DE520790C - Verfahren und Vorrichtung zum raschen und klaren Ablaeutern der Vorderwuerze - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum raschen und klaren Ablaeutern der Vorderwuerze

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DE520790C DEI27706D DEI0027706D DE520790C DE 520790 C DE520790 C DE 520790C DE I27706 D DEI27706 D DE I27706D DE I0027706 D DEI0027706 D DE I0027706D DE 520790 C DE520790 C DE 520790C
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    • C12C7/16Lautering, i.e. clarifying wort by straining
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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum raschen und klaren Abläutern der Vorderwärze Die Abläuterzeit der Vorderwürze dauert bei Läuterbottichen zli2 Stunden und noch länger. Deshalb strebt man schon lange danach, die Läuterzeit derselben abzukürzen. Die bekannten Einrichtungen zum Herunterziehen der Vorderwürze kann man in drei Gruppen einteilen a) Vorrichtungen zum Herunterziehen über den Trebern nach der Sedimentation, b) Vorrichtungen zum Abseihen durch Siebbleche, wobei die Maische in Bewegung ist., und c) Vorrichtungen zum Einstellen in die Treber.
  • Die Vorrichtungen unter a sind entweder Heberrohre oder seitliche Anstiche am Läuterbottich über der Oberfläche, eventuell mit Siebkasten versehen. Die Würze läuft mit den trübenden suspendierten Substanzen in den Hopfenkessel. Das ist für die Qualität und die Klärungsvorgänge nachteilig, und bei Unachtsamkeiten können sogar sehr große Störungen entstehen. Es wurden auch schon Versuche gemacht, diese oben abgezogenen Würze zu filtrieren mittels eingespannter Tuchrahmen oder mit Filtern. Auch diese Filter verlegen sich sehr rasch, und es wären also Filter von sehr großen Dimensionen erforderlich, welche sehr hohe Ausgaben bedingen.
  • Bei der Gruppe b werden Siebe, senkrecht stehend oder liegend, verwendet, und die bewegte Maische wird darüber oder vorbei geleitet. Dabei treten ganz der Größe der Seihöffnungen entsprechend trübende Substanzen hindurch. Dieses Verfahren wirkt noch nachteiliger auf Geschmack und Klärung wie das Verfahren zum Abziehen der Vorderwiirze von oben.
  • Die dritte Gruppe unter c benutzt in die Treber einstellbare Vorrichtun-en mit verhältnismäßig kleinen Seihflächen. Sie liefern nur einige Hektoliter Würze und verlegen sich sehr rasch und sind deshalb unwirksam. Sie sind auch sperrig und sehr schwierig aus den Trebern zu entfernen, weil sie ein ungünstiges Verhältnis von Inhalt zu Oberfläche haben.
  • Das vorliegende Verfahren hat nun den Zweck, nur blanke Würze unter wesentlicher Zeitverkürzung abzuziehen. Die Verkürzung der Abläuterzeit kann nur dadurch erreicht werden, daß man sehr große Seihflächen anwendet, deren Höhe aber geringer ist als diejenige der Treberschicht, meist etwa 3o bis 32 cm, und welche vertikal eingestellt sind. Das Trebergewicht selbst und die nach unten gerichtete Flüssigkeitsbewegung haben nämlich die Neigung, Seihflächen rascher zu verlegen. Bei der Filtration von Würze sind es nicht die Seihplatten, welche die Filtration bewirken, sondern die Maische selbst bildet das eigentliche Filter, und sie legt sich derartig fest an die Seihöffnungen an, daß die feinen Filtrationskanälchen entstehen, welche die trübenden Substanzen zurückhalten und nur klare Würze austreten lassen. Auch beim Senkboden spielt sich der ganz gleiche Vorgang ab. Der Senkboden ist lediglich der Rost und der Träger für die Maische. Das Filtrationsmittel aber sind die Treber selbst.
  • Der Vorrichtung kann eine Form von zentrischen Kreisringen (Abb. i) oder zweckmäßiger und billiger von glatten radialen Rahmen gegeben werden. Ein. derartiger Rahmen wird nicht breit, sondern hat höchstens 5 bis 8 mm lichte innere Weite. Die Bespannung der Siebfläche ist entweder geflochtenes Drahtsieb oder sehr fein perforiertes Blech, welches mit Spannleisten o. dgl. befestigt wird. Ist der Bottichradius etwas über 2 m, so haben z. B. diese Streifen etwa die Länge von 2 m, so daß die wirksame Seihfläche einer solchen Platte bei 30 cm Höhe 1,2 qm ist, beiderseitig filtrierend. Diese Platten werden in geeigneter Weise verbunden, um die erforderliche Festigkeit zti haben. In der Mitte dient ein kupfernes Verbindungsrohr 2 zu gleicher Zeit als Verstärkung und als Sammelrohr. Die Entnahme der Würze aus diesem Sammler 3 richtet sich nach der üffnung des jeweiligen Läuterbottichs wegen der Bedienung. Nach dem Abmaischen wird also dieser Apparat nach _1bb. i in die Treber abgelassen, und nach ganz kurzer Ruhe kann aus dem Sammelrohr, welches an geeigneter Stelle eine Erweiterung hat, die Vorderwürze abgezogen werden. Bei alten Läuterbottichen kann man dann ein Heberohr einsetzen, oder man kann eine feste Leitung so anschließen, daß die Trübwürzpumpe zunächst aus dem Sammelrohr anzieht und, sobald es blanker ist, durch Umschaltung gleichzeitig durch die gleiche Leitung abgesaugt wird. Bei neuen Bottichen wird am Bottichboden ein zylindrischer Einsatz vorgesehen werden, welcher unten ein Ventil tragt (Abb.2), welches von außen geöffnet werden kann. Die gesamte Vorderwürze läuft dann in sehr rascher Zeit ab, ohne den Senkboden zu passieren. Auch die hochprozentigen Nachgüsse laufen rascher ab, weil der Senkboden nicht so stark verlegt ist, als wenn die gesamte Vorderwürze durch die Treber läuft.
  • Da die Rahmen sehr eng gebaut sind, so beansprucht die Konstruktion keinen wesentlichen Rauire innerhalb der Treber, so daß eine Erhöhung der Treberschicht nicht in Frage kommt.
  • Außerdem erhält die Seilfläche eine viel größere freie Fläche wie z. B. die Senkbodenoberfläche, weil sie von den Trebern nicht belastet wird. Die Senkbodenfläche kann, da sie eine bestimmte Festigkeit besitzen muß, kaum eine größere freie Fläche als 5";" erhalten. Die vertikale Seihfläche aber kann bei entsprechendem Gewebe oder entsprechender Lochung eine um das Fünffache größere freie Fläche und noch mehr erhalten. Die freie Fläche allein aber ist nur maßgebend für die Abläutergeschwindigkeit. Die vertikalen Platten geben also schon fast eine doppelt so große freie L äuterfläche.
  • Die Neuheit der Erfindung liegt in der Anwendung dieser sehr großen, vertikal angeordneten Seilifl<ichen, welche größer sind als die der darunterliegenden Quellgebiete, so daß die Leistung derselben ebenfalls größer ist als die zugehörigen Senkbodenabschnitte.
  • Denkt man sich z. B. ein Vertikalläuterelement nach Abb. 2 als glatten, geraden Rahmen mit 5 bis 8 mm lichter Weite durch den ganzen Bottich von q. m Durchmesser hindurchlaufend, beiderseits mit gelochten Wandungen versehen, so ist die Oberfläche beider Seiten bei 30 cm Höhe 2.4.0,3-2,4.m2. Dieses Element überquert oder schneidet zwei, höchstens drei darunterliegende Quellgebiete, deren jedes eine Senkbodenfläche von etwa i m2, zusammen also 3 m=, hat.
  • Die Senkbodenfläche hat kaum mehr als 5""" oft nur 2 bis 3",10, freien Durchgangsquerschnitt, d. i. auf 1 qm 5oo qcm, auf 3 clin also i ;oo qcm - o,15 in=.
  • Das darüberliegende Läuterelement kann laut Beschreibung Seihplatten mit bis 25"i" freier Fläche erhalten. Bei 2o"/" freier Fläche und :2,4m" Oberflüche ist die freie Fläche o,.18 m=, also etwas über das Dreifache der freien Senkbodenfläche der überquerten Quellgebiete.
  • In Wirklichkeit ist aber der freie wirksame Filtrationsquerschnitt noch wesentlich größer. Beim Senkboden liegt die Treberschicht mit ihrem vollen Gewicht auf den Seihöffnungen, und die Flüssigkeit muß also den gesamten Treberwiderstand zuerst überwinden, bis sie an die Seihöffntmg kommt. Bei den vertikalen Seiliflächen vermindert sich dieser Treberwiderstand mit der Treberhöhe von unten nach oben iininer mehr und mehr: oben ist er fast Null; in der Gesamtheit ist er also gleich dein arithmetischen Mittel von oben und unten, das ist also die Hälfte. Die wirkliche freie Filtrationsfläche eines Elementes ist also etwa die doppelte ==:2 # 0,.18 - o,96 m2 gegen 0,15 m2. Das eine Element dürfte also noch die doppelte Anzahl Ouellgebiete schneiden und hätte immer noch eine mehrfache freie Filtrationsoberflüche als diese. Aus dieser Dimensionierung mit kleinen Wandabständen der Seihplatten geht aber noch eine weitere Eigenart der Läuterelemente hervor. Betrachtet sei nur ein Element, bei mehreren besteht ja dasselbe Verhältnis, so ist die Oberfläche bei 4. in Länge und 30 cin Höhe beiderseits 2.4. ni=.
  • Der Inhalt ist hei 5 111111 Plattenabstand (i 1. i 1 Inhalt - 0,4 n1= Oberfläche. Dieses Verhältnis von Oberfläche zu Inhalt bleibt gleich, wenn wir auch zehn Elemente mit zusammen Co 1 Inhalt anwenden, und deshalb verdrängt, wie vorgehohen, die Vorrichtung ein nur sehr geringe, Volumen, das sich 11i einer Erhöhung der Treberschicht praktisch nicht auswirkt. Es ist bisher noch nicht gelungen, ein so günstiges Verhältnis von Oberfläche zu Inhalt zu erzielen. Infolge des geringen Eigenvolumens kürzt sich die Zeit der aufeinanderfolgenden Entleerungen sehr ab, und es findet dadurch ein sehr rasches Blanklaufen statt. Man muß also verhältnismäßig viel weniger Triibwürze zurückpumpen wie beim Senkboden: Das ist ein wesentlicher Vorteil.
  • Es sind wohl Vorrichtungen bekannt, welche senkrechte Seiliflächen, die innerhalb der Treber liegen, haben. Diese Vorrichtungen haben aber eine verhältnismäßig geringe Oberfläche, mit der Senkhodenfläche der darunter befindlichen Quellgebiete verglichen. Sie haben auch ein sehr ungünstiges Verhältnis von Oberfläche. zum Inhalt und verdrängen viel Volumen. Hierin unterscheidet sich die vorliegende Erfindung im wesentlichen; gerade dadurch begründet sich aber vor allem die Leistungserhöhung an blankfiltrierter Würze. Andere bekannte Vorrichtungen mit vertikalen Seiliflächen, welche nur trübe Würze gewinnen lassen, wo sich also die Seihfläche nicht als dichtes Filter ausbildet, lassen sich zur Gewinnung blanker Würze im Sinne dieser Erfindung nichf verwenden.
  • Da die Vorrichtung nach Gebrauch in die Bottichliaube hochgezogen werden kann. so stört sie später nicht mehr und verbleibt dort bis zur Reinigung. Die Seihfläche ist aufklappbar. also zugängig.
  • Die Ableitung der Würze kann von oben oder unten aus dem Element erfolgen. Geschieht der Ablauf am Bottichboden, so ist ein Zwischeneinsatz finit Ventil, das von außen her bedient werden kann, erforderlich (Abb.2 ).
  • Dieser Ablauf ist gegen den Raum unter dein Senkboden abgeschlossen, er saugt also nicht gleichzeitig auch aus dem Raum unter dein Senkboden, sondern nur aus den Elementen. Die Würze passiert also den Senkboden nicht, dadurch werden die Treber für den Nachguß lockerer gehalten.
  • Die Ahb. 2 zeigt eine solche Ausführungsart. Dort sind zwei am Bottichboden befindliche Anstiche vorgesehen, an welchen je ein Ventil 2 befestigt ist. Das Ventil i wird vom L äutergrant aus durch die Handräder und-Ventilstangen 3 betätigt, die Würze läuft durch das Rohr .I in den Läutergrant.
  • Es sind in der Abb. 2 je drei Vertikaleleinente 5 durch ein Verbindungsstück C zusammengeschaltet und haben niir einen Auslauf am Konus 7.
  • Die ebenfalls von außen zu bedienende Hochziehvorrichtung ist im Beispiel niit Handrad, Schnecke und Schneckenrad 8 zur Welle 9 niit Rollen io ausgestattet.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum raschen und blanken Abläutern der Vorderwürze, wobei die Seiliflächen innerhalb der Treber liegen. dadurch gekennzeichnet, daß hierzu Seih-Z, verwendet werden, die einen größeren freien Querschnitt haben, als dem freien Querschnitt der Senkbodenfläche der Barunterliegenden Quellgebiete entspricht.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß vertikale Seihflächen mit ger fingern Plattenabstand und großer freier Läuterfläche miteinander verbunden werden.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, claß die Elemente hochziehbar sind.
  4. 4.. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dafi die Elemente zwecks Reinigung geöffnet werden können.
  5. 5. Vorrichtung zur Ausführung des V erfahrens nach Anspruch i, 2, 3 und .I, dadurch gekennzeichnet, daß bei Abnahme der Würze am Boden die Betätigungsorgane von außen bedient werden können.
DEI27706D 1926-03-23 1926-03-23 Verfahren und Vorrichtung zum raschen und klaren Ablaeutern der Vorderwuerze Expired DE520790C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1187577B (de) * 1959-11-03 1965-02-25 Anheuser Busch Laeutervorrichtung
DE3628726C1 (de) * 1986-08-23 1987-08-13 Bernhard Dipl-Braum Lenz Zusatz-Wuerzeabzugsvorrichtung in Laeuterbottichen

Cited By (3)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1187577B (de) * 1959-11-03 1965-02-25 Anheuser Busch Laeutervorrichtung
DE3628726C1 (de) * 1986-08-23 1987-08-13 Bernhard Dipl-Braum Lenz Zusatz-Wuerzeabzugsvorrichtung in Laeuterbottichen
EP0258607A3 (en) * 1986-08-23 1988-10-05 Bernhard Lenz Additional device for wort siphoning in lauter tuns

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