DE522004C - Drehofen mit elektrischer Heizung - Google Patents

Drehofen mit elektrischer Heizung

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DE522004C
DE522004C DET35053D DET0035053D DE522004C DE 522004 C DE522004 C DE 522004C DE T35053 D DET35053 D DE T35053D DE T0035053 D DET0035053 D DE T0035053D DE 522004 C DE522004 C DE 522004C
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B3/00Ohmic-resistance heating
    • H05B3/62Heating elements specially adapted for furnaces
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27DDETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
    • F27D11/00Arrangement of elements for electric heating in or on furnaces
    • F27D11/02Ohmic resistance heating
    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B3/00Ohmic-resistance heating
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

  • Drehofen mit elektrischer Heizung In dem deutschen Patent 463 079 wird ein Verfahren zur Erhitzung von Körpern auf elektrischem Wege beschrieben, für dessen Durchführung ein Drehofen verwendet wird, dessen mehrschichtiger innerer Einbau, beispielsweise Ofenfutter, Heizwiderstand, Reaktionsgut, Trennungs- oder Stützungsschichten ganz oder teilweise und in beliebiger Reihenfolge bezüglich ihrer Lage zum @feninantel aus geeigneten leicht beweglichen Materialien gebildet ist, die bei entsprechender Drehbewegung des Ofens durch Fliehkraft in hohlkörperförmiger Schichtung im Ofeninnern verteilt «-erden.
  • Die Erfindung betrifft einen Drehofen zur Durchführung dieses Verfahrens. Er kennzeichnet sich dadurch, daß die durch die Fliehkraftwirkung geformte rohrförmigeelelctrischeWiderstandsschicht vermöge derselben Fliehkraftwirkung an ihren Enden mit den an Schleifringen liegenden Elektroden in Berührung gebracht wird, wobei durch geeignete Isolationen andere leitende Verbindungen der Schleifringe untereinander als die durch die Widerstandsschicht vermittelte vermieden werden.
  • Auf der Zeichnung zeigt Abb. i einen Zentrifugalofen mit festem und Abb. 2 einen solchen mit zentrifugal angelagertem0fenfutter: Abb. 3 und q. zeigen zwei Öfen, deren Futter aus einer festen und einer zentrifugal angelagerten Schicht besteht. Der einschließende Mantel dieser Ufen ist in diesen Abbildungen mit i bezeichnet. Dieser zylindrische Ofenmantel i besteht aus Metall und ist an seinen Enden zweckmäßig mit aufgelanschten Verschlußplatten i' ausgestattet, von denen mindestens eine mit einer zentralen Öffnung von genügender Weite versehen ist, damit das Ofeninnere zugänglich ist.
  • In diesen Öfen, von denen diejenigen nach Abb. i und 3 vertikalachsig, jene nach Abb. 2 und ,4 horizontalachsig sind, ist das Heizelement durch eine elektrische Widerstandsschicht 3 gebildet. Abb. i und 3 -zeigen die Beheizung eines Hohlraumes, in dem sich das zu erhitzende Material befindet, durch das diesen Hohlraum unmittelbar umschließende Heizelement3, welches, aus leicht beweglichen Stoffen bestehend, durch Fliehkraftwirkung an das Ofenfutter 2 bzw. 2' angelagert wird. Abb. 2 und q. zeigen Beispiele der Erhitzung von kleinstückigem Material g, das an der Rotation teilnimmt und analog wie die Heizmasse 3 durch Fliehkraftwirkung zu einem mit dem Ofen umlaufenden, rohrförmigen Körper geformt wird. Abb. 2 zeigt das Heizelement 3 in Außenlagerung, Abb. .4 bei Innenlagerung relativ zu dem zu erhitzenden Material Das Heizelement 3 kann auch in das Innere des zu erhitzenden Materials hinein verlegt werden, eine Möglichkeit, die sich nach dem Zentrifugalverf.ahren leichtverwirklichen läßt. Der wärmeisolierende Belag, d. h. das OfenfUtter2 bzw. z', ist von solcher Dicke, daß der Ofenmantel s gegen die Hitzewirkung des Heizelementes 3 geschützt ist. Außerdem übernimmt dieser Belag die elektrische Isolation des Heizelementes 3 gegen den Ofenmantel i. Das Ofenfutter kann als Formkörper in bekannter Weise fest aufgebaut sein. Das ist z. B. in Abb. i der Fall, wo das feste Ofenfutter mit z bezeichnet ist. Es ist jedoch häufig zweckmäßig, als Ausfütterung einen Hohlkörper zu verwenden, der aus losem, leicht beweglichem Material durch Zentrifugalwirkung gebildet und verfestigt ist, wie dies z. B. in Abb. 3 für das Futter z' der Fall ist. Das zentrifugal gebildete Ofenfutter hat den großen Vorteil gegenüber einem festen Futter, daß es in kurzer Zeit eingesetzt und entfernt werden kann und daß zu seinem Aufbau eine große Auswahl von Stoffen hinsichtlich thermischer und elektrischer Festigkeit verfügbar ist: Außerdem können diese Stoffe in ihrer billigsten Form, nämlich in losem, kleinstöckigem Zustand, zur Anwendung kommen, was gerade bei sehr feuerfesten Stoffen, wie etwa Tonerde, Zirkonerde, Borstickstoff u. a., die schwer in feste Formkörper überführbar sind, von großer Wichtigkeit ist. Häufig ist es zweckmäßig, eine feste Futterschicht 2 mit einer zentrifugal angelagerten Futterschicht 2' zu vereinigen: dies ist bei den Ofen nach Abb. 3 und d. der Fall.
  • Das wärmeerzeugende, zentrifugal angelagerte Heizelement 3 des Ofens hat die Form eines Hohlzylinders. Seine Erzeugung erfolgt dadurch, daß das leicht bewegliche, weil kleinstöckige Widerstandsmaterial mit der rasch umlaufenden Innenfläche des Ofenfutters in Berührung gebracht wird, z. B. durch Aufwerfen, wobei es von dem Ofenfutter in der Drehung mitgerissen, verteilt und schließlich festgehalten wird. Es kann für das Heizelement grundsätzlich jedes kleinstöckige, leitende Material verwendet werden, beispielsweise. Kohlegrieß, Metalle in Grießform usw.
  • Die Erfindung betrifft im wesentlichen besondere Einrichtungen für den wirtschaftlichen Betrieb der im vorstehenden beschriebenen Drehöfen. Diese Einrichtungen beziehen sich insbesondere auf die Zuführung des elektrischen Stromes zur Heizschicht, auf eine zweckmäßige Lagerung des Ofens sowie auf ' einige weitere Merkmale desselben, die z, B. ein Arbeiten unter Druck ermöglichen usw. Sie sollen nachstehend im einzelnen beschrieben werden.
  • Erfindungsgemäß erfolgt die Stromzuführung zum Heizelement 3 durch mindestens zwei fest mit dem Ofenmantel i verbundene Elektroden 4. Diese werden zweckmäßig an den stirnseitigen Verschlußplatten i' des Ofenmantels r befestigt. Die Elektroden bestehen aus meist plattenförmigen, elektrisch leitenden Körpern, z. B. Kohle, mit denen das rohrförmige Heizelement 3 durch die zu dessen Formung dienende Fliehkraft an den Stirnseiten in Berührung gebracht wird. Das Heizelement ist somit in seiner Längsrichtung vom elektrischen Strom durchflossen. Damit das Ofeninnere zugänglich ist, besitzt mindestens eine dieser Elektrodenplatten 4 eine zentrale Öffnung.
  • Hier sei auch eine weitere Möglichkeit erwähnt, die Elektroden 4 statt stirnseitig längsseitig anzuordnen, so daß die Stromlinien wesentlich längs dem Zylinderumfang verlaufen.
  • Die Elektroden q. sind im Ofeninnern durch das Heizelement 3 leitend verbunden-, nach außen dürfen sie nur, über das Kraftnetz geschlossen sein. Eine Verbindung über den leitenden Ofenkörper muß durch an geeigneten Stellen am Ofenmantel angebrachte Isolationen vermieden werden. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. \aheliegend ist, z. B., die Elektroden .I unmittelbar gegen den sie tragenden Teil des Ofenmantels i zu isolieren, die Zuleitungen ebenfalls isoliert nach außen zu führen und mit auf dein Ofenkörper isoliert befestigten Schleifringen zu verbinden. Zweckmäßig sind die in (llen Abb. i bis 4 zur Darstellung gebrachten Anordnungen einer Isolation 5. Hierbei sind die Elektroden 4. mit den Teilen des Ofenmantels i leitend verbunden. . Dagegen sind diese Mantelteile gegeneinander, am besten an den Verbindungsflanschen, isoliert. In Abb. i ist der metallene Ofenmantel i in zwei Teile geteilt, die am Verbindungsflansch durch die Isolation 5 gegeneinander isoliert sind. Die gleiche Art zeigt Abb. a. Abb. 3 zeigt die Isolation 5 zwiscl-,2n einer Verschlußplatte i', die eine Elektrode trägt, und dem Ofenkörper r. In Abb. 4 tragen beide Verschlußplatten i' die Elektroden 4 und sind durch die Isolation 5 gegen den Ofenmantel i isoliert.
  • Die Verbindung der Elektroden .I mit denn speisenden Kraftnetz erfolgt über Schleifringe G und Bürsten <'. Die Schleifringe sitzen entweder auf dem geteilten Ofenmantel i selbst (Abb. i) oder auf stirnseitigen Rohrstutzen i" desselben (Abb. 2) oder an beiden Verschlußplatten i' des Ofenmantels (Abb.4) oder teils an einer Verschlußplatte i', teils am Ofenmantel i selbst (Abb.3). Immer hat man dafür Sorge zu tragen, daß der Strom nur das Heizelement 3 durchfließt.
  • Das Vorstehende kennzeichnet im wesentlichen die Ausbildung des eigentlichen Ofenkörpers. Um diesen mit den nötigen relativ hohen Drehzahlen betreiben zu können, bedarf es einer besonders zweckmäßigen Lagerung und Antriebsweise. Es ist ein :Merkmal des Zentrifugalofens, daß dic an ihm auftretenden Wirkungen auf lose Körper bei jeder Lage der Ofenachse vorhanden sind. so daß man diesen Ofentyp sowohl stehend als liegend, wie auch in Schräglage betreiben kann. Dagegen ist die Lagerung und der Antrieb desOfens je nach der Stellung der Ofenachse zweckmäßig zu wählen. Stehende Ofen (vertikale Ofenachse) sind zweckmäßig aui einem Steh-Kugel- oder Steh-Rollenlager io gelagert (Abb. i). Abb. 3 zeigt den Ofenkörper an einem Steh-Kugellager io hängend. Liegende Ofen werden zweckmäßig auf Rollen i i gelagert (Abb. z) oder mittels :Aufhängtnlg des Ofenkörpers an treibenden Tragrädern 12 (Abb.-t), z. B. derart, claß die den Tragrädern 12 durch motorischen Antrieb erteilte Drehbewegung über den Weg- geschlossener Tragschleifen 13 auf den Ofenkörper übertragen wird, so daß die Tragräder und der Ofenkörper nach Art einer mechanischen Transmission inBeziebung zueinander stehen, wobei die in den Tragrädern 12 aufgehängten und den Ofenkörper umschlingenden Tragschleifen 13 das Transmissionsinittel bildei=. Als Tragschleifen können die üblichen Transmissionsmittel, z. B. Ketten, Riemen usw., verwendet werden. Je nach der Art der Tragschleifen erhält der Ofenkörper an den Stellen, wo er von den Schleifen gestützt ist, eine zweckentsprechendeAusgestaltung durch Anbringen von Rillen z. B. für Seile und Rienien oder durch Anbringen von Zähnen für Ketten. Eine entsprechende Ausgestaltung erfahren auch die Tragräder.
  • Bei einer gemäß dem Vorstehenden bewerkstelligten Ofenlagerung verhält sich der rasch umlaufende Ofenkörper wie ein Kreisel. Es besteht demnach das Bestreben des Ofenkörpers, die freie Achse der Drehung im Raume festzuhalten, woraus eine fast vollkommene Stabilität des rasch rotierenden Ofenkörpers hinsichtlich seiner Lage resultiert. Unvollkommener Massenausgleich macht sich nur in kleinen unschädlichen Schwingungen bemerkbar.
  • Die Vorteile, die durch diese Lagerung erreicht werden, sind die folgenden: Zunächst sind die beiden Stirnseiten des Ofens unbeschränkt zugänglich. Dann ergibt sich eine überraschend einfache Antriebsweise.
  • Statt nämlich den Antrieb des Ofens unmittelbar am Ofen selbst entweder an der Achse oder am Ofenumfang vorzunehmen, wie das bei den bisher bekannten Drehofenkonstruktionen der Fall ist, erfolgt hier der Antrieb des Ofens mittelbar. Der Antriebsinotor wirkt zunächst auf die Tragräder 12, von denen die Drehbewegung vermittels der Tragschleifen 13 auf den Ofenkörper, entsprechend dem Vorgang bei einer Transmission, übertragen wird. Versuche haben gezeigt, daß man auf diese Weise auch schwere Drehöfen in rasche sehr stabile Umdrehung versetzen kann. Für diese Antriebsweise ist natürlich- das bedeutende Gewicht des beschickten Drehofens von Vorteil.
  • Es ist zweckmäßig, den motorischen Antrieb an einem einzigen Tragrad angreifen zu lassen, die übrigen dagegen als bloße Mitläuferräder auszubilden, wie dies in Abb.-l. gezeigt ist.
  • Da die Tragschleifen 13 die Tragräder 1.2 und den metallischen Ofenmantel r über große Teile des Umfanges mit kräftiger Pressung berühren, ergibt sich außerdem eine bequeme Art der Stromzuführung. Verwendet man nämlich als Tragschleifen metallische Bänder, z. B. Drahtseile, Stahlbänder oder Ketten, so können diese ohne weiteres dazu dienen, dem Ofen den elektrischen Strom aus dem Netz über die Tragräder zuzuführen, wozu es genügt, an den Tragrädern 12 stromzuführende Schleifbürsten anzubringen.
  • Das beschriebene Lagerungs- und Antriebsverfahren läßt sich dann nicht ohne weiteres anwenden, wenn es sich um Drehöfen von sehr großem Durchmesser handelt, z. B. von 2 m und darüber, weil in diesem Falle hohe Umlaufgeschwindigkeiten und daher unter Umständen unzulässig hohe Geschwindigkeiten der Tragschleifen, also des Transmissionsmittels vorkommen. Beispielsweise dürfte bei Kettenaufhängung die Geschwindigkeit der Transmissionskette ungefähr 5 m nicht wesentlich überschreiten. Man kann dieser Schwierigkeit leicht dadurch begegnen, daß man die Tragschleifen 13 auf die stirnseitigen Rohrstutzer. i" des Ofenkörpers i (Abb. d.) oder auf sonst verjüngte Teile desselben wirken läßt. Mit Rücksicht auf die zulässige Höchstgeschwindigkeit des Transmissionsmittels sind Querschnittsverjüngungen des Ofenkörpers auf o,5 bis i m bei den erforderlichen Drehzahlen vollkommen ausreichend, so daß die Weit(. der stirnseitigen Öffnungen für die Zwecke der Ofenbeschickung, der eventuellen Gaszu-und -abfuhr vollkommen ausreichend ist. Tragschleifen sind in diesen Fällen demnach nur an beiden Enden des Ofens anzuordnen. Man wird daher zweckmäßig nicht allzu große Baulängen der Drehöfen verwenden, sondern, falls es sich um sehr große Leistungen handelt, eine Reihe von Einzelöfen zu einem Ofenstrang zusammenfügen bzw. hintereinanderschalten. Ein solches Zusammenschließen ist gerade nach dem vorliegenden Lagerungsverfahren leicht und bequem durchzuführen. Dabei ergibt sich noch der besondere betriebstechnische Vorteil, daß die Einzelöfen leicht auch während des Betriebes zwecks Beschickung und Entleerung dem Ofenstrang zu- bzw, von ihm abgeschaltet werden können.
  • Für den Betrieb von Zentrifugalöfen, insbesondere großer Abmessungen, ist -es mit Rücksicht auf die durch mangelhaften Massenausgleich am Ofenkörper i auftretenden Kräfte wichtig, diesem keine völlig starre Lagerung zu geben, sondern mit Rücksicht auf die Lagerbeanspruchung eine gewisse Abweichung von der strengen Kreiselbewegung zuzulassen. Es ist daher vorteilhaft, zwischen den feststehenden Teilen der Lager und dem Ofenkörper Verbindungsteile von einer gewissen elastischen Nachgiebigkeit anzubringen. Ein allgemein anwendbares Mittel sind federnde Verbindungsstücke. Bei Rollenlagerung liegender Ofen können z. B. die Rollenkränze relativ zur Rollenachse elastisch beweglich sein, oder die am Ofenumfang sitzende Laufschiene kann federnd auf dem Ofenkörper befestigt sein. In Abb.3 sind zurAbfederung die mit 7 bezeichneten federnden Tragbügel vorgesehen.
  • Der Antrieb des Ofenkörpers kann in bekannter Weise etwa durch Zahnräder und Zahnkränze am Ofenkörper vermittelt werden, etwa wie dies in Abb. i angedeutet ist. Mit Rücksicht darauf, daß es vorteilhaft ist, dem Ofenkörper kleine Ausgleichsbewegungen (Präzessionsbewegung) zu gestatten, ist es zweckmäßig, den Antrieb nicht direkt am Ofenkörper vorzunehmen, sondern ihn unmittelbar über die Lagerungsorgane zu bewirken. Beispielsweise kann bei Rollenlagerung der Antrieb an den Rollen vorgenommen werden, so daß der Ofenkörper durch Reibung mitgenommen wird. Bei Ailfhängung des Ofenkörpers erfolgt der Antrieb, wie gesagt, an den Tragrollen und wird durch Tragbänder auf den Ofenkörper übertragen.
  • Der im vorstehenden beschriebene elektrische Widerstandsofen kann sowohl zur Erhitzung von Körpern, die an der raschen Drehung des Ofens teilnehmen, verwendet werden. Letztere Anwendung bietet vor allem dann Vorteile, wenn die zu erhitzenden Körper in Form einer kleinstöckigen, leicht beweglichen Masse vorliegen. Dieser Fall bietet sich häufig bei chemischen Reaktionen. Aus der zu erhitzenden Masse wird durch die Fliehkräfte ein Hohlkörper geformt, der mit dem Heizelement 3 in Berührung steht und von diesem dieWärme wcsentlich durch unmittelbaren Kontakt erhält. Abb.2 und 4 veranschaulichen zwei Arten der relativen Lagerung des Ofengutes 8 zum Heizelement 3. Die Beheizung von Körpern, die an der Ofendrehung nicht teilnehmen, die von außen her unterstützt sein müßten, erfolgt wesentlich durch Strahlung.
  • Das Einbringen der verschiedenen Rotationskörper, die durch Fliehkraftwirkung aus losen Massen geformt werden, nämlich das elektrische Heizelement, gegebenenfalls das Ofenfutter und das Heizgut, kann durch einfaches Auswerfen der lockern Massen auf die rasch umlaufende jeweilige Innenfläche des Ofenkörpers erfolgen, wozu zweckmäßig mechanische, an sich bekannte Mittel verwendet werden.
  • Der Zentrifugalofen findet besonders vorteilhaft dann Anwendung, wenn zwecks Durchführung von chemischen Reaktionen kleinstöckige oder gegebenenfalls flüssige Massen mit Gasen bei hoher Temperatur behandelt werden sollen. Durch Anbringen von Rohrstutzen auf den stirnseitigen Verschlußplatten i' des Ofenmantels i, welche über geeignete Organe, z. B. Stopfbüchsen, den Anschluß an ruhende Gasbehälter (Gasleitungen usw.) ermöglichen, wird der Zentrifugalofen zu einem geschlossenen, für Gasreaktionen geeigneten Reaktionsgefäß. Bei genügend kräftiger Ausführung des Ofenmantels und der Verbindungsteile init den ruhenden Gasbehältern kann der geschlossene Zentrifugalofen als Vakuum- oder D;ucl;ofen Verwendung finden.
  • Es ist ein Merkmal des Zentr ifugalof.2ns gemäß vorliegender Erfindung, daß er sich während des Betriebes in rascher Umdrehung befindet. Im allgemeinen wird dies Jeweils für die ganze Dauer einer Ladung zutreffen. Es gibt jedoch Fälle, irl denen man sich darauf beschränken kann, den Ofen bloß während einer gewissen Anfangsperiode: in Umdrehung zu erhalten. Das ist dann möglich, wenn die in den Ofen eingebrachten lockeren Massen bei den angewandten Temperaturen durch Sinterung zu relativ festen Körpern zusammenbacken.
  • Es kann der Fall eintreten, daß das Ofengut, zwecks Vermeidung unerwünschter Reaktionen, mit dem Heizwiderstand nicht in direkte Berührung gebracht werden darf. In diesem Falle wird zwischen dem Ofengut und dem Heizelement 3 eine Trennungsschicht aus wärmeleitendem und vom Ofengut nicht angreifbarem Material durch Fliehkraftwirkung gebildet, die unter Umständen unter dem Einfluß der Hitze gesintert wird. In ähnlicher Weise kann beispielsweise im Ofeninnern eine Stützschicht für das eingeführte Reaktionsgut gebildet werden.
  • Die Zentrifugalöfen können auch mit weiteren für das Zentrifugalverfahren amwendbaren Wärmequellen betrieben werden, so z. B. können wärmestrahlende Heizelemente, wie glühende Drähte, Stäbe, Lichtbögen usw., die irn Ofeninnern angeordnet werden, vor allem aber erhitzte Gase, die das Reaktionsgut durchstreichen, in Betracht kommen. Besondere Vorteile ergeben sich aus der Kombination der Heizung durch erhitzte Gase und durch elektrische Heizelemente. Bei der Heizung des Reaktionsgutes mit erhitzten Gasen werden beispielsweise im Ofeninnern Zwischenwände angebracht, die mit zentralen und peripherischen Durchlässen versehen sind, die zur Steuerung der Gasströrnung dienen.

Claims (9)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Drehofen mit elektrischer Heizu:ig, dessen innerer mehrschichtiger Einbau, beispielsweise Ofenfutter, Heizwiderstand, Reaktionsgut,Trennungs- oder Stützungsschichten ganz oder teilweise und in beliebiger Reihenfolge bezüglich der l_,age der einzelnen Schichten zum Ofenmantel aus geeigneten leicht beweglichen Materialien gebildet ist, die bei entsprechender Drehbewegung des Ofens durch Fliehkraft in hohlkörperförmiger Schichtung irr. Ofeninnern verteilt werden, dadurch Bekenn-- zeichnet, daß die durch die Fliehkraftwirkung geformte rohrförmige elektrische Widerstandsschicht an ihren Enden mit den an Schleifringen (6) liegenden Elektroden (q.) in Berührung steht und daß durch geeignete Isolationen (5) andere leitende Verbindungen der Schleif ringe e(6) untereinander als die durch die Widerstandsschicht vermittelte vermieden sind.
  2. 2. Drehofen nach Anspruch T. dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (q.) unmittelbar in leitender Verbindung an Teilen des elektrisch leitenden Ofenmantels (i), welche unmittelbar die Schleifringe (6) tragen, befestigt sind und daß jene Teile des Ofenmantels an der Verbindungsstelle durch eine Isolationsschicht (5) gegeneinander isoliert sind.
  3. 3. Drehofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden unter Zwischenschaltung einer wärmeisolierenden Schicht an dem Ofenmantel befestigt sind.
  4. 4.. Drehofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerung des Ofenkörpers eine nicht völlig starre ist, indem zwischen die Lager desselben und den Ofenkörper Verbindungsteile von einer gewissen elastischen Nachgiebigkeit eingeschaltet sind, derart, daß der Ofenkörper kleine Ausgleichsbewegungen ausführen kann.
  5. 5. Drehofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Ofenkörper mittels geschlossener Tragschleifen (13) an Tragrädern (12) aufgehängt ist, derart, daß die den Tragrädern durch motorischen Antrieb erteilte Drehbewegung auf den Ofenkörper übertragen wird, so daß die Tragräder und der Ofenkörper nach Art einer mechanischen Transmission zueinander in Beziehung stehen, wobei die Tragschleifen (13) das Transmissionsmittel bilden.
  6. 6. Drehofen nach Anspruch i und 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Tragschleifen (13) die bei mechanischen Transmissionen üblichen Transmissionsmittel, wie z. B. Bänder, Ketten usw., dienen.
  7. 7. Drehofen nach Anspruch i und 5, dadurch gekennzeichnet, daß nur eines der Tragräder (12) direkten motorischen Antrieb hat, während die übrigen Tragräder bloße Mitläufer sind.
  8. Drehofen nach Anspruch i und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragschleifen (13) zur Zuführung des elektrischen Stromes zu dem oder den Heizelementen (3) dienen und daß die Tragräder (12) über stromzuführende Bürsten mit dem speisenden Kraftnetz leitend verbunden sind.
  9. 9. Drehofen nach Anspruch i und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufhängung des Ofenkörpers in den Tragschleifen (13) an stirnseitigen Verjüngungen (1") desselben erfolgt und daß an Stelle von Ofen großer Länge ein Ofenstrang aus kürzeren Einzelöfen, die untereinander stirnseitig verbunden sind, zur Anwendung gelangt. io. Drehofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an zentralen Öffnungen der stirnseitigen Verschlußplatten (i') des Ofenmantels entsprechende Rohrstutzen (i") zur Zu- und Ableitung von Gasen angebracht sind, und daß mindestens einer dieser Rohrstutzen mit ruhenden Gasbehältern durch geeignete Mittel verbunden ist. ii. Drehofen nach Anspruch i und io, dadurch gekennzeichnet, daß der Ofenmantel und die Organe für die Gaszu-und -ableitung derart ausgeführt sind, daß im Ofeninnern vom äußeren Druck wesentlich abweichende Gasdrucke aufrechterhalten werden können.
DET35053D 1927-05-01 1928-05-01 Drehofen mit elektrischer Heizung Expired DE522004C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0082678A1 (de) * 1981-12-18 1983-06-29 Toray Industries, Inc. Elektrisches Widerstandsheizelement und Widerstandsofen, in dem dieses als Heizquelle verwendet wird

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0082678A1 (de) * 1981-12-18 1983-06-29 Toray Industries, Inc. Elektrisches Widerstandsheizelement und Widerstandsofen, in dem dieses als Heizquelle verwendet wird

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