DE511385C - Roestverfahren fuer Erze - Google Patents

Roestverfahren fuer Erze

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DE511385C
DE511385C DEH118748D DEH0118748D DE511385C DE 511385 C DE511385 C DE 511385C DE H118748 D DEH118748 D DE H118748D DE H0118748 D DEH0118748 D DE H0118748D DE 511385 C DE511385 C DE 511385C
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/02Roasting processes

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Description

Eisenerze, insbesondere Spateisensteine und Sphärosiderite, ferner Kohleneisenstein und andere Erzsorten werden zwecks Umwandlung in Oxydverbindungen vor der Verhüttung geröstet. Mit Ausnahme von Kohleneisenstein, der selbst reich an brennbarer Masse ist und deshalb keine fremden Stoffe zur Röstung erfordert, werden bei allen anderen Erzen zwecks Ausführung des
ίο Röstprozesses geeignete feste oder gasförmige Brennstoffe herangezogen. Das Rösten in Haufen und Stadeln ist veraltet, fast ausnahmslos werden heute zur Röstung Schachtöfen benutzt. Feine, sehr dichtliegende Erze werden in Flammöfen mit Gasfeuerung geröstet, da diese Erze in Schachtöfen das Feuer vollkommen ersticken würden. Alle bisher bekannten Röstverfahren (mit Ausnahme der Röstung des Kohleneisensteins) erfordern die Zufuhr zum Teil recht beträchtlicher Mengen fremder Brennstoffe. Besonders für die Röstung feiner, dichtliegender Erze im Flammofen trifft dies in erhöhtem Maße zu, wodurch dieses Verfahren naturgemäß sehr kostspielig und unwirtschaftlich wird.
Dieser übelstand soll durch vorliegende Erfindung beim Rösten aller erwähnten Eisenerze mit Ausnahme des Kohleneisensteines dadurch beseitigt werden, daß das Rösten im ganzen oder nur zum Teil unter Luftabschluß erfolgt und das sich dabei entwickelnde Gasgemisch, bestehend aus Kohlendioxyd und Kohlenoxvd, direkt oder indirekt zur Erzeugung der für den Röstprozeß nötigen Tempera türen verwendet wird. Wed ding erwähnt in der Zeitschrift »Stahl und Eisen« 1896, Seite 772, daß Spateisensteine bzw. Sphärosiderite beim Erhitzen ein Gemisch von Kohlendioxyd und Kohlenoxyd ergeben, sofern die äußere Luft keinen Zutritt findet. Tritt die äußere Luft hinzu, was bei allen bisher bekannten und praktisch angewandten Röstverfahren der Fall ist, so besteht das entweichende Gas lediglich aus Kohlendioxyd. Nach vorliegender Erfindung wird entsprechendes Eisenerz unter Luftabschluß erhitzt, wodurch ein brennbares Gasgemisch entsteht.
Wird reines Eisenerz unter Luftabschluß erhitzt, d. h. ohne jeden Zusatz an brennbaren Bestandteilen, so muß das entsprechende entstehende Gasgemisch, welches aus etwa 20°/o CO und 8o°/0 CO2 besteht, vorerst angereichert werden, indem es in bekannter Weise über glühende Kohle geleitet und dadurch an CO angereichert wird.
Es kann aber auch dem unter Luftabschluß erhitzten Eisenerz eine entsprechende Menge geeigneter Brennstoffe zugesetzt werden, daß eine spätere Anreicherung des entsprechenden Gasgemisches entweder gar nicht oder nur zum Teil notwendig ist.
In beiden angeführten Fällen kann man das sich entwickelnde Gasgemisch in bekannter Weise über geeignete Absorptionsmittel zwecks Entfernung der Ballastbestandteile leiten und erst dann der Verbrennung zuführen.
611385
Auf diese Weise wird der für den Röstprozeß erforderliche fremde Brennstoff ganz oder zum Teil ersetzt und dadurch einerseits eine sehr wesentliche Brennstoffersparnis erzielt, andererseits eine Röstung minderwertiger Erze, z. B. der in reichlicher Menge entfallenden Feinerze, deren Verwendung bei den bisher bekannten und praktisch angewandten Röstverfahren fast unmöglich ist, ίο möglich gemacht.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Röstverfahren für Erze, dadurch gekennzeichnet, daß das durch Erhitzen unter Luftabschluß des reinen bzw. des mit einem entsprechenden Teil geeigneter Brennstoffe vermischten Erzes entstehende Gasgemisch durch Unterstützung fester, gasförmiger oder flüssiger Brennstoffe für den Röstprozeß selbst oder auch für andere Zwecke verwandt wird.
  2. 2. Röstverfahren für Erze nach Anspruch Ij dadurch gekennzeichnet, daß das sich entwickelnde Gasgemisch vor der Verbrennung über glühende Kohlen geleitet und dadurch an Kohlenoxyd angereichert wird.
  3. 3. Röstverfahren für Erze nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das sich entwickelnde Gasgemisch über geeignete Absorptionsmittel zwecks Absorption der Ballastbestandteile des Gasgemisches (z. B. Kohlendioxyd) geleitet wird und dann erst zur Verbrennung gelangt.
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