Wird von einem galvanischen Niederschlag ausgegangen, so muß der Dorn an seiner Oberfläche von Schmierstoffen irgendwelcher Beschaffenheit vollständig frei sein. Infolgedessen haftet das auf dem Dorn in Rohrform niedergeschlagene Metall außerordentlich fest. Außerdem dringt beim Galvanisieren das Metall in etwa vorhandene Hohlräume, Riefen oder sonstige Unregelmäßigkeiten der Dornoberfläche ein. Die Metallscbicht ist beispielsweise nur o,o5 min (ein zwanzigstel Millimeter) dick. Wegen dieser geringen Schichtstärke ist es sehr schwierig, sie vom Dorn abzuwalzen, ohne sie zu zerreißen oder zu zerdrücken. Dieses äußerst schwierige Ab- nehmen eines rohrförmigen galvanischen Niederschlages von einem Metallrohr wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Meridianlinie der Walzen auf der Einführungsseite sehr allmählich gekrümmt ist, damit das Rohr unter gleichmäßiger Drehung fortschreitet, ohne daß auf das Rohr ein Druck von solcher Größe ausgeübt wird, daß das auf dem Dorn befindliche Rohr sich ablöst oder trockenes (d. h. von Schmierstoff freies) Metall an anderm solchen Metall zum Haften kommt.
  • Die Erfindung umfaßt eine verbesserte Gestaltung und Anordnung der arbeitenden Flächen der Walzen und der zugehörigen Werkstückunterstützung sowie die verbesserte Lagerungsvorrichtung für diese Walzen nebst der Vorkehrung, um den gewünschten Druck auf die Walzen und das zwischen ihnen hindurchgehende Werkstück auszuüben. Auf der Zeichnung zeigt Abb. i in Stirnansicht die Walzen und die Werkstückunterstützung.
  • Abb. 2 ist ein Längsschnitt nach der LinieA-B der Abb. i von rechts nach links gesehen.
  • Abb. 3 ist eine in größerem Maßstabe gehaltene Oberansicht, welche die Walzen und das zwischen ihnen befindliche WerkstÜck erkennen läßt.
  • Abb. 4 ist ein Längsschnitt durch das Werkstück und läßt außerdem die WerkstückunterstÜtzung und die hintere Walze erkennen.
  • Abb. 5 ist eine ebensolche Oberansicht wie Abb. 3, jedoch in kleinerem Maßstab, und läßt die Einrichtung zur Ausübung von Druck z#vischen den Walzen und dem Werkstück erkennen.
  • Abb. t-, ist die Vorderansicht auf die in Abb. 5 gezeichnete Druckregelungsvorri#,htung.
  • Abb. 7 ist die Hinteransicht der in Abb. Igezeichneten Maschine.
  • Die beiden Walzen a -, b der Röhrenabhaspelmaschine sind auf je einer Seite einer Werkstückstütze c angeordnet, die sich im unteren Teil des Werkstückdurcblasses zwis c 'hen den Walzen befindet. DieMittellinien derWalzen sind gegensin-nig geneigt (7weckmäßig unter je 4' gegen die Waagerechte), so daß die Tätigkeit der umlaufenden Walzen auf bekannte Weise sowohl eine Drehung als auch eine Längsverschiebung dein Werkstück (der Röhre d und'ihrem Dorn c), auf welches die Walzen einwirken, erteilen. Mittels einer nicht eingezeichneten Einrichtung werden die beiden Walzen zwangsweise angetrieben.
  • Die beiden Walzen laufen in Rollenlagern f, g, die auf den Maschinengestellteilen h verschiebbar sind. Die hinteren Lagerf sind gegen die Fortbewegung von der vorderen Walze b weg durch verhältnismäßig starke Federn i und verhältnismäßig schwache Federn j belastet. Die Lager müssen sich uni eine gewisse Strecke entgegen den leichten Federn j verschieben, bevor die schwereren Federn wirksam werden. Eine Anzeigescheibe le (Abb. i # zeigt dein Bedien-ungsniann die Größe des Druckes an, die zwischen den Walzen auf das Werkstück ausgeübt wird. Dieser Druck wird durch die Verschiebung gemessen, welche die hintere Walze a entgegen dem Druck der Federn i und j ausführt. Ein derartiger Anzeiger kann mit einem Merkstrich versehen sein, der angibt, wann der hinteren Walze nur noch die schwachen Federn i widerstehen. Die Belastung des Werkstücks durch die Walzen wird mittels eines Handrades in herbeigeführt, welches eine Schneckenwelle dreht, die in Schneckenräder o greift. Die Schneckenräder laufen auf Gewindespindeln p, welche je ein Lager der vorderen Walze b längs des Gestellteiles It quer durchsetzen. Falls dies gewünscht wird, kann mittels eines Gewichtshebels oder mittels einer hydraulischen oder Preßlufteinrichtung ein federnder oder nach-"iebiger a Widerstand vorgesehen werden, der der Verschiebung der Walze a unter dein Druck der vorderen Walze b auf das Werkstück entgegenwirkt. Ein derartiger nach-"iebiger Widerstand verhindert, daß das Werkstück infolge des Auftretens eines unzulässigen Druckes zwischen ihm und den Walzen und der Werkstück-unterstüt7ung sich verklemmt oder beschädigt wird.
  • Die Meridianlinien der wirksamen Urnfassungsflächen der Walzen sind derart, daß sie für das Werkstück zwischen einander bei q (Abb. 3, 4 und 5) einen Durchgang frei fassen, der auf kurze Länge oder Breite bei der Mitte der -Walzen durch parallele Linien begrenzt ist und auf je einer Seite von dieser durch parallele Linien be 'grenzten Stelle ein gekrümmtes oder sich verjüngendes Stück aufweist, das sich bis zu den zugehörigen Walzeilenden erstreckt. Auf der Werkstückeintrittseite ist diese Krümmung bis zum mittleren, d. h. von parallelen Linien begrenzten Stück des Durchlasses sehr schwach. während auf der Seite, wo das Werkstück freigegeben -wird, die Krümmung sich sofort nach außen erweitert, uni sich der Vergrößerung des Röhrendurchiriessers anzupassen, die von dem ausdehnenden Fließen des Metalls herrührt, das vom Druck der Walzen herbeigeführt wird.
  • Die Werkstückunterstützung c ist in geeigneter Weise unterhalb des Walzeildurchlasses oder in dessen unterem Teil an-eordnet. Die arbeitende obere Fläche der Unterstützung ist in der gezeichneten Weise so gestaltet, daß sie sich der erwähnten Vergrößerung des Durchmessers der Röhren wällrend deren Fortschreiten durch den Walzendurchlaß anpaßt. Die Werkstückunterstützung ist an die federbelasteten, je ein Lager tragenden Blöcke der Walze a angeschlossen und bewegt sich mit der Walze a zusammen in der nämlichen waagerechten Ebene, -wodurch das Werkstück in einer bestimmten Stellung auf der Stange verbleibt, wenn auf das Werkstfick durch das Triebwerk Druck ausgeübt wird. Die Walze a hat einen etwas kleineren Durchmesser als die Walze b und übt einen abwärts gerichteten Druck auf die Röhred, also gegen die Werkstückunterstützung c hin, aus. Dieser Druck stellt, zusammen mit dem Druck zwischen den Walzen selbst. die erforderliche Erweiterung der Röhre her, wenn diese das durch parallele Linien begrenzte Stück des Walzendurchlasses verläßt, wodurch die Röhre von ihrem Dorn abgelöst wird.
  • Die vorerwähnte schwache Krümmung auf der Einführungsseite des Walzendurchlasses verbürgt eine allmähliche Zunahme des Drukkes auf die Röhre bis zur Zone des höchsten Druckes in der Mitte, d. b. in dein von parallelen Linien begrenzten Stück des Durchlasses hin. Die Größe dieses Höchstdruckes wird durch die vorerwähnte Vorrichtung eingestellt, mittels deren die eine von den 'Walzen zwangläufig verschoben wird-, den Druck zeigt die Scheibe k an.
  • Die Länge oder Breite des von parallelen Linien begrenzten Stückes tl des Walzendurchlasses wird zweckmäßig ein wenig größer gehalten als die Quer- oder Längs#,erschiebung, die der Röhre während je einer Umdrehung der in der Achsenrichtung geneigten Walzen erteilt wird. Nach dem Durchgang einer Röhre und ihres Dornes durch den Walzendurchlaß läßt sich die Röhre von ihrem Dorn leicht von Hand abziehen.

Claims (2)

  1. PATrNTANSPRÜCHE-i. Walzmaschine mit Schrägwalzen, die dem eingeführten Werkstück sowohl eine Drehung als auch eine Längsverschiebung erteilen, dadurch gekennzeichnet, daß, um das Abziehen eines auf einem zylindrisehen Dorn erzeugten galvaniscben Niederschlages in Rohrform zu ermöglichen, die Meridianlinie der Walzen auf der Einführungsseite sehr allmählich gekrümmt ist, damit das Rohr unter gleichmäßiger Drehung fortschreitet, ohne daß auf das Rohr ein Druck von solcher Größe ausgeübt wird, daß das auf dem Dorn befindliche Rohr sich ablöst oder trockenes (d. h. von Schmierstoff freies) Metall an anderni solchen Metall zum Haften kommt.
  2. 2. Walzmaschine nachAnspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Meridiankur-ve auf der Einführungsseite allmählich bis zu einem größten Abstand von der Walzenacbse zunimmt, worauf ein schmales, zur Walzenachse paralleles Stück folgt, das nur wenig breiter ist als die Strecke, um welche das Rohr bei einer Umdrehung fortschreitet, derart, daß die Bildung von Schmierriefen vermieden wird. 3. Walzmaschine nach denAnsprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß unmittelbar nach Erreichung der Stelle des größten Abstandes von der Walzenachse ein rascher, aber stetiger Abfall des Walzendurchmessers hergestellt ist, derart, daß das Rohr durch den an der Stelle der größten Walzendicke ausgeübten Druck vom Dorn weggehalten wird. 4. Walzmaschine nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Krümmung an der auf den größten Durchmesser folgenden Stelle der Walze sehr sch,#vach ist-, so daß das freigemachte Rohr daran gehindert wird, auf dem Dorn zu klirren, was zum Zerbrechen oder Zerreißen führen würde. 5. Walzmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterstützungsstange (c) für das Werkstück unmittelbar unterhalb der Stelle, wo das Rohr vom Dorn abgelöst wird, mit einer entsprechenden Stufe versehen ist, die jedoch äußerst niedrig ist, um zu verhüten, daß das Rohr auf der Stange klirrt.
DEI36687D 1928-02-08 1929-01-09 Walzmaschine mit Schraegwalzen Expired DE522440C (de)

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DEI36687D Expired DE522440C (de) 1928-02-08 1929-01-09 Walzmaschine mit Schraegwalzen

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