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Rechenvorrichtung nach dem nomographischen Prinzip, insbesondere zur
Preisberechnung gewogener mengen Die Erfindung betrifft eine Rechenvorrichtung nach
dem nomographischen Prinzip. Sie dient vor allem zur Preisberechnung abgewogener
Waren. Man benutzt in bekannter Weise einen Fahrstrahl, der durch tangentiale Verschiebung
einer Einstellvorrichtung entsprechend dem Grundpreis der Ware eingestellt wird;
weiterhin wird durch Verschieben eines Skalenschiebers in einer zu der vorstehend
erwähnten tangentialen Verschiebung senkrechten Richtung entsprechend dem Gewicht
der Ware an den Schnittpunkt des Fahrstrahles und der Schieberskala der Gesamtpreis
angezeigt. In ihrem erfolgsmäßigen Tatbestand ist die Erfindung dadurch ausgezeichnet,
daß an einer Stelle der Rechenvorrichtung und demzufolge mit einem Blick die in
Betracht kommenden Rechnungselemente überschaut werdien können, :damit auch ungeübte
Personen in der Lage sind, mit einem Minimum an Zeit sowie an manueller und geistiger
Leistung die notwendigen Ermittlungen vorzunehmen bzw. den Kaufpreis festzustellen.
An Erfindungsmitteln kommen in Betracht die Anordnung eines mit der Einstellvorrichtung
für den Grundpreis verschiebbaren, zum Skalenschieber rechtwinkligen Hilfsstrahles,
derart, daß auf derselben Skala des Schiebers außer der Gesamtpreisbestimmung mittels
des Fahrstrahles auch der Grundpreis mittels des Hilfsstrahles eingestellt werden
kann. Zur Erläuterung des Erfindungsgedankens ist ein Ausführungsbeispiel auf der
Zeichnung dargestellt, und zwar zeigen die Abb. i und 2 eine Rechenvorrichtung für
den Warenverkauf im Grun:driß bei ganz schematischer Darstellung.
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Da erfindungsgemäß sämtliche Rechnungselerriente auf eine einzige
Skala, in der Zeichnung mit a bezeichnet, bezogen und daraus abgelesen, werden,
so sind die beiden zugehörigen, im Beispiel rechtwinkligen Kordinaten, nämlich die
Grundpr eisskala b und die Gewichtsskala c, nur durch einfache Linien ohne Eintragung
der betreffenden Werte angedeutet. Die Hauptskala a ist mit Hilfe zweier Schieber
2, 2' an einer Grundplatte d so geführt, daß sie sich rechtwinklig zur Skalenachse
c und damit parallel zur Skalenachse b verschieben läßt. Zur proportionalen Übertragung
der Einstellung der Hauptskala a an der Gewichtsskala c dient der feste Fahrstrahl
e, der im Ausführungsbeispiel weiter nichts als eine Verbindungslinie der Endpunkte
der Skalenachsen b und c bildet. Zum Einstellen und Ablesen des Grundpreises dient
der senkrecht zur Skalenachse b stehende und parallel zu sich selbst verschiebbare
Fahrstrahl f, der mittels der beiden Schieber 3 an der Grundplatte d geführt wird.
Zum Ablesen des rechnerischen Ergebnisses, derart, daß das zu Gewicht und Grundpreis
gehörige Produkt ohne weiteres gleichfalls
an der Hauptskala a erscheint,
dient der in der Koordinatenebene frei bewegliche Rechnungsfahrstrahl g, ,der in
einem festen Drehpunkt h auf der Skalenachse c verschiebbar gelagert ist und einen
zweiten verschiebbaren Drehpunkt hl auf dem Fahrstrahl f besitzt.
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Nach den Gesetzen der einfachen Geometrie bezeichnet dann ohne weiteres
der Punkt p das gesuchte Produkt. im Ausführungsbeispiel ist der Fahrstrahl f auf
den Grundpreis 6 eingestellt, was etwa dem Kilopreis einer bestimmten Wurstart entspricht.
Die Waage hat 400g angezeigt, was dem Schnittpunkt p1 des festen Fahrstrahles e
mit der Hauptskala a entspricht. Dann zeigt der Rechnungsfahrstrahl g im Punkt p
den Verkaufspreis von Mk. 2,4o an.
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Um nun auch gleichzeitig eine Verbuchung bzw. die Ausgabe eines Schecks
zu ermöglichen, ist mit dem Schieber 2' der Hauptskala a eine Scheckrolle i verbunden,
welche der Hauptskala a entsprechend eingeteilte Streifen enthält, wobei die einzelnen
Streifenabschnitte durch Perforierungen i' voneinander getrennt sein sollen. Mit
den einzelnen Fahrstrahlen sind Schieber e1, f ' und g1 verbunden, an denen
Druckstifte s vorgesehen sind. Es wird hiernach ein Scheckstreifen i auf die Hauptskala
a von der Scheckrolle abgezogen, alsdann die obenerwähnten Einstellungen vorgenommen
und die Stifte s von Hand oder in einer sonstigen zweckentsprechenden Weise niedergedrückt.
Alsdann wird der bedruckte Streifen von der Scheckrolle abgetrennt und dem Käufer
ausgehändigt oder als Kontrolle aufbewahrt. Es können auch zwei Streifen übereinander
oder nebeneinander zur Anwendung gelangen, von, denen der eine so, wie es bei den
Registrierkassen üblich ist, zur Kontrolle verbleibt, während der andere ausgegeben
wird. Natürlich kann die ganze Einrichtung gerade so, wie es bei Registrierkassen
üblich ist, völlig selbsttätig bewegt werden, so daß es nur eines Fingerdruckes
bedarf, um die richtige Einstellung des oder der Scheckstreifen zu bewirken, während
mit zwei Handgriffen die Einstellung der Fahrstrahlen f und g stattfindet.
Die Ausbildung dieser Druckvorrichtung ist jedoch nicht Gegenstand der vorliegenden
Erfindung.
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Es sind in der mechanischen Durchbildung der Vorrichtung die mannigfachsten
Ausgestaltungen möglich. Das Koordinatensystem kann auch schiefwinklig ausgeführt
sein. Der Fahrstrahl e kann seitlich hin verlegt werden (s. Abb. a), wenn etwa die
rechte Kante ai der Skala a für die Ablesung mittels eines Zeigers z Verwendung
finden soll.
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An Stelle einer ziffermäßigen Bezeichnung des Warengrundpreises kann
einfach eine Markierung m, in' usw. in der Koordinatenebene erfolgen und zu diesen
Markierungen die Bedeutung, etwa Kaffee, Butter u. dgl., beigefügt werden. Weiterhin
kann auf dem Hauptlineal a ein zweites bewegliches Lineal vorgesehen sein, welches
in bekannter Weise durch Verschiebung eine Addition oder auch Subtraktion der einzelnen
Rechnungsprodukte liefert. Dieses Verfahren kann natürlich auch auf den auszugebenden
Scheck angewandt werden. Weiterhin können die eingestellten Werte und die Rechnungsergebnisse
auf ein Zählwerk übertragen werden, das in beim Waagenbau bekannter Weise gleichzeitig
ein Schau- und Druckwerk bildet. Schließlich kann auch die Verschiebung der Hauptskala
a unmittelbar von einer Waage erfolgen, wie dies z. B. bei Zählwaagen bereits bekannt
ist.