DE522091C - Verfahren zur Herstellung einer durch Erhitzen zu verfluessigenden Kautschukmasse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer durch Erhitzen zu verfluessigenden Kautschukmasse

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DE522091C
DE522091C DEH123091D DEH0123091D DE522091C DE 522091 C DE522091 C DE 522091C DE H123091 D DEH123091 D DE H123091D DE H0123091 D DEH0123091 D DE H0123091D DE 522091 C DE522091 C DE 522091C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L7/00Compositions of natural rubber
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
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Description

  • Verfahren zur Herstellung einer durch Erhitzen zu verflüssigenden Kautschukmasse Die bekannten Kautschukverbindungen lassen sich durch Erhitzen in einen nähbreiigen Zustand überführen, haben aber nach Rückkehr aus demselben ihre vorherigen physikalischen und chemischen Eigenschaften verloren. Insbesondere ist es nicht möglich, sie zu schmelzen, um sie danach, sei es in Formen, sei es als Auskleidung für Gefäße usw. erstarren zu lassen. In allen Fällen, in welchen die Herstellung von Gefäßen mit Kautschukauskleidung, z. B. zur Erzielung der Beständigkeit gegen Säuren und Alkalien oder zur Erzielung der Isolierung gegen elektrische Spannung erforderlich ist, muß vielmehr erst nach dem Auskleiden vulkanisiert werden. Dieser Prozeß ist zeitraubend und teuer, besonders für große Gegenstände, wie z. B. Kesselwagen. Wohl gibt es eine Reihe von Stoffen, welche Kautschuk oder Guttapercha in Beimengungen enthalten und schmelzbar sind. Alle solche als Ersatz für Vulkanisationsprodukte von Kautschuk und Guttapercha hergestellten schmelz- und im Schmelzzustande streich- oder gießbaren Erzeugnisse enthälten die angegebenen Stoffe aber nur in verhältnismäßig geringem Prozentsatz, so daß sie die Eigenschaften dieser Stoffe, soweit sie Neutralität gegen Säuren und Alkalien oder die Isolierungsfähigkeit gegen den elektrischen Strom betreffen, entweder überhaupt nicht oder doch nur sehr unvollkommen erreichen. Zweck des beanspruchten Verfahrens ist die Herstellung einer Masse, welche in beliebig hohem Prozentsatz, nahezu bis i oo °/o, nur Kautschukrohstoffe und Schwefel, und zwar letzteren in den der V ulkanisation entsprechenden Verhältnissen, und außerdem nur nach Bedarf weitere Füllstoffe oder andere, durch die verlangten physikalischen Eigenschaften des besonderen Falles bedingte Füllstoffe enthält, bei gewöhnlicher Temperatur fest ist, bei bestimmten Temperaturen dagegen schmilzt, um nach dem Erkalten in ihren früheren Zustand mit seinen unveränderten chemischen und physikalischen Eigenschaften zurückzukehren. Beispiel Kautschuk oder Guttapercha werden mit Paraffin zusammengeschmolzen, bis eine breiigzähe, mehr oder weniger plastische Masse entsteht. Das Verhältnis zwischen Paraffin und Rohstoff richtet sich dabei nach dem verwendeten kautschukartigen Material (bei Kautschuk etwa 25 °1o, bei Guttapercha etwa 2o °/o). Sobald die Masse breiartig geworden ist, wird Schwefel in üblicher feiner Verteilung zugesetzt und unter ständigem innigem Durchrühren weiter erhitzt. Die Masse wird ständig plastischer und geht nach genügend langem Erhitzen schließlich in einen wasserflüssigen Zustand über. Etwa in der flüssigen Masse auftretende, anscheinend von Verunreinigungen oder nicht vollkommen gebundenem Schwefel herrührende Körnchen oder Klümpchen werden durch Abgießen der flüssigen Masse oder anderweit entfernt. Ebenso wird überschüssiges Paraffin, das sich durch Fettglanz der Oberfläche nach dem Erkalten zu erkennen';gibt, beseitigt, indem es durch weiteres Erhitzen zum Verdampfen gebracht wird. Die so erhaltene Flüssigkeit erstarrt zu einer schwarzen bis braunen, glasglänzenden, alkali- und säurebeständigen und durch hohe Isolierfähigkeit ausgezeichneten Masse, die sich nun jederzeit durch Erhitzen in den wasserflüssigen Zustand überführen läßt, in dem sie auch bei weiterem Erhitzen (ohne wie Schwefel dickflüssig zu werden) verharrt, um nach jedem Erkalten in ihren früheren Zustand mit seinen unveränderten chemischen und physikalischen Eigenschaften zurückzukehren.
  • Diese Masse kann nun weiter als Ausgangsmaterial zur Herstellung neuer gleichartiger Massen dienen, indem man der durch Erhitzen verflüssigten Masse ohne weiteren Paraffinzusatz neuen Kautschukrohstoff und Schwefel zusetzt und die Masse jedesmal, wie oben angegeben, bis zur Verflüssigung durchrührt. Das Verhältnis zwischen Kautschukrohstoff und Schwefel hängt dabei von der Art des verwendeten Kautschukrohstoffes und den zu erzielenden physikalischen Eigenschaften (Härte, Sprödigkeit usw.) ab; bei Kautschuk scheint die obere Grenze bei 4o bis 45 °/o, bei Guttapercha bei etwa io °j, zu liegen. Unter Einhaltung dieser Grenzen (sönnen anscheinend beliebige Mengen Kautschukrohstoff und Schwefel zugesetzt werden, so daß man auf jeden Fall zu einer praktisch als paraffinfrei zu betrachtenden Masse, d. h. zu einer Masse gelangen kann, die keinen oder einen kaum nachweisbaren Paraffingehalt besitzt, die aber die beschriebenen, weder dem Kautschukrohstoff noch dem Schwefel für sich oder die einem gewöhnlichen Vulkanisationsprodukte zukommenden Eigenschaften besitzt und eine chemische Verbindung beider Stoffe darstellt.
  • Es ist möglich, der Masse Füllstoffe zuzusetzen, ohne ihre Verwendungsmöglichkeit zu beeinträchtigen.
  • Man kann sie als Anstrichmasse oder als Auskleidungsmasse verwenden, wobei die Auskleidung durch Schleudern, Spritzen oder ein anderes der üblichen Verfahren bewirkt und die Schicht in beliebiger Stärke hergestellt werden kann; sie kann auch zur Herstellung von formbaren Gegenständen durch Gießen dienen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i, Verfahren zur Herstellung einer durch Erhitzen zu verflüssigenden, bei gewöhnlicher Temperatur festen und glasglänzenden, alkali- und säurebeständigen, zur Herstellung von formbaren Gegenständen und Anstrichen sowie zur elektrischen Isolation geeigneten Masse durch Zusammenschmelzen von Paraffin mit Kautschuk oder Guttapercha im überschuß, dadurch gekennzeichnet, daß die breiartige Schmelzmasse nach dem Zusatz von Schwefel im Vulkanisationsverhältnis durch weiteres Erhitzen unter ständigem Durcharbeiten in einen wassexflüssigen Zustand übergeführt wird, worauf der erhaltenen Masse unter ständigem Durcharbeiten weitere kautschukartige Stoffe und Schwefel zugesetzt werden können.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i zur Herstellung einer praktisch nur aus kautschukartiger Substanz und Schwefel bestehenden Masse, dadurch gekennzeichnet, daß der nach Anspruch i erhaltenen flüssigen Masse weitere kautschukartige Substanz und Schwefel im Vulkanisationsverhältnis zugesetzt werden.
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