DE511385C - Roestverfahren fuer Erze - Google Patents
Roestverfahren fuer ErzeInfo
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Description
Eisenerze, insbesondere Spateisensteine und Sphärosiderite, ferner Kohleneisenstein
und andere Erzsorten werden zwecks Umwandlung in Oxydverbindungen vor der Verhüttung geröstet. Mit Ausnahme von
Kohleneisenstein, der selbst reich an brennbarer Masse ist und deshalb keine fremden
Stoffe zur Röstung erfordert, werden bei allen anderen Erzen zwecks Ausführung des
ίο Röstprozesses geeignete feste oder gasförmige
Brennstoffe herangezogen. Das Rösten in Haufen und Stadeln ist veraltet, fast ausnahmslos
werden heute zur Röstung Schachtöfen benutzt. Feine, sehr dichtliegende Erze werden in Flammöfen mit Gasfeuerung geröstet,
da diese Erze in Schachtöfen das Feuer vollkommen ersticken würden. Alle bisher bekannten Röstverfahren (mit Ausnahme
der Röstung des Kohleneisensteins) erfordern die Zufuhr zum Teil recht beträchtlicher
Mengen fremder Brennstoffe. Besonders für die Röstung feiner, dichtliegender Erze im Flammofen trifft dies in erhöhtem
Maße zu, wodurch dieses Verfahren naturgemäß sehr kostspielig und unwirtschaftlich
wird.
Dieser übelstand soll durch vorliegende Erfindung beim Rösten aller erwähnten Eisenerze
mit Ausnahme des Kohleneisensteines dadurch beseitigt werden, daß das Rösten im ganzen oder nur zum Teil unter Luftabschluß
erfolgt und das sich dabei entwickelnde Gasgemisch, bestehend aus Kohlendioxyd und
Kohlenoxvd, direkt oder indirekt zur Erzeugung der für den Röstprozeß nötigen Tempera
türen verwendet wird. Wed ding erwähnt in der Zeitschrift »Stahl und Eisen« 1896,
Seite 772, daß Spateisensteine bzw. Sphärosiderite beim Erhitzen ein Gemisch von Kohlendioxyd
und Kohlenoxyd ergeben, sofern die äußere Luft keinen Zutritt findet. Tritt die äußere Luft hinzu, was bei allen bisher
bekannten und praktisch angewandten Röstverfahren der Fall ist, so besteht das entweichende
Gas lediglich aus Kohlendioxyd. Nach vorliegender Erfindung wird entsprechendes Eisenerz unter Luftabschluß erhitzt,
wodurch ein brennbares Gasgemisch entsteht.
Wird reines Eisenerz unter Luftabschluß erhitzt, d. h. ohne jeden Zusatz an brennbaren
Bestandteilen, so muß das entsprechende entstehende Gasgemisch, welches aus etwa 20°/o CO und 8o°/0 CO2 besteht, vorerst
angereichert werden, indem es in bekannter Weise über glühende Kohle geleitet und dadurch
an CO angereichert wird.
Es kann aber auch dem unter Luftabschluß erhitzten Eisenerz eine entsprechende Menge
geeigneter Brennstoffe zugesetzt werden, daß eine spätere Anreicherung des entsprechenden
Gasgemisches entweder gar nicht oder nur zum Teil notwendig ist.
In beiden angeführten Fällen kann man das sich entwickelnde Gasgemisch in bekannter
Weise über geeignete Absorptionsmittel zwecks Entfernung der Ballastbestandteile
leiten und erst dann der Verbrennung zuführen.
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Auf diese Weise wird der für den Röstprozeß erforderliche fremde Brennstoff ganz
oder zum Teil ersetzt und dadurch einerseits eine sehr wesentliche Brennstoffersparnis erzielt,
andererseits eine Röstung minderwertiger Erze, z. B. der in reichlicher Menge entfallenden
Feinerze, deren Verwendung bei den bisher bekannten und praktisch angewandten
Röstverfahren fast unmöglich ist, ίο möglich gemacht.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Röstverfahren für Erze, dadurch gekennzeichnet, daß das durch Erhitzen unter Luftabschluß des reinen bzw. des mit einem entsprechenden Teil geeigneter Brennstoffe vermischten Erzes entstehende Gasgemisch durch Unterstützung fester, gasförmiger oder flüssiger Brennstoffe für den Röstprozeß selbst oder auch für andere Zwecke verwandt wird.
- 2. Röstverfahren für Erze nach Anspruch Ij dadurch gekennzeichnet, daß das sich entwickelnde Gasgemisch vor der Verbrennung über glühende Kohlen geleitet und dadurch an Kohlenoxyd angereichert wird.
- 3. Röstverfahren für Erze nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das sich entwickelnde Gasgemisch über geeignete Absorptionsmittel zwecks Absorption der Ballastbestandteile des Gasgemisches (z. B. Kohlendioxyd) geleitet wird und dann erst zur Verbrennung gelangt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH118748D DE511385C (de) | 1928-10-20 | 1928-10-20 | Roestverfahren fuer Erze |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEH118748D DE511385C (de) | 1928-10-20 | 1928-10-20 | Roestverfahren fuer Erze |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE511385C true DE511385C (de) | 1930-10-31 |
Family
ID=7173161
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEH118748D Expired DE511385C (de) | 1928-10-20 | 1928-10-20 | Roestverfahren fuer Erze |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE511385C (de) |
-
1928
- 1928-10-20 DE DEH118748D patent/DE511385C/de not_active Expired
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