DE517705C - Vorrichtung zur Volksbelustigung - Google Patents

Vorrichtung zur Volksbelustigung

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DE517705C
DE517705C DE1930517705D DE517705DD DE517705C DE 517705 C DE517705 C DE 517705C DE 1930517705 D DE1930517705 D DE 1930517705D DE 517705D D DE517705D D DE 517705DD DE 517705 C DE517705 C DE 517705C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63GMERRY-GO-ROUNDS; SWINGS; ROCKING-HORSES; CHUTES; SWITCHBACKS; SIMILAR DEVICES FOR PUBLIC AMUSEMENT
    • A63G21/00Chutes; Helter-skelters
    • A63G21/10Chutes; Helter-skelters with spiral tracks

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  • Toys (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Volksbelustigung Die Erfindung bezieht sich auf eine Volksbelustigungsv orrichtung mit Wagen o. dgl. zur Beförderung von Personen, wobei diese Fahrzeuge zuerst bis zur Spitze der Vorrichtung gehoben und dann abgelassen werden, so daß sie unter Wirkung der Schwerkraft nach unten laufen.
  • Die Erfindung besteht nun darin, daß die Wagen in der Form von Schlitten ausgebildet und nur auf einer Seite mit Rädern o. dgl. versehen sind, während die Kufen so dicht Laie möglich an die imitierte Schlittenbahn herangerückt sind. Die Einrichtung und Anordnung ist so getroffen, daß die Tragräder der Schlitten möglichst verdeckt sind und die Fahrgäste den Eindruck erhalten, daß die Schlitten nicht auf Rädern laufen, sondern mit ihren Kufen in tatsächlicher Berührung mit der Schlittenbahn stehen.
  • Die Schlittenbahn, auf welcher die Schlitten nach abwärts fahren, kann in der Form einer Alpenlandschaft oder eines Eisberges ausgeführt sein. Die Schlittenkufen sind so angeordnet, daß es aussieht, als ob sie in Berührung mit der Eisbahn oder der schneebedeckten Schlittenbahn stehen; aber tatsächlich werden die Kufen zweckmäßig so angeordnet, daß sie ein wenig oberhalb der Bahn liegen und nicht in Berührung mit derselben sind. Der Schlitten selbst wird von Rädern, Rollen o. dgl. getragen, welche innerhalb des Schlittens verborgen sind. Die den Schlitten tragenden Teile sind vorteilhaft als Kragträger ausgebildet und erstrecken sich durch die Gestellkonstruktion hindurch.
  • Zwischen den Kufen des Schlittens wird zweckmäßig ein offener Raum belassen, welcher zum Schutze mit einem Netz oder Gitter bedeckt ist. Die Maschen des Netzes oder die Zwischenräume des Gitters sind so ausgebildet, daß die Fahrgäste die Schlittenbahn unter sich hindurchlaufen sehen können.
  • Ein Schlitz ist zweckmäßig in der Szenerie vorgesehen, durch welchen hindurch die Räder und deren Fahrbahn, welche innen liegt, verbunden werden mit dem Schlitten, welcher außen angeordnet ist.
  • Da der Schlitten keine tatsächliche Verbindung mit der Fahrbahn besitzt, auf welcher er zu gleiten scheint, kann die Fahrbahn vorteilhaft so ausgebildet werden, daß sie einer Kurve folgt, welche verschieden ist von der Kurve, «-elche die Schlitten durchlaufen, Der Schlitten wird zweckmäßig im Innern der Volksbelustigungsvorrichtung in bekannter Weise bis zum höchsten Punkte der Fahrbahn befördert. Alsdann wird der Schlitten auf der ab4värts führenden Bahn gestartet, und die Fahrgäste haben die Sensation, die Schlittenbahn schnell unter sichhindurchlaufen zu sehen. Wenn der Schlitten sich mitgenügender Geschwindigkeit bewegt, wird die Bahn, auf welcher der Schlitten zu laufen scheint, plötzlich oder allmählich weggeschnitten. Sie kann auch in einiger Entfernung unterhalb der von dem Schlitten durchlaufenen Strecke liegen, so daß durch geeignete Anordnung der wirklichen und der scheinbaren Schlittenbahn der Eindruck des Fliegens durch die Luft geweckt werden kann. Dieser Flugsprung kann erst in kleinem Ausmaß ausgebildet sein und sich dann in gewissen Zeiträumen wiederholen, wobei jeder Sprung größer ist als der vorhergehende.
  • Sobald der Schlitten die Nähe des Endes seines Laufes erreicht hat, kann ein Gitterzaun oder ähnliches Hindernis so angeordnet sein, däß es sich scheinbar mitten in die Schlittenbahn hinein erstreckt, mit einem künstlichen Schneefall vor dein Gitter. Dem Publikum, welches die Schlittenfahrt gerade beendet hat, kann gestattet werden, hinter diesem Gitter zu stehen, um die Fahrgäste zu beobachten, welche mit dem nächsten Schlitten Heruntergefahren kommen. Die letzteren erhalten dann den Eindruck, als ob sie mitten in das Tor hineinfahren, während die Räderbahn, welche in der Verkleidung verborgen ist, so ausgebildet ist, daß der Schlitten und die Fahrgäste sich gerade über die Köpfe der Zuschauer hinwegbewegen und wiederum anscheinend in Berührung mit der Fahrbahn kommen. Letztere ist zweckmäßig so ausgebildet, daß der Schlitten eine sanfte und allmähliche Landung zu machen scheint.
  • An den Schlitten können eine oder mehrere besondere Rollen oder Räder befestigt sein, welche aus Sicherheitsgründen mit der Fahrbahn in Berührung stehen oder auch anderen Zwecken dienen können. Die Szenerie kann Schluchten oder andere Schauvorrichtungen beliebiger Art besitzen, um den Eindruck des Fliegens durch die Luft zu verstärken. Die Innenkonstruktion der Vorrichtung kann aus Rahmen bestehen, die so miteinander verbunden sind, daß man sie zerlegen und transportieren kann. Über gewisse Teile kann man Wasser laufen lassen oder Spiegel anordnen, welche Wasserfälle darstellen. Es kann ferner ein irgendwie gerichteter Luftstrom vorgesehen werden, um die Sensation zu erhöhen, und der Schlitten kann durch Tunnel oder dunkle Gänge hindurchgeführt werden, auf deren Wänden groteske Szenen oder Figuren, wie z. B. Polarbären oder eine Eislandschaft, aufgemalt sind. Letztere kann gegebenenfalls durch Blitzlichter beleuchtet werden.
  • In der Zeichnung ist eine zweckmäßige Ausführungsform der neuen Volksbelustigungsvorrichtung dargestellt. Fig, i zeigt eine schaubildliche Darstellung der Vorrichtung.
  • Fig. 2 ist ein Schnitt quer durch die Fahrbahn.
  • Fig. 3 ist eine Seitenansicht der Fahrbahn mit dem Schlitten.
  • Fig. 4. ist eine Draufsicht auf die in Fig. 3 dargestellte Anordnung.
  • Fig. 3 ist eine Teilansicht der Fahrbahn an einer Stelle, wo diese durch ein Loch unterbrochen zu sein scheint.
  • Die Vorrichtung besteht aus einem Gerüst, welches aus mehreren Rahmen mit Ständern i zusammengebaut ist. Von der Spitze des Gerüstes bis zu seinem Boden läuft in einer Schraubenlinie eine ununterbrochene Radbahn, bestehend aus der oberen Führung z und der unteren Führung 3. Die beiden Führungen sind an den Ständern i befestigt und in bestimmtem Abstand voneinander angeordnet. Zu der Vorrichtung gehören ferner eine Reihe von Schlittenträgern, je bestehend aus zwei Rädern q. und 5, «-elche auf Achsen 6 und 7 drehbar angeordnet sind und in bzw, zwischen den Führungen 2, 3 laufen. Jeder Schlitten besteht aus zwei Kufen 8 und 9, welche unten an der Unterseite der Achsen befestigt sind, während der Körper io des Schlittens oberhalb der Achsen angeordnet ist. Der Mittelteil des Schlittenkörpers ist offen und mit einer Anzahl von Schienen i i versehen, die rostartig angeordnet sind.
  • Um der Vorrichtung das Aussehen eines Eisberges zu geben, sind eine Anzahl von nicht dargestellten vorspringenden Spreizen angeordnet, welche an den Rahmenteilen i befestigt sind. Über diese Spreizen ist Leinwand, geteertes Segeltuch o. dgl. 12 gespannt, welches weiß bemalt ist, um Eis und Schnee darzustellen. Die Spreizen besitzen verschiedene Länge, so daß in der Bespannung Unebenheiten entstehen, welche Felsspitzen 13 und Felsspalten 14 gleichen.
  • Wie in Fig. z dargestellt, sind die Enden 15 der Leinwand o. dgl. so dicht wie möglich bis an die Achsen 6 und 7 des Schlittenträgers herangeführt, um die oberen Hälften der Räder .4 so vollkommen wie möglich zu verdecken. Außerdem ist die Nachbildung einer Schlittenbahn 16, welche auf der Außenseite der Vorrichtung angeordnet ist und parallel zu der Radbahn 2 und 3 verläuft, so ausgebildet, daß sie so dicht wie möglich an die Schlittenkufen 8 und 9 herankommt. Hierdurch wird die untere Hälfte der Räder fast volkommen verdeckt. Von außen gesehen scheinen daher die Schlittenkufen tatsächlich in Berührung mit der Schlittenbahn zu sein. Der durchlaufende Schlitz 17, welcher in der Bespannung des Gerüstes vorhanden ist und in welchen die Achsen hineinragen, ist dagegen vom Zuschauer fast nicht zu erkennen.
  • Um die Sensation bei der Schlittenfahrt zu steigern, können die Schlitten durch Tunnels hindurchgeführt werden, von denen in Fig. i zwei, nämlich 18 und ig, dargestellt sind. Zu diesem Zweck werden Hilfsrahmen 20 an den Stellen vorgesehen, wo die Tunnels gewünscht werden. Diese Rahmen bilden einen Winkel mit dem Hauptrahmen i, und die Radführungen 2 und 3 werden von dem Hauptrahmen i auf die Hilfsrahmen 2o am Eingange des Tunnels verlegt. Beim Ausgange des Tunnels werden die Führungen wieder an die Rahmen i zurückverlegt. In Fig. i ist dargestellt, daß die Hilfsrahmen auf der Außenseite der Rahmen i angeordnet sind. Man kann sie aber auch auf der Innenseite anbringen, so daß der Tunnel innerhalb des Gerüstes liegt.
  • Man kann auch die Schlittenbahn unterbrechen, wie dies bei 21 und 22 in Fig. i veranschaulicht und in einem größeren Maßstab in Fig.5 dargestellt ist. Da die Schlittenkufen 8 und 9 sich dicht oberhalb der Schlittenbahn 16 bewegen und die Fahrgäste die Fahrbahn durch den Boden des Schlittens hindurch sehen können, vermittelt das Loch in der Schlittenbahn den Fahrgästen vollkommen den Eindruck, daß der Schlitten von einem Felsvorsprung 21 zu dem anderen Vorsprunge 22 sich durch die Luft bewegt.
  • Man kann auch die obere Schlittenbahn i6 an einer Stelle, wie bei 23 veranschaulicht, der Barunterliegenden Schlittenbahn so weit nähern, daß beim Begegnen zweier Schlitten der Eindruck erweckt wird, als ob beide Schlitten aufeinanderstehen.
  • Am Ende der Bahn kann ein imitierter Schneefall 24 innerhalb des Gerüstes vorgesehen werden. Zunächst verläuft die Schlittenbahn 16 unmittelbar auf die Stelle zu, wo der Schneefall erfolgt, biegt dann aber scharf nach oben ab, so daß die Fahrgäste zuerst den Eindruck erhalten, als ob der Schlitten in den Schnee hineinfährt.
  • Die Schlitten werden vom Boden aus zur höchsten Stelle in. irgendeiner geeigneten Weise befördert. Am Ende der Fahrbahn sind Bremsen vorgesehen, um den Lauf der Schlitten aufzuhalten.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur Volksbelustigung, dadurch gekennzeichnet, daß schlittenförmige Sitzträger, deren Kufen in möglichster Nähe einer imitierten Schlittenbahn verlaufen, von Armen getragen sind. die von nur auf einer Seite der Rutschbahn laufenden Rädern getragen werden und zum Hervorrufen des Eindrucks einer Schlittenfahrt soweit wie möglich verdeckt sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlittenträgerarme aus einem möglichst schmalen ununterbrochenen Schlitze des die Tragarmräderführung tragenden Gerüstes hervorragen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die ununterbrochene Radführung für die Schlittentragarme aus einem oberen und einem unteren Teile besteht. d.. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden des Schlittens zur Erhöhung der Fahrtillusion offen ist.
DE1930517705D 1929-04-22 1930-03-26 Vorrichtung zur Volksbelustigung Expired DE517705C (de)

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DE1930517705D Expired DE517705C (de) 1929-04-22 1930-03-26 Vorrichtung zur Volksbelustigung

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