DE522087C - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen mit einer Drahteinlage versehener Glastafeln - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen mit einer Drahteinlage versehener Glastafeln

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DE522087C
DE522087C DEM105702D DEM0105702D DE522087C DE 522087 C DE522087 C DE 522087C DE M105702 D DEM105702 D DE M105702D DE M0105702 D DEM0105702 D DE M0105702D DE 522087 C DE522087 C DE 522087C
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glass ribbon
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B15/00Drawing glass upwardly from the melt
    • C03B15/02Drawing glass sheets
    • C03B15/10Drawing glass sheets multi-layer glass sheets or glass sheets coated with coloured layers

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen mit einer Drahteinlage versehener Glastafeln Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen mit einer Drahteinlage versehener Glastafeln durch Ausheben eines endlosen Glasbandes aus der Schmelze, wobei die einzelnen Drähte während der Erzeugung des Glasbandes in dieses eingeführt werden.
  • Es ist bereits bekannt, einzelne Drähte der Wurzel der sich bildenden Glastafel von der Seite her oder aber von unten durch das im Ziehherd befindliche geschmolzene Glas hindurch zuzuführen.
  • Bei den bekannten Verfahren dieser Art werden jedoch keine schwimmenden Ziehdüsen verwendet, so daß die Bildung von gleichmäßigen Glastafeln außerordentlich erschwert ist. Bekanntermaßen ist die Gewähr für die einwandfreie Herstellung von Glastafeln nur dadurch gegeben, daß beim Ziehvorgang auf der Glasschmelze schwimmeide Ziehdüsen verwendet werden. Nur in diesem Fall bildet sich oberhalb des Ziehschlitzes die für die Herstellung des endlosen Glasbandes so außerordentlich wichtige Glaszwiebel. Die Bildung dieser Glaszwiebel ist aber bei solchen Verfahren verhindert, bei denen keine schwimmenden Ziehdüsen Anwendung finden. Außer diesem schwerwiegenden Mangel weist eins der bekannten Verfahren noch den weiteren Nachteil auf, daß die in das endlose Glasband einzulagernden Drähte an einer Stelle oberhalb der Ziehdüse dem Glasband zugeführt werden. An den Stellen oberhalb des Glasspiegels ist aber das Glasband bereits so weit erstarrt, daß es außerordentlich schwierig ist, die Drähte durch die gebildete harte Außenkruste des Glasbandes hindurchzubringen. Die Drähte werden sich auf die Außenfläche des Glasbandes auflegen und bestenfalls in diese eindrücken, so daß die Bildung von streifigen und unregelmäßig aussehenden Glastafeln die Folge ist.
  • Nach der Erfindung sind nun die erwähnten Mängel dadurch behoben worden, daß die Ziehdüse in bekannter Weise auf der Glasschmelze schwimmt und die Einführung der in das Glas einzulagernden Drähte in das endlose Glasband durch in den Seitenwänden des eigentlichen Ziehschlitzes vorgesehene, quer zur Ziehrichtung liegende Kanäle o. dgl. unmittelbar in die noch in dem befindliche Glasrnasse erfolgt, ohne daß die Drähte hierbei mit der Glasmasse in der Ziehwanne in Berührung kommen. Auf diese Weise sind bei dem neuen Verfahren alle diejenigen Vorteile gewahrt, welche der Anwendung einer auf der Glasschmelze schwimmenden Ziehdüse eigentümlich und im wesentlichen in der Bildung der zur Erzeugung einwandfreier Glastafeln wichtigen Zwiebel oberhalb des Düsenschlitzes sowie in der leichten Anpassung an das jeweilige Niveau im Wannenofen zu erblicken sind. Darüber hinaus ist noch der weitere Vorteil erzielt, daß ein Anhaften des Glasvorrats an den in die Glastafel einzuführenden Drähten sicher vermieden ist, da die Drähte nicht mehr, wie es bei einem der bekannten Verfahren üblich ist, durch den Glasvorrat hindurchgezogen zu werden brauchen, bevor sie in die Glastafeln eingeführt werden. Dagegen werden die Drähte, ohne mit der vorrätigen Glasmasse in Berührung zu kommen, nz)ch an einer solchen Stelle in die zur Bildung des endlosen Glasbandes dienende Glasmasse eingeführt, an der das Glas noch genügend plastisch ist, um den Eintritt der Drähte in die Mitte des Glasbandes zu ermöglichen.
  • Zweckmäßig wird zur Durchführung des neuen Verfahrens eine solche Einrichtung verwendet, bei der die Zuführungskanäle für die Drähte in einem auswechselbaren, in der Ziehdüse gelagerten Mundstück angeordnet sind. Bei dieser Anordnung wird der Vorteil erzielt, daß das Mundstück zusammen mit allen zur Zuführung der Drähte dienenden Einrichtungen, wie Rohren, Kanälen o. dgl., aus dem Schwimmkörper herausgehoben werden kann, wenn der Ziehprozeß unterbrochen werden soll. Auf diese Weise ist ein Anhaften und Festsetzen von Glas an den Drähten bzw. in den Zuführungskanälen vermieden. Sollten dennoch irgendwelche Glasreste im Mundstück haftenbleiben, so ist es ein leichtes, diese Reste zu entfernen, da diese Arbeit nicht mehr wie bisher im beengten, heißen ,Raum, sondern abseits von der Ziehvorrichtung, z. B. in einer Werkstatt, durchgeführt wenden kann.
  • Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind auf der Zeichnung dargestellt.
  • A.bb. i stellt einen Längsschnitt durch einen Teil des Glasofens mit einer Ziehvorrichtung dar. Abb. 2 zeigt die Ziehform im Grundriß, und Abb.3 zeigt das gegenüber der Abb. i in größerem Maßstabe dargestellte Mundstück der Ziehform im O_uerschnitt. Abb. q. zeigt einen Längsschnitt durch einen Teil des Glasofens mit einer anderen Ausführungsform der Ziehform. Abb. 5 ist der Grundriß dieser Ziehform.
  • Auf der Oberfläche des in dem Ofen z erhitzten Glasbades 2 schwimmt ein aus feuerfestem Baustoff, z. B Schamotte, hergestellter Körper 3, der durch Wandungen 4. des Ofens in einer bestimmten Lage unterhalb der üblichen, aus Rollen 5 bestehenden, senkrecht angeordneten Fördervorrichtung gehalten ist. Der Schwimmkörper 3 bildet zusammen mit einem auf seiner Oberseite vorgesehenen, aus hitzebeständigem Metall hergestellten Mundstück 6 die Ziehform für die herzustellende Glastafel 7, die durch die sich nach oben verengende, schlitzartige Offnung S des Schwimmkörpers und durch den sich an diese öffnung anschließenden Schlitzt' des Mundstückes mittels der Fördervorrichtung 5 hindurchgezogen wird. Zwischen dem Mundstück 6 und dem Schwimmkörper 3 ist eine Asbestschicht io eingeschaltet.
  • Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Abb. i bis 3 sind in dem oberen Teil des Mundstückes 6 an seinen beiden Längsseiten Kanäle i i vorgesehen. Aus Abb. #-- ist ersichtlich, daß immer vier Kanäle gruppenweise angeordnet und die einzelnen Gruppen der einen Längsseite zu denjenigen der anderen Längsseite versetzt sind. In der Aufrißebene bilden die Kanäle einen stumpfen Winkel a (Abb. i) mit dem Glasband 7, während die zu einer Gruppe gehörigen Kanäle i i in der Grundrißebene derart schräg liegen, daß die verlängerten Mittellinien der Kanäle i i sich auf der Außenseite des MundstUicks in einem Punkte schneiden, in dein die Mündung 12 eines Zuführungsrohres 13 für die Drähte 14. liegt.
  • Jedes dieser Rohre 13 nimmt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel vier Drähte 14 auf, die dem Rohr von einer in der Nähe des Ofens oder in einem besonderen Raum aufgestellten Trommel o. dgl. zugeführt werden. Die Rohre liegen parallel zueinander neben den Längsseiten des Mundstückes 6 in einem Raum 15, der von den Seitenwänden 16 des Schwimmerkörpers 3 begrenzt ist.
  • Vor Beginn des Ziehvorganges werden die in das Glas 7 einzubettenden Drähte 14 durch die Kanäle i i des Mundstückes-6 hindurchgeschoben und an der sogenannten Fangtafel befestigt, die in bekannter Weise durch den Ziehschlitz hindurchgeführt und in das flüssige Glas z eingetaucht wird, um beim Anheben den Ziehvorgang einzuleiten. Zweckmäßig finden zur Befestigung der Drähte 14. an dieser Fangtafel Eisenstäbe o. dgl. Anwendung, und zwar vorteilhaft je ein Eisenstab für sämtliche Drähte einer Seite. Diese Stäbe werden dann ihrerseits zu beiden Seiten der Fangtafel befestigt bzw. eingehakt und wandern so, die Drähte nach sich ziehend, mit der Fangtafel nach oben.
  • Erst kurz vor Beginn des Ziehvorganges werden das Mundstück 6 und die Zuführungsrohre 13 in den Schwimmkörper 3 bzw. in die Ziehkammer- eingeführt, damit Mundstück und Rohre nicht den hohen Temperaturen ausgesetzt sind, die bei dem für gewöhnlich alle sechs bis acht Tage stattfindenden Aufheizen der Ziehkammer entstehen.
  • Die Drähte 14 werden an der Mündung 12 der Kanäle i i in den Ziehschlitz 9 zusammen mit dem Glasband 7 hochgezogen, das aus dem metallenen Mundstück 6- unter Bildung einer sogenannten Glaszwiebel herausgezogen wird. Die Drähte 14 werden hierbei in .das Glasband eingebettet, so daß eine durch Ziehen. hergestellte D.rahtglastafel entsteht, welche beziiglich der Eigenschaften des Glases die Vorzüge einer Ziehglastafel aufweist.
  • Die stumpfwinklige Lage der Kanäle i i zum Glasband 7 erleichtert die Einführung der Drähte in das Glasband und verhindert eine zu scharfe Umbiegung der Drähte an der Einführungsstelle.
  • Die Kanäle i i können auch über den ganzen Umfang des Mundstückes 6 verteilt sein. Die Ausführungsform nach den Abb. q.
  • und 5 unterscheidet sich von der zuvor beschriebenen Ausführungsform dadurch, daß in dem Raum 15 des Schwimmkörpers 3 eine im gegenseitigen Abstand der Kanäle i i mit Rollen 17 besetzte Stange 18 parallel zur Längsrichtung des Ziehschlitzes 9 gelagert ist. Die Rollen 17 dienen zur Führung der Drähte 14., die über ähnliche, am Ofen i drehbar gelagerte Rollen 19 den Kanälen i i zugeführt und an der Mündung der Kanäle in den Ziehschlitz 9 zusammen mit dem Glasband hochgezogen werden. Bei diesem Ausführungsbeispiel verlaufen die Kanäle ii in der Grundrißebene senkrecht zum Ziehschlitz 9.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen mit einer Drahteinlage versehener Glastafeln durch Ausheben eines endlosen Glasbandes mittels Ziehdüse aus der Schmelze, wobei die einzelnen Drähte während der Erzeugung des Glasbandes in dieses eingeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Einführung der in das Glas einzulagernden Drähte (1d.) in das endlose Glasband (7 durch in den Seitenwänden des eigentlichen Ziehschlitzes (9) vorgesehene, quer zur Ziehrichtung liegende Kanäle (i i ) o. dgl. unmittelbar in die noch in dem Ziehschlitz befindliche Glasmasse erfolgt, ohne daß die Drähte hierbei mit der Glasmasse in der Ziehwanne in Berührung kommen. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Einführung der Drähte (14) in das endlose Glasband (7) dienenden Kanäle (ii) in einem besonderen, auswechselbar mit der eigentlichen Ziehform verbundenen Mundstück (6) angeordnet sind. 3. Vorrichtung nach Anspruch ?, dadurch gekennzeichnet, daß die in den Seitenwänden des Ziehschlitzes (9) vorgesehenen Durchführungskanäle (ii) für die Drähte (14) im stumpfen Winkel (a) zur Ziehrichtung liegen. q.. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zugeleiteten Drähte (14) in an der Außenseite des Ziehschlitzes bzw. des eingesetzten Mundstückes verlegten Rohren (13 geführt sind. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Kanäle (i i) in der einen Längswand des Ziehschlitzes bzw. Mundstückes zu denjenigen der anderen Längswand versetzt angeordnet sind.
DEM105702D 1928-07-19 1928-07-19 Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen mit einer Drahteinlage versehener Glastafeln Expired DE522087C (de)

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