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Induktionsmeßgerät mit Triebeisen, dessen Begrenzungsflächen bei Erregung
annähernd dasselbe magnetische Potential aufweisen Induktionsgeräte, insonderheit
Zähler, sind gegen fremde magnetische Kraftflüsse sehr empfindlich und können daher
von ihnen merklich beeinflußt werden, sofern nicht besondere Vorkehrungen getroffen
werden, fremde magnetische Kraftflüsse abzuschirmen. Die bisher zu diesem Zweck
ergriffenen Maßnahmen, beispielsweise der Einbau des Triebsystems in ein es mit
großem Zwischenraum umschließendes Gehäuse, die Anordnung von Schirmblechen aus
magnetischem Material zur Aufnahme von Streulinien aus mittleren Teilen des Bremsmagneten,
das Einschalten eines Schutzblechs zwischen Triebsystem und eiserner Grundplatte
u. dgl., vermochten keine befriedigenden Ergebnisse zu zeitigen. Die Verschwendung
von Raum ist beispielsweise unvereinbar mit der die Zählertechnik beherrschenden
Forderung, einen nach Möglichkeit gedrängten Aufbau z u bewirken; es bleibt auch
noch die Möglichkeit der Ausbildung sekundärer und selbst tertiärer Störfelder bestehen.
Führt man in der Nähe derartiger Geräte starke Ströme vorbei, so kann ein Teil der
von ihnen erzeugten Magnetflüsse in das Triebeisen der Induktionsmeßgeräte gelangen
und dort zu einem gewissen Teil die Luftspalte durchsetzen, innerhalb deren sich
die Triebscheibe dreht; hierdurch können störende Drehmomente hervorgerufen werden.
Aber auch wenn Fremdflüsse nicht in das Triebeisen gelangen, bleibt die Möglichkeit
bestehen, daß sie an irgendeiner Stelle die Triebscheibe durchsetzen, in ihr Wirbelströme
hervorrufen, die dann das Drehmoment dies Triebteils 11?igewollt und unbelierrschbar
beeinflussen. Schließlich vermögen derartige Fremdflüsse auch das Nutzfeld eines
Bremsmagneten zu ändern, etwa zu schwächen, wodurch ebenfalls das Drehmoment des
Triebteils geändert wird. Die Anordnung von Schirmblechen aus magnetischem Material
zur Aufnahme von Streulinien aus mittleren Teilen des Bremsmagneten vermag zwar
eine Konstanz der Eichung des Induktionsmeßgeräts herbeizuführen und den Einfluß
der Eisenschutzkappe auf die Meßgenauigkeit des Induktionsgeräts zu beseitigen,
behebt aber nicht die hauptsächlichen störenden Einflüsse fremder magnetischer Felder,
insonderheit nicht deren Wirkung auf das Triebeisen und auf die Triebscheibe. Schutzbleche
zwischen dein Triebsystem und der Grundplatte des Geräts
sind nur
bei eisenlosen Motorelektrizitätszählern verwendet worden, hauptsächlich um Remanenzerscheinungen
hintanzuhalten, die ihren Ursprung in der eisernen Grundplatte haben mögen. Eine
solche Anordnung von Schutzblechen reicht zu einer einigermaßen verläßlichen Fernhaltung
störender magnetischer Fremdflüsse bei Induktionsmeßgeräten mit Triebeisen nicht
aus. Systematische Versuche haben ergeben, daß die bei dem derzeitigen hochentwickelten
Stand der Technik zu fordernde verläßliche Fernhaltung störender magnetischer Fremdflüsse
befriedigend nur dann erreicht zu werden vermag, wenn das gesamte Triehsystein des
Geräts eingekapselt wird.
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Gemäß der Erfindung ist bei einem Induktionsrneßgerät mit Triebeisen,
dessen Begrenzungsflächen bei Erregung annähernd dasselbe magnetische Potential
aufweisen, das ganze Triebsystem innerhalb des normalen Gehäuses von einer dasselbe
praktisch vollständig umschließenden ferromagnetischen Hülle umgeben.
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Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes.
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Fig. i ist ein Vertikalschnitt und Fig. 2 ein Horizontalschnitt nach
der Linie A-A der Fig. i.
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i ist die Grundplatte, 2 die Gehäusekappe eines Induktionszählers.
An der Grundplatte i sind vier Säulen 3 angeordnet, die Arme 4 aufweisen, an denen
mittels Gewindebolzen 5 ein Spannungseisen 6 bzw. ein Stromeisen 7 befestigt ist.
Das durch diese Teile 6 und 7 gebildete Triebeisen ist symmetrisch zu der senkrecht
auf der Grundplatte i stehenden Vertikalmittelebene des Zählers.
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Zwischen der Grundplatte i und den Teilen 6 und 7 des Triebeisens
liegt ein Teil 8 einer kapselförmigen Hülle, welcher Teil oben und unten sowie seitlich
an dein Spannungseisen 6 bzw, dem Stromeisen 7 anliegt, rückwärts derselben jedoch
einen Zwischenraum zwischen sich und diesen Eisenteilen 6 und 7 beläßt.
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9, g' ist ein zweiter Teil der kapselförmigen Hülle, welcher mit seinem
Rand auf den Rand des Teiles 3 paßt und mittels Schraubenmuttern io, die auf die
Gewindebolzen 5 aufgeschraubt sind, gehalten ist. Der vor den Triebeisenteilen befindliche
ebene Teil 9 befindet sich wie derjenige 8 in Entfernung von den Eisenteilen 6,
7.
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An den Säulen 3 ist ein Rahmen i i befestigt, welcher in Lagern 12
die Achse 13 einer Triebscheibe 14 trägt. Von der Achse 13 ist mittels eines Schneckengetriebes
14 ein Zählwerk 15 angetrieben, das an einem das obere Lager 12 tragenden Arm des
Rahmens II sitzt.
Der Teil g' des Kapselteiles g, g' ähnelt in seiner Form
einem Rohrstutzen und reicht los zur Achse 13, wo er in einem Flansch 16 endet.
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An den Flansch 16 schließt sich ein dritter Teil 17 der kapselförmigen
Hülle an, welcher mittels Schrauben 18 an dem Teil g' befestigt ist. Dort,
wo an der Vereinigungsstelle dieser beiden Teile die Achse 13 aus denselben heraustritt,
ist ein genügend großes Loch vorgesehen, um einem Streifen der Achse 13 an diesen
Teilen vorzubeugen.
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DerTeill7 trägt innen einen Bremsmagneten i g, der von außen mittels
Schrauben 2o festgestellt und dessen Einstellung zur Scheibe 14 durch einen Schlitz
21 im Teil 17 beobachtet werden kann.
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Eine Schauscheibe 22 in' der Gehäusekappe 2 ermöglicht zusammen mit
dem Schlitz 21 eine Beobachtung des Ganges der Triebscheibe 14 auch bei geschlossenem
Zählergehäuse.
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Wie aus dem Beschriebenen hervorgeht, bilden die Teile 8, g, g' und
17 eine Hülle, welche das ganze Triebsystem des Zählers einschließlich des Bremsmagneten
umgibt. Die Teile der Hülle sind aus ferromagnetischem Material, beispielsweise
Eisen, so daß allenfalls in den Zähler gelangende fremde Flüsse durch diese Hülle
von den Triebteilen des Zählers abgelenkt werden und so eine Schwächung der Triebdrehmomente
durch solche Flüsse praktisch nicht eintritt.
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Besonders vorteilhaft für diese Ablenkung ist die Anordnung, daß diese
Hülle die Begrenzungsflächen der Eisenteile, welche annähernd dasselbe magnetische
Potential aufweisen, berührt, während sie von. den Steilen der Eisenteile, wo magnetische
Potentialdifferenzen vorhanden sind, entfernt liegt, durch welche Anordnung eine
sichere Ablenkung eventuell in das Gehäuse gelangter fremder Flüsse von den Triebteilen
erreicht wird.
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Die Anordnung von verstellbaren Reguliermitteln an den Triebteilen
des Zählers bzw. zur Einstellung des Bremsmagneten ist möglich durch Anbringung
von Löchern in der Hülle oder durch aus der Hülle herausgeführte Wellen oder Bolzen.