DE841060C - Vorrichtung zur Verhuettung von Erzen - Google Patents

Vorrichtung zur Verhuettung von Erzen

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DE841060C
DE841060C DEB6727D DEB0006727D DE841060C DE 841060 C DE841060 C DE 841060C DE B6727 D DEB6727 D DE B6727D DE B0006727 D DEB0006727 D DE B0006727D DE 841060 C DE841060 C DE 841060C
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DE
Germany
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smoldering
gases
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furnace
oxygen
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Expired
Application number
DEB6727D
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English (en)
Inventor
Franz Dipl-Ing Sabel
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BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B1/00Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Es ist bekannt, daß unter gewissen Voraussetzungen statt Koks auch Steinkohle als Brennstoff für Eisenhochöfen benutzt werden kann. Dies geschieht z. B. in schottischen Hochöfen für Spateisenstein. Bituminöse Kohle läßt sich auch dann statt Koks benutzen, wenn der Ofen statt mit Heißwind mit Sauerstoff oder an Sauerstoff angereicherter Luft betrieben wird. In diesen Fällen treten der Teer und die Schwelgase aus der aufgegebenen bituminösen Kohle in das Gichtgas über. Eine einfache Teerabscheidung genügt nicht zur Entfernung dieser Bestandteile, die in manchen Fällen uner= wünscht sind, z. B. wenn das Gas für die Ammoniaksynthese oder andere Synthesen benutzt werden soll.
  • Es wurde nun gefunden, daß man bei der Anwendung von Sauerstoff oder an Sauerstoff angereicherten Gasen zur Verhüttung von Eisenerzen oder anderen metallhaltigen Erzen bituminöse Brennstoffe an Stelle von Koks anwenden kann, ohne daß das Gichtgas nennenswerte Mengen Kohlenwasserstoffe enthält, wenn man den Erzreduktionsofen mit einem Schwelaufsatz versieht, in dem die bituminösen Brennstoffe, zweckmäßig bereits mit dem zur Reduktion kommenden Erzmöller gemischt, mit Spülgas abgeschwelt werden und die Gichtgase unterhalb des Schwelaufsatzes abzieht.
  • Eine Ausführungsform wird durch die Zeichnung beispielsweise näher erläutert: Der mit Sauerstoff oder an Sauerstoff angereicherten Gasen betriebene Reduktionsofen a wird mit abgeschwelten Steinkohlen oder abgeschwelter stückiger Braunkohle beschickt, und zwar in einer wesentlich niedrigeren Schütthöhe, als sie beim Heißwindhochofen üblich ist. Dadurch besteht die Möglichkeit, den Ofen mit Brennstoffen der genannten Art zu betreiben, die nicht die große Druckfestigkeit des normalen Hüttenkokses aufweisen. Die Beschickung des Ofens mit dem Brennstoff erfolgt aus dem Aufsatz b, in dem Halbkoks aus Steinkohle bzw. stückiger Grude aus Braunkohle durch Schwelung erzeugt wird. Die Temperaturen und die Behandlung des Brennstoffs im Schwelaufsatz entsprechen den Bedingungen beim üblichen Spülgasverfahren für stückige Brennstoffe. Durch einen Rost c werden bei d die Spülgase, z. B. auf 750° vorgewärmt, zugeführt. Sie durchziehen den Schwelaufsatz b, der durch die Füllvorrichtung e nach Maßgabe des Brennstoffverbrauchs nachgefüllt wird. Die mit Teer und Schwelgasen beladenen Spülgase verlassen bei f den Schwelaufsatz. In dem Abscheider g wird der Teer aus den Schwelgasen abgeschieden und von dort das Gas mit dem Gebläse h durch die Leitung i der Heizvorrichtung k zugeführt, in der das Gas wieder auf die Schweltemperatur, z. B. auf 75o°, gebracht wird. Die Erhitzung des so im Kreislauf geführten Gases kann z. B. durch indirekte Heizung oder auch durch unmittelbar in den Kreislaufstrom hineingebrannte Gase bewirkt werden. Bei der Ausführungsform nach der Zeichnung erfolgt die Erhitzung in einem Druckbrenner mit Sauerstoffzufuhr bei i. Durch die Zuführung von Sauerstoff anstatt Luft wird die Vermischung des Schwelgases mit Stickstoff vermieden, was vor allem dann wesentlich ist, wenn gleichzeitig mit der Erzreduktion stickstofffreie Gase geNvonnen werden sollen.
  • Ein Teil des Kreislaufgases wird hinter dem Gebläse h abgezweigt, durch die Leitung m dem unteren Teil des Ofens zugeführt und in der Höhe der Düsen mit dem dort eingeführten Sauerstoff oder den an Sauerstoff angereicherten Gasen in die Zone höchster Temperatur eingeblasen. Dies kann zwischen den Düsen oder unmittelbar unterhalb oder oberhalb der Düsen geschehen. Wie in der Zeichnung angegeben, kann man auch in die Sauerstoffdüsen n Rohre o so einlegen, daß das Schwelgas und der Sauerstoff gemeinsam am Düsenrüssel austreten und erst in der glühenden Ofenfüllung zusammentreffen. Dadurch werden die im Schwelgas enthaltenen Kohlenwasserstoffe völlig zersetzt. Die Gase werden bei p unterhalb des Schwelaufsatzes aus dem Reduktionsofen abgezogen.
  • Einen Abschluß zwischen dem Reduktionsofen a und dem Schwelaufsatz b kann man in .der Weise erreichen, -daß man. eine geringe Menge des Gases aus dem Reduktionsofen, z. B. 2 bis 3 0!o, durch den Auslauf des Schwelaufsatzes nach oben entweichen läßt. Es 'wind so verhindert, daß Teerdämpfe und Kohlenwasserstoffe mit dem Halbkoks in den Reduktionsofen absinken.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zur Verhüttung von Erzen mit bituminösen Brennstoffen und Sauerstoff, dadurch gekennzeichnet, daß der Erzreduktionsofen mit einem Schwelaufsatz versehen ist, in dem die bituminösen Brennstoffe, zweckmäßig bereits mit dem zur Reduktion kommenden Erzmöller gemischt, abgeschwelt werden und unterhalb des Schwelaufsatzes ein Abzug für die Gichtgase des Reduktionsofens angeordnet ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen Teerabscheider und eine Heizvorrichtung für die im Schwelaufsatz erzeugten Gase und Rohrleitungen für deren Rückführung in den Schwelaufsatz.
  3. 3. Vorrichtung nach Ansprüchen i und 2, gekennzeichnet durch Anordnungen für die Abzweigung eines Teiles der Schwelgase hinter demTeerabscheider und für die Einführung des abgezweigten Gasstromes in den Reduktionsofen.
DEB6727D 1943-11-14 1943-11-14 Vorrichtung zur Verhuettung von Erzen Expired DE841060C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1021576B (de) * 1953-11-16 1957-12-27 Otto & Co Gmbh Dr C Verfahren zur Verhuettung metallhaltigen Moellers in Niederschachtoefen
DE1033903B (de) * 1953-02-24 1958-07-10 Rudolf Hingst Dipl Ing Anlage zur Verhuettung von Erzen
DE1044415B (de) * 1953-04-24 1958-11-20 Huettenwerk Salzgitter Ag Anlage zur Erzkokssinterherstellung
DE1122564B (de) * 1953-08-18 1962-01-25 Werner Wenzel Dr Ing Verfahren zur Eisengewinnung aus in der Schwebe befindlichen, staubfoermigen bzw. feinkoernigen Eisenerzen mittels Brennstoffen in feinem Verteilungsgrad oberhalb des Schmelzpunktes der nicht gasfoermigen Reaktionsprodukte

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