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Lagerbehälter mit einem ihn umgebenden ringförmigen Wassermantel Die
Erfindung bezieht sich auf einen Lagerbehälter für feuergefährliche, leicht flüchtige
Flüssigkeiten, der mit einem ihn umgebenden ringförmigen Wassermantel versehen ist.
Das Neue besteht darin, daß in dem Wassermantel eine Rohrschlange liegt, die an
einem Ende mit dem oberen Teil des Lagerbehälters durch eine Anzahl Zweigröhren
verbunden ist und mit dem anderen Ende an eine Pumpe angeschlossen ist, um die vergasten
Flüssigkeitsteilchen in die Rohrschlange hineinzusaugen, damit sie in dieser Rohrschlange
verflüssigt werden und dann gegebenenfalls wieder der unvergasten Flüssigkeit zugeführt
werden können. Der das Wasser enthaltende, den Lagerraum umgebende Ringraum ist
durch waagerechte Zwischenwände in mehrere übereinanderliegende Abteilungen geteilt,
durch welche sich die Rohrleitung fortlaufend hindurcherstreckt. Ferner ist j ede
ringförmige Wasserabteilung durch eine Anzahl radialer Zwischenwände in mehrere
in Umfangsrichtung des Behälters hintereinanderliegende Kammern eingeteilt, die
miteinander durch eine Öffnung in den Zwischenwänden in Verbindung stehen, wobei
sich durch diese Öffnung die Rohrleitung hindurch erstreckt. Oiese Konstruktion
des Behälters hat den Vorteil, daß der ringförmige Wassermantel aus mehreren aus
Blech hergestellten gekrümmten hohlen Kammern bestehen kann, die, zusammengesetzt,
einen hohlen Ringraum bilden, von denen mehrere übereinander angeordnet sind. Dieser
Behälter läßt sich nicht nur leicht und billig herstellen und zusammensetzen, sondern
kann auch; wenn erforderlich, schnell abmontiert und an einem anderen Ort wieder
aufgestellt werden.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt:
Abb. i zeigt teilweise im Schnitt und teilweise schaubildlich einen Flüssigkeitsbehälter
sowie die damit verbundene Pumpenanlage.
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Abb. 2 ist ein waagerechter Schnitt nach Linie 2-2 der Abb. i.
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Der Behälter besteht in seiner vorgezogenen Ausführungsform aus einer
Anzahl gekrümmter hohler Kammern, wobei jede einzelne Kammer aus einer gekrümmten
Innenwand 14 und einer gekrümmten Außenwand 15 besteht, zwischen welchen sich radiale
Seitenwände 16 erstrecken. jede Seitenwand 16 ist mit einer Öffnung 17 in der Nähe
ihrer unteren Kante versehen. Die Boden- und Deckwände dieser Kammern bestehen aus
horizontalen Teilwänden 18, welche an den nach einwärts gekrümmten Rändern i9 der
gekrümmten Wände 14 und 15 angeschweißt sind. Diese Kammern werden so zusammengesetzt,
daß sie einen hohlen Ringraum bilden, von denen mehrere übereinander angeordnet
sind, so daß ein ringzylinderförmiger Behälter entsteht. Die untersten Kammern sind
an einer horizontalen Bodenplatte 2o befestigt, welche gleichzeitig den Boden des
eigentlichen Flüssigkeitsbehälters bildet, in
welchem sich die Flüssigkeit
21 befindet. Die radialen Seitenwände 16 der einzelnen Kammern dienen als senkrechte
Teilwände zwischen den einzelnen Kammern und sind zwischen den einzelnen Kammern
an den senkrechten, nach einwärts gebogenen Kanten 22 angeschweißt. Es werden mehrere
dieser ringförmigen, aneinandergereihten Kammern übereinandergesetzt, bis eine hohlzylindrische
Wand von der gewünschten Höhe entsteht. Die gekrümmten Außenwände 23 der obersten
Kammern sind etwas höher als die gekrümmten inneren Wände a4 der genannten Kammern,
und die senkrechten radialen Zwischenwände 23 sind vorzugsweise nach einwärts abgeschrägt.
Die radialen Wände 16 und 25 bilden in Wirklichkeit keine richtigen Teilwände, sondern
stellen Stützwände dar, welche die gekrümmten inneren und äußeren Wände 14 und 13
in dem gewünschten Abstand voneinander erhalten. Durch die verschiedenen Öffnungen
17 erstreckt sich eine schraubenlinienförmige Rohrleitung 26, welche von dem Wasser
27 gekühlt wird, welches sich in jeder Kammer oberhalb der horizontalen Wände 18
befindet. Das oberste Ende der Rohrleitung 26 ist an ein Sammelrohr 28 angeschlossen,
welches mit einer Anzahl nach abwärts gerichteter Zweigleitungen 29 versehen ist.
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Während in der Zeichnung die Rohrleitung 26 als eine ununterbrochene
Rohrleitung von ungefähr schraubenlinienförmiger Form dargestellt ist, kann man
jedoch auch vorzugsweise an den Stellen, wo die Rohrleitung durch die horizontalen
Wände 18 hindurchgeht, senkrechte Rohrstücke anordnen, mit denen die einzelnen,
im wesentlichen horizontal verlaufenden Stücke der Rohrleitung 26 verbunden werden.
Eine derartige Rohrschlange ist bedeutend leichter herzustellen, da die zusätzlichen
Abbiegungen eine Unterteilung der Rohrschlange gestatten, so daß dieselbe leicht
zusammengesetzt werden kann.
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An das untere Ende der Rohrleitung 26 ist eine Auslaßleitung 3o angeschlossen,
in welcher ein Ventil 31 angeordnet ist, welches das kondensierte Gas 32 in einen
Behälter 33 hineinführt, von wo aus es dem Innern des Behälters mittels einer Pumpe
34 wieder zugeführt werden kann. Die Pumpe 34 wird von einer Maschine 35 angetrieben,
welche in bekannter Weise mit Brennstoff gespeist wird, der aus dem Behälter 33
entnommen wird, und zwar vorzugsweise aus dem oberen Teil dieses Behälters mittels
einer Rohrleitung 36, da sich an dieser Stelle des Behälters noch vergaster Brennstoff
befindet. Das verflüssigte Gas wird von der Pumpe 34 durch die Rohrleitung 37 in
eine horizontale Rohrleitung 38 hineingepumpt, welche als Einlaß-und als Auslaßleitung
des eigentlichen Behälters dient. Im praktischen Betrieb wird nun vorzugsweise keine
Verbrennungskraftmaschine zum Antrieb der Pumpe benutzt, sondern man wird vorzugsweise
einen Elektromotor zum Antrieb der Pumpe 34 benutzen.
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Die beschriebene Konstruktion stellt einen absolut dichten und feuersicheren
Behälter von außergewöhnlich großer Stärke dar, wenn man das Gewicht des verwendeten
Materials in Betracht zieht. Durch den Behälter der Erfindung wird mit der gewöhnlichen
Verschwendung des wertvollsten Teiles des gelagerten Brennstoffes aufgeräumt, denn
die wertvollen vergasten Teile des Brennstoffes, die sich in dem Behälter befinden,
werden kondensiert und dem Brennstoff in flüssigem Zustand wieder zugeführt. Ferner
wird durch die Konstruktion selbst schon die Verdunstung auf ein Minimum herabgesetzt,
da die Seitenwände und die Deckwand des Behälters von einem Wassermantel umgeben
sind.
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Während bei dem Behälter der Erfindung eine Pumpe angeordnet ist,
welche die kondensierten Gase dem Flüssigkeitsbehälter wieder zuführt, so ist es
doch einleuchtend, daß die kondensierten Gase auch einem anderen Flüssigkeitsbehälter
wieder zugeführt werden können, wenn dieses gewünscht wird. Durch eine derartige
Maßnahme wird natürlich der Erfindungsgedanke in keiner Weise geändert. Es sei ferner
darauf hingewiesen, daß die beschriebene Konstruktion der Deckwand sehr leicht auseinandergenommen
werden kann, indem man lediglich mit einer Gasflamme die angeschweißten Füllstreifen
herausbrennt, ohne daß dabei die anderen Teile der Konstruktion beschädigt werden.
Man kann also den Behälter dann an einer anderen Stelle aufstellen, was sehr häufig
gewünscht wird.
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Die Einzelteile des Behälters 23 können verschieden konstruiert sein,
um den besonderen Anforderungen, die an dieselben gestellt werden, gerecht zu werden.
Jedoch wird durch diese Änderungen lediglich die Konstruktion geändert, die Erfindung
bleibt jedoch dieselbe. Aus der Abb. i geht hervor, daß sowohl die Seitenwände des
Behälters als auch die Deckwand vollständig von Wasser umgeben sind und daß dadurch
der Inhalt des Behälters gegen jegliche Feuersgefahr geschützt ist.