DE57267C - Destillirkolonne - Google Patents
DestillirkolonneInfo
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- DE57267C DE57267C DE189057267D DE57267DA DE57267C DE 57267 C DE57267 C DE 57267C DE 189057267 D DE189057267 D DE 189057267D DE 57267D A DE57267D A DE 57267DA DE 57267 C DE57267 C DE 57267C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D3/00—Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
- B01D3/001—Processes specially adapted for distillation or rectification of fermented solutions
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D5/00—Condensation of vapours; Recovering volatile solvents by condensation
- B01D5/0003—Condensation of vapours; Recovering volatile solvents by condensation by using heat-exchange surfaces for indirect contact between gases or vapours and the cooling medium
- B01D5/0006—Coils or serpentines
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT. \%
Vorliegende Erfindung betrifft eine Destillirkolonne
, deren eigentümliche ■Anordnungsweise den Dämpfen eine aufsergewöhnlich
grofse Kühlfläche darbietet. Diese Kühlfläche wird von einer Reihe spiralig gebogener Rohre
gebildet, welche in nachstehend beschriebener Weise zweckmäfsig über einander angeordnet
sind und gemeinsame Zuleitung für das kalte und von einander unabhängige Ableitungen für
das heifse Wasser besitzen.
Eine derartige Einrichtung ist auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht; Fig. 1 stellt eine
zweckmä'fsige Destillirkolonne im Verticalschnitt dar, Fig. 2 und 3 zwei der Spiralrohre im
Grundrifs und Fig. 4 eines derselben im Verticalschnitt.
In dem unteren Theil A des Gehäuses der Destillirkolonne ist eine sich nach der Mitte zu
verjüngende und in das Ablaufrohr C für das Fuselöl übergehende Scheidewand B angeordnet,
deren oberer Theil Oeffnungen b besitzt, damit die hindurchtretenden Dämpfe in
vielen kleinen Strahlen in die Kolonne gelangen. Ueber dieser Scheidewand B ist als
Träger für die in dem unteren Gehäusetheil A angeordnete, unten beschriebene Spiralrohrabtheilung eine Ringplatte D an der Innenseite
dieses Gehäusetheiles dicht angepafst und befestigt.
Das obere Glied dieser Abtheilung besteht aus einem Spiralrohr E, dessen äufsere Windung
durch Zuleitung e mit der Hauptspeisewasserleitung F verbunden ist. Letztere besitzt
ein Regulirungsventil /. Dieses Spiralrohr E ist nach unten hin durch ein an der inneren
Windung angeordnetes Verbindungsstück e1 mit der inneren Windung des darunter befindlichen
Spiralrohres E1 verbunden, welches mit dem weiter unten( angeordneten Spiralrohr
E^ durch ein die Aufsenwindungen verbindendes
Rohr e1 in Verbindung steht. So stehen die über einander angeordneten Spiralrohre
EE1 ... -E"5 der Reihe.nach abwechselnd
mittelst ihrer inneren bezw. äufseren Windung durch Verbindungsstücke e1 e2 . . . e5 unter einander
in Verbindung, während aufserdem das unterste Spiralrohr E 5 mittelst seiner äufseren
Windung mit dem aufwärts steigenden, in den Behälter H ausmündenden Ableitungsrohr G
in Verbindung steht, welches letztere zur Regelung der Ableitung mit einem Hahn g
ausgestattet ist. Der von der inneren Windung umschlossene Raum ist durch Platte I, der
zwischen den äufseren Windungen und der Gehäuseinnenwand liegende Raum durch Platte J
verschlossen, um zu bewirken, dafs die durch die Kolonne hindurchziehenden Dämpfe mit
den gewundenen Röhren in innige Berührung kommen. Die Spiralrohre sind derart über
einander angeordnet, Fig. 4, dafs die Dämpfe durch die Kolonne hindurch einen möglichst
gewundenen Weg nehmen müssen. Die Spiralrohre werden durch Stützen K in ihrer Lage
gehalten. Auf dem unteren Gehäusetheil A ist ein zweiter Gehäusetheil A1 mit am unteren
Theil an der Innenwand fest angeordneter Ringplatte D1 befestigt. In diesem Gehäusetheil
befindet sich eine der vorigen gleiche
Spiralrohrabtheilung, welche aus in gleicher Weise mit einander und sowohl mit der Zuleitung
F durch Verbindungsstück / als auch mit dem Behälter H durch Ableitung M,
welche mit Hahn m ausgestattet ist, in Verbindung stehenden Spiralrohren besteht. Auch
diese Spiralrohre besitzen innere und a'ufsere Platten //. Auf dem Gehäuseteil A1 ist ein
dritter ebensolcher Gehäusetheil A^ ebenfalls
mit unterer innerer Ringplatte D2 und mit
einer gleichartigen Spiralrohrabtheilung, welche durch das oberste ihrer Spiralrohre N N vermittelst
Rohres η mit der Zuleitung F und durch das unterste vermittelst Ableitung O mit
dem Behälter^ H in Verbindung steht. Die ganze Kolonne ist oben mit einer Kappe P
verschlossen, welche mit einem Ableitungsrohr ρ ausgestattet ist.
Die ganze Kolonne kann aus einer verschiedenen Anzahl von Spiralrohrabtheilungen
zusammengesetzt sein, jedoch werden in den meisten Fällen deren drei genügen.
Bei diesen Spiralrohrabtheilungen werden die Spiralrohre derart angeordnet, dafs in der
unteren Abtheüung, Fig. 4, ein gröfserer Zwischenraum zwischen den einzelnen Rohren
gelassen wird als bei den obersten, Fig. 2 und 3. Bei letzteren kann man die Stützen K
durch auf die Rohre aufgepafste Ringe 1JR ersetzen. Die Spiralrohre der dazwischen angeordneten
Spiralrohrabtheilungen liegen immer näher an einander, je höher die Abtheilung steht.
Die Zwischenräume in der obersten Abtheilung· bleiben die engsten.
Ein solcher Apparat arbeitet in folgender Weise:
Die aus dem Destillirgefäfs entweichenden Dämpfe gelangen zuerst in den untersten Theil.4
der Kolonne und kommen, nachdem sie durch die Perforationen b hindurchgezogen sind, mit
den verschiedenen Spiralrohren EE1... der
unteren Abtheüung in Berührung. Die Dämpfe streichen alsdann zwischen den einzelnen
Rohren hindurch bezw. um dieselben herum durch die mittleren und oberen Spiralrohrabf,heilungen
und gelangen schliefslich wesentlich abgekühlt und von dem gröfsten Theil
der Verunreinigungen befreit nach dem Dampfableitungsrohr p. Das condensate Fuselöl
fliefst durch Rohr C ab. Während der Apparat in Betrieb ist, sind die Hähne fg m 0 geöffnet,
um den Durchfiufs des Wassers durch die verschiedenen Spiralrohrabtheilungen zu
regeln. Dasselbe fliefst aus der Hauptzuleitung F in jede Abtheüung besonders ein und aus
jeder Abtheüung wieder durch die Rohre GMO getrennt ab nach dem gemeinsamen Ablaufbehälter
H. Die in den Ablaufrohren GMO angeordneten Hähne g m 0 dienen dazu, den
Durchlauf des Wassers durch die Spiralrohre zu einem regelmäfsigen zu gestalten und derart
zu regeln, dafs in den einzelnen Abtheilungen wesentlich die gleiche Temperatur gehalten
wird und das abfliefsende Wasser in den über dem Einlauf angeordneten Ablauf behälter H
einfliefst. Es ist einleuchtend, dafs, da der Dampf in der Kolonne von unten nach oben
steigt, die unteren Seiten der Windungen verhältnifsmäfsig warm werden, während die
oberen Seiten kalt sind. Folglich tritt auf den oberen Seiten der Spiralrohre Condensation ein,
während gleichzeitig auf den unteren Seiten Verdampfung stattfindet. Demgemäfs wird man
wahrnehmen, dafs in dem ganzen Apparat eine ununterbrochene Verdampfung und Condensation
vor sich geht. Bei der dichteren Aneinanderstellung der oberen Rohre wird der
Dampf mit denselben in äufserst innige Berührung gebracht. Durch die Vergröfserung
der Zwischenräume zwischen den unteren Rohren wird ein gröfserer Raum zum Herunterfallen
der condensirten Flüssigkeit in den Destillirappparat erzielt. Dadurch, dafs man
zwischen den einzelnen Spiralrohrabtheilungen Räume S S1 freiläfst, werden diese Abtheilungen
von einander isolirt und es wird so eine gegenseitige Temperaturbeeinflussungvermieden. Unter
Umständen mag es wünschenswerth erscheinen, die Gehäuseabtheilungen AA1... neben einander
anstatt über einander anzuordnen, ohne von dem Wesen der Erfindung abzuweichen. Fernerhin mag es unter Umständen, so für die
Herstellung von Whisky, wünschenswerth sein, Dampf anstatt Wasser durch die verschiedenen
Spiralrohrabtheüungen hindurchgehen zu lassen.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:ι . Bei einer Dssüllirkolonne die Anordnung einer Spiralrohrabtheilung, welche aus einer Anzahl von Spiralrohren besteht, die abwechselnd mit ihren inneren und äufseren Enden mit einander in Verbindung stehen und von denen das obere Spiralrohr mit einem Einlafs, das untere dagegen mit einem Auslafs ausgestattet ist.
- 2. Bei einer Destillirkolonne die Anordnung einer Reihe von Spiralrohrabtheüungen der in Patent-Anspruch j. gekennzeichneten Art über einander, deren Einlasse bezw. Auslässe an den oberen bezw. unteren Spiralrohren unabhängig von einander angeordnet sind.
- 3. Bei einer Destillirkolonne der in Anspruch 2. bezeichneten Art die Verbindung der an den unteren Windungen der einzelnen Spiralrohrabtheüungen unabhängig von einander angeordneten Auslässe mit einem gemeinsamen, oberhalb aufgestellten Behälter.
- 4. Bei einer Destillirkolonne der in Anspruch 2.bezw. 3. bezeichneten Art die Anordnung, dafs in den höher liegenden Spiralrohrabtheilungen zwischen den Spiralrohren geringere Zwischenräume vorhanden, sind, als in den unteren Abtheilungen.
Bei Destillirkolonnen der in den Ansprüchen 1., 2., 3. bezw 4. gekennzeichneten Art die Anordnung von Scheidewänden in den Spiralrohrabtheilungen mit Rohrspiralen verschiedenen Durchniessers, welche Scheidewände von dem äufseren Rohr der Rohrspiralen mit geringerem Durchmesser bis zur Gehäuseinnenwand reichen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE57267T | 1890-11-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE57267C true DE57267C (de) | 1891-07-03 |
Family
ID=36954758
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE189057267D Expired DE57267C (de) | 1890-11-04 | 1890-11-04 | Destillirkolonne |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE57267C (de) |
-
1890
- 1890-11-04 DE DE189057267D patent/DE57267C/de not_active Expired
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