DE515002C - Vorrichtung zum Antrieb der Fachbildungsvorrichtung und der Schuetzen von Rundwebstuehlen - Google Patents

Vorrichtung zum Antrieb der Fachbildungsvorrichtung und der Schuetzen von Rundwebstuehlen

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DE515002C
DE515002C DED58710D DED0058710D DE515002C DE 515002 C DE515002 C DE 515002C DE D58710 D DED58710 D DE D58710D DE D0058710 D DED0058710 D DE D0058710D DE 515002 C DE515002 C DE 515002C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D37/00Circular looms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

Es sind Webstühle bekannt, bei denen zum Antreiben der Fachbildungsvorrichtung und der Schützen eine nicht laufende, formveränderliche Schraubenfeder Verwendung findet, der durch einen beweglichen, formbeständigen Teil eine fortschreitende Wellenbewegung erteilt wird. Die Schraubenfeder besitzt den Nachteil, daß sie sich bei der Arbeit streckt und zusammenzieht, und daß ihre unter Einwirkung des bewegte liehen, formbeständigen Teiles sich spreizenden und zusammenziehenden Windungen ständig Gefahr laufen, unzulässige Formänderungen zu erleiden. Ein weiterer Übelstand ist der, daß die Federwindungen zwischen die Kettenfäden greifen müssen, um mit dem Schützen in Berührung zu kommen, den sie nach Maßgabe der fortschreitenden Wellenbewegung, die ihnen erteilt wird, durch das Fach hindurchbewegen. Die Federwindungen reiben dabei ständig an ao den Kettenfäden und verursachen auch gegenseitige Reibung unter den Kettenfäden selbst. Am stärksten treten diese Reibungserscheinungen in dem Augenblicke auf, in welchem die Federwindungen zwischen die Kettenfäden treten und aus diesen zurückweichen, d. h. sich am Wellenscheitel spreizen, um danach wieder zusammenzugehen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Antrieb der Fachbildungsvorrichtung und der Schützen von Rundwebstühlen, bei der als Triebmittel ebenfalls ein nicht laufender, formveränderlicher Teil verwendet wird, dem durch einen beweglichen, formbeständigen Teil eine fortschreitende Wellenbewegung erteilt wird. Um jedoch die vorerwähnten, der Benutzung eines streckbaren und zusammenziehbaren Triebmittels, d. h. einer Schraubenfeder, anhaftenden Übelstände zu beseitigen, sind erfindungsgemäß die nicht umlaufenden, formveränderlichen Triebmittel durch endlose, um die Webstuhlachse zentral angeordnete Bänder gebildet, welche in Umfangsrichtung undehnbar, jedoch andererseits derart biegsam sind, daß sie von den umlaufenden, formbeständigen Teilen wellenförmig bewegt werden. Die Erfindung umfaßt ferner einige im folgenden an Hand der Zeichnung näher beschriebene Ausführungsbesonderheiten des Rundwebstuhles gemäß der Erfindung.
Abb. ι ist ein Grundriß der einen Hälfte des Rundwebstuhles, aus welchem die biegsamen, endlosen ■ Bänder und die verschiedenen, gruppenweise angeordneten, an einer umlaufenden Scheibe sitzenden Rollen ersichtlich sind, unter deren Einwirkung diese biegsamen Bänder bestimmte Formänderungen erleiden.
Abb. 2 ist ein Höhenschnitt nach Linie IV-IV in Abb. 1.
Abb. 3 ist ein Teilgrundriß, der ausschließlich die Weblitzen und die sie hin und her ziehenden Arbeitsmittel veranschaulicht.
Abb. 4 ist ein dem Schnitt nach Abb. 2 ent-
sprechender Höhenschnitt, der lediglich die Mittel zum Hinundherbewegen der Weblitzen und zum Bewegen der Webschützen darstellt.
Abb. 5 ist ein Grundriß der in Abb.4 unterhalb der Schnittebene V-V liegenden Teile.
Abb. 6 veranschaulicht die Mittel zum Fortbewegen der Webschützen.
Bei dem beispielsweise zur Darstellung gebrachten Rundwebstuhl sind die Kettenfäden im Kreise angeordnet, und sie wickeln sich von am unteren Ende des Rundwebstuhles in beliebiger Zahl angebrachten Kettenbäumen senkrecht aufsteigend ab, so daß das Gewebe t am oberen Rundwebstuhlende entsteht. Die Zahl der Weblitzen, durch deren Augen die Kettenfäden gezogen sind, entspricht der Zahl der Kettenfäden. Diese Weblitzen sind in zwei gleiche Serien von Weblitzen 1 und 2 unterteilt, die beziehentlich den Kettenfäden i und p ao zugewiesen sind. Diese beiden Weblitzenreihen sind in zwei übereinanderliegenden waagerechten Ebenen radial angeordnet (Abb. 2 und 4). Die Weblitzen 1 der oberen Serie oder Reihe 1 sind an ein biegsames Band 3 und die Weblitzen 2 der unteren Reihe an ein ähnliches Band 4 angeknüpft (Abb. 3). Die beiden Bänder 3 und 4 bilden endlose, über zwei Reihen lose gelagerter Rollen 5 und 6 laufende Kränze, und diese Rollen sind in zwei übereinander be-3-0 findlichen, den Weblitzenreihen 1 und 2 entsprechenden waagerechten Ebenen im Kreise herum angeordnet.
In jeder Rollenreihe sitzen die Rollen lose auf Zapfen, die von Gabeln 7 und ja getragen werden. Diese Gabeln sind an einem ringförmigen Träger 8 befestigt, der durch Speichen 8" mit einer auf der senkrechten, zentral angeordneten Rundwebstuhlantriebswelle 9 festgekeilten Nabe 8* verbunden ist. Die waagerechten Gabelschenkel 7, ηα liegen übereinander (Abb. 2 und 4), während die daransitzenden Zapfen senkrecht gerichtet und dabei einander zugekehrt sind, ohne sich jedoch zu berühren. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel beläuft sich die Zahl der Webschützen η auf vierzehn. Diese Schützen sind gleichmäßig über den Umfang verteilt, dessen Größe nach dem Durchmesser des zu webenden Schlauchgewebes sich richtet. Demzufolge sind in jeder Rollenreihe die Rollen in vierzehn, den vierzehn Webschützen entsprechenden Gruppen verteilt. In jeder Gruppe befindet sich die gleiche Anzahl von Rollen, und von diesen sind die mit 5 bezeichneten dem endlosen Band 3 und die mit 6 bezeichneten dem endlosen Band 4 zugeordnet. Bei der dargestellten Ausführungsform des Rundwebstuhles umfaßt jede Rollengruppe der oberen Rollenreihe je zwei Rollen 5 und jede Gruppe der unteren Reihe je zwei Rollen 6. Diese Zahl kann jedoch geändert werden und richtet sich nach der Anzahl der Webschützen.
Ist die Länge der Webschützen gering, so kann eine einzige Rolle ausreichen. Handelt es sich dagegen um längere Schützen, so kann es sich unter Umständen als notwendig erweisen, jede Rollengruppe mit drei, vier oder noch mehr Rollen zu besetzen.
Der Höhenabstand zwischen den beiden Weblitzenreihen ι und 2 kann verschieden genommen werden. Er richtet sich nach den jeweilig gegebenen Verhältnissen und muß ausreichend sein, um den beim Weben auftretenden Bedürfnissen praktisch nachzukommen. Andererseits muß die Hubgröße der unteren Weblitzen 2 größer sein als die der oberen Weblitzen !,damit beim Fachbilden der durch die Kettenfäden i in bezug auf die durch die Schützenmitte gehende lotrechte Linie gebildete Winkel die gleiche Größe aufweist wie der durch die Kettenfäden p gebildete, wie dies aus Abb. 2 deutlich zu ersehen ist. Diese Verschiedenheit in der Hubgröße der Weblitzen 1 und 2 kommt dadurch zustande, daß in den Rollenreihen 5, 6 die Durchmesser der Rollen verschiedene Größen haben. Wie aus Abb. 1 und 3 hervorgeht, sind die Rollen 5, über die das biegsame Band 3 geführt ist, an welches die oberen Weblitzen angeknüpft sind, mit kleinerem Durchmesser ausgeführt als die darunterliegenden Rollen 6.
In beiden Rollenreihen gehen die entsprechenden biegsamen Bänder 3 und 4 abwechselnd über den nach außen gewendeten Umfangsteil der beiden Rollen einer Gruppe und den nach innen gewendeten Umfangsteil der beiden Rollen der nächstfolgenden Rollengruppe, wobei die Anordnung so getroffen ist, daß dort, wo das Band 3 über den nach außen gewendeten Umfangsteil der Rollen 5 einer Rollengruppe geht, an der gleichen Stelle das Band 4 der Rollen 6 der darunter befindlichen Rollengruppe über den nach innen gewendeten Umfangsteil der Rollen 6 dieser Gruppe geht, damit die Weblitzen nach entgegDngesetzten Richtungen bewegt werden und so das Webfach richtig zustände kommt. Durch ein drittes endloses, biegsames Band 10, das den Bändern 3, 4 ähnelt und konzentrisch zu diesen angeordnet λ ist, werden die Webschützen η im Kreise herumbewegt. Dieses endlose Band 10 geht abwechselnd über den nach außen gewendeten und den nach innen gewendeten Umfangsteil von in zwei Reihen angeordneten Rollen 11, 12, die lose auf an Armen 13 und 13" befestigten Zapfen sitzen. Diese Arme 13, 13" sind ebenfalls an dem die RoEenreihen 5 und 6 tragenden Ring 8 befestigt. Diese beiden Rollenreihen 11, sind nach Kreisen angeordnet, die konientrisch zu den Kreisen liegen, auf denen die Mittelachsen der Rollenreihen 5, 6 sich befinden. Daraus folgt, daß das endlose Band 10 Formänderungen erleidet, die nach einer ge-
schlängelten Linie verlaufen, welche sich aus vierzehn gleichartigen V-förmigen, aber ungleichschenkligen Wellungen zusammensetzt, von denen eine jede einem Webschützen und einem Paar zugeordneter Gruppen von je zwei Rollen 5 und 6 entspricht.
Auf beiden Seiten seines Umfanges ist das endlose Band 10 mit einer Reihe spitzer Zapfen 19 und 20 versehen, von denen die einen mit Schrauben-, die anderen mit Muttergewinde versehen sind. Die mit diesem Schrauben- und mit diesem Muttergewinde versehenen Ansätze stecken im endlosen Band 10 und sind in der aus der Abb. 4 ersichtlichen Weise fest miteinander verschraubt. Die nach innen gewendeten Zapfen 20 erfüllen einen Doppelzweck:
1. halten sie das Band 10 in der vorgeschriebenen Horizontalebene, indem sie in die Rillen 21 der Rollen 11 eingreifen, währenddem die Zapfen 19 in den Rillen 21 der Rollen 12 sich führen,
2. verhindern sie, daß die Rollen das Band 10 in Richtung der Umlauf bewegung mitnehmen, und zwar infolge ihres Eingriffs in die Zahnlücken eines nach Art eines Sprossenrades durchbrochenen Ringes i8, der auf einigen zwischen den Weblitzen 1, 2 sich erhebenden, am Fuße des Rundwebstuhlgestelles b befestigten Stützen 22 aufruht (Abb. 4). Die Zapfen 20 kommen unter Einwirkung der Rollen 12 nacheinander in Eingriff mit den Zahnlücken des Sprossenkranzes 18, wie dies aus Abb. ι und 6 deutlich zu ersehen ist. Die nach außen gewendeten Zapfen 19 dagegen wirken auf das Hinterende der Schützen η ein (Abb. 1 und 4), verhindern dadurch jegliche Berührung zwischen dem Bande 10 und den Kettenfäden j>, i und halten in dieser Weise jede schädliche Reibung von diesen Kettenfäden fern. Aus dem detaillierten Grundriß nach Abb. 6 ist deutlich zu ersehen, daß die Zapfen 19 zwischen die Kettenfäden hindurchtreten und gegen das konkave Hinterende eines jeden Webschützens reiben, wobei sie unter Einwirkung der um die Mitte des Rundwebstuhles kreisenden Rollen 11 diese Schützen vor sich hinschieben.
Um das endlose Band 10 herum ist am Rundwebstuhlgestell eine beispielsweise aus zwei konzentrischen Kränzen gleich weit abstehender Radialzungen 15 und 16 bestehende Ringbahn angeordnet, auf der die Webschützen η gleitbar ruhen. Oberhalb der Radialzungen 15 befindet sich ein dritter Kranz von Radialzungen 17, die während des Fortschreitens der Webschützen diesen als äußere Anschläge dienen (Abb. 2 und 4). Räumlich sind die den Schützen als Ringbahn dienenden Kränze 15, 16 und die Anschläge 17 sowie ferner die Rollen 11 so angeordnet, daß die Scheitelpunkte der V-förmigen Wellen des biegsamen Bandes 10 annähernd mit der Längsachse der Schützen η zusammenfallen, damit die Spitzen der nach außen gewendeten, zwischen die Kettenfäden hindurchtretenden Zapfen 19 in der bereits erwähnten Weise nacheinander mit dem Hinterende der einzelnen Schützen in Berührung gelangen. Andererseits stehen die sich kreuzenden Wellen der biegsamen Bänder 3, 4 zu den Wellen des Bandes 10 in solchem Verhältnis, daß das Schließen des Faches hinter jedem Webschützen genau an der Stelle erfolgt, die in dem betreffenden Augenblick von der hinteren Spitze des unter dem Einfluß der Rollen 11 und des Scheitels der zugeordneten V-förmigen Welle fortschreitenden Schützens eingenommen wird.
Mit Bevorzugung wird die Länge der einzelnen Schützen kleiner gewählt als die Entfernung zwischen den Punkten, an denen das Öffnen des Faches beginnt und das Schließen desselben endigt. Hierdurch bleibt bei geöffnetem Fach zwischen der Vorderspitze eines jeden Schützens und den Kettenfäden i sowie den Kettenfäden f> ein Zwischenraum bestehen, wie dies Abb. 1 erkennen läßt.
Mit Rücksicht darauf, daß es wichtig ist, jedes Reiben und Hängenbleiben der Kettenfäden zu verhüten, sind die Schützen sowie deren Gleitbahn und Anschlagzungen so ausgebildet und angeordnet, daß diese Übelstände nicht eintreten können. Die Längsseiten der Schützen vermögen nicht bei geöffnetem Fach die Kettenfäden während ihres Fortschreitens zu berühren, da sie durch einen unteren, zwischen die beiden konzentrischen Kränze von Radialzungen 14, 15 greifenden Ansatz n1 geführt werden. Andererseits sind die an der Außenseite seitlich angeordneten Anschläge 17 (und nötigenfalls auch auf der Innenseite angeordnete) als Spitzen ausgebildet, die zwischen die Kettenfäden frei hindurchgehen und in unmittelbarer Berührung mit den Schützen stehen, so daß diese an ihrem gesamten Umfang keinerlei Berührung mit den Kettenfäden des geöffneten Faches haben, ausgenommen an ihrem hinteren Schmalteil, der dauernd der fortschiebenden Einwirkung der Zapfen 19 des Bandes 10 unterliegt.
Das Umkreisen der endlosen Bänder 3 und 4 wird beispielsweise praktisch dadurch verhütet, daß einzelne der Ansätze, welche zum Anknüpfen der hinteren Enden der Weblitzen 1 und 2 an diese Bänder 3 und 4 dient, in passender Weise festgehalten werden. Diese an der einen der Schmalseiten der Bänder 3, 4 in gleichen Abständen voneinander angeordneten Ansätze sind in gleicher Anzahl vorgesehen wie die unter dem Einflüsse dieser Bänder hin und her bewegbaren Weblitzen. Sie können z. B. aus einer der Kanten eines biegsam zwischen den aus möglichst unstreckbarem Leder bestehenden Bändern 3, 4 als Seele liegenden Metallstreifens
(Abb. 4) herausgearbeitet sein. Jeder dieser Ansätze ist als Kugel 30 (Band 4) oder als Kugel 31 (Band 3) ausgestaltet (Abb. 4), und der Durchmesser jeder Kugel ist etwas kleiner als der der federnden Schleife, in welche das hintere Ende jeder Weblitze ausläuft, so daß die Schleifen sich beim Überstreichen der Kugeln öffnen und nach Umfassung dieser wieder schließen. Von den Kugeln 30 und 31 sind einige mit einem Fortsatz 32 bzw. 33 (Abb. 4) versehen. Über diesen Fortsätzen sind Metallschienen 23 angeordnet, in welchen sich Rädialschlitze 24 und 25 befinden. In diese Radialschlitze greifen die Fortsätze 32, 33, so daß diese das Umkreisen der Bänder 3, 4 zu verhüten vermögen, ohne sie jedoch daran zu hindern, unter Einwirkung der Rollen 4, 5 die Weblitzen 1, 2 so hin und her zu bewegen, daß hinsichtlich aller Webschützen die betreffenden Fache sämtlich gleichzeitig geöffnet, offengehalten und wieder geschlossen werden. Wie aus Abb. 2 und 3 hervorgeht, ist das dem äußeren Umfang des Rundwebstuhles zugekehrte Ende der Weblitzen 1, 2 mit einer Kulisse xa bzw. 2a versehen, die durch einen feststehenden Stift geführt wird. Diese Kulissen ruhen auf zwei übereinanderliegenden Ringen 26, 27, deren Oberseite mit gleich weit abstehenden Stiften 28 und 29 versehen ist, die zur Führung der Weblitzen dienen, wenn diese durch die unter Einwirkung der Rollen 5, 6 stellen- und partienweise ständig ihre Form ändernden Bänder 3,4 hin und her bewegt werden.
Aus dem Gesagten erhellt ohne weiteres, daß bei einem Rundwebstuhl die Rollengruppen und Rollenreihen 5, 6 und 11, 12 in den endlosen Bändern 3, 4 und 10 ständig Formänderungen hervorrufen, die sich periodisch unter gleichen Verhältnissen wiederholen und unter Wahrung des nötigen Synchronismus einerseits die Weblitzen i, 2, andererseits die Schützen η antreiben. Es leuchtet ein, daß drei, vier oder eine noch größere Anzahl von den Bändern 3, 4 ähnlichen endlosen Gurten und eine entsprechend hohe Anzahl Reihen von an diese Bänder angeknüpften Weblitzen je nach der gewünschten Bindung Verwendung finden können, z. B. für dreibindigen Schußköper, achtbändigen Schußatlas usw. Die formveränderlichen, endlosen Bänder müssen dann übereinander in der Weise angeordnet werden, daß jedes Band einer Reihe von Weblitzen entspricht, und die in diesen Bändern die nötigen Formveränderungen herbeiführenden Rollengruppen müssen so gelagert werden, daß die Bildung der Fache in der Kette in den zur Erzielung der gewünschten Bindung richtigen Zeitpunkten erfolgt.
Der beschriebene Erfindungsgegenstand kann
auch bei anderen Maschinen oder Apparaten Verwendung finden, wo es sich darum handelt, Stangen, Zahnstangen, Hebel, Pleuelstangen
o. dgl. in Tätigkeit zu setzen oder bestimmten Maschinenteilen eine geradlinige, kurven- oder kreisförmige Hinundherbewegung zu erteilen.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Antrieb der Fachbildungsvorrichtung und der Schützen von Rundwebstühlen unter Verwendung eines nicht umlaufenden, formveränderlichenTriebmittels, dem durch einen beweglichen, formbeständigen Teil eine fortschreitende Wellenbewegung erteilt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die nicht umlaufenden, formveränderlichen Triebmittel aus endlosen, um die Webstuhlachse zentrisch angeordneten Bändern bestehen, welche in Umfangsrichtung undehnbar, jedoch andererseits derart biegsam sind, daß sie von den umlaufenden, formbeständigen Teilen wellenförmig bewegt werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den formbeständigen Teil bildenden umlaufenden Rollen in zwei Gruppen geteilt sind und die Bänder abwechselnd über die nach außen und die nach innen gewendete Seite dieser Rollen oder dieser Rollengruppen geführt sind, wodurch sie den geschlängelten oder wellenförmigen Verlauf erhalten. ■
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verhütung der Mitnahme des formveränderlichen Bandes (10) für den Schützenantrieb die mit diesem Bande zusammenarbeitenden Rollen (11, 12) Querrillen (21) aufweisen und das über diese Rillenrollen geführte Band (10) auf j eder Seite mit einer Reihe von Zapfen (19 bzw. 20) versehen ist, die abwechselnd in die Rillen der Rollen und in die Zahnlücken eines ortsfesten Sprossenkranzes (18/22)
0. dgl. eingreifen.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verhütung der Mitnahme der formveranderliehen Bänder (3, 4) für die Fachbildungsvorrichtung diese Bänder mit Ansätzen (32, 33) versehen sind, die in längliche Schlitze (24, 25) von ortsfesten Schienen (23) eingreifen.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anwendung des formveränderliehen Bandes zum Antrieb der Weblitzen die Zahl der Bänder der Zahl der zur Herstellung der in Frage kommenden Bindung nötigen Schäfte entspricht und jedem Band ein formbeständiger Teil derart angeordnet ist, daß die Litzen in den der jeweiligen Bindungen entsprechenden Zeitpunkten verstellt werden.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anwendung des formveränderliehen Bandes
zum Fortbewegen der Schützen die Schützen an ihrem hinteren Ende durch die Rollen (ii) des formbeständigen Teiles und die gegen dieses Hinterende reibenden Zapfen (19) des Bandes (10) vorgeschoben werden, und daß die Schützen auf einer Ringbahn (15, 16) so geführt sind, daß sie mit den in Schützenbewegungsrichtung fortschreitend auseinander bewegten Kettenfäden nicht in Berührung kommen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DED58710D 1929-06-29 1929-06-29 Vorrichtung zum Antrieb der Fachbildungsvorrichtung und der Schuetzen von Rundwebstuehlen Expired DE515002C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1023730B (de) * 1953-02-26 1958-01-30 Trikotfabriken J Schiesser A G Webmaschine
DE1239637B (de) * 1958-06-27 1967-04-27 Andre Jaques Schaerer Dr Ing Vorrichtung zur Bildung eines Wanderfaches bei Webmaschinen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1023730B (de) * 1953-02-26 1958-01-30 Trikotfabriken J Schiesser A G Webmaschine
DE1239637B (de) * 1958-06-27 1967-04-27 Andre Jaques Schaerer Dr Ing Vorrichtung zur Bildung eines Wanderfaches bei Webmaschinen

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