DE515340C - Verfahren zur Herstellung von poroesen Kautschukgegenstaenden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von poroesen Kautschukgegenstaenden

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DE515340C
DE515340C DEN28865D DEN0028865D DE515340C DE 515340 C DE515340 C DE 515340C DE N28865 D DEN28865 D DE N28865D DE N0028865 D DEN0028865 D DE N0028865D DE 515340 C DE515340 C DE 515340C
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J9/00Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof
    • C08J9/04Working-up of macromolecular substances to porous or cellular articles or materials; After-treatment thereof using blowing gases generated by a previously added blowing agent
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
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Description

Gemäß der vorliegenden Erfindung sollen kugelförmige, zylindrische, röhrenförmige und andere poröse Kautschukartikel runder Gestaltung ohne Benutzung einer Form hergestellt werden. Außerdem gestattet die Herstellung nach der Erfindung, poröse Kautschukartikel in Längen herzustellen, die von der Ausdehnung der Vulkanisiervorrichtung unabhängig sind. Schließlich wird durch die Erfindung das Entstehen von Flecken "auf der Oberfläche beim Vulkanisieren des porösen Kautschukartikels in einer Form vermieden oder wenigstens erheblich vermindert.
Die Erfindung besteht darin, daß auf einer geformten, porösen Kautschukmischung eine vulkanisierte Oberfläche erzeugt wird, worauf durch Heißvulkanisation in dieser Masse Gas erzeugt und eine gleichmäßige Zellstruktur der Gummimasse hervorgerufen wird.
•ao Die Bildung der vulkanisierten Oberfläche auf der geformten, porösen Kautschukmischung erfolgt nach einem der bekannten Kaltvulkanisationsprozesse, wie z. B. Behandlung mit Chlorschwefeldampf oder -lösung oder abwechselnde Behandlung mit Schwefelwasserstoff und Schwefeldioxyd in gelöster oder Gasform, oder auch durch Erhitzen der Oberfläche mit einem Ultrabeschleuniger, z. B. Piperidyldithiocarbaminsaures Piperidin oder Thiuramdisulfid auf eine Temperatur, bei welcher zwar Vulkanisation in Berührung mit dem Ultrabeschleuniger, aber noch keine Gasentwicklung· in der Kautschukmischung erfolgt.
Man kann die Oberflächenvulkanisation entweder durch kalte Vulkanisation der Kautschukmischung, bevor sie in die Form eingelegt wird, vornehmen oder in der Form selbst durch einen Ultrabeschleuniger, der auf die Oberfläche des Körpers gestäubt wird.
Während die durch die Gasentwicklung expandierende Masse ein möglichst großes Volumen einzunehmen strebt, sucht die feste, vulkanisierte Oberflächenhaut eine möglichst kleine Oberfläche zu behalten, so daß die Kautschukmischungen eine zylindrische oder kugelförmige Gestalt oder eine andere Gestalt mit mehr oder weniger kreisförmigem oder D-förmigem Querschnitt anzunehmen suchen. Eine an der Oberfläche derart vulkanisierte Stange poröser Kautschukmischung kann in der Hitze ohne Einschließung in eine Form vulkanisiert werden ■ und nimmt dabei einen ausgedehnten runden Querschnitt an. Würde die treibende Masse nicht äußerlich durch die vorher gebildete vulkanisierte Haut umschlossen werden, so würde der weichgewordene Kautschukteig fließen, die Gase würden entweichen, und schließlich würde ein Band von halbfestem, vulkanisiertem Kautschuk entstehen, dem der verlangte poröse Charakter fehlen würde.
Um ein poröses Kautschukseil in zusammenhängender Länge zu erzeugen, kann die Mi-
schung zu einer Stange durch Ausstoßen oder auf andere Weise geformt werden, welche mit Chlorschwefel oder einem anderen geeigneten Kaltvulkanisationsmittel behandelt wird. Die an der Oberfläche vulkanisierte Stange wird außen rings mit gepulverter Kreide oder eisern anderen das Kleben verhindernden Mittel bedeckt, spiralförmig aufgewickelt in eine Pfanne gelegt und ohne Einschließung in eine Form ίο einer zu Heißvulkanisation geeigneten Temperatur ausgesetzt.
Um ein Rohr von porösem Kautschuk herzustellen, wird die Mischung durch Ausstoßen zu einem Rohr geformt und die Außenfläche sowie zweckmäßig auch die Innenfläche vulkanisiert. Um die Röhrenform zu sichern, wird das Rohr auf einen biegsamen Kern, beispielsweise auf ein schon vulkanisiertes Seil von festem Kautschuk oder einen Draht aufgezogen. Nach der vollständigen Vulkanisation wird das poröse Kautschukrohr von der Einlage abgestreift.
Um einen porösen Kautschukball herzustellen, wird die Kautschukmischung zu einer möglichst kugelförmigen Masse geformt, während die eigentliche Kugelform bei der Heißvulkanisation unter dem Einfluß der festen Oberfläche und der sich ausdehnenden Masse angenommen wird. Zum Beispiel werden von einer zylindrisch geformten Kautschukmischung Teile abgeschnitten, deren Länge gleich dem Durchmesser ist, und an der Oberfläche kalt vulkanisiert. Der innere Druck, welcher von den bei der Heißvulkanisation erzeugten Gasen ausgeübt wird, verwandelt die kurzen zylindrischen Stücke in Kugeln;
Damit nicht durch das Gewicht der. Kaut^
schukmasse .der Ball unten flach wird, kann die Heißvulkanisation in einer Flüssigkeit bewirkt werden, die sich Kautschuk gegenüber ziemlich indifferent verhält und deren Siede-:
punkt über der Vulkanisationstemperatur-liegt,
z. B. Glycerin. Dieses Bad kann auch einen
Überbeschleuniger enthalten, durch den dann zunächst die Oberfiächenvulkanisation, erfolgt; Man kann auch das- betreffende Stück an einem Draht oder einem .Seil .in einer heißen VuI-kanisierungsatmosphäre" aufhängen oder es in ein Bett aus leichtem; geeignetem Pulver, z. B.
Magnesiutncarbonat, packen:
Andererseits kann man das Bestreben der Masse, sich unten durch das Gewicht abzuflachen, vorteilhaft verwenden, wenn man beispielsweise Stangen von D-förmigem Querschnitt oder sonstige gerundete poröse Kautschukartikel mit flacher Grundfläche herstellen will.
Die Abmessungen der porösen Kautschukartikel lassen sich annähernd durch Festlegung der Mischungsbestandteile und Vulkanisationsbedingungen bestimmen.
Als Beispiel wird in folgendem die Zusammensetzung einer Kautschukmischung angegeben, die für das Verfahren gemäß der Erfindung geeignet ist:
Bleicher Kreppgummi .... 8,165 kg.
Zinkoxyd 1,361 »
Ammoniumcarbonat 1.361 »
Schwefel ., 0,680 »
Antimonsulfid (Goldschwefel) 0,454 »
Harzöl 0,680 »
Mineralöl .. .-■..- 0,907 »
Glycerin 0,057. "

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von porösen Kautschukgegenständen, wie Ballen, Seilen und Rohren, durch Oberflächenvulkanisation nach erfolgter annähernder Formgebung und nach folgender Heißvulkanisation, dadurch gekennzeichnet, daß die Heißluftvulkanisation ohne Einschluß der Gegenstände in eine besondere Form erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1 zur Her-. stellung von Schwammkautschukbällen, dadurch gekennzeichnet, daß die. Käutschukmasse zur Erzielung der Kugelform in einem eine gleichmäßige allseitige Ausdehnung gestattenden Mittel (wie z.B. ein leichtes Pulver oder eine Flüssigkeit von dem spez. Gewicht der ■ Kautschukmasse) heiß .vulkanisiert wird. ■ ;
3. Verfahren nach Anspruch 1 zur Herstellung von porösen Kautschukröhren, da-
... durch gekennzeichnet, ~ daß. die Kautschukmischung, auf einem biegsamen Kern oder Dorn heiß vulkanisiert wird.
DEN28865D 1927-07-19 1928-05-26 Verfahren zur Herstellung von poroesen Kautschukgegenstaenden Expired DE515340C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
GB19123/27A GB284938A (en) 1927-07-19 1927-07-19 Improvements relating to the manufacture of sponge rubber

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DE515340C true DE515340C (de) 1931-01-02

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DEN28865D Expired DE515340C (de) 1927-07-19 1928-05-26 Verfahren zur Herstellung von poroesen Kautschukgegenstaenden

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US2452347A (en) * 1937-05-01 1948-10-26 Rubatex Products Inc Vulcanization
US2421831A (en) * 1941-02-10 1947-06-10 Rubatex Products Inc Single stage production of gas expanded rubber

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US1717168A (en) 1929-06-11
GB284938A (en) 1928-02-09
FR655020A (fr) 1929-04-13

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